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MoPeG. Eine kritische Betrachtung des Personengesellschaftsrechts de lege ferenda im Kontext steuerrechtlicher Implikationen

Titel: MoPeG. Eine kritische Betrachtung des Personengesellschaftsrechts de lege ferenda im Kontext steuerrechtlicher Implikationen

Hausarbeit , 2023 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marcel Seubert (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das deutsche Personengesellschaftsrecht gilt angesichts der seit mehr als 100 Jahren nahezu unveränderten Regelungsmaterie als modernisierungsbedürftig.

Insbesondere das Recht der GbR erfuhr seit dem Inkrafttreten des BGB lediglich punktuelle Änderungen, wodurch die Vorschriften der §§ 705 ff. BGB an vielen Stellen nicht mehr mit der tatsächlichen Rechtsanwendung im Einklang stehen. Nebstdem leitete der BGH mit seiner Entscheidung in der Rechtssache „ARGE Weißes Ross“ einen nachhaltigen Richtungswechsel in der Rechtsprechung zur GbR ein. Erstmalig wurde der (Außen-)GbR die kodifizierte Rechtsfähigkeit durch die Judikative zugesprochen und damit ein Systemwechsel eingeleitet.

Mit dem am 10.08.2021 verabschiedeten MoPeG reformiert der Gesetzgeber nunmehr die Rechtsstellung der GbR und verwirklicht damit eine Angleichung zwischen der fortentwickelten Rechtsprechung und dem bisher unberührten Gesetzestext. Mit Wirkung zum 01.01.2024 wird die Rechtsfähigkeit der GbR gesetzlich anerkannt und damit zugleich Rechtssicherheit geschaffen. Begleitet von diesem Rechtswandel ist die GbR infolge ihrer zugesprochenen Rechtspersönlichkeit künftig Trägerin des Gesellschaftsvermögens, womit das ihrer Rechtsnatur bislang innewohnende Gesamthandsprinzip abgeschafft werden soll.

Allem voran ist hierbei der Fragestellung nachzugehen, ob und inwieweit die Aufgabe des Gesamthandsprinzips möglicherweise mit ertragsteuerlichen Konsequenzen für Personengesellschaften verbunden sein könnte. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich daher mit der kritischen Betrachtung des MoPeG im Kontext steuerrechtlicher Erwägungen unter Hinzuziehung und Gegenüberstellung verschiedener Positionen der Fachliteratur. Dem vorausgehend erfolgt ein grundlegender Überblick zum MoPeG und den wesentlichen Neuregelungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen des MoPeG

2.1 Hintergrund

2.2 Wesentliche Neuregelungen

3 Ausgewählte steuerliche Implikationen

3.1 Abkehr vom Gesamthandsprinzip

3.2 Gewerbesteuerliche Behandlung freiberuflicher Personengesellschaften

3.3 Verhältnis zum Optionsmodell des KöMoG

4 Zusammenfassende Feststellung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG) auseinander und untersucht insbesondere die steuerrechtlichen Konsequenzen, die sich aus der Abkehr vom zivilrechtlichen Gesamthandsprinzip ergeben.

  • Analyse der gesetzlichen Neuerungen des MoPeG
  • Kritische Würdigung der steuerlichen Auswirkungen bei Wegfall des Gesamthandsprinzips
  • Untersuchung der gewerbesteuerlichen Behandlung freiberuflicher Personengesellschaften
  • Verhältnisbetrachtung zum Optionsmodell des KöMoG
  • Diskussion zur künftigen steuerlichen Einordnung von Personengesellschaften

Auszug aus dem Buch

1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit

Das deutsche Personengesellschaftsrecht gilt angesichts der seit mehr als 100 Jahren nahezu unveränderten Regelungsmaterie als modernisierungsbedürftig.1 Insbesondere das Recht der GbR erfuhr seit dem Inkrafttreten des BGB lediglich punktuelle Änderungen, wodurch die Vorschriften der §§ 705 ff. BGB an vielen Stellen nicht mehr mit der tatsächlichen Rechtsanwendung im Einklang stehen.2 Nebstdem leitete der BGH mit seiner Entscheidung vom 29.01.2001 in der Rechtssache „ARGE Weißes Ross“3 einen nachhaltigen Richtungswechsel in der Rechtsprechung zur GbR ein. Erstmalig wurde der (Außen-)GbR die Kodifizierte Rechtsfähigkeit durch die Judikative zugesprochen und damit ein Systemwechsel eingeleitet.4

