Auswahl und Wirkungsweise energiepolitischer Instrumente zur Förderung erneuerbarer Energien

Eine vergleichende Analyse zwischen Deutschland und Frankreich


Masterarbeit, 2007
169 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II. Abkürzungsverzeichnis

III. Tabellenverzeichnis

IV. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2. Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes
1.3. Gang der Untersuchung

2. Grundlagen
2.1. Rund um das Thema Energie
2.2. Erneuerbare Energien
2.2.1. Arten und Potentiale
2.2.2. Notwendigkeit des Ausbaus erneuerbarer Energien
2.3. Energiepolitik
2.4. Energiepolitische Instrumente
2.4.1. Rahmenbedingungen und grundsätzliche Einteilung
2.4.2. Monetäre Instrumente
2.4.3. Ordnungsrechtliche Instrumente
2.4.4. Flankierende Maßnahmen
2.4.5. Kriterien zur Beurteilung der Instrumente

3. Deutschland
3.1. Makroökonomischer Kontext
3.2. Energiebedarf und Energieangebot
3.3. Energiepolitik
3.3.1. Geschichtliche Entwicklungen
3.3.2. Akteure und Kompetenzverteilungen
3.4. Erneuerbare Energien
3.4.1. Historie und aktuelle Entwicklungen
3.4.2. Arten und Potentiale
3.5. Energiepolitisches Instrumentarium zur Förderung Erneuerbarer Energien
3.5.1. Auswahl, Struktur und Wirkungsweisen
3.5.2. Die Rolle der Staatsstruktur
3.5.3. Motive für die Wahl der Instrumente
3.5.4. Die deutsche Ratspräsidentschaft und weitere nationale Herausforderungen
3.6. Kritische Zusammenfassung und Evaluierung bisheriger Maßnahmen

4. Frankreich
4.1. Makroökonomischer Kontext
4.2. Energiebedarf und Energieangebot
4.3. Energiepolitik
4.3.1. Geschichtliche Entwicklungen
4.3.2. Akteure und Kompetenzverteilungen
4.3.3. Grundprinzipien und Ziele
4.4. Erneuerbare Energien
4.4.1. Historie und aktuelle Entwicklungen
4.4.2. Arten und Potentiale
4.5. Energiepolitisches Instrumentarium zur Förderung Erneuerbarer Energien
4.5.1. Auswahl, Struktur und Wirkungsweisen
4.5.2. Die Rolle der Staatsstruktur
4.5.3. Motive für die Wahl der Instrumente
4.5.4. Die französische Präsidentschaftswahl und weitere nationale Herausforderungen
4.6. Kritische Zusammenfassung und Evaluierung bisheriger Maßnahmen

5. Vergleichende Auswertung der Ergebnisse 112
5.1. Gegenüberstellung: Energiepolitik sowie Auswahl und Wirkungsweisen der jeweiligen energiepolitischen Instrumente
5.2. Problemfelder
5.3. Weitere Möglichkeiten und Potentiale: Die Effizienz einer deutsch- französischen Kooperation
5.4. Zukunftstendenzen

6. Fazit

V. Literaturverzeichnis

II. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

III. Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Allgemeine Ziele der Energiepolitik

Tabelle 2: Einspeisetarife für erneuerbare Energien in Frankreich

IV. Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Aufteilung der Energiequellen in der Bundesrepublik im Jahr

Abbildung 2: Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch in der Bundesrepublik zwischen 1990 und 2005

Abbildung 3: Umsatzentwicklung in der deutschen Solarbranche von 1998 bis 2006

Abbildung 4: Entwicklung der deutschen Windkraftanlagen von 1991 bis 2006

Abbildung 5: Entwicklung der Stromerzeugung in Deutschland aus erneuerbaren Energien und Anteile an Bruttostrom- und Primärenergieverbrauch zwischen 1990 und 2006

Abbildung 6: Primärenergieproduktion in Frankreich von 1973 bis 2006 nach Energieträgern

Abbildung 7: Entwicklung der Energieintensität in Frankreich von 1970 bis 2005

Abbildung 8: Entwicklung des Biokraftstoffverbrauchs in Frankreich von 1994 bis 2005

Abbildung 9: Entwicklung der französischen Windkraftanlagen von 1996 bis 2006

Abbildung 10: Strompreise in verschiedenen EU-Ländern

1. Einleitung

1.1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

Die Notwendigkeit eines ökologischen und nachhaltigen Wirtschaftens wird seit der Konferenz von Rio de Janeiro im Jahre 1992 kaum mehr ernsthaft bestritten. Eine wachsende Energienachfrage führte in den letzten Jahren weltweit zu steigenden Energiepreisen, welche Privathaushalte und energieintensiven Unternehmen zu schaffen machen.

Wie wichtig Energie für unser Leben ist, wird uns immer dann bewusst, wenn die Zufuhr unterbrochen oder die Verfügbarkeit von Energie eingeschränkt ist. Dass dieses Problem nicht erst seit gestern auf der Agenda steht, zeigt sich an folgenden Zahlen: bereits im Jahr 1979 gingen in der Bundesrepublik rund 90 Prozent davon aus, dass der zukünftige deutsche Energiebedarf gesichert ist; im selben Jahr waren auch rund 70 Prozent der französischen Bevölkerung der Meinung, dass die aktuelle Energiesituation Frankreichs ein Grund zur Beunruhigung sei.1 Diese Zahlen verraten, dass das Thema erneuerbare Energien zukünftig noch eine weitaus größere Rolle als zuvor spielen wird.

Seit diesem Jahrtausend steht nun das Thema Energie an der Spitze vieler aktueller Meldungen und Ereignisse und ist damit von hoher tagespolitischer Aktualität. Kein Land kann von sich behaupten, die Energiethematik ad acta gelegt zu haben. Erschwerend kommt nun noch hinzu, dass plötzlich die Erkenntnis endlicher Ressourcen aufgetaucht ist. Ein Lern- und Denkprozess ist dadurch in Gang gesetzt worden, welcher nicht nur supranationale Einheiten, sondern eben auch Politikführung einzelner Nationalstaaten betrifft. An dieser Stelle kommen regenerative Energien ins Spiel. Diese haben den großen Vorteil, dass sie unerschöpflich und klimaneutral sind.

In dieser Arbeit soll nun der Fokus auf den beiden Ländern Deutschland und Frankreich liegen, zwei auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Staaten betreffend ihrer Energiepolitik. Nun stellt sich aber die Frage: Sind diese beiden Länder wirklich so heterogen hinsichtlich regenerativer Energien? Wird Deutschland seiner Rolle als Vorreiterland im Bereich erneuerbare Energien gerecht oder ist vielmehr eine Stagnation zu beobachten? Und können die Franzosen vielleicht gar nichts dafür, nach wie vor als Atomverfechter dargestellt zu werden? Außerdem müssen in diesem Zusammenhang folgende Fragestellungen durchleuchtet werden: Welche Bedeutung ist einer heutigen nationalen Energiepolitik zuzuschreiben? Welche Instrumente zum Ausbau erneuerbarer Energien stehen einem Staat zur Verfügung und welche Rahmenbedingungen begünstigen deren Erfolg? Sollten gar die unterschiedlichen Meinungen zur Kernenergie das Schlüsselelement für unterschiedliche Fortschritte im Bereich erneuerbarer Energien sein?

Die vorliegende Arbeit greift diese Fragestellungen auf, indem das bestehende energiepolitische Instrumentarium dargestellt, untersucht und verglichen wird. Damit verbunden ist erstens die Frage, wie und aus welchen Gründen die jeweiligen Instrumente gewählt wurden. Zweitens wird untersucht, mit welcher Effizienz die gewählten Mittel in den beiden Ländern wirken. Die Arbeit zielt ferner darauf ab, anhand einer kritischen Analyse der französischen und deutschen energiepolitischen Instrumente die jeweiligen Stärken und die eventuellen Problembereiche zu identifizieren.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Analyse der Energiepolitik beider Länder insofern von besonderem Reiz ist, als bereits der ordnungspolitische Rahmen Frankreichs sehr von der deutschen Konzeption differiert. Damit einhergehend ist zu vermuten, dass auch die Ausgestaltung energiepolitischer Instrumente auf eine andere Art und Weise geschieht. Bevor allerdings der Einstieg in die Thematik erfolgt, werden in den nächsten Kapiteln noch eine Einführung in der Gang der Untersuchung sowie eine Abgrenzung der zu untersuchenden Fragestellungen vorangestellt.

1.2. Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes

Angesichts der thematischen Breite erscheint eine gewisse Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes unumgänglich. Eine umfassende Bewertung der Energiepolitik beider Länder würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Daher werden anhand exemplarischer Beispiele Erfolgsfaktoren sowie Misserfolge und deren Determinanten identifiziert und erörtert.

