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Die Erwerbstätigkeit der Frauen in der mittelalterlichen Gesellschaft

Eine exemplarische Untersuchung am Beispiel der Familie Veckinchusen

Titel: Die Erwerbstätigkeit der Frauen in der mittelalterlichen Gesellschaft

Seminararbeit , 2021 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Maren Köppel (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wenn man an große und bedeutungsvolle mittelalterliche Handelsverbindungen im deutschsprachigen Raum denkt, fallen einem zunächst die Fugger und Welser im Süden, sowie die Hanse im Norden ein. Gerade durch die Beteiligung am Fernhandel erlangten diese Gesellschaften Kapital und Bedeutung. Während die Männer die Geschäftsverbindungen pflegten, beschränkten sich die Aufgaben der Frauen auf die Leitung des Haushalts.

Es ist gut überliefert, dass die Frauen aus den bäuerlichen Schichten am öffentlichen Geschäftsleben teilnahmen, indem sie ihre Waren auf den lokalen Märkten verkauften. Fraglich ist jedoch, ob auch die Frauen des Mittelstandes aktiv in das Geschäftsgeschehen ihrer Ehemänner involviert waren und somit am Fernhandel teilnehmen konnten. Dies wird in dieser Arbeit am Beispiel der Kaufmannsfamilie Veckinchusen untersucht. Nach einem generellen Überblick über den momentanen Forschungsstand, wird die Quellenlage zunächst näher beleuchtet. Daraufhin wird anhand dieser Quellen untersucht, welche Rolle die Frauen der Kaufmannsfamilien spielten und inwiefern sie am Berufsleben der Ehemänner teilnahmen. Der Fokus liegt hierbei auf Margarete und Elisabeth, den Ehefrauen der Veckinchusen-Brüder.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Forschungsstand

III. Quellenlage

IV. Analyse und Auswertung der Quellen

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die ökonomische Rolle und die Erwerbstätigkeit von Frauen in der mittelalterlichen Gesellschaft am konkreten Fallbeispiel der Familie Veckinchusen. Dabei soll geklärt werden, inwieweit Frauen, insbesondere die Ehefrauen der Veckinchusen-Brüder, aktiv in die kaufmännischen Tätigkeiten und das Handelsnetzwerk eingebunden waren.

  • Rolle der Frau im mittelalterlichen Wirtschaftsleben
  • Analyse der Geschäftsbücher der Familie Veckinchusen
  • Formen der Unterstützung und Stellvertretung durch Ehefrauen
  • Interaktion zwischen familiären Pflichten und kaufmännischem Erfolg
  • Vergleichende Untersuchung der Quellenlage zum Handelswesen der Hanse

Auszug aus dem Buch

IV. Analyse und Auswertung der Quellen

Im Folgenden soll nun anhand dieser Quellen untersucht werden, welche Rolle die Frauen der Kaufmannsfamilie spielten und inwiefern sie am Berufsleben der Ehemänner teilnahmen. Der Fokus liegt hierbei auf Margarete und Elisabeth, den Ehefrauen der beiden Veckinchusen-Brüder. Auf Grund fehlender quellenkundlicher Hinweise werden sowohl die erste Frau Hildebrands als auch die zweite Frau Siverts nicht berücksichtigt. Gerade für die mittelalterlichen Kaufleute war es in Bezug auf geschäftliche Briefwechsel, kaufmännische Buchführung und Versicherung von großer Wichtigkeit, Lesen, Schreiben und Rechnen zu können. Eine gute Bildung der Frauen wäre für sie also von Vorteil, um aktiv an den Handelsgeschäften teilzunehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass das Bild der mittelalterlichen Frau oft als auf den Haushalt beschränkt dargestellt wird, und stellt die Familie Veckinchusen als Fallbeispiel zur Überprüfung dieser These vor.

II. Forschungsstand: Hier wird aufgezeigt, wie sich die historische Forschung zur Erwerbstätigkeit von Frauen im Mittelalter seit Beginn des 20. Jahrhunderts gewandelt hat, von der Vorstellung einer reinen Männerwelt hin zu differenzierten Ansätzen.

III. Quellenlage: Dieses Kapitel beschreibt die ausgezeichnete Überlieferung der Geschäftskorrespondenz und Bücher der Familie Veckinchusen, die durch Stieda und spätere Forscher wissenschaftlich erschlossen wurden.

IV. Analyse und Auswertung der Quellen: Dieser Teil wertet die vorliegenden Dokumente konkret hinsichtlich der Beteiligung von Margarete und Elisabeth Veckinchusen an den Geschäften ihrer Ehemänner aus.

V. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Frauen zwar keine eigenständigen Handelsmarken besaßen, jedoch temporär und in Notsituationen maßgeblich in die kaufmännischen Abläufe eingreifen konnten.

Schlüsselwörter

Veckinchusen, Mittelalter, Handelsgeschichte, Hanse, Erwerbstätigkeit, Frauen, Geschäftsführung, Geschäftsbücher, Margarete, Elisabeth, Kaufleute, Wirtschaftsgeschichte, Quellenanalyse, Frauengeschichte, Handelsnetzwerk

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser historischen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der wirtschaftlichen Integration von Frauen in das kaufmännische Leben des Spätmittelalters.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Aufgabenverteilung, die Rolle von Ehefrauen in Handelsfamilien sowie die soziale und ökonomische Realität der Hansezeit.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Kernfrage ist, ob und in welchem Ausmaß Frauen wie Margarete und Elisabeth Veckinchusen aktiv an den kaufmännischen Geschäften ihrer Ehemänner teilnahmen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine fallstudienbasierte Analyse historischer Primärquellen, namentlich der Geschäftsbücher und Briefe der Familie Veckinchusen.

Was wird im Hauptteil detailliert diskutiert?

Der Hauptteil wertet die schriftlichen Dokumente aus, um Beweise für eine berufliche Tätigkeit der Ehefrauen zu finden und diese in den historischen Kontext einzuordnen.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind Veckinchusen, Hanse, Wirtschaftsgeschichte und die spezifische Rolle der Frau im mittelalterlichen Fernhandel.

Inwiefern beeinflussten Notlagen die Tätigkeit der Frauen?

Wie am Beispiel von Elisabeth gezeigt wird, übernahmen Frauen oft erst in akuten Notsituationen, etwa bei Inhaftierung oder Abwesenheit des Ehemannes, die Verantwortung für die Geschäfte.

Warum verfügten die Frauen über keine eigenen Handelsmarken?

Da eine eigene Marke ein Indiz für eine eigenständige, langfristige unternehmerische Tätigkeit wäre, was bei den Veckinchusen-Frauen in der Regel nur vertretungsweise der Fall war, blieb ihnen dieser Status verwehrt.

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Details

Titel
Die Erwerbstätigkeit der Frauen in der mittelalterlichen Gesellschaft
Untertitel
Eine exemplarische Untersuchung am Beispiel der Familie Veckinchusen
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
2,0
Autor
Maren Köppel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
16
Katalognummer
V1334950
ISBN (PDF)
9783346827258
ISBN (Buch)
9783346827265
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Handelsgesellschaft Spätmittelalter Frauengeschichte Veckinchusen Erwerbstätigkeit Frauenforschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maren Köppel (Autor:in), 2021, Die Erwerbstätigkeit der Frauen in der mittelalterlichen Gesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1334950
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Leseprobe aus  16  Seiten
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