Diese Arbeit beschäftigt sich mit den formalen Aspekten von Geschäftsberichten, da diese maßgeblich den Ausgangspunkt für weitere sprachliche und nichtsprachliche Gestaltungen bilden.
Die Ergebnisse der Analysemethode zur Interkulturalität, Interlingualität und Standardisierung bei der Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen werden kurz erläutert, im Anschluss dazu mit eigenen Erkenntnissen und Ergebnissen verglichen und durch ein darauf bezogenes Fazit abgerundet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Geschäftsberichte – eine Einführung
2.1 Allgemeine Definition von Geschäftsberichten
2.1.1 Inhaltliche Bestandteile von Geschäftsberichten in Deutschland
2.1.2 Zielgruppen von Geschäftsberichten
2.2 Rahmenbedingungen für Geschäftsberichte in ausgewählten Ländern
3 Analysemethode nach Bolten et al. (1996)
3.1 Gedankliche Grundlagen
3.2 Vorgehen von Bolten et al.
3.3 Zusammenfassende Ergebnisse
4 Analyse aktueller Geschäftsberichte
4.1 Grundlagen der aktuellen Analyse
4.2 Durchführung der Analyse
4.3 Vergleichende Ergebnisse
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht formale Aspekte von Geschäftsberichten, um auf Basis der Analysemethode von Bolten et al. (1996) den Grad an Standardisierung bzw. Differenzierung in aktuellen Geschäftsberichten deutscher DAX-Unternehmen zu bestimmen und kulturelle Prägungen in Layout, Typografie und Modalität zu identifizieren.
- Grundlagen und Definition der Textsorte Geschäftsbericht
- Methodische Vorgehensweise nach Bolten et al. (1996)
- Analyse aktueller Gestaltungsmerkmale von DAX-Geschäftsberichten
- Vergleichende Untersuchung der Modalität (Layout, Typografie, Bild-Text-Verhältnis)
- Kulturwissenschaftliche Einordnung von Standardisierungstendenzen
Auszug aus dem Buch
2.1 Allgemeine Definition von Geschäftsberichten
Um sich den inter- und intrakulturellen Aspekten der komplexen Textsorte Geschäftsbericht nähern zu können, ist es unabdingbar, sich zunächst zu vergegenwärtigen, was Geschäftsberichte sind, an wen sie sich richten und unter welchen Rahmenbedingungen sie verfasst werden.
Der Geschäftsbericht ist in erster Linie ein gesetzlich festgelegter Teil der Finanzberichterstattung (vgl. Piwinger 2007, S. 453). Gleichsam ist er aber, durch seine jährliche Publikation und öffentliche Zugänglichkeit (vgl. Dietz & Rädeker 2008, S. 17), eines der wichtigsten und aktuellsten Kommunikationsmittel des Unternehmens. Auch stellt er mit Fremdkosten zwischen 150 000 bis zwei Millionen Euro (vgl. Piwinger 2007, S.461) eine nicht zu unterschätzende Investition dar. Als Geschäftsbericht wird im allgemeinen Sprachgebrauch das gesamte (Druck-)Werk eines Unternehmens bezeichnet, welches maximal vier Monate nach Geschäftsjahresende umfangreiche Daten zur aktuellen und zukünftigen Finanzlage des Unternehmens bereitstellt sowie zunehmend auch andere Themen publiziert (vgl. Dietz & Rädeker 2008, S. 28 ff.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt den Fokus der Ausarbeitung auf formale Aspekte von Geschäftsberichten dar und baut eine Brücke zur methodischen Analyse nach Bolten et al.
2 Geschäftsberichte – eine Einführung: Dieses Kapitel definiert den Geschäftsbericht als zentrales Finanzberichterstattungsinstrument und erläutert seine rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die diversen Zielgruppen.
3 Analysemethode nach Bolten et al. (1996): Hier werden die theoretischen Grundlagen und das methodische Vorgehen zur Untersuchung von Geschäftsberichten in einem interkulturellen Kontext dargelegt.
4 Analyse aktueller Geschäftsberichte: Dieses Kapitel präsentiert die eigene Untersuchung von DAX-Unternehmen hinsichtlich ihrer typografischen und formalen Gestaltung und vergleicht internationale Tendenzen.
Schlüsselwörter
Geschäftsbericht, Finanzberichterstattung, Unternehmenskommunikation, Standardisierung, Modalität, Typografie, Layout, interkulturelle Kommunikation, Bolten, DAX, Finanzkommunikation, Bild-Text-Verhältnis, Kulturstandards, Geschäftsführung, Bilanz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der formalen Gestaltung von Geschäftsberichten, insbesondere mit den Aspekten Struktur, Typografie, Modalität und Layout.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Definition und Funktion von Geschäftsberichten, die kulturwissenschaftliche Analyse von Kommunikationsmitteln nach Bolten et al. sowie die aktuelle Untersuchung deutscher DAX-Geschäftsberichte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Geschäftsberichte durch Standardisierung oder kulturelle Differenzierung auszeichnen und ob eine Angleichung an internationale, insbesondere anglo-amerikanische Standards, stattfindet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Methode von Bolten et al. (1996) genutzt, welche eine Untersuchung extraverbaler Faktoren (wie Bildanteil, Layout und Typografie) zur Erfassung von Kulturstandards ermöglicht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Textsorte, die Vorstellung der Analysemethode und eine empirische Analyse aktueller Berichte großer deutscher Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselwörter sind Geschäftsbericht, Unternehmenskommunikation, Standardisierung, Modalität, Typografie und interkulturelle Kommunikation.
Was ergab die Analyse bezüglich des Layouts?
Die Analyse zeigt eine deutliche Abkehr vom klassischen dreispaltigen Blocksatz hin zu linksbündigem Flattersatz und variierenden Spaltenbreiten in aktuellen Berichten.
Wie unterscheidet sich der Bericht der Volkswagen AG?
Die VW-Analyse dient als Beispiel für einen überdurchschnittlich hohen Bildanteil, den Einsatz von Zitaten sowie gestalterische Besonderheiten wie Stanzungen und Faltblatteinlagen.
- Quote paper
- Lilie Basel (Author), 2009, Standardisierung von Geschäftsberichten. Struktur, Typographie, Modalität und Layout, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1335942