Energiepolitik umfasst mehr als eine Konzentration auf erneuerbare Energien. Aufgrund des gewählten Schwerpunktes ist für die vorliegende Arbeit dennoch nur dieser Bereich relevant. Während es also auf der einen Seite darum geht, die Motivation und Notwendigkeit zum Ausbau erneuerbarer Energien zu erklären, soll auf der anderen Seite auf den Stellenwert der Energiepolitik im Allgemeinen sowie erneuerbarerer Energien innerhalb der nationalen Strategie im Besondern eingegangen werden. Auch sind Instrumente, die überwiegend in den Bereich von Nicht-Regierungsorganisationen oder auch Energieversorgungsunternehmen fallen, nicht Gegenstand dieser Arbeit. Der Schwerpunkt liegt alleine auf der jeweiligen staatlichen Energiepolitik sowie deren spezifische Verwendung energiepolitischer Instrumente. An manchen Stellen werden auch EU-Richtlinien sowie europäische Standards und Vorgaben angeführt, um zu Vergleichswerten für eine umfassende Analyse zu gelangen. Da die Erfahrungen im Wärmebereich eine weit geringer sind, findet in der vorliegenden Arbeit daher eine Konzentration auf den Strommarkt statt. Der Vollständigkeit wegen soll aber an denjenigen Stellen auf den Wärmemarkt eingegangen werden, an denen zwecks einer Globalbeurteilung der Bedarf an zusätzlichen Informationen besteht.

Innerhalb der Arbeit werden nicht zu vernachlässigende Zielkonflikte aufgezeigt. Ziel ist aber keinesfalls die Beschreibung eines umfassenden Lösungsansatzes, sondern eine richtungweisende Analyse des französischen und deutschen energiepolitischen Instrumentariums sowie deren Wirkungsweisen. Spannend dabei ist auch, welche konkreten Folgen die Ausrichtungen der Energiepolitik in Frankreich und Deutschland haben und welche Rolle makroökonomische und politische Voraussetzungen und Traditionen haben.

1.3. Gang der Untersuchung

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in drei große Teile, ergänzt durch eine Einleitung sowie einer abschließenden Betrachtung in Form eines Fazits.

Zur Erfüllung der skizzierten Zielsetzung erscheint es unerlässlich, zunächst mit einem theoretischen Teil zu Grundlagen des Themas Energie im Allgemeinen, erneuerbaren Energien im Besonderen sowie den Anforderungen an eine effiziente Energiepolitik zu beginnen. Sich daran anschließend findet eine kurze Vorstellung und Klassifizierung energiepolitischer Instrumente statt. Die Auswahl ist dabei auf die in der Praxis eingesetzten Instrumente begrenzt. Kapitel 3 und 4 beschränken sich jeweils auf die beiden zu untersuchenden Länder Deutschland und Frankreich. In einem ersten Schritt werden dabei die makroökonomischen Charakteristika der Staaten beschrieben, da die Energiepolitik eines Landes nur vor dem Hintergrund des jeweiligen politischen und wirtschaftlichen Systems zu verstehen ist.2 So ist das Wohlstandsniveau (ersichtlich an der Größe des BIP) eines Landes als ein wichtiges Element in der Umweltpolitik und somit auch als relevant für die Förderung erneuerbarer Energien anzusehen.3 Darauf folgend schließt sich jeweils eine Darstellung und kurze Bewertung der Energiepolitik, ihrer geschichtlichen Entwicklungen und Ziele sowie der beteiligten Akteure an. Im Anschluss daran wird ein Überblick über Arten und Potentiale erneuerbarer Energien gegeben, welcher ebenfalls als Grundlage für die darauf folgende Analyse energiepolitischer Instrumente, den Motiven für deren Auswahl sowie ihrer Wirkungsweisen dient. Des besseren Überblicks wegen wird Kapitel 3 und 4 eine Kurzzusammenfassung angefügt.

Auf den beiden vorangegangenen Kapiteln aufbauend erfolgt danach in Kapitel 5 eine direkte Gegenüberstellung der Länder. Hierbei wird zunächst auf die Auswahl und Wirkungsweisen des energiepolitischen Instrumentariums eingegangen, des Weiteren schließt sich eine Betrachtung der Problemfelder beim Ausbau erneuerbarer Energien an. Daran anknüpfend werden weitere Potentiale durch eventuelle deutsch-französische Kooperationen sowie generelle Zukunftstendenzen aufgezeigt. Kapitel 6 fasst die Ergebnisse noch einmal kurz zusammen und gibt eine abschließende Bewertung über die Effizienz bei der Förderung erneuerbarer Energien der beiden betrachteten Länder. Als Ergebnis einer kritischen Analyse werden die Erkenntnisse schließlich zusammengefasst und bezüglich der Ausgangsthese abschließend bewertet.

2. Grundlagen

2.1. Rund um das Thema Energie

Vor der Darstellung möglicher Instrumente zum Ausbau erneuerbarer Energien sollen in diesem Kapitel als Grundlage die wichtigsten Begriffe zum Thema Energie vorgestellt werden. Dies soll dazu beitragen, ein besseres Verständnis für die Gesamtthematik und die sich daraus ergebenden Schlüsse zu schaffen und dem Leser einen Überblick über relevante Schlüsselbegriffe innerhalb der zu untersuchenden Thematik zu geben.

Die Tendenz einer weltweit steigenden Energienachfrage reflektiert den Wunsch eines immer größer werdenden Teils der Weltbevölkerung nach wirtschaftlichem und sozialem Wohlstand. Damit muss Energie als ein Schlüsselelement für die nachhaltige Entwicklung jeder Volkswirtschaft angesehen werden.4 Eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Funktionieren einer Volkswirtschaft ist die Versorgung mit Energie.5 Energie ist daher auch als ein strategisches Gut für Wirtschaft und Bevölkerung anzusehen.6 Dabei stellt Primärenergie den rechnerisch nutzbaren Energiegehalt jener Energieträger dar, die in der Natur vorkommen und noch keiner Umwandlung unterworfen sind. Primärenergieträger sind dabei bspw. Kohle, Erdöl, Erdgas sowie die erneuerbaren Energien (für eine genaue Definition der letzten Energieträger wird an dieser Stelle auf Kapitel 2.2 verwiesen).7 Die Endenergie hingegen entsteht aus der Umwandlung der Primärenergie und ist diejenige Energie, welche der Verbraucher direkt nutzt. Beim Umwandlungsprozess geht ein Großteil der Energie verloren, was nach wie vor große Herausforderungen an den Bereich der Energieeffizienz stellt.8 Energieeffizienz bedeutet in diesem Zusammenhang zunächst einmal eine bessere Ausnutzung von Energie. Zur Messung der Energieeffizienz wird üblicherweise die Energieintensität, also der Verbrauch an Energie je Einheit Produktion, herangezogen.9 Konkret sollen dabei mit einem geringeren Energieverbrauch die gleichen Energiedienstleistungen erzeugt werden. In der Konsequenz bedeutet dies gleichzeitig das Aufrechterhalten eines höheren materiellen Lebensstandards bei damit einhergehenden geringeren Endkosten. Ein Beispiel: eine Energiesparlampe gibt zwar die gleiche Lichtmenge ab wie eine herkömmliche Glühbirne, verbraucht dabei aber nur drei Viertel weniger Strom und ist deswegen energieeffizienter.10 Die Energieproduktivität stellt das Verhältnis von realem Bruttoinlandsprodukt zum Primärenergieverbrauch eines Landes dar und setzt damit die Wertschöpfung in Beziehung zum Energieverbrauch.11 Die Energiedichte kennzeichnet die Energiemenge, die pro Volumeneinheit gespeichert werden kann. Normalerweise wird der Energieverbrauch in Watt beziffert. Größere Anlagen werden dann entsprechend in Kilo-, Mega-, Giga- oder sogar Terawatt gemessen. In Frankreich existiert seit einigen Jahren eine ganz eigene Kennzahl zur Messung des Energieverbrauchs. Die Einheit „Tep“ (Tonne d´équivalent pétrole) stellt die Energie dar, welche aus einer Tonne Rohöl gewonnen werden kann.12 Der Umrechnungsfaktor beträgt dabei 1 MWh zu 0,086 tep.13

Für eine umfassende Bewertung ist auch das jeweilige Energiepreisniveau verschiedener Länder zu berücksichtigen, da dieses als Kennziffer für den Wettbewerbsvergleich maßgeblich ist. Ein hohes Preisniveau fossiler Energieträger macht in diesem Zusammenhang erneuerbare Energien konkurrenzfähiger.14 Allerdings spiegeln die Energiepreise meistens nicht die tatsächlichen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Belastungen wider, da diese meistens durch Monopole künstlich geschaffen wurden.15

An dieser Stelle erscheint auch die Unterscheidung zwischen Ressourcen und Reserven relevant, da diese beiden Begriffe in aktuellen Diskussionen oftmals zu Verzerrungen führen. Ressourcen sind Vorkommen, die entweder noch nicht nachgewiesen oder wirtschaftlich genutzt werden, aber aufgrund geologischer Indikatoren erwartet werden. Reserven hingegen umfassen die sicher nachgewiesenen und mit bekannten Technologien wirtschaftlich gewinnbaren Vorkommen.16

2.2. Erneuerbare Energien

In diesem Kapitel geht es darum, theoretische Grundlagen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien zu klären sowie Zusammenhänge zwischen verschiedenen Bereichen aufzuzeigen. Ziel ist dabei auf der einen Seite eine Bestandsaufnahme und Darstellung erneuerbarer Energien und deren bisherigen Marktentwicklung. Um die Dimensionen und die Relevanz erneuerbarer Energien besser verstehen zu können, stehen auf der anderen Seite die Ermittlung ihres aktuellen Energiebeitrages weltweit sowie eine kurze Potentialanalyse im Vordergrund.

