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Die Wunderkammer als Sammlung für Erinnerungen

Titel: Die Wunderkammer als Sammlung für Erinnerungen

Hausarbeit , 2017 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zunächst wird der Begriff der Wunderkammer auf theoretischer Grundlage genauer untersucht. Hierzu werden die Begriffe des Kumulierens, der Tätigkeit des Sammelns und des Exponierens genauer betrachtet. Des Weiteren werden Studierstuben, Erinnerungsspeicher, Umwertungen und Neuordnung betrachtet. Im zweiten Gliederungspunkt wird die Wunderkammer in den Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale) vorgestellt. Des Weiteren findet das Kooperationsprojekt „Assoziationsraum Wunderkammer“ Einzug in die Hausarbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Wunderkammer

1.1 Kumulieren- Die Tätigkeit des Sammelns

1.2 Sammeln und Exponieren

1.3 Studierstuben und Erinnerungsspeicher

1.4 Umwertungen und Neuordnungen

2. Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen

2.1 Allgemein

2.2 Unterteilungen (Was wird in der Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen ausgestellt und welche Unterteilungen gibt es?)

2.3 Kooperationsprojekt „Assoziationsraum Wunderkammer“

2.3.1 Kunstvermittlung im „Assoziationsraum Wunderkammer“

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht das historische Phänomen der Wunderkammer, mit einem besonderen Fokus auf die Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen in Halle. Dabei wird analysiert, wie diese Sammlungen als Wissensspeicher fungierten und welche Relevanz sie im Kontext aktueller Kunstvermittlungsprojekte, wie dem „Assoziationsraum Wunderkammer“, für die heutige Zeit erlangen können.

  • Die psychologischen und kulturellen Aspekte der Tätigkeit des Sammelns.
  • Die historische Entwicklung und Funktion von Wunderkammern in Renaissance und Barock.
  • Besonderheiten und Aufbau der einzigartig erhaltenen Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen.
  • Künstlerische Strategien und Ansätze der zeitgenössischen Kunstvermittlung innerhalb historischer Sammlungsräume.

Auszug aus dem Buch

1.1 Kumulieren- Die Tätigkeit des Sammelns

Der Ausgangspunkt bei der Betrachtung einer Wunderkammer ist die Tätigkeit des Sammelns. Wir Menschen besitzen eine unterschiedlich stark ausgeprägte Neigung zum Sammeln, die an unterschiedliche Aktionen gekoppelt ist: „[…] mit der Aufmerksamkeit für etwas Bestimmtes, einem Finden aus Zufall oder aufgrund einer gerichteten Suche, mit Auflesen, Selektieren, Anhäufen, Vereinen, Konzentrieren, schließlich Sichern, also Speichern.“

Des Weiteren kann eine Verbindung auf psychoanalytischer Ebene zur eigenen Identität hergestellt werden: Die Suche nach etwas Verlorengegangen, nach einem jeweiligen Ersatz. Die Leidenschaft zwischen dem Mensch und dem Ding kann somit auch zwischenmenschliche Kontakte ersetzen. Es besteht außerdem ein Suchtpotential, da das Sammeln einen Wiederholungsprozess impliziert. Die Sammler stellen eine persönliche Beziehung zu ihren Sammelstücken her, der emotionale Wert wird oft über den materiellen gestellt. Durch die Tätigkeit des Sammelns kann ebenfalls ein „sinnlicher Zugang zur Welt“ geschaffen werden. Besonders KünstlerInnen liefert eine Sammlung Material und Inspirationen für ihre Kunst. Durch das Zusammensammeln von Alltagsgegenständen kommt es zu einer „Archäologie der Gegenwart“. Die Gegenwart ist somit später besser rekonstruierbar – das Erinnern wird erleichtert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wunderkammer: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen und historischen Grundlagen des Sammelns und beleuchtet die Wandlung der Wunderkammer vom privaten Studierzimmer zum musealen Ausstellungsort.

1.1 Kumulieren- Die Tätigkeit des Sammelns: Es wird die menschliche Grundneigung zum Sammeln analysiert, die von psychoanalytischen Aspekten bis hin zur Erschaffung eines sinnlichen Zugangs zur Welt reicht.

