In dieser Arbeit soll anhand eines Praxisbezugs untersucht werden, welchen Einfluss und welche Probleme die hybride Zusammenarbeit mit sich bringen und welche Erfolgsfaktoren im Gegenzug Grundlage für die hybride Arbeit sind. Anhand des Phasenmodells nach Bruce Tuckman werden die Möglichkeiten für die Teamentwicklung eines hybriden Teams untersucht und welche Rolle dabei die Organisation einnimmt, um virtuelle Teams zu entwickeln, zu fördern und um die notwendigen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche hybride Arbeit zu bieten.
Die virtuelle Zusammenarbeit, eine Veränderung, welche die Arbeitswelt vor große Herausforderungen stellt. Ob ein Unternehmen diese Veränderung erfolgreich mitgeht, hängt davon ab, wie es diese Herausforderungen meistert und sich an die neuen Gegebenheiten anpassen kann. Diese Veränderung kann Organisationen laut Peter Ivanov allerdings auch einen erheblichen Vorteil für den Umgang mit neuartigen und globalen Herausforderungen verschaffen.
Genau diese Chance musste seit dem Jahr 2020 zwangsläufig wahrgenommen werden. Denn aufgrund der postpandemischen Arbeitskultur seit dem Ausbruch des SARS-Cov-2 Virus, mussten diese Veränderungen, die sich schon seit mehreren Jahren langsam an-gekündigt haben, in enormer Geschwindigkeit verstetigt und etabliert werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1. Zielsetzung
1.2. Vorstellung der Organisation
1.3. Vorstellung des Teams
2. Das Team und seine Entwicklung
2.1. Das hybride Team
2.2. Negative Einflussfaktoren und Probleme der hybriden Arbeit
2.3. Erfolgsfaktoren der hybriden Arbeit
3. Erläuterung der Teamentwicklung anhand des Phasenmodells nach Bruce Tuckman
3.1. Forming
3.2. Storming
3.3. Norming
3.4. Performing
3.5. Adjourning
4. Teamentwicklung im hybriden Team
4.1. Möglichkeiten und Maßnahmen für die Teamentwicklung eines hybriden Teams anhand des Phasenmodells nach Tuckman
4.2. Rolle der Organisation bei der hybriden Teamentwicklung
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, Möglichkeiten und Maßnahmen zu erarbeiten, die zu einer positiven Entwicklung eines neu aufgestellten hybriden Teams in einem Industrieunternehmen beitragen, wobei das Phasenmodell nach Bruce Tuckman als theoretische und strukturgebende Grundlage dient.
- Analyse der spezifischen Herausforderungen und Erfolgsfaktoren in hybriden Arbeitsumgebungen.
- Anwendung des Phasenmodells der Teamentwicklung (Forming, Storming, Norming, Performing, Adjourning) auf das hybride Umfeld.
- Bedeutung der Führung und Teamentwicklung bei physischer Distanz.
- Die unterstützende Rolle der Organisation und Personalentwicklung.
- Praxisbezogene Transferaspekte für die Teamführung.
Auszug aus dem Buch
3.1. Forming
In der ersten Phase, dem sogenannten Forming bzw. Orientierung- und Teamfindungsphase (Dorothea Herrmann, 2012, S. 94), lernt sich das Team kennen. Die Teammitglieder halten sich bedeckt und gehen Konflikten aus dem Weg (Friedmann W. Nerdinger, 2019, S. 121). Die Rollen, Aufgaben und Bedürfnisse sind noch unklar, werden nicht kommuniziert und sorgen für Unsicherheit. Es besteht noch keine ausgeprägte Struktur, die Mitglieder orientieren sich an der Leitung und auch die Kommunikation läuft über sie. Wichtig ist auch der persönliche Umgang miteinander und das Kennenlernen unter den einzelnen Gruppenmitgliedern, da diese Phase die Basis für die weiteren Phasen und somit maßgeblich am Erfolg der Teamarbeit beteiligt ist.