2.2.1. Arten und Potentiale

Im Allgemeinen werden solche Energien als erneuerbar bezeichnet, welche sich über einen kurzen Zeitraum immer wieder neu bilden und entweder direkt oder indirekt aus Sonne, Wasser oder Wind gewonnen werden können. Bei der Abgrenzung zwischen fossilen und erneuerbaren Energien spielt die kurze Zeitspanne der Gewinnung eine große Rolle. Erstgenannte bedürfen viel länger, um sich wieder neu zu bilden, erneuerbare Energien sind beständig und unendlich verfügbar.17

Innerhalb der erneuerbaren Energien stehen dabei die auf die Kontinente eingestrahlte Energie der Sonne, die Energie des Windes und der Meereswellen, die jährlich nachwachsende Biomasse, die Energie des Wassers sowie die geothermische Energie zur Verfügung (auf die Definition der einzelnen Energieträger wird im jeweiligen Unterkapitel noch genauer eingegangen). Diese eben erwähnten Energieströme entsprechen dabei ungefähr dem 3000-fachen des derzeitigen jährlichen globalen Energieverbrauchs.18 Weltweit gesehen tragen erneuerbare Energien rund 13 Prozent zur Befriedigung der Energienachfrage bei, Atomenergie nur zu 6 Prozent.19 Das Angebot an erneuerbaren Energien kann i.A. regional sehr unterschiedlich ausfallen; so hängt dieses z.B. von der Intensität der Sonneneinstrahlung, den Windverhältnissen und dem Vorhandensein von Flüssen ab. Zudem schwankt es mit den Tages- und der Jahreszeiten und befriedigt daher häufig nicht die Nachfrage.

Regenerative Energien verkörpern keine eigenen Energieträger, da die Energie nicht in einem physisch greifbaren Brennstoff gespeichert ist (eine Ausnahme bildet dabei allerdings die Biomasse). Deswegen müssen diese oftmals vor der Nutzung umgewandelt werden. In den meisten Fällen ist die Energiedichte erneuerbarer Energien sehr viel geringer als bei den konventionellen Energieträgern; deshalb ist eine viel größere Anzahl an bspw. Windkraftanlagen oder Solarkraftwerken nötig, um die selbe Stromerzeugungskapazität zu erreichen wie z.B. ein Kohlekraftwerk.20

Im Folgenden wird auf die für diese Arbeit relevanten erneuerbaren Energien eingegangen, also der Bio-, Sonnen-, Wasser- und Windenergie sowie der Geothermie. Wichtig erscheint an dieser Stelle, dass man bei der Darstellung von erneuerbaren Energien im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen nicht von Ressourcen spricht, sondern von Potentialen.21 Diese Unterscheidung ist für den weiteren Verlauf deshalb essentiell, weil dadurch noch einmal die Unendlichkeit regenerativer Energien unterstrichen wird.

Bioenergie

Mit einem Anteil von rund 11 Prozent am weltweiten Primärenergieverbrauch spielt die Bioenergie die bedeutendste Rolle im Bereich erneuerbarer Energieformen. Dabei werden unter dem Begriff der Biomasse alle Stoffe organischer Herkunft zusammengefasst.22 Die kommerzielle Nutzung von Biomasse macht weltweit etwa 2,3 Prozent aus.23 Biomasse wird als einziger erneuerbarer Energieträger sowohl im Strom-, Wärme- als auch im Kraftstoffmarkt eingesetzt.24 Bevor Biomasse genutzt werden kann, muss sie durch Umwandlungstechniken wie bspw. Zerkleinerung, Verflüssigung oder auch Gärung verarbeitet werden. Die energetischen Nutzungsmöglichkeiten sind dabei vielfältig. Als Rohstoffe stehen bspw. Holz, Reststoffe aus der Land-und Forstwirtschaft (Heu, Waldrestholz o.ä.) oder tierische und organische Rückstände (z.B. Gülle) zur Verfügung25 Ferner kann die Biomasse als Trockenmasse zum Heizen oder als Gas bzw. Öl das normalerweise eingesetzte Erdöl in seinen verschiedenen Formen als Treibstoff subsituieren.26 Holz kann als die eigentliche Schlüsselenergie des regenerativen Zeitalters angesehen werden, da es bis Mitte des 19. Jahrhunderts als der wichtigste Rohstoff zur Wärmeerzeugung galt.27

Biokraftstoffe entstehen entweder aus der Beimischung von Ethanol oder aus dem Gebrauch von pflanzlichen Ölen (Rapsöl, Sonnenblumenöl, etc.).28 Die EU-Richtlinie 2003/30/EG gibt vor, dass bis Ende 2010 5,75 Prozent des Kraftstoffverbrauchs durch Biotreibstoffe gedeckt werden sollen.29

Biogas wird durch einen bakteriellen Abbau von organischem Material (bspw. Pflanzenresten und tierischen Exkrementen) unter Licht- und Luftabschluss in einem Faulbehälter hergestellt. Als Nebenprodukt zu dem entstandenen brennbaren Gas wird hochwertiger Dünger gewonnen.30

Problematisch beim Ausbau von Biomasse ist allerdings der große Platzbedarf; so steht die Biomasseproduktion oftmals in Konkurrenz zu anderen Arten der Flächennutzung wie bspw. der Landwirtschaft.31 Gleichzeitig kann es zu einer Minderung der Bodenqualität kommen, so dass an dieser Stelle durchaus von einer Abnutzung erneuerbarer Energien gesprochen werden kann.32 Außerdem muss die Biomasse gesammelt und zu zentralen Anlagen gebracht werden, was zu hohen Transportkosten und logistischen Problemen führen kann.33 Dennoch stellt beim Ausbau der Bioenergie nach wie vor der Preis das größte Hindernis dar. Diesem kann allerdings durch bspw. Steuerbefreiungen begegnet werden, wie an späterer Stelle noch zu sehen sein wird.34

Wasserkraft

Wasserkraft stellt neben der Bioenergie die zweitwichtigste erneuerbare

Energiequelle weltweit dar und trägt mit 2,2 Prozent zur globalen Primärenergieversorgung bei.35 Wasserkraftanlagen werden nach ihrer Fallhöhe in Niederdruck-, Mitteldruck- und Hochdruckanlagen unterschieden. Häufig wird dabei auch der Begriff Kleinwasserkraftwerk benutzt, der bspw. in Deutschland Anlagen bis zu einer Leistung von 1 MW bezeichnet, normalerweise aber bei weniger als 10 MW liegt.36 Sie werden i.A. gekoppelt an das Netz der öffentlichen Versorgung betrieben.37

Ein enormer Vorteil der Wasserkraft gegenüber anderen erneuerbaren Energien ist darin zu sehen, dass die Möglichkeit zur Energiespeicherung besteht. Außerdem weist sie die beste Energieintensität innerhalb der erneuerbaren Energien auf.38 Weltweit gesehen wird mithilfe der Wasserkraft mehr Energie als mit Atomkraft hergestellt.39 Aufgrund des langjährigen Einsatzes der Wasserkraft seit mehr als hundert Jahren ist allerdings festzustellen, dass unter technologischen Gesichtspunkten das Potential in vielen Ländern seit einiger Zeit ausgenutzt ist.40

Geothermie

Im Erdinneren existieren Temperaturen von bis zu 6.000 Grad Celsius. Mittels Bohrungen lässt sich diese Wärme unmittelbar zum Beheizen von Häusern oder auch zur Stromherstellung nutzen. Die Temperatur in der Erde nimmt mit zunehmender Tiefe um ca. 30 Grad Celsius pro Kilometer Tiefe zu;41 um eine möglichst große Energieausbeute zu haben, muss also möglichst tief gebohrt werden. Der Begriff Geothermie bezeichnet die im oberen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Zu unterscheiden ist zwischen der sog. Tiefengeothermie (Stromerzeugung und Wärmenutzung möglich) und der oberflächennahen Geothermie, welche praktisch ausschließlich für die Gebäudeklimatisierung genutzt wird. Wegen der Größe der Systeme kommen zum Ausbau der Geothermie deswegen praktisch nur gewerbliche Betreiber in Frage.42 Dabei kommt i.A. die Tiefengeothermie („Hot-Dry-Rocks“) häufiger zur Anwendung. Die Nutzung erfolgt in Form von Wärmepumpen, welche Wärme bei niedriger Temperatur aufnehmen und bei einer höheren Temperatur wieder abgeben. Die Zuordnung von Wärmepumpen ist umstritten, da die zum Betrieb notwendige Elektrizität mehrheitlich aus fossilen Energiequellen bezogen wird.43

