Dieses Dokument dient als Information über den Kommunikationsstandard BACnet in Gebäudeautomatisierungssystemen und soll einen Überblick über die Eigenschaften des Systems bieten.
In den nachfolgenden Abschnitten werden die erforderlichen Begriffe zur Erklärung des Kommunikationsprotokolls sowie deren Normierung und Funktionsweise erklärt. Es wird näher gebracht wie der Kommunikationsstandard funktioniert und wie dieser sichergestellt werden kann. Weiters wird erläutert wie eine Systemkopplung zwischen BACnet konformer Geräte funktioniert und welche Anbieter diese Art der offenen Datenkommunikation zur Verfügung stellen.
Nicht Ziel dieser Arbeit ist es auf detaillierte technische Eigenschaften der Kommunikationsmedien des Bussystems sowie die Beleuchtung der digitalen Informationsverarbeitung auf Bitübertragungsebene. Diese Daten können bei Bedarf aus den entsprechenden Normen (siehe Anhang) und facheinschlägiger Literatur entnommen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 Problemstellung und Motivation
1.1.1 Einsatzbereiche von BACnet
1.1.2 Interoperabilität
1.2 Aktuelle Situation
1.2.1 Anbieter und System-Offenheit
1.2.2 Normierung und Standardisierung
2. REALISIERUNG DES BACNET-STANDARDS
2.1 Spezifikation des Standards
2.1.1 Physikalische Übertragungsmedien
2.1.2 Netzwerkaufbau
2.1.3 Darstellung von Daten auf BACnet
2.1.4 Die BACnet Device-Profile
2.1.5 Sicherstellung der Konformität
2.2 Hersteller von BACnet-konformen Geräten
3. MARKT UND WEITERENTWICKLUNG
3.1 Marktsituation
3.2 Zukunftsaussichten
4. SCHLUSSBEMERKUNG
ANHANG/ERGÄNZENDE INFORMATIONEN
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über den Kommunikationsstandard BACnet in der Gebäudeautomation. Ziel ist es, die Funktionsweise und Normierung des Protokolls zu erläutern und aufzuzeigen, wie durch eine offene Datenkommunikation die Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen und Herstellern erreicht werden kann.
- Technische Grundlagen und Spezifikationen des BACnet-Protokolls
- Struktur der Datenübertragung und Interoperabilität
- Rolle von BACnet-Device-Profilen und Zertifizierungen
- Marktentwicklung und Zukunftsperspektiven des Standards
Auszug aus dem Buch
1.1.2 Interoperabilität
Um BACnet definieren zu können ist es wichtig oft verwendete Begriffe zur Kopplung von verschiedenen Netzwerksystemen voneinander abzugrenzen. Der Begriff Interoperabilität ist für den BACnet-Standard, neben anderen Definitionen, das bedeutendste Vokabel um zwischen offenen und nicht- bzw. halboffenen Systemen unterscheiden zu können.
In der Fachliteratur und in Beschreibungen von Systemen sind die nachfolgenden Begriffe am häufigsten verwendet, jedoch ist die Bedeutung sehr unterschiedlich. Die Tabelle 1-1 soll die Unterschiede zwischen den einzelnen Wortbedeutungen hervorheben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel motiviert die Notwendigkeit für einen einheitlichen Kommunikationsstandard in der Gebäudeautomation, um herstellerübergreifende Interoperabilität zu gewährleisten.
2. REALISIERUNG DES BACNET-STANDARDS: Hier werden die technischen Details des Protokolls, die physikalischen Übertragungsmedien, der Netzwerkaufbau sowie die Zertifizierungsprozesse und Device-Profile detailliert beschrieben.
3. MARKT UND WEITERENTWICKLUNG: Dieser Abschnitt analysiert die aktuelle Verbreitung des Standards in Europa sowie die Entwicklungstendenzen und zukünftigen Anforderungen an den Standard.
4. SCHLUSSBEMERKUNG: Ein abschließendes Fazit, welches die Bedeutung der Zertifizierung für ein echtes, natives BACnet betont und die Vorteile gegenüber proprietären Lösungen zusammenfasst.
Schlüsselwörter
BACnet, Gebäudeautomation, Interoperabilität, Kommunikationsstandard, Netzwerkaufbau, Device-Profile, BTL-Zertifizierung, Datenkommunikation, Feldbus, offene Systeme, Gebäudetechnik, Controller, Standardisierung, Anlagensteuerung, Protokoll
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Kommunikationsstandard BACnet und dessen Rolle als offenes Protokoll zur Vernetzung von Systemen in der Gebäudeautomation.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die technischen Spezifikationen des Standards, die Anforderungen an Interoperabilität, die Struktur von Datenobjekten sowie die Marktsituation.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über die Funktionsweise von BACnet zu geben und die Mechanismen zur Sicherstellung der herstellerübergreifenden Kommunikation zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse technischer Normen sowie der Auswertung von Fachinformationen und Spezifikationen der BACnet Interest Group.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet die technische Spezifikation, den physikalischen Netzwerkaufbau, die Datenmodellierung über BACnet-Objekte und die verschiedenen Gerätetypen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Neben BACnet sind Begriffe wie Interoperabilität, Gebäudeautomation, offene Systeme und Device-Profile zentral für das Verständnis des Inhalts.
Was unterscheidet ein natives BACnet-Gerät von anderen Systemen?
Ein natives Gerät spricht die „Sprache“ BACnet direkt, was durch eine Zertifizierung nach den BTL-Richtlinien belegt wird und eine nahtlose Einbindung in heterogene Netzwerke ermöglicht.
Warum ist die Konformitätsprüfung (PICS) so wichtig?
Die PICS-Dokumentation stellt sicher, dass ein Gerät exakt die in der Norm definierten Funktionen unterstützt und somit die Interoperabilität mit anderen BACnet-Geräten gegeben ist.
- Citar trabajo
- Dipl.-Ing. (FH) Simon Hemstreit (Autor), 2007, BACnet. Kommunikationsstandard für Gebäudeautomatisierungssysteme, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133479