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Adornos "Theorien über den Ursprung der Kunst" aus heutiger Sicht

Titel: Adornos "Theorien über den Ursprung der Kunst" aus heutiger Sicht

Referat (Ausarbeitung) , 2020 , 21 Seiten , Note: 1

Autor:in: Johannes Rudloff (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit ist die Verschriftlichung eines Referats zur Annäherung an die Gedankenwelt Adornos, um eine Form zu finden, welche subjektive Schlussfolgerungen, eigene Positionen und mögliche Bezugnahmen zur Gegenwart zulässt. Inwiefern ist der Gedanke, Kunst besäße ein ergründbares und ursprüngliches Wesen, heute noch relevant und was hat zeitgenössische Kunst damit zu tun?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitende Bemerkungen

1. Kritik an der wissenschaftlichen Ergründung des Wesens von Kunst

2. Die Vereinheitlichung durch den "Begriff"

3. Die Begriffe Subjektivität, Objektivität und Ausdruck in Bezug auf die Ursprungsfrage des Wesens von Kunst.

4. Aus eins zwei drei mach vier - Der Ursprung der Kunst und Ästhetisches Verhalten

Abschließende Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit Theodor W. Adornos "Ästhetischer Theorie" auseinander, um das heute noch relevante Wesen von Kunst in einer wissenschaftlich und gesellschaftlich veränderten Welt zu hinterfragen und Adornos Gedankenkonstruktionen zugänglich zu machen.

  • Kritik an positivistischen Ansätzen zur Erforschung des Wesens von Kunst
  • Die Rolle des "Begriffs" als Vereinheitlichungsprinzip und dessen Konsequenzen
  • Interdependenz von Subjektivität und Objektivität im Kontext ästhetischer Erfahrung
  • Das Verhältnis von Mimesis, Rationalität und dem "Amusischen" in der Kunstbetrachtung
  • Bedeutung von Ausdruck und ästhetischem Verhalten als Korrektiv in einer verdinglichten Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

1. Kritik an der wissenschaftlichen Ergründung des Wesens von Kunst

Adorno behauptet, das Wesen der Kunst und somit die Ästhetik als solche lassen sich nicht (geschichts-)wissenschaftlich auf einen Ursprung zurückverfolgen, bzw. wissenschaftlich von einer ursprünglichen einheitlichen Wesensart ableiten. Dass tatsächlich ein Wesen von Kunst existiert, setzt Adorno in seinen Ausführungen voraus! Interessant ist hier die Frage, ob ein wahres Wesen (der Kunst) einen Ewigkeitsanspruch besitzen muss, da es sonst wegen seiner Wandelbarkeit nicht fassbar bzw. definierbar sein würde. Müssten wir also von mehreren Wesen der Kunst sprechen?

„Kunst aber historisch, auf ihren vor - oder frühgeschichtlichen Ursprung zu reduzieren, verbietet ihr Charakter, der des Gewordenen.“

Von der Kritik Adornos gegenüber den Ursprungstheorien lässt sich schlussfolgern, dass sich das Wesen von Kunst im allgemeinen nicht aus konstanten messbaren Einheiten konstituiert, aber sich hinter dem Begriff der Kunst zum mehrere (u. a. historische) Bedeutungen und ein unergründliches Wesen verbergen. Möglicherweise gab es auch unter den prähistorischen Menschen keinen einheitlichen Konsens darüber, was Kunst ist. Plausibel ist, dass die Hinterfragung künstlerischer Praxis bzw. der „Kunstbegriff“ selbst ein abstraktes Konstrukt aus der Neuzeit ist, dem frühen Menschen vielleicht völlig fremd.

Die Wissenschaft sei dem Autor zufolge keine Methode, das Wesen der Kunst authentisch zu ergründen. Im Gegenteil, die Mechanismen positivistisch-wissenschaftlicher Erklärungsversuche haben nichts mit einer Erkenntnis zu tun und verfehlen die Ergründung von Kunst dadurch, dass sie die Existenzfrage des Wesens von Kunst ignoriert. Doch abgesehen von der Existenzfrage eines Wesens von Kunst, bezweifelt er die (fundierte) Aussagekraft wissenschaftlicher Rückschlüsse über historische bzw. (insbesondere) prähistorische Kunst.

„Weder sind die frühesten überlieferten Zeugnisse von Kunst die authentischsten, ... ... eher trübt es sich in ihnen. .... Wenig oder nichts über gleichzeitige Musik oder Dichtung ist bekannt, es fehlen Hinweise ....“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitende Bemerkungen: Der Autor erläutert die Motivation für diese Auseinandersetzung mit Adornos "Ästhetischer Theorie" und benennt die Fragestellung nach der Relevanz des Kunstwesens heute.