Die Geothermie unterscheidet sich im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energien dadurch, dass das Energienangebot keinen jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt und somit permanent zur Verfügung steht. Einschränkend für die Nutzung ist allerdings die Tatsache, dass Geothermieanlagen nur bei entsprechenden Verhältnissen des geologischen Untergrundes installiert werden können.44 Aufgrund des benötigten finanziellen Aufwandes besteht die wichtigste Aufgabe im Bereich der Geothermie zukünftig in einer weiteren Senkung der hohen Investitionskosten.45

Solarenergie

Als größte Energiequelle liefert die Sonne die meiste Energie. Die Ursprünge der Solartechnik reichen dabei lange zurück. So entdeckte der Franzose Alexandre-Edmond Becquerel im Jahre 1839 den Photoeffekt; er hatte in ein mit Säure gefülltes Gefäß zwei Elektroden getaucht und immer, wenn er den Deckel abhob und Licht eindringen konnte, floss Strom.46

Bei der Solarenergie muss zwischen der Wärmenutzung (Solarthermie) und der Stromerzeugung (Photovoltaik) unterschieden werden. Es ist festzustellen, dass die Entwicklung und Verbreitung von Solarthermie wesentlich weiter fortgeschritten ist als bei der Photovoltaik.47 Allerdings kann eine Photovoltaik-Anlage besser in bestehende Bauwerksstrukturen integriert werden, wohingegen solarthermische Kraftwerke viel mehr Platz benötigen.48 Gerade in diesem Bereich steckt aber nach wie vor ein enormes Potential: Die Photovoltaik ist aufgrund hoher Kosten nach wie vor nicht wettbewerbsfähig (auch wenn die Kosten in den letzten 20 Jahren bereits deutlich gesunken sind);49 außerdem sind weiterhin gezielte Verbesserungen in der Effizienz von Solarzellen erforderlich. Solarkollektoren werden mithilfe von Silicium hergestellt. Dieses Halbmetall kann zwar künstlich erzeugt werden, ist in seinem natürlichen Vorkommen hingegen nur begrenzt verfügbar. An dieser Stelle zeigt sich, dass die Nutzung der Sonnenenergie umstritten ist, da zur Herstellung der Nutzungsvoraussetzungen bis dato noch endliche Ressourcen verbraucht werden müssen.50 Nach wie vor ist die Installation von Solaranlagen mit hohen Kosten verbunden. Fortschritte können erst dann erreicht werden, wenn zuverlässige politische Rahmenbedingungen geschaffen werden, die der Photovoltaik-Industrie eine gewisse Rentabilität ihrer Investitionen ermöglichen.51

Windkraft

Eine weitere erneuerbare Energiequelle stellt die Kraft des Windes dar. Mittels Windflügelrädern kann die kinetische Energie des Windes teilweise in mechanische Rotationsenergie umgewandelt werden. Dies wird vom Menschen bereits seit etwa 2.000 Jahren genutzt. So waren Mitte des 18. Jahrhunderts in Europa ca. 200.000 Windmühlen in Betrieb. Heute können mit einer sehr ausgereiften Technik der Windenergieverwandlung Wirkungsgrade von bis zu 50 Prozent erreicht werden, da es nach wie vor physikalisch nicht möglich ist, die gesamte Windenergie technisch zu nutzen.52 Außerdem kann die produzierte Energie je nach Windstärke innerhalb einer Bandbreite von 30 Prozent variieren. Daher ist es empfehlenswert, die Windkraft in Kombination mit einer anderen regenerativen Energiequelle (bspw. der Sonnenenergie) zu nutzen. Windkraftanlagen können entweder als Einzelanlagen oder in Form von Windparks in das öffentliche Netz der Versorgung eingebunden werden.53 Bei der Aufstellung ist ferner zwischen sog. Onshore- (Festlandstandort der Windkraftanlage) und Offshore- Anlagen (Windkraftanlagen vor der Küste) zu unterscheiden. Im Offshore-Bereich sind erheblich höhere Investitions- und Betriebskosten anzusetzen als bei der Onshore-Nutzung. Dies liegt darin begründet, dass Offshore-Anlagen zusätzlich mit einem wirksamen Schutz gegen Korrosion und schädliche Ablagerungen versehen werden müssen.54 Bei einem weiter anhaltenden rapiden Ausbau der Windenergie weltweit wird diese Schätzungen zufolge die Wasserkraft bis 2020 als dominierende erneuerbare Energiequelle überholt haben.55

2.2.2. Notwendigkeit des Ausbaus erneuerbarer Energien

Es existieren verschiedene Gründe, die für einen weiteren Ausbau erneuerbarer Energien sprechen. Im Folgenden sollen einige davon angeführt werden, um die Relevanz anderer Energieformen zu erläutern.

Die beiden Ölpreisschocks in den siebziger Jahren führten den Industrienationen erstmals vor Augen, wie abhängig ihr Energiesystem von externen Faktoren ist. Um anhand einer gemeinsamen Strategie der Begrenzung der Fördermengen über Länderquoten den Ölpreis zu erhöhen, hatten sich die größten Ölförderländer zu einem Kartell (namentlich OPEC) zusammengeschlossen. Praktisch über Nacht wurden daraufhin die Industriestaaten von einer massiven Verteuerung der Ölpreise überrascht.56 Die Krisen markierten dabei gleichzeitig einen tief greifenden Wandel in der Energiepolitik einzelner Staaten,57 wie in den folgenden Kapiteln noch aufgezeigt wird.

Gleichzeitig hat sich der Weltenergiebedarf in den letzten 3 Jahrzehnten verdoppelt. Der Weltenergierat erwartet bis 2020 noch einmal eine Steigerung der globalen Energienachfrage um mindestens 40 Prozent.58 Der steigende Energiebedarf ging dabei einher mit einer massiven Preissteigerung. So sind die Preise für Heizöl im Stromsektor zwischen 1995 und 2005 um 140 Prozent von rund 2 €/GigaJoule auf ca. 5,7 €/GigaJoule gestiegen (1 GigaJoule entsprechen dabei rund 280 kWh). Gleichzeitig hat sich der industrielle Erdgaspreis um 84 Prozent erhöht.59 Aufgrund dieser Entwicklungen und des abnehmenden Bestandes an fossilen Energien erscheint es ratsam, verstärkt nach Alternativen zu suchen, um dem weiterhin bestehenden Energiebedarf begegnen zu können. Schon an dieser Stelle wird deutlich, welchen Herausforderungen sowohl globale Institutionen, aber auch die einzelnen Nationalstaaten bereits heute und auch in den nächsten Jahren begegnen müssen. Die Europäische Kommission hat an dieser Stelle bereits reagiert. Mit der Richtlinie 2001/77/EG wurden die Mitgliedstaaten der EU aufgefordert, geeignete Instrumente einzusetzen, um die vorab festgelegten nationalen Zielvorgaben zum Ausbau erneuerbarer Energien zu erreichen.60

Die Energieversorgung basierte i.A. bisher vorwiegend auf der Nutzung von Kohle-, Erdöl-, Erdgas- und Uranvorkommen, die nach wie vor den größten Anteil am Weltenergieverbrauch darstellen.61 Hauptsächlich wegen der reichlichen Verfügbarkeit dieser fossilen Energieträger hat sich im Verlauf des letzten Jahrhunderts der Energiebedarf in verschiedenen Ländern schnell erhöhen können.62 Daher sind die Zuwachsraten bei fossilen Energien nach wie vor deutlich größer als bei den erneuerbaren.63

Regenerative Energien können in diesem Zusammenhang auch dazu beitragen, den CO2-Ausstoß zu vermindern. Deren Beitrag hängt dabei von der Menge der substituierten konventionellen Energie auf Grundlage des betrachteten Energieträger-Mixes ab.64 Diese Feststellung gewinnt dadurch an Bedeutung, dass an vielen Stellen mittlerweile erneuerbare Energien im Einsatz sind, diese aber dann erst mithilfe fossiler Energien nutzbar gemacht werden können. Auf diese Problematik wird im Laufe dieser Arbeit noch einmal detaillierter eingegangen.