Damit das Kennenlernen ermöglicht werden kann und ein gewisses Grundvertrauen entsteht, helfen die folgenden Fragen dabei, dieses aufzubauen und um sich zu orientieren. (Anja Mahlstedt, 2022, S. 22):
Wie ticken die einzelnen Teammitglieder?
Welche Erfahrungen und Qualifikationen bringen die einzelnen Mitarbeiter mit?
Welche Rollen und Verantwortlichkeiten möchten die einzelnen Teammitglieder setzen?
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die veränderte Arbeitswelt durch virtuelle Zusammenarbeit und die Notwendigkeit postpandemischer Anpassungsmodelle ein.
2. Das Team und seine Entwicklung: Es werden die Merkmale hybrider Arbeit, negative Einflussfaktoren sowie entscheidende Erfolgsfaktoren für virtuelle Teams beleuchtet.
3. Erläuterung der Teamentwicklung anhand des Phasenmodells nach Bruce Tuckman: Dieses Kapitel definiert und beschreibt die fünf klassischen Phasen der Teamentwicklung nach Tuckman theoretisch.
4. Teamentwicklung im hybriden Team: Hier werden konkrete Maßnahmen für die Führungskraft und die Organisation zur Steuerung hybrider Teams durch die verschiedenen Phasen abgeleitet.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Erkenntnisse zur strategischen Bedeutung der Förderung hybrider Teams für die Gesamtorganisation und den Unternehmenserfolg.
Schlüsselwörter
Hybride Teams, Teamentwicklung, Bruce Tuckman, Virtuelle Zusammenarbeit, Homeoffice, Führung, Organisationsentwicklung, Konfliktmanagement, Arbeitszufriedenheit, Recruiting, Leistungsbewertung, Kommunikation, Change-Management, Strukturierung, Digitalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie neu aufgestellte hybride Teams in einem Industrieunternehmen mithilfe des Phasenmodells von Bruce Tuckman erfolgreich entwickelt und unterstützt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den zentralen Themen gehören die Merkmale hybrider Arbeit, die damit verbundenen Herausforderungen (z.B. Isolation, technische Probleme), Erfolgsfaktoren sowie die Rolle der Führung und der Organisation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Erarbeitung konkreter Möglichkeiten und Maßnahmen, um hybride Teams durch ihre Entwicklungsphasen zu leiten, um somit deren Produktivität und die Zufriedenheit der Teammitglieder zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturrecherche und einen Praxisbezug, um theoretische Konzepte (Tuckman-Modell) auf die Anforderungen der hybriden modernen Arbeitswelt zuzuschneiden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des hybriden Arbeitens, die detailreiche Erläuterung der Tuckman-Phasen sowie die praktische Anwendung dieser Phasen im hybriden Kontext unter Berücksichtigung der Führungsrolle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die zentralen Schlagworte sind Hybride Teams, Teamentwicklung, Virtuelle Zusammenarbeit, Führung, Organisationsentwicklung und Konfliktmanagement.
Wie beeinflusst das Home-Office die Teamdynamik laut Autor?
Der Autor stellt fest, dass Home-Office zwar Flexibilität und Zufriedenheit steigern kann, aber bei mangelnder Steuerung zu Isolation, fehlender Gruppenzugehörigkeit und erschwerter Kommunikation führen kann, was gezielte Teamentwicklungsmaßnahmen erfordert.
Welche Rolle spielt die Führungskraft beim „Storming“ in virtuellen Teams?
Die Führungskraft muss in dieser Konfliktphase die Rolle des Moderators und Coaches einnehmen, um Konflikte transparent zu machen, eine Feedback-Kultur zu etablieren und die Teammitglieder konstruktiv durch die Unklarheiten zu führen.
Warum ist eine organisatorische Einbettung virtueller Arbeit notwendig?
Die Organisation muss die notwendige technische Infrastruktur bereitstellen, Prozesse transparent gestalten und eine Kultur fördern, die auch in hybriden Strukturen Leistung anerkennt und Entwicklung zulässt.
- Quote paper
- Fabian Kuyper (Author), 2023, Entwicklung eines neu aufgestellten hybriden Teams in einem Industrieunternehmen. Eine Arbeit anhand des Phasenmodells nach Bruce Tuckman, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1334023