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Rückforderungen von gezahlten Geldleistungen gegenüber Tagespflegepersonen durch das Jugendamt. Änderung des Vorgehens

Titel: Rückforderungen von gezahlten Geldleistungen gegenüber Tagespflegepersonen durch das Jugendamt. Änderung des Vorgehens

Hausarbeit , 2020 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Organisation und Verwaltung - Öffentliche Verwaltung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll ein Entscheidungsprozess im Rahmen einer Veränderung der verwaltungsrechtlichen Verfahrensweise bei Rückforderungen von Geldleistungen gegenüber Kindertagespflegepersonen aufgrund von Ausfallzeiten analysiert werden. Dieser Prozess hat im Jugendamt des Landkreises O tatsächlich stattgefunden und wurde vom Verfasser dieser Hausarbeit in der Abwicklung beobachtet. Die Relevanz dieses Prozesses ergibt sich aus den, in den letzten Jahren stark steigenden, Aufwendungen im Bereich der Kindertagespflege. Ansatzpunkt dieser Arbeit ist dabei die Untersuchung, wie die einzelnen Akteure im analysierten Handlungsfeld unter Einfluss des institutionellen Kontextes interagiert haben. Und weiterhin, wie sich daraus das erzielte Ergebnis, also die Veränderung der verwaltungsrechtlichen Verfahrensweise der Rückforderung, erklären lässt.

In der praktischen Arbeit in der Kommunalverwaltung kommt es immer wieder vor, dass Entscheidungen innerhalb der Organisation getroffen werden müssen, um bestimmte Konfliktsituationen aufzulösen. Um dabei evtl. gemachte Fehler zu vermeiden und für künftige Entscheidungen zu lernen, ist es hilfreich, einen solchen Entscheidungsprozess unter Heranziehung wissenschaftlicher Instrumente zu analysieren. Dazu bietet sich der akteurzentrierte Institutionalismus an. Dieser dient i.d.R. der Erklärung politischer Entscheidungen. Er kann aber auch zur Analyse von Entscheidungen im Verwaltungsprozess dienen.

Leseprobe


Gliederung

1 Einleitung

2 Grundlagen des akteurzentrierten Institutionalismus

2.1 Institutioneller Kontext

2.2 Akteure

2.3 Interaktion in Handlungssituationen

3 Untersuchungsgegenstand und Verortung im Forschungskontext

4 Analyse des Untersuchungsgegenstandes unter Anwendung des akteurzentrierten Institutionalismus

4.1 Ausgangsproblematik

4.2 Institutioneller Kontext des Handlungsfeldes

4.3 Akteure des Handlungsfeldes

4.4 Interaktion im Handlungsfeld und Erklärung des Ergebnisses

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht unter Anwendung des Modells des akteurzentrierten Institutionalismus (AZI) einen konkreten Veränderungsprozess in der Kommunalverwaltung, bei dem es um die Rückforderung von Geldleistungen aufgrund von Ausfallzeiten gegenüber Tagespflegepersonen ging. Ziel ist es, durch die Analyse der beteiligten Akteure, ihrer Handlungsorientierungen und der Interaktionsformen das erzielte Ergebnis zu erklären und Erkenntnisse für künftige Fallkonstellationen zu gewinnen.

  • Anwendung des akteurzentrierten Institutionalismus (AZI) auf eine Kommunalverwaltung.
  • Analyse von Rückforderungsprozessen bei Kindertagespflegepersonen.
  • Untersuchung der institutionellen Rahmenbedingungen und Handlungsspielräume.
  • Evaluation von Interaktionsmustern wie Verhandlungen und hierarchischer Steuerung.
  • Ableitung von Empfehlungen für zukünftige Entscheidungsprozesse im Jugendamt.