Auch wenn der Ausbau regenerativer Energieträger primär die Schonung endlicher Ressourcen und die Prävention globaler Klimaveränderungen zum Ziel hat, gewinnen auch beschäftigungspolitische Konsequenzen gerade in der letzten Zeit zunehmend an Bedeutung.65 Die Verbreitung erneuerbarer Energien kann demnach auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen führen. Von einer Neuschaffung kann allerdings nur gesprochen werden, solange tatsächlich importierte Energie verdrängt wird und erneuerbare Energien teurer sind als konventionelle.66 Es ist also nicht nur wichtig, wie viele Arbeitsplätze der Sektor erneuerbare Energien selbst schafft, sondern auch, wie viele Arbeitsplätze aus anderen Bereichen erhalten werden können (so ist die Windkraftbranche für die Stahlindustrie längst zu einem wichtigen Absatzmarkt geworden).67

Das Setzen auf erneuerbare Energien zielt darauf ab, dass diese für möglichst alle Ziele der Energiepolitik einen positiven Beitrag leisten.68 Ein weiterer Ausbau erneuerbarer Energien kann jedoch nur dann geschehen, wenn auf der einen Seite die Energieeffizienz verbessert und damit die Steigerung der Nachfrage gedämmt wird und wenn auf der anderen Seite die einzelnen Länder erneuerbaren Energien mehr Priorität einräumen.69 Gleichzeitig muss der Einsatz erneuerbarer Energien mit maximaler Effizienz einhergehen, da ein nachhaltiges Energiewirtschaften den grenzenlosen Einsatz auch regenerativer Ressourcen verbietet.70 Ein weiterer positiver Aspekt ist darin zu sehen, dass der notwendige dezentrale Ausbau erneuerbarer Energien eine breite Streuung von Kapital und Marktmacht mit sich bringt und damit manche bestehende Monopole aufgebrochen werden können.71

Motive wie die der volkswirtschaftlichen Effizienz, der politischen Unabhängigkeit sowie der Friedenssicherung sprechen alle für einen weiteren Ausbau regenerativer Energien.72 Der Bereich der Sicherheitspolitik gewinnt im Zuge knapper werdender fossiler Energieressourcen noch einmal mehr an Brisanz. Durch die Belastungen des Klimawandels, die Endlichkeit der fossilen Energieträger, einhergehend mit einer weltweit wachsenden Energienachfrage und anhaltend hohen Preisen für Öl und Gas ist in vielen Länder eine zunehmend prekäre Abhängigkeit und Unsicherheit für Verbraucher und Wirtschaft entstanden.73 Erst in den siebziger Jahren, wiederum als Folge der Ölkrisen, kam eine breite globale Debatte über die Erschöpfbarkeit der modernen Antriebsstoffe in Gang.74

Als ein weiterer Punkt sei an dieser Stelle die energetische Amortisationszeit angeführt, also der Zeit, die ein Energiesystem benötigt, um die Energie bereit zu stellen, die zur Herstellung, zum Betrieb und zur Entsorgung benötigt wurde. Für fossil betriebene Kraftwerke ist diese Zeit unendlich, da immer mehr Energie hineingesteckt werden muss, als tatsächlich später produziert wird. Wasser-, Wind- und solarthermische Anlagen hingegen haben eine Amortisationszeit (bezogen auf die Herstellungsenergie) zwischen drei und dreizehn Monaten.75 Erneuerbare Energien bieten ökonomisch gesehen zusätzlich den Vorteil, dass die anfallenden variablen Kosten aufgrund der Unabhängigkeit vom Weltmarkt im Vergleich zu den Kosten bei fossilen Energieträgern weniger Schwankungen unterlegen sind.76

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass erneuerbare Energien nicht die kostengünstigste Lösung zur Vermeidung von Treibhausgasen darstellen. Energieeinsparungen und der Einsatz effizienterer Technologien sind an vielen Stellen Alternativen, die noch wirtschaftlicher sind. Dennoch zwingt die Endlichkeit fossiler Ressourcen zu einem Umdenken und somit auch dazu, möglichst frühzeitig in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren.77 Regenerative Energien wurden bis dato eher additiv und punktuell gefördert. Dies hat zur Folge, dass eine tatsächliche Gleichstellung mit fossilen Energien bis heute noch nicht erreicht wurde.78

Es wurde deutlich, dass erneuerbare Energien bei entsprechender ökologischer Ausgestaltung zum Klimaschutz beitragen und gleichzeitig Voraussetzung für den Aufbau einer nachhaltigen nationalen als auch globalen Energieversorgung sind. Welche Rolle eine effiziente Energiepolitik dabei spielt, wird in den folgenden Kapiteln untersucht, bis schließlich auf die beiden konkreten Staatenbeispiele eingegangen wird.

2.3. Energiepolitik

Für die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft ist der Energiesektor von überragender Bedeutung; d.h. jede Forderung nach Veränderungen hat zwangsläufig auch Auswirkungen auf die wirtschaftliche und soziale Ordnung und umgekehrt. Die Bereitstellung und Nutzung von Energie stellt dabei gleichzeitig einen sehr bedeutenden Umweltfaktor dar.79 Folglich hat eine effiziente Energiepolitik langfristigen Charakter.80

Energiepolitik ist als ein komplexes System anzusehen, das von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren beeinflusst wird. Sie zählt dabei zu den zentralen Aufgaben, die jede Regierung bewältigen muss. Verschiedene sozio-ökonomische Faktoren wirken auf die Energiepolitik ein, so bspw. die Bevölkerungs- und Wirtschaftsgröße eines Landes, der nationale Energieverbrauch, die Siedlungsstruktur sowie das Wirtschaftswachstum.81 Erst durch das Miteinbeziehen sämtlicher Faktoren kann eine adäquate Ausrichtung der Energiepolitik erreicht werden. Nationale Energiepolitik muss dabei den Spagat zwischen Regulierung, Deregulierung und Laisser-faire finden und gleichzeitig die Vorgaben der europäischen Ebene implementieren.82 Dabei lassen sich die grundsätzlichen Aufgaben von Energiepolitik anhand eines Zieldreiecks beschreiben: Eckpunkte sind Versorgungssicherheit, Umwelt- und Klimaverträglichkeit sowie Wirtschaftlichkeit. Diese drei Ziele befinden sich grundsätzlich in einer konkurrierenden Situation, da Investitionen in Umweltaufgaben oftmals als nicht wirtschaftlich gelten. Eine weitere Aufgabe der Energiepolitik ist es daher, diese möglichst gleichwertig zu berücksichtigen und in Einklang zu bringen.

Das Ziel der Wirtschaftlichkeit wird dabei grundsätzlich dadurch gefördert, dass geeignete Rahmenbedingungen für eine funktionsfähige, wettbewerbsorientierte und effiziente Energiewirtschaft hergestellt werden; dies geschieht bspw. durch Preiskontrollen, Regulierungsbehörden oder auch Subventionen. Zur Sicherung der Energieversorgung zählen u.a. die Verhinderung von Stromausfällen sowie eine größtmögliche Unabhängigkeit von Energieimporten. Das Ziel Umweltverträglichkeit wird dann erreicht, wenn Belastungen von Umwelt und Klima durch den Energiesektor minimiert werden. Dabei wird auf staatliche Maßnahmen wie z.B. Emissionsvorschriften, Steuern oder auch die Förderung umweltfreundlicher Technologien zurückgegriffen.83 Allerdings erfordert die Gewährleistung der Versorgungssicherheit eine breite Palette politischer Initiativen und somit auch Instrumente, die besonders auf die Diversifizierung der Energiequellen ausgerichtet sind. Wichtig ist an dieser Stelle ebenfalls, den geopolitischen Kontext nicht zu vernachlässigen.84 In der Vergangenheit bestand zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes und der Entwicklung des Energieverbrauchs ein enger Zusammenhang. In den letzten Jahren ist in den Industrieländern allerdings eine Entkopplung dieser beiden Größen zu beobachten; der Energieverbrauch stieg dabei nicht mehr linear mit dem Wirtschaftswachstum, sondern weniger schnell.85 Eine der zentralen Säulen effektiver Energiepolitik stellt also auch die signifikante Erhöhung der Energieeffizienz dar.86 Folgende Tabelle fasst noch einmal die verschiedenen Zielebenen der Energiepolitik zusammen:

Tab. 1: Allgemeine Ziele der Energiepolitik 87

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im Zuge des europäischen Binnenmarktes haben energiepolitische Entscheidungen eines EU-Mitgliedstaates immer auch Auswirkungen auf die Energieversorgungssicherheit seiner Nachbarländer und der Gemeinschaft insgesamt.88 Gleichzeitig ist festzustellen, dass die Staaten der Europäischen Union unterschiedliche Strategien entwickelt haben, um die an sie gestellten Aufgaben der Energiepolitik zu lösen. Ein Beispiel hinsichtlich der beiden in dieser Arbeit gegenübergestellten Länder verdeutlicht dies: während Deutschland sich für den Ausstieg aus der Kernenergie entschieden hat, hält Frankreich weiterhin an diesem Energieträger fest.89

Die Klimaproblematik stellt den eigentlichen Engpass für die Energiepolitik dar. Durch die Verbrennung von fossilen Rohstoffen wie bspw. Kohle oder Gas wird CO2 freigesetzt, das sich in der Atmosphäre ansammelt. Dadurch verändert sich das thermo-dynamische Gleichgewicht der Erdoberfläche und gleichzeitig kommt es zu einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur auf der Erde.90 Eine umweltorientierte Energiepolitik zeichnet sich nun dadurch aus, dass als Ziel die regenerative Energieerzeugung sowie eine Bedeutungssteigerung erneuerbarer Energien im Energiemix definiert sind. Zusammen mit anderen zur Verfügung stehenden Optionen wie bspw. die Strategie einer generellen Energieeinsparung oder auch ein rationeller Energieeinsatz soll insgesamt eine klima- und ressourcenfreundlichere Energieversorgungsstruktur erreicht werden.91

Die Ölkrisen in den siebziger Jahren sind dabei als ein Beispiel dafür anzusehen, wie problematisch die Abhängigkeit eines Landes von dem Energieangebot anderer Länder sein kann. Durch den Einsatz erneuerbarer Energien erhöht sich die Sicherheit der Energieversorgung, da es sich bei diesen in erster Linie um einheimische Energieträger handelt.92 Der Bedarf an Energieimporten nimmt ab, so dass die Abhängigkeit von anderen Ländern gesenkt werde kann.93 Die Konzentration innerhalb der Energiepolitik auf den Ausbau erneuerbarer Energien kann folglich auch eine sicherheitspolitische Komponente beinhalten.

