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Homo Socialis im Neoliberalismus

Title: Homo Socialis im Neoliberalismus

Scientific Study , 2022 , 144 Pages

Autor:in: Julian Felder (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Abhandlung ist es, den Neoliberalismus genauer zu betrachten: Wie ist er entstanden und auf welcher theoretischen Basis, was sind die Auswirkungen und was impliziert er. Es sollen die Grundzüge des Prinzips Neoliberalismus dargestellt werden, welche eines der zentralen und bestimmenden Themen der Gegenwart sind. Die Auseinandersetzung soll zur Einordnung zeitgenössischer Fragen und einer Meinungsbildung beitragen.

Diese Abhandlung befasst sich mit dem Neoliberalismus in Bezug auf seine Wirkmächtigkeit auf nationaler und internationaler Ebene. Dabei geht es unter anderem darum aufzuzeigen, auf welchem Menschenbild er fußt. Zudem soll er auf seinen Gehalt für Gesellschaft und Wirtschaft geprüft werden. Ziel ist es ein Instrumentarium zu entwickeln, dass eine Auseinandersetzung mit dem Wirtschaftsprinzip Neoliberalismus möglich macht, ohne ins parolenhafte zu verfallen. Dazu ist es nötig multidimensional auf diesen zu blicken. Der Text gibt einen elementaren Überblick auf die Komplexität Neoliberalismus.

Grundlage der Thematik sind zwei Menschenbilder, die für neoliberale Ideen besonders relevant sind, der Homo Sozialis und der Homo Oeconomicus, die zum aristotelischen Zoon Politikon in Bezug gesetzt werden. Es folgt eine kurze Begriffsgenese und eine Darstellung der historischen Entwicklung des Neoliberalismus. Im Folgenden kann der Leser dann einen Eindruck vom Neoliberalismus in der Gegenwart gewinnen, und auch welche Perspektiven auf diesen bestehen.
Weitergehend gibt es eine explizite Auseinandersetzung mit den Verbindungen von Neoliberalismus und Politik. Es geht hier um basale Annahmen in der politischen Wirklichkeit, die diskutiert werden. Die Wirtschaft und ihre Verankerung im Neoliberalismus wird folgend dargestellt und anhand von Beispielen kritisiert. Es folgt ein Blick auf gesellschaftliche Realitäten im Neoliberalismus. Dabei werden Staat, Markt und Gesellschaft in Bezug gesetzt und ethische Überlegungen angestellt. Abschließend folgen Betrachtungen über die Auswirkungen des Neoliberalismus auf das Individuum, sowie Fazit und Epilog.
Angemerkt sei, dass auf Gendern verzichtet wird. Das ist mit der besseren Lesbarkeit begründet, und soll in keiner Weise diskriminieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. MENSCHENBILDER UND NEOLIBERALISMUS

