Das in dieser Arbeit entwickelte interaktive „EAM-Konzept“ lässt das agile Mindset selbstständig verbessern. Es soll den Wandel der VUKA-Welt unterstützen und die zukünftigen Arbeitenden auf die sich kontinuierlich verändernde Arbeitswelt vorbereiten. Der Aufbau dieses Konzeptes beinhaltet Themeneinstiege und Szenarien zu den Anforderungen „Interaktion“, „Qualität“, „Priorisierung“, „Flexibilität“ und „Vertrauen“.
Nach einem Selbststudium der Studierenden wurde ein Quasi-Experiment durchgeführt und parallel zu einer Projektwoche innerhalb einer Lehrveranstaltung der Hochschule München getestet. Ergebnis dieses Experiments ist, dass trotz veränderter Teilnehmeranzahl das Konzept zu einer Teilsteigerung in der Durchführung und eine Gesamtsteigerung der Selbsteinschätzung der teilnehmenden Studierenden führte. Somit lässt sich behaupten, dass das in dieser Arbeit neu entwickelte „EAM-Konzept“ die Zielsetzung, die Verbesserung des agilen Mindsets, in Betracht der Anwendung des Konzepts teils erfüllt und in Betracht auf die Rückmeldung der Studierenden selbst deutlich erfüllt wurde.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Übersicht
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Definition – Agilität und Agiles Projektmanagement
2.2 Bestandteile des agilen Projektmanagements
2.2.1 Agiles Manifest
2.2.2 Agile Prinzipien – Anwendung des agilen Manifests
2.2.3 Agile Werte
2.2.4 Agiles Mindset
2.2.5 Agile Umsetzung
2.3 Agile Methode Scrum
2.3.1 Ursprung
2.3.2 Rollen
2.3.3 Artefakte
2.3.4 Meetings
3. Related Work
3.1 Anforderungen
3.1.1 Interaktion
3.1.2 Qualität
3.1.3 Priorisierung
3.1.4 Flexibilität
3.1.5 Vertrauen
3.2 Vergleichsliteratur
3.2.1 Agile Didaktik und agile Lehre
3.2.2 Agile Projekte
3.2.3 Lehrkonzepte
3.2.4 Agile Führung und agile Strukturen
3.2.5 TEC-Modell
3.3 Gap Analyse
3.3.1 Gesamtüberblick
3.3.2 Agile Didaktik und agile Lehre
3.3.3 Beratungs-Projekt Hochschule München
3.3.4 Hybride Lehrveranstaltung
3.3.5 Agile Führung und agile Strukturen
3.3.6 TEC-Modell
4. EAM-Konzept
4.1 Lehre von agilem Mindset
4.1.1 Themeneinstieg
4.1.2 Szenarien
4.2 Aufbau
4.3 Inhalte
4.3.1 Interaktion
4.3.2 Qualität
4.3.3 Priorisierung
4.3.4 Flexibilität
4.3.5 Vertrauen
5. Durchführung des EAM-Konzepts
5.1 Wissenschaftliche Vorgehensweisen und Voraussetzungen
5.1.1 EAM-Konzept
5.1.2 Auswertung
5.2 Auswertungsform: Selbsteinschätzung
5.2.1 Ablauf
5.2.2 Aufbau
5.2.3 Bewertungssystem
5.3 Ablauf des Quasi-Experiments
5.4 Univariate Auswertung
5.4.1 Erste Selbsteinschätzung
5.4.2 Erste Durchführung des Lernkonzepts
5.4.3 Zweite Selbsteinschätzung
5.4.4 Zweite Durchführung des Lernkonzepts
5.4.5 Dritte Selbsteinschätzung
5.5 Gesamtauswertungen
5.5.1 Lernkonzept
5.5.2 Selbsteinschätzung
5.5.3 Allgemein
5.6 Kritische Diskussion
5.6.1 Voraussetzungen und Motivation
5.6.2 Zukunftspotential
6. Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das agile Mindset von Studierenden durch ein neu entwickeltes „EAM-Konzept“ (Entwicklung agiles Mindset) gezielt zu identifizieren und zu verbessern. Die Forschungsfrage untersucht, inwiefern eine Verinnerlichung der agilen Werte mittels eines interaktiven Lernkonzepts in einem Feldexperiment bei Studierenden erreicht werden kann.