1. Kritik an der wissenschaftlichen Ergründung des Wesens von Kunst: Es wird dargelegt, dass sich das Wesen der Kunst nicht positivistisch-wissenschaftlich auf einen Ursprung reduzieren lässt, da sie als "Gewordenes" erscheint.

2. Die Vereinheitlichung durch den "Begriff": Adorno kritisiert den Prozess, Kunst durch festlegende Begriffe zu vereinheitlichen, was zu einer rationalistischen Vereinnahmung und Identitätsproblemen führt.

3. Die Begriffe Subjektivität, Objektivität und Ausdruck in Bezug auf die Ursprungsfrage des Wesens von Kunst.: Dieses Kapitel expliziert das dialektische Verhältnis von Subjektivität und Objektivität in Adornos "Negativer Dialektik" und deren Anwendung auf die Kunstbetrachtung.

4. Aus eins zwei drei mach vier - Der Ursprung der Kunst und Ästhetisches Verhalten: Der Autor untersucht das mimetische Verhalten und das ästhetische Erfahren als authentische, nicht-unterjochende Zugänge zur Kunst jenseits bloßer Begriffsdefinitionen.

Abschließende Bemerkungen: Eine Zusammenfassung der Ergebnisse, die das ästhetische Verhalten als Korrektiv zur verdinglichten Gesellschaft und als transzendentalen Zugang zur Welt positioniert.

Schlüsselwörter

Adorno, Ästhetische Theorie, Kunstbegriff, Positivismus, Mimesis, Subjektivität, Objektivität, Negative Dialektik, Verdinglichung, Amusische, Ästhetisches Verhalten, Transzendenz, Wahrheit, Autonomie, Kunstschöpfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer kritischen Reflexion von Theodor W. Adornos "Ästhetischer Theorie", speziell mit den Fragen nach dem Ursprung und dem Wesen von Kunst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Begriffe von Kunst und Begriffsbildung, das dialektische Verhältnis von Subjekt und Objekt, die Kritik am wissenschaftlichen Positivismus sowie die Rolle menschlicher Mimesis und ästhetischen Verhaltens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Adornos komplexe Gedankenwelt zum Wesen der Kunst nachvollziehbar zu machen und zu prüfen, inwiefern seine Thesen eine Relevanz für das Verständnis von Kunst in der heutigen Zeit besitzen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor wählt einen interpretativen, philosophisch-reflexiven Ansatz, um Adornos Texte innerhalb des Paralipomena-Abschnitts seiner "Ästhetischen Theorie" zu analysieren und kritisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Begriffe Kunst vereinheitlichen und verengen, und stellt ihnen das ästhetische Verhalten sowie die mimetische Erfahrung als authentischere, emanzipierte Zugänge gegenüber.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Adorno, Ästhetische Theorie, Mimesis, das "Amusische", Subjektivität, Objektivität und die Kritik an der rationalistischen Vereinnahmung ästhetischer Erfahrung.

Was versteht man in diesem Kontext unter dem "Amusischen"?

Adorno verwendet diesen Sammelbegriff für Menschen, die systemangepasst sind und eine rein positivistische Weltsicht haben, wodurch ihnen der Zugang zu tieferer ästhetischer Erkenntnis verwehrt bleibt.

Welche Bedeutung kommt dem Begriff der "Mimesis" zu?

Mimesis bezeichnet im Text eine Form des sich Annäherns an die Kunst, ohne diese sofort unterjochend in einen Begriff zu zwingen, und wird als ein mimetisches Fertigkeitsvermögen begriffen.

Inwiefern beeinflusst die "Negative Dialektik" die Argumentation?

Sie dient als theoretische Folie für das Verständnis von Subjektivität und Objektivität: Da diese kategorial getrennt sind, lässt sich die Kunst nicht in einem einheitlichen Begriff "erfassen", sondern bleibt ein dialektischer Prozess.

Was schlussfolgert der Autor über das Verhältnis von Kunst und Natur?

Kunst wird als ein Medium gesehen, das durch ästhetisches Verhalten einen Zugang zur Welt ermöglicht, der den Menschen ein Stück weit aus der verdinglichten Rationalität befreit und Sehnsucht nach einem "Einklang" mit der Natur widerspiegelt.

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Details

Titel
Adornos "Theorien über den Ursprung der Kunst" aus heutiger Sicht
Veranstaltung
Ästhetik
Note
1
Autor
Johannes Rudloff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
21
Katalognummer
V1335595
ISBN (PDF)
9783346834737
ISBN (Buch)
9783346834744
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kunst Ästhetik Adorno Hausarbeit Referat Ästhetische Theorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Rudloff (Autor:in), 2020, Adornos "Theorien über den Ursprung der Kunst" aus heutiger Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1335595
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