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Soziolinguistik

Soziologie des Deutschen

Title: Soziolinguistik

Research Paper (postgraduate) , 2007 , 35 Pages , Grade: 1

Autor:in: Caroline Rahm (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Hausarbeit hat zum Untersuchungsgegenstand, wie der Titel schon besagt, „Die Soziologie des Deutschen“.
Die Soziolinguistik beschäftigt sich speziell mit dem Zusammenhang von Sprache und Gesellschaft. Mit den Leitfragen „Wer spricht welches Deutsch?“, „Welchen Sprechergruppen, Nationen, Kulturen ist die deutsche Sprache als Ausdrucksträger zugeteilt?“, lässt sich die germanistische Sozilinguistik in Ansätzen charakterisieren. Da diese allerdings ein sehr breites Spektrum darbietet, werden auserwählte Gesichtspunkte zum Thema gemacht und beschrieben. Damit eine Perspektive über die einzelnen Themen möglich ist, werden sie weitgehend informativ dargestellt.

Die deutsche Sprache hat ihren Ursprung im Indogermanischen und gehört zum westlichen Zweig der germanischen Sprachen. Innerhalb Europa gilt sie als eine der meistgesprochenen Sprachen überhaupt. Deutsch ist die Muttersprache von ca. 92 Millionen Menschen in West- und Mitteleuropa und damit nach dem Russischen die meistgesprochene Sprache in Europa.[...]
In dem ersten Kapitel der Hausarbeit „das Deutsche in anderssprachiger Umgebung“, wird bei „Sprachinseldeutsch“, das an dem Beispiel Rumäniens erläutert wird, wird nochmals näher darauf eingegangen. Des Weiteren skizziert „Deutschsprachige Minderheiten ohne amtlichen Status“ die Verhältnisse der Deutsch Sprechenden in den einzelnen Ländern. Während alle Kapitel überwiegend aus der Literaturrecherche heraus entstanden sind, hebt sich Kapitel 3 „Bilingualismus“ davon ab.

Da Begriffe wie „zweisprachig“ heutzutage in der Alltagssprache häufigen Gebrauch finden [...]

Die Situation der steigenden Zahl von Mischehen, in der Kinder von klein auf mehrere Sprachen sprechen, bringt natürlich Neugierde mit sich. Deshalb wurden 2 Studentinnen, die bilingual aufgewachsen sind, befragt.[...]

Der Frage; Was ist Diglossie und wo hat sie ihre Schwachpunkte wird in Kapitel 4 „Deutsch in Diglossie-Situationen“ nachgegangen.

Politische und Gesellschaftliche Entwicklungen sowie wirtschaftliche und kulturelle Vorgänge sorgten in der Vergangenheit in der Bundesrepublik Deutschland permanent für Veränderungen. Die Wiedervereinigung 1989 als ein dynamischer Prozess führt zu einem neuen Selbstverständnis der ehemals kommunistischen Staaten. [...]Die Verbreitung des Deutschen lässt sich allerdings nicht ohne die Frage beantworten, was „das Deutsche“ eigentlich sei. Dieser Frage wird in dem letzten Kapitel nachgegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Deutsch in anderssprachiger Umgebung

2.1 „Sprachinseldeutsch“

2.2 Deutschsprachige Minderheiten ohne amtlichen Status

3. Deutsch in Bilingualismus-Situationen

3.1 Bilinguale Erziehung

3.2 Befragung zu Bilingualismus

4. Deutsch in der schweizerischen Diglossie-Situation

4.1 Begriffsklärung

4.2 Einteilung der Domänen

4.3 Probleme der Diglossie

5. Deutsch als Fremdsprache

5.1 Das Fach „Deutsch als Fremdsprache“

5.2 Abgrenzung Fremdsprache und Zweitsprache

5.3 Verbreitung und Stellung von Deutsch als Schulfremdsprache

5.4 Deutsch als Fremdsprache an deutschen Auslandsschulen

5.5 Die Goethe-Institute

5.6 Die deutsche Sprache der Gastarbeiter

6. Die deutsche Sprache in der Diplomatie

6.1. Zur Geschichte

6.2. Deutsch als Amtssprache bei internationalen Organisationen

6.2.1. Begriffsklärung

6.2.2. Die Stellung der deutschen Sprache bei internationalen Organisationen

7. Die Herkunft des Namens „deutsch“

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Soziologie des Deutschen und analysiert den Zusammenhang zwischen Sprache und Gesellschaft anhand ausgewählter Schwerpunkte wie Sprachinseln, Bilingualismus, Diglossie und der Stellung des Deutschen als Fremdsprache im internationalen Kontext.

  • Soziolinguistische Analyse der deutschen Sprache in verschiedenen Umgebungen.
  • Untersuchung von Bilingualismus-Situationen und bilingualer Erziehung.
  • Analyse der schweizerischen Diglossie-Situation.
  • Betrachtung von Deutsch als Fremdsprache und in der internationalen Diplomatie.
  • Herkunft des Namens „deutsch“.

Auszug aus dem Buch

3.1 Bilinguale Erziehung

Die Besonderheit eines zweisprachig aufwachsenden Kindes ist gegenwärtig die Sozialisation. Sozialisation meint das Interaktionsgeschehen, in dem der Heranwachsende mit dem gesellschaftlichen Leben konfrontiert wird, seine Rollen erlernt, sowie die Auseinandersetzung und Verinnerlichung mit ihnen, die ihn zum Individuum ausbildet.