1.2 Sammeln und Exponieren: Hier wird die Bedeutung des gefundenen Objekts (object trouvé) gegenüber dem ready-made im Kontext des künstlerischen Schaffens und der Materialverarbeitung diskutiert.

1.3 Studierstuben und Erinnerungsspeicher: Das Kapitel betrachtet die kulturgeschichtlichen Hintergründe der barocken und renaissancetypischen Wunderkammern als Wissensspeicher und Vorläufer moderner Museen.

1.4 Umwertungen und Neuordnungen: Es wird dargelegt, wie die kunstwissenschaftliche Bewertung der Wunderkammer, insbesondere durch Julius von Schlosser und Horst Bredekamp, im 20. Jahrhundert neu definiert wurde.

2. Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen: Dieses Kapitel stellt die Besonderheit der einzigen vollständig erhaltenen barocken Wunderkammer in Europa vor und verortet sie in ihrem historischen Bildungskontext.

2.1 Allgemein: Fokus auf die Gründung der Wunderkammer als Teil einer gesellschaftsrelevanten Bildungsreform im Waisenhaus zu Halle und deren universale Weltsicht.

2.2 Unterteilungen (Was wird in der Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen ausgestellt und welche Unterteilungen gibt es?): Die strukturelle Einteilung der Objekte in Naturalia, Artificialia und weitere Kategorien sowie deren szenographische Präsentation werden analysiert.

2.3 Kooperationsprojekt „Assoziationsraum Wunderkammer“: Dieses Kapitel beschreibt ein spezifisches Kunstprojekt, das historische museale Räume mit zeitgenössischer künstlerischer Praxis verbindet.

2.3.1 Kunstvermittlung im „Assoziationsraum Wunderkammer“: Es werden didaktische Ansätze und Strategien reflektiert, wie die historische Kammer heute als Denkraum für Vermittlungsprozesse genutzt werden kann.

Schlüsselwörter

Wunderkammer, Sammeln, Franckesche Stiftungen, Kunstvermittlung, Naturalia, Artificialia, Wissensspeicher, Pädagogik, Barock, Objekt, Assoziationsraum, Musealisierung, Bildung, Kuriositäten, Kunstgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der historischen Bedeutung von Wunderkammern sowie deren zeitgenössischer Interpretation und Vermittlung, mit einem Schwerpunkt auf der Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen in Halle.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?

Die Kerngebiete umfassen die Psychologie des Sammelns, die historische Entwicklung von Raritätenkabinetten, die Struktur der Sammlung in den Franckeschen Stiftungen und Konzepte der modernen Kunstvermittlung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Verbindung zwischen historischen Sammlungsstrukturen und deren Potenzial als Inspirationsquelle und Lernort im Rahmen zeitgenössischer Kunstprojekte aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, bei der kunsthistorische, pädagogische und psychoanalytische Perspektiven miteinander verknüpft werden, um das Phänomen „Wunderkammer“ zu durchleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Sammlungsgeschichte, eine detaillierte Beschreibung der Haller Wunderkammer und die Reflexion über das Projekt „Assoziationsraum Wunderkammer“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Wunderkammer, Sammeln, Franckesche Stiftungen, Kunstvermittlung, Naturalia und Wissensspeicher.

Warum nimmt die Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen eine Sonderstellung ein?

Sie gilt als die einzige vollständig erhaltene barocke Wunderkammer in Europa, die in ihrem ursprünglichen Kontext ein originales Museumskonzept des 18. Jahrhunderts zeigt.

Welche Rolle spielt die Kunstvermittlung in diesem Kontext?

Die Kunstvermittlung dient als Brücke, um historische Ausstellungsorte für die Gegenwart relevant zu machen, indem sie durch gezielte Forschungsansätze und Dialoge neue Zugänge zum „Staunen“ und zum „Wissenserwerb“ ermöglicht.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Wunderkammer als Sammlung für Erinnerungen
Veranstaltung
Das Schöne und die Theorie. Einführung in die Ästhetik und Kunsttheorie Teil I
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
10
Katalognummer
V1335582
ISBN (PDF)
9783346834645
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wunderkammer Franckesche Stiftungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Die Wunderkammer als Sammlung für Erinnerungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1335582
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Leseprobe aus  10  Seiten
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