Energiepolitik sollte zudem möglichst transparent für die Verbraucher gestaltet werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass es zu einem Engagement aller Akteure kommt. Eine strategische nationale und gleichzeitig regenerative Energiepolitik ist ferner dann vorhanden, wenn eine staatliche Rahmenplanung mit konkreten Zielvorgaben vorliegt und diese gleichzeitig mit entsprechenden Maßnahmen langfristig umgesetzt werden sollen.94 An dieser Stelle ist auch zu erwähnen, dass es nicht sinnvoll erscheint, erneuerbare Energien anhand einer einheitlichen Strategie auf supranationaler Ebene auszubauen. Da die geografischen und wirtschaftlichen Bedingungen in den einzelnen Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich ausfallen, ist eine nationale differenzierte Energiepolitik vorzuziehen.95 Im folgenden Kapitel werden nun die einzelnen energiepolitischen Instrumente sowie deren erforderliche Rahmenbedingungen detailliert dargestellt.

2.4. Energiepolitische Instrumente

Gegenstand dieses Kapitels sind die möglichen Instrumente der Energiepolitik zum Ausbau erneuerbarer Energien. Bevor auf die Instrumente im Einzelnen eingegangen wird, erfolgt in diesem Kapitel zunächst eine kurze zusammen-fassende Darstellung von Definitionen und Bedingungen, die für ein energie-politisches Instrumentarium von Bedeutung sind. Bei der Vielzahl der existierenden Instrumente können im Rahmen dieser Arbeit jedoch nicht alle Maßnahmen einer detaillierten Analyse unterzogen werden. In diesem Kapitel wird deswegen auf diejenigen Instrumente eingegangen, die aus Sicht der bisher erzielten Ergebnisse als grundsätzlich praktikabel und Erfolg ver-sprechend anzusehen sind.

Die gewählte Einteilung der energiepolitischen Instrumente erfolgt dabei danach, welche Hemmnisse dem Ausbau erneuerbarer Energien im Wege stehen. Auf eine Einteilung nach Mengen- und Preisinstrumenten sowie einer Anbieter- und Nachfrageseite wird verzichtet, da diese zu einer vollständigen Analyse nicht ausreichend wäre. Die Reihenfolge der Darstellung orientiert sich an der Wirkungsweise des jeweiligen Instrumentes und des Staatseingriffes. Maßnahmen des größten Staatseingriffes werden hierbei zuerst dargestellt.

In der Praxis existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Instrumente zur Förderung regenerativer Energien. Diese sind diejenigen Hilfsmittel, die das Verhalten der Marktteilnehmer so beeinflussen sollen, dass der Einsatz erneuerbarer Energien gesteigert wird.96 Ein energiepolitisches Instrument stellt in diesem Kontext eine Methode dar, welche Hindernisse bei der Verbreitung von erneuerbaren Energien beseitigt oder zumindest eindämmt. Die weiterhin existierenden hohen Preise im Vergleich zu fossilen Energien stellen dabei bspw. nach wie vor die größte Schwierigkeit dar.97 Wie anfangs bereits erwähnt, würden teurere fossile Energien zu einer besseren Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energien führen. Daher sind beispielsweise solche energiepolitischen Instrumente zu wählen, die aus finanziellen Anreizen bestehen. Die Maßnahmen müssen dabei grundsätzlich verschiedene Ziele verfolgen. Einmal sollte die Markentwicklung stimuliert werden.

Des Weiteren muss eine ausreichende Basis für weitere Forschung und Entwicklung geschaffen werden. Schließlich müssen die Instrumente geeignet sein, die Etablierung neuer Technologien im politischen, gesellschaftlichen und im Rechtssystem zu unterstützen.98 Mit dem Einsatz von bestimmten Instrumenten ist gleichzeitig auch immer auch ein gewisser Zweck verbunden, so bspw. die Verminderung von Treibhausgasen. Die Einigung darauf ist oftmals ein schwieriger und langwieriger politischer Prozess, da es u.U. zu Zielkonflikten kommen kann. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist dabei auch die Schaffung von Arbeitsplätzen.99 Zugleich sollte ein Instrument auch bei nicht vorhersehbaren Veränderungen wie bei Änderung der makroökonomischen Rahmenbedingungen seine Wirkung nicht verlieren; wenn bspw. die Haushaltslage eines Staates angespannt ist oder eine neue Regierung andere Prioritäten setzt, sollte ein monetäres Instrument wie Subventionen nach wie vor einsetzbar sein.100

Gleichzeitig müssen die einzelnen Instrumente sowohl an den bevorzugten Adressatenkreis als auch an die zu fördernde Technologie angepasst werden, um eine größtmögliche Effizienz zu erreichen.101 Da außerdem die involvierten Akteure meist erst im Zeitverlauf lernen, kann gerade die Flexibilität von Instrumenten entscheidend sein.102 Um einen möglichst breiten Einsatz erneuerbarer Energien zu erreichen, müssen die Instrumente so ausgestaltet werden, dass möglichst einfach und transparent gestaltet sind und alle Akteure erreicht werden können.103

Aufgrund unterschiedlicher Strukturen der Marktsegmente für Strom und Wärme aber auch wegen der existierenden Vielfalt an Technologien und Systemen sowie deren verschiedene Entwicklungsstandes erscheint es prinzipiell sinnvoll, unterschiedliche Kombinationen von politischen Maßnahmen in Betracht zu ziehen.104 Im Zuge eines stärker wettbewerborientierten Energiemarktes gewinnen staatliche Instrumente, Rahmenvorgaben sowie Sanktionsmöglichkeiten zur Verwirklichung umweltpolitischer Ziele immer mehr an Bedeutung.105

In vielen Ländern, darunter auch in Deutschland und Frankreich, sind Regulierungen ein zentrales Element der Energiepolitik. Unter Regulierung sind dabei in einem weiteren Sinne alle Verhaltensbeschränkungen zur Vermeidung von Marktversagen zu verstehen.106 Ziel dabei ist zu verhindern, dass die Energienetzbetreiber ihre Markmacht auf Kosten anderer Wettbewerber auf vor-und nachgelagerte Marktstufen und schließlich zu Lasten der Verbraucher missbrauchen.

2.4.1. Rahmenbedingungen und grundsätzliche Einteilung

Instrumente können nur dann richtig wirken, wenn vorab möglichst gute Rahmenbedingungen geschaffen wurden. Im weiteren Verlauf werden daher ausschließlich diejenigen Kriterien vorgestellt, welche als notwendige Voraussetzungen für den Einsatz energiepolitischer Instrumente gelten.

Auf der einen Seite setzen politisch-institutionelle Rahmenbedingungen den Spielraum fest, in dem das energiepolitische Instrumentarium ausgestaltet werden kann. Institutionelle Maßnahmen fungieren dabei als Basis für jegliche Politikgestaltung, so dass sie als Grundlage für eine Förderpolitik von erneuerbaren Energien unerlässlich sind.107 Die Frage lautet an dieser Stelle, wie politische Rahmenbedingungen den Akteuren in der Energiewirtschaft sozusagen unter die Arme greifen und unterstützend wirken können. Marktwirtschaftliche Ordnung, Wettbewerb und Liberalisierungsmechanismen sowie der EU-weite Rechtsrahmen sind dabei wichtige Voraussetzungen für einen effizienten Einsatz energiepolitischer Instrumente.108 Auch die Tatsache, dass eine Neuorientierung im Energiesektor einer eher langfristigen Auslegung bedarf, macht klare politische Rahmenbedingungen unabdingbar für den Erfolg nicht-fossiler Energien.109

Dennoch ist festzuhalten, dass institutionelle Rahmenbedingungen zwar ein wichtiges Fundament für die Gestaltung der Energiepolitik darstellen, dennoch aber keine hinreichende Bedingung für eine erfolgreiche Politik bedeuten.110

Denn jede gesellschaftliche Änderung braucht zwar ein produktives Wechselverhältnis zwischen Anreizen auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber auch eine diese aufnehmende Gesetzgebung sowie unternehmerische Initiativen.111 Politischer Wille und eine solide finanzielle Grundlage stellen wesentliche Rahmenbedingungen für den Einsatz energiepolitischer Instrumente.