In der Entwicklung des Heranwachsenden sind demnach die sich gegenseitig bedingende soziale Integration und Individuierung vordergründig. Eine nicht unwichtige Stellung hat hierbei auch die Sprache. Mit dem Spracherwerb baut der Heranwachsende sein Selbstkonzept auf. Dieses wird moderat durch das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Personengruppe bestimmt, welche sich aus „uns“ zusammensetzt und sich somit von „ihnen“ differenzieren lässt. Hierbei ist die Sprache einer der einflussreichsten Faktoren bei der Entwicklung und der Erhaltung dieses Zugehörigkeitsgefühls und damit der Persönlichkeit selbst.

Den Ausgangspunkt für eine bilinguale Erziehung bilden in erster Linie vier große Grundvoraussetzungen:

1. Kinder aus sprachlichen Mischehen

Vor allem in Grenzgebieten gibt es immer häufiger sprachliche Mischehen. Für die bilinguale Erziehung der Kinder, gibt es innerhalb jeder dieser Familien vielerlei Methoden. Am häufigsten angewandt, scheint das Prinzip der funktionalen Sprachtrennung ´une personne ´une langue zu sein. Dies geht auf Ronjat, beziehungsweise Grammont (´la loi de Grammont´) zurück. Dabei wird eine eindeutige Trennung der jeweiligen Sprachen gegenüber den verschiedenen Personen verlangt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung definiert das Thema Soziologie des Deutschen und umreißt die behandelten Schwerpunkte und Leitfragen der Hausarbeit.

2. Deutsch in anderssprachiger Umgebung: Dieses Kapitel erläutert das Phänomen der deutschen Sprachinseln und skizziert die Situation deutschsprachiger Minderheiten ohne amtlichen Status.

3. Deutsch in Bilingualismus-Situationen: Hier werden Definitionen und Formen des Bilingualismus behandelt, gefolgt von einer Analyse bilingualer Erziehung und einer spezifischen Befragung zweisprachig aufgewachsener Studentinnen.

4. Deutsch in der schweizerischen Diglossie-Situation: Dieses Kapitel analysiert die diglossische Situation in der Schweiz, die Einteilung der Domänen von Dialekt und Standardsprache sowie die daraus resultierenden Probleme.

5. Deutsch als Fremdsprache: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Fach Deutsch als Fremdsprache, dessen Verbreitung, der Rolle von Auslandsschulen, Goethe-Instituten sowie dem Sprachgebrauch von Gastarbeitern.

6. Die deutsche Sprache in der Diplomatie: Dieses Kapitel untersucht die historische Rolle des Deutschen in der Diplomatie und seine aktuelle Stellung als Amtssprache in internationalen Organisationen.

7. Die Herkunft des Namens „deutsch“: Dieses Kapitel widmet sich der etymologischen Herleitung des Wortes „deutsch“ und dessen geschichtlicher Entwicklung.

8. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Relevanz der untersuchten Themen für die Soziolinguistik zusammen und betont die anhaltende Bedeutung von Deutsch als Fremdsprache.

Schlüsselwörter

Soziolinguistik, Deutsch, Bilingualismus, Diglossie, Sprachinseln, Fremdsprache, Zweitsprache, Sprachbarriere, Diplomatie, Sprachmischung, Spracherwerb, Identität, Soziale Integration, Sprachkontakt, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Soziolinguistik des Deutschen und analysiert, wie sich die Sprache in unterschiedlichen gesellschaftlichen und geografischen Kontexten verhält.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Gebrauch des Deutschen in anderssprachigen Gebieten, Bilingualismus-Situationen, der Diglossie in der Schweiz sowie der Stellung des Deutschen als Fremdsprache und in der internationalen Diplomatie.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, einen informativen Überblick über die soziolinguistische Dynamik und die soziale Stellung der deutschen Sprache in verschiedenen Anwendungssituationen zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit primär verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer umfangreichen Literaturrecherche, ergänzt durch eine qualitative Befragung zweier bilinguial aufgewachsener Studentinnen zur Veranschaulichung theoretischer Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Bereiche: Sprachinseln, Bilingualismus (einschließlich Erziehung und Befragung), die Diglossie-Situation in der Schweiz, Deutsch als Fremdsprache (DaF) in verschiedenen Institutionen sowie die Rolle der deutschen Sprache in der Diplomatie und ihre Etymologie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Soziolinguistik, Bilingualismus, Diglossie, Sprachinseln, Deutsch als Fremdsprache, Sprachbarrieren und etymologische Herleitung.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Sprachinseln und bilingualen Situationen relevant?

Die Unterscheidung hilft zu verstehen, ob das Deutsche eine überdauernde „Vollsprache“ in isolierten Gemeinschaften ist oder ob ein transitorischer Bilingualismus vorliegt, der oft zur Einsprachigkeit in der jeweiligen Umgebungssprache führt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der „Sprachbarriere“ bei Gastarbeitern?

Die Autorin weist darauf hin, dass das sogenannte „gebrochene Deutsch“ oft eine Endstufe des Spracherwerbs (Fossilisation) darstellen kann und bei fehlender Förderung zu einer sozialen Benachteiligung, der Sprachbarriere, führen kann.

Inwiefern hat die Diglossie in der Schweiz Auswirkungen auf Immigranten?

Da in der Schweiz Dialekt und Standardsprache oft scharf getrennt verwendet werden, müssen Immigranten faktisch zwei Varietäten beherrschen, was die Integration erschweren kann.

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Details

Title
Soziolinguistik
Subtitle
Soziologie des Deutschen
College
University of Koblenz-Landau
Grade
1
Author
Caroline Rahm (Author)
Publication Year
2007
Pages
35
Catalog Number
V133436
ISBN (eBook)
9783640402922
ISBN (Book)
9783640403394
Language
German
Tags
Soziolinguistik Soziologie Deutschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Caroline Rahm (Author), 2007, Soziolinguistik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133436
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