2.1 THESE: HOMO SOCIALIS

2.2. ANTITHESE: HOMO OECONOMICUS

2.3. SYNTHESE ZOON POLITIKON

3. NEOLIBERALISMUS: GRUNDZÜGE UND IMPLIKATIONEN EINER IDEE

3.1. ZUR GENESE DES NEOLIBERALISMUS

3.2. REALITÄTEN IM NEOLIBERALISMUS

3.3. PERSPEKTIVEN AUF DEN NEOLIBERALISMUS

4. NEOLIBERALISMUS UND POLITIK

4.1. GRUNDZÜGE

4.2. WIRKUNGSKREISE DES NEOLIBERALISMUS

5. NEOLIBERALISMUS UND WIRTSCHAFT

5.1. EINE ÖKONOMISCHE UMSCHAU

5.1.1. DIE USA UND IHRE MARKTPOSITION

5.1.2. AFRIKA

5.2. SCHLÜSSE

6. NEOLIBERALISMUS & GESELLSCHAFT

6.1. STAAT, MARKT & GESELLSCHAFT

6.2. ETHISCH-SOZIOLOGISCHE ASPEKTE

6.3. KRITIK AM NEOLIBERALISMUS JENSEITS DER MITTE

6.4 SYSTEMISCHES IM NEOLIBERALISMUS UND DIE BEDEUTUNG FÜR DIE GESELLSCHAFT

6.5. PSYCHOLOGIE IM NEOLIBERALISMUS

7. INDIVIDUUM UND NEOLIBERALISMUS

8. FAZIT

EPILOG

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Abhandlung ist es, ein Instrumentarium zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Neoliberalismus zu bilden, um über abstrakte Parolen und oberflächliche Betrachtungen hinauszugehen. Die Forschungsfrage untersucht die theoretischen Grundlagen des Neoliberalismus, seine historischen Entstehungsbedingungen sowie seine tiefgreifenden Auswirkungen auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

  • Analyse der Menschenbilder Homo Socialis und Homo Oeconomicus im Kontext des Aristotelischen Zoon Politikon.
  • Darstellung der historischen Genese und Etablierung neoliberaler Denkmuster.
  • Untersuchung der Verbindungen zwischen neoliberaler Ideologie und politischer Praxis.
  • Kritische Bewertung ökonomischer Realitäten und ihrer Auswirkungen auf das soziale Gefüge.
  • Diskussion psychologischer und ethischer Implikationen des Neoliberalismus für das Individuum.

Auszug aus dem Buch

3.1 ZUR GENESE DES NEOLIBERALISMUS

Um sich mit den Anfängen des Neoliberalismus vertraut zu machen, lohnt es sich, einen Blick auf das Europa kurz vor dem Zweiten Weltkrieg zu werfen. Bevor sich das nationalsozialistische Deutschland, Österreich in den letzten Wintertagen anno 1938 einverleibt hatte, trafen sich im Sommer desselben Jahres in Paris Intellektuelle. Es ging dabei darum gemeinsam über liberale Wirtschaftsperspektiven zu reflektieren. Das Pariser Treffen wurde im Rahmen eines Kolloquiums abgehalten und von dem amerikanischen Publizisten Walter Lippmann (1889-1974) organisiert, der namensgebend für das Treffen war. Teilnehmer kamen vor allem aus der Ökonomie und der Philosophie. Allen gemein war das Befürworten einer liberalen Wirtschaftspolitik, die im Sinne des geistigen Vaters des Liberalismus, dem englischen Philosophen John Locke (1632-1704), stehen könnte, aber in Anbetracht der schweren politischen Zeiten modifiziert werden müsste.

Der klassische Liberalismus unterscheidet sich insofern vom Neoliberalismus, als er um einen Ausgleich zwischen Staat und Markt, zwischen der Zivilgesellschaft und dem Markt und zwischen dem Privaten und der Öffentlichkeit bemüht ist. Neoliberale gehen weiter: Sie wollen den Markt bis auf den Staat und das Öffentliche ausdehnen. Ungleichheit und Konkurrenz nehmen dann unweigerlich zu, wenn im Zuge der Wirkkraft des Neoliberalismus der Einzelne mit seiner „Ein-Mann-Firma“ scheitert, während die Profiteure dieser Wirtschaftsordnung unfassbare Reichtümer anhäufen können.

Den Teilnehmern des Lippmann-Kolloquiums war bewusst, dass sich der Liberalismus - vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise zwischen 1929 und 1933 und dem Aufkommen von Kommunismus und Nationalsozialismus - in einer manifesten Legitimitätskrise befand. Ökonomisch war das Laissez-faire-Prinzip gescheitert. Es klingt heute ohnehin, wie ein Euphemismus, weil es vor allem für die Praktiken des Manchester-Kapitalismus steht, der entwürdigende und regellose Arbeitsbedingungen um des Profits Willens inkludierte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Definiert das Ziel der Arbeit, eine kritische Untersuchung des Neoliberalismus sowie seiner theoretischen und historischen Grundlagen durchzuführen.

