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Sittenkritik in den "Cartas marruecas" von José de Cadalso. Stilmittel und Beziehung zur Satire

Título: Sittenkritik in den "Cartas marruecas" von José de Cadalso. Stilmittel und Beziehung zur Satire

Trabajo Escrito , 2018 , 14 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Anonym (Autor)

Romanística - Estudios españoles
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Die "Cartas marruecas" ("marokkanischen Briefe") weisen eine äußerst breite Palette an Stilfiguren auf, um die Missstände der Öffentlichkeit und des Landes aufzuzeigen. Mit welchen Mitteln es Cadalso gelingt, seine kritische Haltung dem/der Leser/in zu offenbaren, die Gesellschaft und speziell den Luxusbegriff derselben zu kritisieren und ob diese Mittel es zulassen, sein Werk als satirisches einzustufen, ist zentrales Thema dieser Proseminararbeit. Es sei aber vorangestellt, dass Luxus in den "Cartas marruecas" ein ergiebiges Thema ist und in sehr vielen Briefen zentral ist, weshalb sich diese Arbeit auf nur einige emblematische Textstellen des Romans beschränkt, in denen sich Cadalsos Methodik besonders eklatant zeigt.

Die "Cartas marruecas" können aus heutiger Sicht wohl zu den bedeutendsten Werken der spanischen Aufklärung gezählt werden. Kaum ein Werk schafft es, ein derartiges Spektrum an Themengebieten abzuzeichnen und dennoch die Qualität der behandelten Themen unter ihrer Quantität nicht leiden zu lassen. Mit unwahrscheinlicher Raffinesse übt der Autor José de Cadalso auf subtile Weise Kritik an der zeitgenössischen Gesellschaft und deckt dabei jeden relevanten sozioökonomischen Bereich ab.

Von Wirtschaft über Kleidung, von Religion über Politik, bis hin zur Dekadenz der spanischen Jugend, in jedem Teilgebiet offenbart sich Cadalsos Gelehrsamkeit. Trotz seiner starken und teils ungehemmten Sittenkritik kann der Autor durch den geschickten Einsatz literarischer Verfahren die Zensur umgehen. Erstaunliche Eloquenz und Kunstgriffe des schöpferischen Schreibens ermöglichen dem Autor, all seine bedenklichen Gedanken zu äußern, ohne dabei Gefahr zu laufen, als Verräter der Nation etikettiert zu werden, da er einen Ausländer zum Richter der Gesellschaft macht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Cartas marruecas als Satire

3. Gazels Funktion in der Luxuskritik

4. Dichotomie zwischen Luxus und Tugend

5. Schein und Sein

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie es José de Cadalso in seinem Werk Cartas marruecas gelingt, mittels subtiler literarischer Verfahren eine tiefgreifende Gesellschafts- und Luxuskritik zu üben und ob sich das Werk als Satire einordnen lässt.

  • Analyse von Cadalsos satirischen Mitteln und literarischen Strategien.
  • Untersuchung der Funktion der Figur Gazel innerhalb der Luxuskritik.
  • Gegenüberstellung der Begriffe Luxus und Tugend als zentrale Dichotomie.
  • Erforschung der literarischen Darstellung von Schein und Sein durch Symbole wie Kleidung und die Brille.
  • Darlegung, wie Cadalso trotz Zensur im 18. Jahrhundert Kritik am zeitgenössischen Spanien übt.

Auszug aus dem Buch

3. Gazels Funktion in der Luxuskritik

„[Y] para que no leas varias hojas de papel sin entender el asunto de que se trata, haz cuenta que el lujo es la abundancia y variedad de las cosas superfluas a la vida.“ In dieser Textstelle aus Brief XLI erklärt Gazel seinem Mentor Ben-Beley zu Beginn der Nachricht den Begriff lujo. Das muss er auch, denn im Afrika des 18. Jahrhunderts gibt es dieses sozial-ökonomische Phänomen schlichtweg nicht. Er vermerkt in diesem Diskurs die scheinbaren Vorteile der Luxusgüter, deckt diesen Trugschluss aber auf, indem er aktuelle Probleme der Wirtschaft erkennt und diese in seine Argumentation mit einfließen lässt. Die Kritik am retraso Spaniens gegenüber anderen europäischen Ländern wird in dieser Textstelle explizit erwähnt, anders als in Brief LVI. Die Dekadenz der iberischen Halbinsel steht für Gazel im Zusammenhang mit der ‚falschen‘ Art von Luxus. Laut Gazel ist nur ein lujo nacional mit Vorteilen für das Land verbunden, sprich mehr Inlandsproduktion, weniger Import, dafür mehr Export, um die nationale Wirtschaft anzukurbeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die Cartas marruecas als ein bedeutendes Werk der spanischen Aufklärung und skizziert die Fragestellung nach der satirischen und kritischen Methode des Autors.

