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Das ICE-Unglück von Eschede. Wer trägt die moralische Verantwortung?

Titel: Das ICE-Unglück von Eschede. Wer trägt die moralische Verantwortung?

Essay , 2021 , 6 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Florian Koch (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach dem ICE-Unglück in Eschede am 03.06.1998 mit 101 Todesopfern und 88 schwer Verletzten stellt sich die Frage, wer die moralische Verantwortung für dieses schwerwiegende Zugunglück trägt. Hierzu soll zuerst der Begriff der moralischen Verantwortung erklärt, die Grundsätze der Verantwortungszuschreibung genannt und anschließend potentielle Verantwortungsträger anhand von faktischen Annahmen diskutiert werden. Abschließend soll aufgezeigt werden, wer die moralische Verantwortung für das ICE-Unglück von Eschede trägt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung und Vorgehensweise

2. Moralische Verantwortung und die Verantwortungsträger des ICE-Unglücks

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das ICE-Unglück von Eschede aus einer ethischen Perspektive, um die Frage nach der moralischen Verantwortung für dieses schwerwiegende Zugunglück zu klären. Dabei werden theoretische Grundlagen der Verantwortungszuschreibung auf die Handlungen verschiedener Akteure angewendet.

  • Grundlagen der moralischen Verantwortung
  • Grundsätze der Verantwortungszuschreibung (Kontrollprinzip, Rationalität, Handlungsfreiheit, Wissentlichkeit)
  • Analyse der Akteure (Zulieferfirma, Instandhaltungsmitarbeiter, Management)
  • Ethik der Unternehmensführung
  • Ursachenanalyse des ICE-Unglücks

Auszug aus dem Buch

Moralische Verantwortung und die Verantwortungsträger des ICE-Unglücks

Der Begriff Verantwortung kann unterschiedlich interpretiert werden. Im umgangssprachlichen Gebrauch versteht man hierunter vorwiegend eine Ursächlichkeit für eine bestimmte Situation. Beispielsweise schließt ein Student des Studiengangs „Management im Gesundheitswesen“ die Unternehmensethikklausur ohne Erfolg ab, da er während der Klausur einen „Blackout“ erlitt. In diesem Fall ist die Ursächlichkeit das Auftreten eines „Blackouts“ verantwortlich für das Scheitern des Studierenden während der Prüfungssituation.

Im moralischen Sinne wird Verantwortung jedoch nicht mit einer Ursächlichkeit und nicht mit unbelebten Dingen wie beispielsweise einem „Blackout“ verbunden, sondern mit einzelnen natürlichen Personen und Gruppen von Individuen denen Verantwortung zugeschrieben wird. Diese sind Subjekte, welche die moralische Verantwortung für Objekte wie ihren Handlungen, die Folgen ihres Handelns sowie für ihre Überzeugungen tragen. Dieser Prämisse wird jedoch vorausgesetzt, dass die Grundsätze der Verantwortungszuschreibung bei den Subjekten erfüllt sind. Als Grundsätze der Verantwortungszuschreibung werden das Kontrollprinzip, die Rationalität, die Handlungsfreiheit sowie die Wissentlichkeit genannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragestellung und Vorgehensweise: Das Kapitel führt in das historische Ereignis des ICE-Unglücks ein, benennt die technischen Ursachen und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die moralische Verantwortung zu bestimmen.

2. Moralische Verantwortung und die Verantwortungsträger des ICE-Unglücks: Hier werden theoretische Kriterien für moralische Verantwortung erläutert und die Handlungen der Zulieferfirma, der Instandhaltungsmitarbeiter sowie des DB-Managements anhand dieser Kriterien kritisch bewertet.

3. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass dem Management der Deutschen Bahn die alleinige moralische Verantwortung für das Unglück zukommt, da alle notwendigen Voraussetzungen für eine Verantwortungszuschreibung erfüllt sind.

Schlüsselwörter

ICE-Unglück, Eschede, Unternehmensethik, Moralische Verantwortung, Verantwortungszuschreibung, Kontrollprinzip, Rationalität, Handlungsfreiheit, Wissentlichkeit, Deutsche Bahn, Composite-Räder, Instandhaltung, Entscheidungsfindung, Ethik, Sicherheitsrisiko

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das ICE-Unglück von Eschede unter ethischen Gesichtspunkten und analysiert, wer moralische Verantwortung für die Katastrophe trägt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind ethische Grundsätze, Verantwortungstheorien in der Unternehmensführung und die technische Analyse der Ereignisse von 1998.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand der Kriterien für moralische Verantwortung (Handlungs-, Überzeugungs- und Folgeverantwortung) zu klären, welche Akteure moralisch für das Unglück verantwortlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine klassische ethische Argumentationsweise, indem er theoretische Verantwortungsprinzipien auf die faktischen Gegebenheiten des Unglücks anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Verantwortung definiert und anschließend verschiedene Akteure, wie das Management und Instandhaltungsmitarbeiter, basierend auf ihrem Handeln geprüft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Besonders prägend sind Begriffe wie "Moralische Verantwortung", "Kontrollprinzip", "Eschede" und "Unternehmensethik".

Warum konnte das Management der Deutschen Bahn laut dem Autor nicht strafrechtlich belangt werden?

Der Text erklärt, dass nach deutschem Recht eine strafrechtliche Anklage gegen juristische Personen als solche nicht möglich ist.

Inwiefern spielte der Begriff der "Wissentlichkeit" bei den Instandhaltungsmitarbeitern eine Rolle?

Der Autor argumentiert, dass den Mitarbeitern bei der letzten Inspektion Abweichungen bekannt waren, wodurch sie hätten erkennen müssen, dass ein Unfallrisiko besteht.

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das ICE-Unglück von Eschede. Wer trägt die moralische Verantwortung?
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt; Würzburg
Veranstaltung
Unternehmensethik
Note
1,7
Autor
Florian Koch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
6
Katalognummer
V1334116
ISBN (PDF)
9783346831996
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ice-unglück eschede verantwortung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Koch (Autor:in), 2021, Das ICE-Unglück von Eschede. Wer trägt die moralische Verantwortung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1334116
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Leseprobe aus  6  Seiten
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