2. MENSCHENBILDER UND NEOLIBERALISMUS: Kontrastiert das soziale Konzept des Homo Socialis mit der wirtschaftlichen Figur des Homo Oeconomicus im Bezugsrahmen des aristotelischen Zoon Politikon.

3. NEOLIBERALISMUS: GRUNDZÜGE UND IMPLIKATIONEN EINER IDEE: Beleuchtet die historische Entwicklung des Neoliberalismus, betrachtet bestehende Realitäten und analysiert die Auswirkungen auf gesellschaftliche Strukturen.

4. NEOLIBERALISMUS UND POLITIK: Erläutert die Verflechtung neoliberaler Ideologie mit politischem Handeln und deren Folgen für politische Institutionen und Mitbestimmung.

5. NEOLIBERALISMUS UND WIRTSCHAFT: Untersucht ökonomische Strukturen und Marktmechanismen, insbesondere im Hinblick auf strukturelle Ungleichheiten in den USA und in Afrika.

6. NEOLIBERALISMUS & GESELLSCHAFT: Analysiert sozio-ethische Konsequenzen, systemische Probleme und die Instrumentalisierung psychologischer Prozesse durch neoliberale Eliten.

7. INDIVIDUUM UND NEOLIBERALISMUS: Diskutiert die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und das Selbstverständnis des modernen Individuums im neoliberalen Produktionskontext.

8. FAZIT: Fasst zentrale Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit solidarischer Reformen jenseits reiner Gewinnmaximierung.

Schlüsselwörter

Neoliberalismus, Marktwirtschaft, Homo Oeconomicus, Homo Socialis, Soziale Gerechtigkeit, Kapitalismus, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Ökonomisierung, Globalisierung, Privatisierung, Kritik, Individuum, Soziales.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Neoliberalismus als einflussreiche ökonomische Philosophie und analysiert dessen tiefgreifende Auswirkungen auf die gesellschaftliche, politische und individuelle Realität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen (insb. Menschenbilder), die historische Entwicklung ab 1938, die ökonomischen Machtverhältnisse und die soziologischen Konsequenzen für das Individuum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Bildung eines Instrumentariums zur kritischen Einordnung neoliberaler Prozesse, um über bloße Parolen hinauszugehen und fundamentale gesellschaftliche Probleme zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literatur- und Diskursanalyse, die ökonomische Theorien in den Kontext soziologischer und philosophischer Perspektiven setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zur Wirtschaftskritik, dem Staat als Akteur, den negativen Folgen von Privatisierungen und der psychologischen Verfassung des Menschen in neoliberalen Systemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Neoliberalismus, soziale Ungerechtigkeit, Homo Oeconomicus, Marktversagen, Entsolidarisierung, Ökonomisierung und Demokratiegefährdung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der Neoliberalismus laut Autor vom klassischen Liberalismus?

Im Gegensatz zum klassischen Liberalismus strebt der Neoliberalismus nicht den Ausgleich zwischen Staat und Markt an, sondern zielt darauf ab, marktkonforme Logiken auf alle gesellschaftlichen und politischen Bereiche auszudehnen.

Welche Rolle spielt der Homo Oeconomicus im neoliberalen Weltbild?

Der Homo Oeconomicus dient als rationales Modell, das Handeln auf individuelle Nutzenmaximierung reduziert, wodurch soziale Bindungen und Gemeinschaftswerte zunehmend an Bedeutung verlieren.

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Details

Title
Homo Socialis im Neoliberalismus
Author
Julian Felder (Author)
Publication Year
2022
Pages
144
Catalog Number
V1334541
ISBN (PDF)
9783346829283
ISBN (Book)
9783346829290
Language
German
Tags
Neoliberalismus Menschenbild Soziale Gerechtigkeit Wirtschaft Arm/Reich Gesellschaft Anthropologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julian Felder (Author), 2022, Homo Socialis im Neoliberalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1334541
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