Die funktionale Aufbauorganisation der Hospitalia GmbH (fiktives Unternehmen) möchte ein Softwaresystem einführen, um in den
Verwaltungsbereichen des Klinikums die Prozesseffizienz zu steigern und die Prozesskosten zu reduzieren. Hierbei könnte die Implementierung eines ERP-Systems Abhilfe schaffen, um die gesetzten Ziele unserer Unternehmensführung zu realisieren. Um jedoch eine Entscheidung hinsichtlich der Implementierung dieser Softwaresystemlösung und des geeignetsten Softwareanbieters treffen zu können, sollen im vorliegenden narrativen Memo ERP-Softwaresysteme und deren Anbieter thematisiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Zweck des Dokuments
2 ERP-Systeme
2.1 Definition
2.2 Anwendungsbereiche und Funktionen
2.3 Vor- und Nachteile
2.4 Anbietervergleich
3 Empfehlung
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die Grundlagen von ERP-Systemen für eine fiktive Privatklinik (Hospitalia GmbH) darzulegen, um die Entscheidung für die Implementierung einer solchen Softwarelösung zur Steigerung der Prozesseffizienz und Kostenreduktion in den Verwaltungsbereichen fundiert vorzubereiten.
- Begriffsdefinition und konzeptionelle Grundlagen von ERP-Systemen
- Anwendungsbereiche und wichtige Funktionsmodule im Gesundheitswesen
- Analyse der Vor- und Nachteile bei der Einführung von ERP-Software
- Vergleich ausgewählter ERP-Anbieter (SAP, DirectOne, Microsoft)
- Empfehlung für das weitere Vorgehen bei der Anbieterauswahl
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition
Die Abkürzung ERP steht für „Enterprise Resource Planning“ was übersetzt als Unternehmensressourcenplanung zu bezeichnen ist. Die Begriffsdefinition ist jedoch sowohl im Englischen als auch in der deutschen Übersetzung fehlerhaft, da hierbei nicht nur die Planung, sondern auch die Verwaltung und Steuerung von Ressourcen betroffen ist. Hinzuzufügen ist, dass ERP nicht nur auf Unternehmen sondern auch auf Organisationen anwendbar ist (vgl. Osterhage 2014, 3). Ein weiterer Irrglaube besteht darin, dass „Enterprise Resource Planning“ als Synonym für eine Softwaresystemlösung gehalten wird (vgl. ebd., 3). „ERP ist aber in erster Linie ein organisatorisches Konzept, auf dem Prozesse – meistens Geschäftsprozesse – aufgebaut sind, die dann in großen Teilen eine Stützung durch die gleichnamigen ERP-IT-Systeme erfahren können.“ (ebd., 3)
Spricht man von einem ERP-System, so ist hiermit eine betriebswirtschaftliche, branchenneutrale Softwarelösung zur Planung, Verwaltung und Steuerung von Ressourcen wie Mitarbeiter, Betriebsmittel und Kapital, eines Unternehmens oder einer Organisation, gemeint (vgl. Grobman 2008, 3). Sie bilden in der IT-Architektur einer Organisation eine sogenannte „Rückgratfunktion“, da sie operative oder dispositive Geschäftsprozesse übernehmen die von hohen Massenvolumen und weitgehend standardisierten Abläufen geprägt sind. Zudem interagieren diese Softwaresysteme mit zahlreichen anderen betrieblichen Anwendungssystemen wie beispielsweise Web-Shops beziehungsweise Produktkatalogen, Reporting-Anwendungen und CRM (vgl. Jacob 2008, 2).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Zweck des Dokuments: Hier wird der Anlass für die Untersuchung dargelegt, nämlich die Effizienzsteigerung der Verwaltungsprozesse in der fiktiven Hospitalia GmbH mittels eines ERP-Systems.
2 ERP-Systeme: Dieses Kapitel erläutert das Konzept und die Definition von ERP, beschreibt Einsatzgebiete, diskutiert die Vor- und Nachteile einer Implementierung und vergleicht beispielhaft drei Softwareanbieter.
2.1 Definition: Dieser Abschnitt klärt das Verständnis von ERP als organisatorisches Konzept und als betriebswirtschaftliche Softwarelösung zur Ressourcensteuerung.
2.2 Anwendungsbereiche und Funktionen: Hier werden die typischen Verwaltungsbereiche in Gesundheitsorganisationen wie Personalwesen und Finanzbuchhaltung identifiziert, die durch ERP unterstützt werden können.
2.3 Vor- und Nachteile: Dieser Teil betrachtet die positiven Effekte der Prozessintegration und Arbeitserleichterung sowie die Herausforderungen durch Kosten und den notwendigen Change-Management-Prozess bei den Mitarbeitern.
2.4 Anbietervergleich: Hier werden die Systeme SAP ERP, DirectOne Business und Microsoft Dynamics AX gegenübergestellt und hinsichtlich ihrer Eignung für das Gesundheitswesen kurz charakterisiert.
3 Empfehlung: Abschließend wird geraten, eine Projektgruppe zu bilden und ein individuelles Anforderungsprofil zu erstellen, bevor eine konkrete Anbieterauswahl getroffen wird.
Schlüsselwörter
ERP, Enterprise Resource Planning, Gesundheitswesen, Krankenhausmanagement, Prozessintegration, Softwareimplementierung, IT-Architektur, Geschäftsprozesse, Verwaltungsmanagement, SAP, Microsoft Dynamics AX, DirectOne Business, Ressourcensteuerung, Anbieterauswahl, Kostenoptimierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning) zur Optimierung der Verwaltungsprozesse in einer Privatklinik.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Themen umfassen die theoretischen Grundlagen von ERP, deren Nutzen in Gesundheitsorganisationen, eine Analyse der Chancen und Risiken sowie eine kursorische Gegenüberstellung von Softwareanbietern.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Grundlage für eine Entscheidung zur Implementierung eines ERP-Systems zu schaffen, um die Prozesseffizienz zu steigern und Kosten in den Verwaltungsbereichen der Hospitalia GmbH zu senken.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer narrativen Literaturrecherche und der inhaltlichen Auseinandersetzung mit Fachquellen zu ERP-Systemen und Prozessmanagement.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von ERP, die Darstellung relevanter Funktionsbereiche für Kliniken, eine Abwägung der Vor- und Nachteile einer Einführung sowie einen Vergleich von SAP und anderen Anbietern.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind ERP, Prozessintegration, Gesundheitswesen, Kosten-Nutzen-Analyse und Softwareauswahl.
Warum wird im Vergleich der Anbieter auf die Benutzeroberfläche von Microsoft Dynamics AX hingewiesen?
Es wird hervorgehoben, dass die Ähnlichkeit zu Microsoft Office die Einarbeitungszeit verringern und somit Schulungskosten senken könnte.
Welche Empfehlung gibt der Autor für das weitere Vorgehen in der Klinik?
Der Autor empfiehlt die Einsetzung einer fachübergreifenden Projektgruppe und die Erstellung eines individuellen Anforderungsprofils, anstatt sich vorschnell für ein System zu entscheiden.
- Arbeit zitieren
- Florian Koch (Autor:in), 2021, ERP-Systeme und ihre Anbieter. Implementierungsmöglichkeiten in einer funktionalen Aufbauorganisation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1334128