- Methodische Grundlagen der Agilität und des agilen Projektmanagements
- Struktur und Konzeption des interaktiven EAM-Lernkonzepts
- Anwendung agiler Praktiken (Interaktion, Qualität, Priorisierung, Flexibilität, Vertrauen)
- Empirische Untersuchung mittels Quasi-Experiment und Selbsteinschätzung
- Evaluation des Lernerfolgs und Ableitung zukünftiger Potentiale
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Qualität
„Zusammenarbeit mit dem Kunden mehr als Vertragsverhandlungen“, die zweite Anforderung, zielt auf eine einheitliche Qualität des Produktes ab. Die Teammitglieder sollen verstehen, dass das Ergebnis funktionsfähig sein muss und die Kundenzufriedenheit die höchste Priorität hat. Dabei müssen die umfassenden Dokumente auf ein Minimum reduziert werden. Bei dieser Anforderung lässt sich auf Einfachheit und Fokus vor allem in der Kommunikation schließen, denn durch frühe Rückmeldungen können die Vorgehensweisen schneller an die Qualität angepasst werden und der Fokus führt dabei zu einer konzentrierteren und somit besseren Zielerreichung (vgl. Nowotny 2018: 74 f.).
Als Grundlage dient eine harmonische Interaktion, bei der der Kunde die Zusammenarbeit zwischen den Teammitgliedern und die Interaktion mit ihm selbst als wertschätzend wahrnimmt, womit eine ausgewogene Leistungs- und Zahlungsbereitschaft entstehen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Notwendigkeit agiler Arbeitsweisen durch die Veränderungen in der modernen VUKA-Welt.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Definition von Agilität und agilen Projekten sowie die zentralen Bestandteile wie das agile Manifest und Scrum.
3. Related Work: Hier werden die zentralen Anforderungen an das EAM-Konzept definiert und durch einen Vergleich mit bestehender Literatur in einen theoretischen Kontext gesetzt.
4. EAM-Konzept: In diesem Kapitel wird das interaktive Lernkonzept, seine Struktur und die methodischen Szenarien zu den einzelnen Anforderungen detailliert vorgestellt.
5. Durchführung des EAM-Konzepts: Dieses Kapitel beschreibt das durchgeführte Quasi-Experiment, die Auswertungsmodalitäten und präsentiert die erzielten Ergebnisse und Datenanalysen.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Diese Kapitel fassen die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und skizzieren mögliche zukünftige Entwicklungsansätze.
Schlüsselwörter
Agilität, Agiles Mindset, Projektmanagement, EAM-Konzept, Scrum, Kundenorientierung, Interaktion, Qualität, Priorisierung, Flexibilität, Vertrauen, Lernkonzept, Feldexperiment, Selbsteinschätzung, VUKA.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines interaktiven Lernkonzepts, um das Mindset von Studierenden in Richtung agiler Denk- und Handlungsweisen zu fördern.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt die Kernprinzipien des agilen Projektmanagements nach dem agilen Manifest, die Spezifika der Methode Scrum und die fünf Anforderungsbereiche Interaktion, Qualität, Priorisierung, Flexibilität und Vertrauen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist die Untersuchung, ob und inwieweit das eigens entwickelte EAM-Konzept zur Verbesserung des agilen Mindsets bei Studierenden in einer Lehrveranstaltung beitragen kann.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?
Es wurde eine theoretische Literaturanalyse mit einer praktischen Implementierung in Form eines Quasi-Experiments kombiniert, bei dem die Teilnehmenden Selbsteinschätzungen vorgenommen haben.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Anforderungen, die detaillierte Darstellung des EAM-Konzepts (inklusive Branching-Szenarien) und die Auswertung des Experiments.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zentral sind Begriffe wie "Agiles Mindset", "EAM-Konzept", "VUKA-Welt", "Interaktion" und "Selbsteinschätzung".
Warum ist das "Vertrauen" als Anforderung so entscheidend für das EAM-Konzept?
Die Autorin hebt Vertrauen als fundamentale Voraussetzung hervor, damit Teams selbstorganisiert und emotional stabil arbeiten können, insbesondere nach Rückmeldungen oder Konflikten im Scrum-Prozess.
Welche Rolle spielen die "Branching-Szenarien" innerhalb des Konzepts?
Sie dienen als interaktives Werkzeug, um intuitives Entscheiden in komplexen Situationen zu trainieren, ohne dass dafür langwieriges Auswendiglernen theoretischer Grundlagen notwendig ist.
- Quote paper
- Pia Lippert (Author), 2022, Entwicklung eines interaktiven Lernkonzepts zur Verbesserung des agilen Mindsets von Studierenden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1336119