Auszug aus dem Buch

4.4 Interaktion im Handlungsfeld und Erklärung des Ergebnisses

Aus den Akteurkonstellationen lassen sich nun Handlungssituationen herleiten und die dabei stattfindenden Interaktionen mit den Erkenntnissen aus Kap. 2.3 erklären. Alle Handlungssituationen ergeben sich aus einer Handlungsnotwendigkeit heraus. Die Tagespflegepersonen interagieren zum einen mit der WJH und dem FuKs. Sie nehmen Kontakt auf und fordern eine Änderung des bisherigen Berechnungsmodells, da sie dies als fehlerhaft empfinden. Dazu wählen Sie das Instrument des „einseitigen Handelns“, da sie mit Erhebung des Rechtsbehelfs drohen und nicht versuchen den Konflikt unter Berücksichtigung anderer Interessen zu lösen. Die WJH kooperiert jedoch nicht, da sie die Entscheidungskompetenz über die finanzielle Abwicklung bei ihr liegt. Beide weisen hier also eine egoistisch-rationale Interaktionsorientierung auf. Das FuKs interagiert hingegen kooperativ und reagiert mit einer „Anpassung“, da die Zusammenarbeit mit den Kindertagespflegepersonen weiterhin positiv verlaufen soll. Dabei ist sich das FuKs bewusst, dass die Reaktion der WJH auf die Anpassung negativ ausfallen wird. Die Anpassung führt also dazu, dass das FuKs in einer Handlungssituation mit der WJH interagiert und hier ebenfalls die Änderung des Berechnungsmodells fordert. Die WJH entscheidet sich jedoch auch hier nicht zu kooperieren, da sie für die finanzielle Abwicklung verantwortlich ist und das FuKs nur Kompetenzen im Bereich der pädagogischen Beratung besitzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die praktische Relevanz der Untersuchung von Entscheidungsprozessen in der Kommunalverwaltung und führt in die Fragestellung zur Rückforderung bei Tagespflegepersonen ein.

2 Grundlagen des akteurzentrierten Institutionalismus: Vermittelt die theoretischen Konzepte des AZI, inklusive der Bedeutung von institutionellem Kontext, Akteuren und Interaktionsformen.

3 Untersuchungsgegenstand und Verortung im Forschungskontext: Stellt das Jugendamt des Landkreises O als Untersuchungseinheit vor und ordnet die Arbeit in den wissenschaftlichen Diskurs ein.

4 Analyse des Untersuchungsgegenstandes unter Anwendung des akteurzentrierten Institutionalismus: Analysiert detailliert die Ausgangsproblematik, die Akteurkonstellationen und die spezifischen Interaktionen, die zur Änderung des Berechnungsmodells führten.

5 Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den AZI als Instrument zur Analyse von Veränderungsprozessen im Verwaltungskontext.

Schlüsselwörter

Akteurzentrierter Institutionalismus, AZI, Kommunalverwaltung, Kindertagespflege, Rückforderungen, Jugendamt, Interaktionsformen, Institutioneller Kontext, Handlungsfelder, Verwaltungsentscheidungen, Kindertagespflegepersonen, Governance, Entscheidungsanalyse, SGB VIII, Verwaltungsvorschrift.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert einen konkreten verwaltungsinternen Veränderungsprozess bei der Rückforderung von Geldleistungen gegenüber Kindertagespflegepersonen im Landkreis O.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der akteurzentrierte Institutionalismus als Analysewerkzeug, die Prozesse der Kindertagespflegehilfe sowie die verwaltungsrechtliche Abwicklung von Erstattungsansprüchen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Interaktionen der Akteure und deren Handlungsorientierungen innerhalb eines spezifischen institutionellen Rahmens zu untersuchen, um das Ergebnis der Veränderung bei den Rückforderungsvorgängen wissenschaftlich zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Forschungsheuristik des "Akteurzentrierten Institutionalismus" (AZI) nach Mayntz und Scharpf angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung des AZI als auch die detaillierte empirische Anwendung auf das Jugendamt, unterteilt in institutionellen Kontext, Akteure und Interaktionsmuster.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem AZI, Kindertagespflege, institutionelle Rahmenbedingungen, Akteurkonstellationen und Interaktionsorientierungen.

Warum war eine Änderung des Berechnungsschemas für die Rückforderungen erforderlich?

Das ursprüngliche Modell führte bei Betreuungszeiten, die nicht das gesamte Jahr umfassten, zu Problemen und inkonsequenten Ergebnissen, was zu Unmut bei den Tagespflegepersonen führte.

Welche Rolle spielt der Amtsleiter in diesem Prozess?

Er fungiert als Schlüsselfigur, trifft Grundsatzentscheidungen und führt gezielte Verhandlungen mit den Fachbereichen, um eine Lösung des Konflikts herbeizuführen.

Wie unterscheidet sich die Interaktion zwischen WJH und FuKs?

Während die WJH (Wirtschaftliche Jugendhilfe) an einer strikten Fortführung des Modells zur Vermeidung von Mehrarbeit festhielt, agierte das FuKs kooperativer und strebte eine Änderung zur Aufrechterhaltung positiver Arbeitsbeziehungen an.

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Details

Titel
Rückforderungen von gezahlten Geldleistungen gegenüber Tagespflegepersonen durch das Jugendamt. Änderung des Vorgehens
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V1334870
ISBN (PDF)
9783346839886
ISBN (Buch)
9783346839893
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Change Management Akteurzentrierter Institutionalismus AZI
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Rückforderungen von gezahlten Geldleistungen gegenüber Tagespflegepersonen durch das Jugendamt. Änderung des Vorgehens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1334870
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Leseprobe aus  20  Seiten
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