Auf der anderen Seite sind auch ökonomisch-technische Rahmenbedingungen wichtig für das Funktionieren verschiedener energiepolitischer Instrumente. Für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes sind wettbewerbsfähige Energiepreise eine wesentliche Voraussetzung. Sie werden im Wesentlichen durch die Beschaffungskosten für Energierohstoffe, Umwandlungs- und Lieferkosten sowie Energiesteuern bestimmt. Auch die Frage der Verfügbarkeit spielt dabei eine wichtige Rolle.112 Geeignete Instrumente zum Ausbau regenerativer Energien müssen daher Rahmenbedingungen schaffen, welche die Energiepreise so gestalten, dass erneuerbare Energien wirtschaftlich attraktiv sind. Dass dabei aber noch andere Einflussfaktoren eine Rolle spielen und mitunter massive Hemmnisse bei der Preisgestaltung auftreten, wird an späterer Stelle noch deutlich werden. An vielen Stellen ist ferner die Technik noch nicht so weit ausgereift, dass erneuerbare Energiequellen ihre volle Wirkungskraft entfalten können. Hier gilt es, Voraussetzungen für ein schnelles Vorantreiben der Technik zu schaffen. Im Folgenden werden nun die einzelnen Instrumente vorgestellt.

2.4.2. Monetäre Instrumente

Monetäre Instrumente stellen direkte und indirekte finanzielle Maßnahmen dar, die auf unterschiedliche Art und Weise zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energien beitragen. Das Spektrum reicht dabei von einer Internalisierung externer Effekte durch Besteuerung nicht erneuerbarer Energien über Quotenregelungen (ggf. in Verbindung mit einem Zertifikatehandel) bis hin zu einer direkten Subventionierung erneuerbarer Energien über fixe Einspeisevergütungen. Sie gehören i.A. zu den marktorientierten Instrumenten, da sie entweder einen Einfluss auf die Anbieter- oder auf die Nachfrageseite haben.113 Aus Sicht des Investors kann noch einmal eine andere Unterteilung vorgenommen werden (direkte Subvention erneuerbarer Energien); so existieren Instrumente zur Senkung der anfänglichen Investitionskosten (bspw. Investitionszuschüsse), Instrumente zur Erhöhung der zu erwartenden Einnahmen (Betriebskostenzuschüsse), Instrumente zur Verminderung des aufzubringenden Kapitals (zinsverbilligte Darlehen) sowie Instrumente zur beschleunigten steuerlichen Abschreibung.114

Die Wirkungsweisen monetärer Instrumente fallen sehr verschieden aus. Die Förderung erneuerbarer Energien in Form von bspw. vergünstigten Krediten, steuerlichen Erleichterungen sowie Investitionszuschüssen bewirkt im Normalfall eine relative Vergünstigung von Projekten aus dem Bereich regenerativer Energien gegenüber konventioneller Anlagen. Absatzgarantien und Mindesteinspeisevergütungen (bspw. im Rahmen des an späterer Stelle noch erläuterten Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG) geben noch einmal weitere wirtschaftliche Anreize und erhöhen damit die Attraktivität einer Investition in erneuerbare Energien. Die Folge auf dem Markt ist normalerweise eine erhöhte Nachfrage nach diesen Projekten. Dieser gestiegene Nachfrageeffekt sorgt dabei nicht nur in den direkt betroffenen Wirtschaftszweigen für zusätzliches Einkommen, sondern auch für entsprechende positive Beschäftigungswirkungen.115 Um eine möglichst große Effizienz von monetären Instrumenten zu gewährleisten, sollten die einzelnen Instrumente sowohl an den ausgewählten Adressatenkreis als auch an die zu fördernden Technologien angepasst werden.116

Durch den Einsatz monetärer Instrumente kann in das bestehende Preisgefüge einer Energiewirtschaft eingegriffen werden, um die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energien zu verbessern. So werden bei preisorientierten Förderinstrumenten die Kosten erneuerbarer Energien direkt reduziert bzw. es werden gesetzlich festgelegte Preise garantiert, um möglichst viele Akteure zu größeren Investitionen zu veranlassen.117 Es gilt dabei, ein dynamisches Marktwachstum so zu stimulieren, dass produktionsseitige Lerneffekte unter realen Bedingungen (ohne Subventionen), also durch ein ausreichend hohes Mengenwachstum, mobilisiert werden können. Monetären Instrumenten kommt daher die Aufgabe zu, dieses erforderliche Mengenwachstum in Gang zu setzen.118 Der Großteil der erforderlichen Investitionen muss zudem von der Privatwirtschaft getätigt werden. Daher besteht für die nationale Politik die Herausforderung darin, die richtigen Anreize zu setzen und ein positives Umfeld zu schaffen, um privaten Investoren den Zugang zu umweltverträglichen und zugleich erschwinglichen Energieversorgungen zu erleichtern.119

Ein konkretes monetäres Instrument sind z.B. Preissysteme. Es handelt sich bei diesem Instrument um eine angebotsseitige Maßnahme, da die Abnahmepflicht eine unbegrenzte Nachfrage für Energie aus erneuerbaren Energien schafft, solange die Produzenten die Förderanforderungen erfüllen und im Rahmen der festgelegten Einspeisetarife wirtschaftlich produzieren.120 Dabei wird den Produzenten regenerativen Stroms eine feste Vergütung über einen bestimmten Zeitraum gewährt. Besonders in der Startphase trägt dieses Modell durch die gesicherten Rückflüsse zur Vereinfachung der Finanzierung und damit zur Erhöhung der Sicherheit bei den Investoren bei. Das Instrument eignet sich außerdem besonders zur Markteinführung, da die mit dem Kapazitätsausbau verbundene Nachfrage gleichzeitig i.A. auch technologische Entwicklungen in Gang setzt.121 Bei Preissystemen sollen über die Setzung von Fixpreisen folglich Mengenreaktionen bewirkt werden. Erreicht der Markt in der darauf folgenden Periode ein stärkeres Wachstum, wird der Endverbraucher belastet. Eine Steuerung über den Preis zielt dabei indirekt über die Erhöhung der Verbrauchskosten auf eine Energieverbrauchminderung. Dies führt in der Praxis allerdings zu Wettbewerbsverzerrungen, da nicht die tatsächlichen Kosten wiedergegeben werden und mit Wirkungsverzögerungen zu rechnen ist.122

Im Unterschied zu Preissystemen setzen Quotensysteme auf Mengensteuerung; die Mengen werden festgesetzt und die Preise regulieren sich selbst im Marktgeschehen. Schlüsselelement bei Quotensystemen ist einmal die Konkretisierung der Quote; außerdem werden bereits vorab die Adressaten (bspw. Stromverbraucher, Netzbetreiber) festgelegt.123 Im Gegensatz zu Preisregelungssystemen können mit der Einführung von Quoten bestimmte Marktanteile gezielt angesteuert werden.124

Ausschreibungssysteme forcieren Wettbewerb unter Stromanbietern. Der Staat setzt einen Vertragspreis fest, den die Strombetreiber für grünen Strom (also aus erneuerbaren Energien) bezahlen müssen und wählt dann die Angebote aus, die diesen Preis unterbieten. Dadurch wird bspw. die Windindustrie dazu gezwungen, die Preise zu senken, so dass eine permanente Wettbewerbssituation gewährleistet ist. Nachteile dieses Verfahrens bestehen darin, dass Bewerbungen oftmals langwierig und deshalb auch kostspielig sind. Ferner wird durch das rotierende Prinzip der Ausschreibungen eine notwendige Kontinuität beim Bau von Anlagen verwehrt.125 Problematisch ist bei dieser Art von Systemen auch, dass sie Gefahr laufen, nur die wirtschaftlichste Energiequelle zu fördern, da unter Umständen alle erneuerbaren Energien miteinander im Wettbewerb stehen.126

[...]


1 Vgl. Kiersch, Gerhard/ Von Oppeln, Sabine: Kernenergiekonflikt in Frankreich und Deutschland. Berlin, WAV, 1983, S. 98f.

2 Vgl. Bohnen, Ulrich : Die französische Energiepolitik zwischen Markt und Planung, München, Oldenbourg, 1983, S. 3.

3 Vgl. Espey, Simone: Internationaler Vergleich energiepolitischer Instrumente zur Förderung von regenerativen Energien in ausgewählten Industrieländern, Bremen, Bremer Energie Institut, S. 79.