2. Cartas marruecas als Satire: In diesem Kapitel wird untersucht, inwiefern Cadalso literarische Verfahren nutzt, um Gesellschaftskritik zu verpacken, wobei insbesondere der Brief LVI als Beispiel für satirische Übertreibung dient.

3. Gazels Funktion in der Luxuskritik: Das Kapitel analysiert die Rolle des fremden Besuchers Gazel als Werkzeug für eine unvoreingenommene, kritische Beobachtung spanischer Wirtschaftsverhältnisse.

4. Dichotomie zwischen Luxus und Tugend: Hier wird der moralische Konflikt beleuchtet, bei dem Luxus als Gegensatz zu tugendhaftem Handeln und gesellschaftlicher Ehre dargestellt wird.

5. Schein und Sein: Dieses Kapitel widmet sich der Maskerade und visuellen Metaphern wie der Kleidung oder der Brille, um die Diskrepanz zwischen öffentlichem Schein und verborgener Realität aufzudecken.

6. Schluss: Das Schlusswort resümiert die Analyseergebnisse und bestätigt die Einstufung des Werkes als satirisch geprägt unter Anwendung geschickter, zensurumgehender Erzählstrategien.

Schlüsselwörter

Cadalso, Cartas marruecas, Sittenkritik, Satire, Aufklärung, Luxuskritik, Gazel, Dichotomie, Tugend, Schein und Sein, Spanien, Literaturgeschichte, Gesellschaftskritik, Briefroman, Zensur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Sitten- und Luxuskritik in José de Cadalsos Cartas marruecas unter Berücksichtigung literarischer und satirischer Stilmittel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Aufklärung, das Spannungsfeld zwischen Luxus und Tugend sowie die Diskrepanz zwischen dem gesellschaftlichen Schein und dem faktischen Sein.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, wie Cadalso durch gezielte literarische Verfahren und die Wahl eines außenstehenden Erzählers effektiv Kritik an den Zuständen im Spanien des 18. Jahrhunderts äußert.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Analyse von ausgewählten Briefstellen, wobei gattungstheoretische Ansätze zur Satire einbezogen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Kapitel, die die Funktion von Gazel, die Kontraste von Luxus und Tugend sowie die Semantik von Schein und Sein in der Kleidung untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Cadalso, Satire, Aufklärung, Luxuskritik, Schein/Sein, Tugend und das Werk Cartas marruecas.

Warum wählt der Autor ausgerechnet einen marokkanischen Besucher als Kritiker?

Durch die Figur Gazel, der als Ausländer und Nicht-Christ auftritt, entsteht ein Entfremdungseffekt, der es Cadalso ermöglicht, Kritik an der spanischen Gesellschaft zu üben, ohne sich selbst der direkten Zensur auszusetzen.

Welche symbolische Bedeutung hat die Brille im Werk?

Die Brille wird als Metapher eingesetzt, um Blindheit für gesellschaftliche Missstände zu verdeutlichen; sie fungiert als ungelungenes Hilfsmittel, durch das die Protagonisten vergeblich versuchen, hinter die Fassaden der Realität zu blicken.

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Detalles

Título
Sittenkritik in den "Cartas marruecas" von José de Cadalso. Stilmittel und Beziehung zur Satire
Universidad
University of Salzburg
Calificación
1
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
14
No. de catálogo
V1333967
ISBN (PDF)
9783346843579
ISBN (Libro)
9783346843586
Idioma
Alemán
Etiqueta
Reiseerzählung Reiseliteratur Sprachgeschichte Literaturgeschichte 18. Jahrhundert Spanien Castellanisch Cartas marruecas Sittenkritik spanisch Aufklärung José de Cadalso Cadalso Kritik Gesellschaft sozioökonomisch Dekadenz Luxus Satire satirisch
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2018, Sittenkritik in den "Cartas marruecas" von José de Cadalso. Stilmittel und Beziehung zur Satire, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1333967
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