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Der Vater-Tochter-Konflikt in Lessings "Miss Sara Sampson"

Titel: Der Vater-Tochter-Konflikt in Lessings "Miss Sara Sampson"

Hausarbeit , 2021 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Celina Schweinsberg (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gotthold Ephraim Lessing repräsentiert mit "Miss Sara Sampson" das allererste bürgerliche Trauerspiel in Deutschland, welches 1755 seine Uraufführung verzeichnet. In diesem Portfolio werde ich den vorliegenden Vater-Tochter-Konflikt, unter folgender Fragestellung, näher betrachten: Inwiefern bestimmen die Tugenden eine Familie des 18. Jahrhunderts und im engeren Sinn den Vater-Tochter-Konflikt? Vor allem die Ansichten von Moral zu damaligen Zeiten werde ich genauer unter die Lupe nehmen und anhand Sekundärliteratur das Verhalten der Protagonisten versuchen zu erklären.

In diesem Werk äußert sich das sehr selbstsichere Bürgertum zur Zeit der Aufklärung. "Die Miß Sara Sampson ist von den moralischen Tendenzen erfüllt, die aus dem damaligen Zustand der deutschen Aufklärung fließen." Bürgerliche Wertvorstellungen überwinden die traditionellen, adelsorientierten Ideale und Begrifflichkeiten wie Tugend, Moral und Familie bilden von nun an das Zentrum des Miteinanders. Bereits die erste Szene thematisiert zwei Begrifflichkeiten, welche eine wichtige Rolle in Bezug auf die Handlung verkörpern, nämlich "Laster" und "Tugend". Themen wie Wertvorstellungen, Geschlechterrollen und Autoritätsstrukturen wurden von Lessing konferiert. Letzteres bildet neben der Familiensituation die salbungsvolle Grundlage in "Miss Sara Sampson".

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil

1. Die Brief- Szene

2. Das Vater- Tochter Verhältnis

2.1 Sara Sampson in der Tochterrolle

2.2 Sir Williams in der Vaterrolle

3. Das Familienbild im 18. Jahrhundert

4. „Miss Sara Sampson“ als bürgerliches Trauerspiel

III. Schluss/ Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Vater-Tochter-Konflikt in Gotthold Ephraim Lessings "Miss Sara Sampson" unter Berücksichtigung der moralischen Vorstellungen und familiären Strukturen des 18. Jahrhunderts. Dabei wird analysiert, wie sich das väterliche Rollenverständnis von autoritären Strukturen hin zu einer emotional geprägten Bindung wandelt und wie die Tochter mit diesen Anforderungen sowie ihren eigenen Schuldgefühlen umgeht.

  • Analyse des Vater-Tochter-Konflikts in "Miss Sara Sampson"
  • Wandel des väterlichen Rollenverständnisses im 18. Jahrhundert
  • Bedeutung der Tugend und Moral für die weibliche Identität
  • Familiäre Strukturen und deren Veränderung in der Aufklärung
  • Das bürgerliche Trauerspiel als literarische Gattung

Auszug aus dem Buch

2. Das Vater- Tochter Verhältnis

Im Unwissen darüber, dass ihr Vater ihr auf den Spuren ist, um ihr zu vergeben wird Miss Sara Sampson von tiefsitzenden Gewissensbissens betrübt, anlässlich des Verschwindens aus ihrem eigenen Elternhaus. Die miteinhergehende Folge des Zusammenbruchs im Autoritätssystems ihrer Familie ist Sara ebenso nicht bekannt. Der Vater- Tochter Konflikt wird im vorliegenden Drama nicht als instantane Gegenüberstellung ausgerichtet, vielmehr kommt es zur vermittelnden Präsentation.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Werk "Miss Sara Sampson" ein, stellt den historischen Kontext der Aufklärung dar und definiert die Fragestellung bezüglich der Tugenden im Vater-Tochter-Konflikt.

II. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Brief-Szene, das Verhältnis von Vater und Tochter, das gesellschaftliche Familienbild sowie die Gattung des bürgerlichen Trauerspiels.

1. Die Brief- Szene: Das Kapitel untersucht den zentralen Wendepunkt des Konflikts, an dem die Tochter mit dem unerwarteten Vergebungsangebot des Vaters konfrontiert wird.

2. Das Vater- Tochter Verhältnis: Hier wird die Dynamik zwischen den Protagonisten beleuchtet, die nicht durch direkte Konfrontation, sondern durch vermittelnde Präsentationsformen bestimmt ist.

2.1 Sara Sampson in der Tochterrolle: Dieses Unterkapitel analysiert das Verhalten, die Schuldgefühle und die inneren Konflikte der Tochter gegenüber ihrem Vater und den moralischen Erwartungen.

2.2 Sir Williams in der Vaterrolle: Das Unterkapitel betrachtet das veränderte Bild des Vaters, der sich als emotionaler und vergebender Akteur anstatt als autoritäres Familienoberhaupt zeigt.

3. Das Familienbild im 18. Jahrhundert: Hier werden die zeitgenössischen rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen der Familie sowie die Rolle der Frau thematisiert.

4. „Miss Sara Sampson“ als bürgerliches Trauerspiel: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung des Werks als erstes deutsches bürgerliches Trauerspiel und dessen Wirkung auf die zeitgenössische Gesellschaft.

III. Schluss/ Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz des Vater-Tochter-Verhältnisses und resümiert die Bedeutung des Dramas für die Emanzipation des Bürgertums.

Schlüsselwörter

Miss Sara Sampson, Gotthold Ephraim Lessing, bürgerliches Trauerspiel, Aufklärung, Vater-Tochter-Konflikt, Tugend, Moral, Familiensituation, Rollenverständnis, Schuldgefühl, 18. Jahrhundert, Literaturwissenschaft, Empfindsamkeit, Autoritätsstrukturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert den Vater-Tochter-Konflikt in Lessings "Miss Sara Sampson" vor dem Hintergrund der moralischen und gesellschaftlichen Normen des 18. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Rolle der Tugend, das Familienbild der Aufklärung, den Wandel väterlicher Autorität sowie die Gattungsmerkmale des bürgerlichen Trauerspiels.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist herauszufinden, inwiefern Tugendvorstellungen den besagten Konflikt bestimmen und wie die Protagonisten mit den Anforderungen eines sich wandelnden Familienmodells interagieren.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext mit zeitgenössischer Sekundärliteratur verknüpft, um das Verhalten der Figuren zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Brief-Szene als Wendepunkt, die spezifischen Rollenbilder von Sara und Sir William sowie die historischen Rahmenbedingungen der Familiensituation im 18. Jahrhundert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie "bückerliches Trauerspiel", "Tugend", "Aufklärung" und "Vater-Tochter-Konflikt" definieren.

Warum spielt die sogenannte "Brief-Szene" eine so wichtige Rolle?

Die Szene stellt den Wendepunkt dar, da sie das für Sara unerwartete, vergebende Verhalten des Vaters offenbart, was zu einem inneren Konflikt zwischen ihrer Schuld und seinem Wunsch nach Versöhnung führt.

Wie unterscheidet sich das Bild des Vaters in diesem Drama von traditionellen Vorstellungen?

Sir William wird als Vertreter eines empfindsamen Ethos dargestellt, der das Gefühl über das starre Gesetz stellt und anstatt auf Vergeltung mit Vergebung reagiert.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Vater-Tochter-Konflikt in Lessings "Miss Sara Sampson"
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Germanistik)
Note
1,3
Autor
Celina Schweinsberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
14
Katalognummer
V1334032
ISBN (PDF)
9783346838988
ISBN (Buch)
9783346838995
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vater-tochter-konflikt lessings miss sara sampson
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Celina Schweinsberg (Autor:in), 2021, Der Vater-Tochter-Konflikt in Lessings "Miss Sara Sampson", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1334032
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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