Mit dem 10.08.2021 verabschiedeten MoPeG5 reformiert der Gesetzgeber nunmehr die Rechtstellung der GbR und verwirklicht damit eine Angleichung zwischen der fortentwickelten Rechtsprechung und dem bisher unberührten Gesetzestext.6 Mit Wirkung zum 01.01.2024 wird die Rechtsfähigkeit der GbR gesetzlich anerkannt und damit zugleich Rechtssicherheit geschaffen.7

Begleitet von diesem Rechtswandel ist die GbR infolge ihrer zugesprochenen Rechtspersönlichkeit künftig Trägerin der Gesellschaftsvermögens, womit das ihrer Rechtsnatur bislang inwohnende Gesamthandsprinzip abgeschafft werden soll.8 Allem voran ist hierbei der Fragestellung nachzugehen, ob inwieweit die Aufgabe des Gesamthandsprinzips möglicherweise mit ertragsteuerlichen Konsequenzen für Personengesellschaften verbunden sein könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Das Kapitel führt in die Notwendigkeit der Modernisierung des deutschen Personengesellschaftsrechts ein, insbesondere im Hinblick auf die GbR und das neu verabschiedete MoPeG.

2 Grundlagen des MoPeG: Hier werden der historische Hintergrund des Gesetzgebungsverfahrens sowie die wesentlichen inhaltlichen Neuerungen, wie die Anerkennung der Rechtsfähigkeit der GbR, vorgestellt.

3 Ausgewählte steuerliche Implikationen: Dieser Hauptteil befasst sich mit der dogmatischen Abkehr vom Gesamthandsprinzip, der Gewerbesteuerfrage bei Freiberuflern und der Interaktion mit dem Optionsmodell des KöMoG.

4 Zusammenfassende Feststellung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die kontroversen Standpunkte der Fachliteratur zusammen und wagt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung der steuerlichen Behandlung von Personengesellschaften.

Schlüsselwörter

MoPeG, Personengesellschaftsrecht, Gesamthandsprinzip, GbR, Rechtsfähigkeit, Ertragsteuer, Mitunternehmerbesteuerung, KöMoG, Optionsmodell, Gewerbesteuer, Transparenzprinzip, Personengesellschaften, Steuerrecht, Gesellschaftsvermögen, Rechtsform

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des MoPeG auf das deutsche Personengesellschaftsrecht und beleuchtet kritisch die steuerrechtlichen Folgen, die aus den zivilrechtlichen Reformschritten resultieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Modernisierung der GbR, das Ende des Gesamthandsprinzips, gewerbesteuerliche Fragestellungen bei Freiberuflern und das Verhältnis zum KöMoG-Optionsmodell.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin, zu prüfen, ob die Aufgabe des zivilrechtlichen Gesamthandsprinzips durch das MoPeG zu neuen ertragsteuerlichen Problemen oder Konsequenzen für Personengesellschaften führt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Arbeit, die bestehende Literatur und Gesetzgebungsvorhaben kritisch gegenüberstellt und analysiert.

Worauf konzentriert sich der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der zivilrechtlichen Grundlagen des MoPeG und die damit eng verknüpfte Untersuchung steuerrechtlicher Ableitungen für die Praxis.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch?

Schlüsselbegriffe wie das MoPeG, die GbR, das Gesamthandsprinzip sowie die steuerliche Transparenz- und Mitunternehmerbesteuerung prägen die Untersuchung.

Warum ist das Ende des Gesamthandsprinzips steuerlich relevant?

Da das Steuerrecht bisher stark an den zivilrechtlichen Terminus der Gesamthand anknüpft, entzieht die Aufgabe dieses Konzepts im Zivilrecht potenziell die Grundlage für bestehende steuerliche Zurechnungsregeln.

Führt das MoPeG automatisch zur Besteuerung von Freiberuflern?

Nein, es bleibt bei der gewerbesteuerlichen Privilegierung freiberuflicher Personengesellschaften, sofern sie keine gewerblichen Einkünfte im Sinne des EstG erzielen, wobei die Arbeit die Problematik der "Abfärbetheorie" explizit thematisiert.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
MoPeG. Eine kritische Betrachtung des Personengesellschaftsrechts de lege ferenda im Kontext steuerrechtlicher Implikationen
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Stuttgart
Note
1,0
Autor
Marcel Seubert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
20
Katalognummer
V1335928
ISBN (PDF)
9783346835000
ISBN (Buch)
9783346835017
Sprache
Deutsch
Schlagworte
MoPeG Steuer Gesellschaftsrecht Modernisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Seubert (Autor:in), 2023, MoPeG. Eine kritische Betrachtung des Personengesellschaftsrechts de lege ferenda im Kontext steuerrechtlicher Implikationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1335928
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Leseprobe aus  20  Seiten
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