4 Vgl. Hilligweg, Gerd: „Perspektiven der Weltenergieversorgung “. In: Beck, Hans-Peter/ Brandt, Edmund/ Salander, Carsten: Handbuch Energiemanagement, Frankfurt a.M. u.a., Band 1, VWEW Energieverlag, 2007, S. 5.

5 Vgl. Espey: Internationaler Vergleich energiepolitischer Instrumente zur Förderung von regenerativen Energien in ausgewählten Industrieländern, S. 7.

6 Vgl. Buholzer, René P.: „Energiepolitik im Interessengeflecht von Nachhaltigkeit und Liberalisierung“. In: Gerhard Schneider (Hg.): Energiepolitik zwischen Nachhaltigkeit und Liberalisierung, Chur/Zürich, Rüegger; S. 39.

7 Vgl. Hennike, Peter/ Müller, Michael: Weltmacht Energie – Herausforderung für Demokratie und Wohlstand, Stuttgart, Hirzel, 22006, S. 270.

8 Vgl. Fachinformationszentrum Karlsruhe: Was ist Energie? BINE Informationsdienst, 2003, S. 4.

9 Vgl. Ewi: Studie energiewirtschaftliches Gesamtkonzept 2030, Köln, 2007, S. 46.

10 Vgl. Meadows, Donella/ Randers, Jørgen/ Meadows, Dennis: Grenzen des Wachstums – Das 30-JahreUpdate, Stuttgart, Hirzel, 22007, S. 95.

11 Vgl. Greenpeace e.V./ EU tech Energie & Management: Klimaschutz Plan B – Nationales Energiekonzept bis 2020, Berlin, 2007, S. 15.

12 Vgl. Mathis, Paul: Les énergies renouvelables ont-elles un avenir? Paris, Le Pommier, 2004, S. 9.

13 Vgl. Liébard, Alain: „Situation des énergies renouvelables en France et en Europe". In : La documentation française (Hg.) : La politique française de l´énergie, regards sur l´actualité, Nr. 318, Paris, 2006, S. 48.

14 Vgl. Nitsch, Joachim/ Fischedick, Manfred/ Allnoch, Norbert/ Baumert, Martin/ Langniß, Ole/ Nast, Michael/ Staiß, Fritjof/ Staude, Uta : Klimaschutz durch Nutzung erneuerbarer Energien. Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes, Berlin, Erich Schmidt, 2000, S. 81.

15 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft: Grenzen und Chancen einer dauerhaften und durchhaltbaren Entwicklung im Energiesektor (Kurzfassung), Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, 1998, S. 11.

16 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie/BMU: Energieversorgung für Deutschland, Statusbericht für den Energiegipfel vom 3. April 2006, Berlin, 2006, S. 1.

17 Vgl. Langniß, Ole: Governance Structures for Promoting Renewable Energy Sources, Lund University, Report No. 49, Kiel, Hansadruck, 2003, S. 31.

18 Vgl. Nitsch/ Fischedick/ Allnoch/ Baumert/ Langniß/ Nast/ Staiß/ Staude, Klimaschutz durch Nutzung erneuerbarer Energien, S. 131.

19 Vgl. Monjon, Stéphanie/ Vieillefosse, Aurélie : „L´énergie au XXIe siècle : un défi environnemental majeur.“ In: La documentation française : Développement et environnement, Cahiers français Nr. 337, Paris, 2007, S. 69.

20 Vgl. Espey: Internationaler Vergleich energiepolitischer Instrumente zur Förderung von regenerativen Energien in ausgewählten Industrieländern, S. 13ff.

21 Vgl. ebd., S. 14.

22 Vgl. Kaltschmitt, Martin/ Wiese, Andreas/ Streicher, Wolfgang: Erneuerbare Energien – Systemtechnik, Wirtschaftlichkeit, Umweltaspekte, Berlin u.a., Springer, 32003, S. 629.

23 Vgl. Pflüger, Antonio: „Erneuerbare Energien – Status und Potentiale“. In: DIW (Hg.): Die Energiepolitik zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit, Berlin, Duncker&Humblot, 2007, S. 38.

24 Vgl. Reiche, Danyel: Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien in Deutschland – Möglichkeiten und Grenzen einer Vorreiterpolitik, Frankfurt a.M., Peter Lang, 2004.S. 55.

25 Vgl. Nitsch/ Fischedick/ Allnoch/ Baumert/ Langniß/ Nast/ Staiß/ Staude, Klimaschutz durch Nutzung erneuerbarer Energien, S. 37f.

26 Vgl. Morris, Craig: Zukunftsenergien – Die Wende zum nachhaltigen Energiesystem, Hannover, Heise, 2005, S. 36.

27 Vgl. Reiche, Danyel: „Geschichte der Energie“. In: Reiche, Danyel (Hg.): Grundlagen der Energiepolitik, Frankfurt a.M., Peter Lang, 2005, S. 12.

28 Vgl. Assemblée Nationale : Rapport d´information sur la loi fixant les objectifs de développement des biocarburants et établissant le régime juridique des huiles végétales pures, Bericht Nr. 3397, 2006, S. 9.

29 Vgl. Morris, Zukunftsenergien, S. 36.

30 Vgl. Hennike/ Müller: Weltmacht Energie – Herausforderung für Demokratie und Wohlstand, S. 260.

31 Vgl. Kommission der Europäischen Gemeinschaften : Der Anteil erneuerbarer Energien in der EU, KOM(2004) 366, Brüssel, 2004, S. 11.

32 Vgl. Meadows/ Randers/ Meadows, Grenzen des Wachstums, S. 61.

33 Vgl. ETV (Hg.): „Biomasse: Euphorie mit Grenzen“. Newsletter zu energiewirtschaftlichen Tagesfragen, Nr. 5 vom 16. März 2007, S. 2.

34 Vgl. Scheer, Hermann: Energieautonomie – Eine neue Politik für erneuerbare Energien, München, Kunstmann, 2005, S. 81.

35 Vgl. Pflüger, „Erneuerbare Energien – Status und Potentiale“, S. 40.

36 Vgl. Liébard, „Situation des énergies renouvelables en France et en Europe", S. 49.

37 Vgl. Kaltschmitt/ Wiese/ Streicher, Erneuerbare Energien, S. 355.

38 Vgl. Ministère de l´Economie, des Finances et de l´Industrie : Rapport sur les perspectives de développement de la production hydroélectrique en France, Paris, 2006, S. 7ff.

39 Vgl. Mathis, Les énergies renouvelables ont-elles un avenir? S. 26.

40 Vgl. Nitsch/ Fischedick/ Allnoch/ Baumert/ Langniß/ Nast/ Staiß/ Staude, Klimaschutz durch Nutzung erneuerbarer Energien, S. 58.

41 Vgl. Heinloth, Klaus: Die Energiefrage – Bedarf und Potentiale, Nutzung, Risiken und Kosten, Braunschweig, vieweg, 1997, S. 331.

42 Vgl. Altner, Günter/ Dürr, Hans-Peter/ Michelsen, Gerd (Gruppe Energie 2010): Zukünftige Energiepolitik, Phase II, Hannover, Niedersächsische Energieagentur, 1998, S. 44.

43 Vgl. Reiche, Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien in Deutschland, S. 77.

44 Vgl. Nitsch/ Fischedick/ Allnoch/ Baumert/ Langniß/ Nast/ Staiß/ Staude, Klimaschutz durch Nutzung erneuerbarer Energien, S. 41.

45 Vgl. Fachinformationszentrum Karlsruhe: Geothermie, BINE Informationsdienst, 2004, S. 4.

46 Vgl. Cochet, Yves: Stratégie et moyens de développement de l´efficacité énergétique et des sources d´énergie renouvelables en France, Bericht an den Premierminister, Paris, 2000, S. 117.

47 Vgl. Reiche, Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien in Deutschland, S. 69f.

48 Vgl. Morris, Zukunftsenergien, S. 99.

49 Vgl. Meadows/ Randers/ Meadows, Grenzen des Wachstums, S. 97.

50 Vgl. Mathis, Les énergies renouvelables ont-elles un avenir? S. 43.

51 Vgl. Kommission der Europäischen Gemeinschaften : Der Anteil erneuerbarer Energien in der EU, S. 24.

52 Vgl. Heinloth, Klaus: Die Energiefrage – Bedarf und Potentiale, Nutzung, Risiken und Kosten, S. 289f.

53 Vgl. Kaltschmitt/ Wiese/ Streicher, Erneuerbare Energien, S. 296.

54 Vgl. ebd., S. 297.

55 Vgl. Auer, Josef: Hoffnungsträger erneuerbare Energien, Deutsche Bank Research Nr. 195, Frankfurt a.M., 2001, S. 6.

56 Vgl. Hilligweg: „Perspektiven der Weltenergieversorgung “, S. 7.

57 Vgl. Reiche, Geschichte der Energie, S. 18ff.

58 Vgl. Hilligweg: „Perspektiven der Weltenergieversorgung “, S. 2.

59 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie/BMU: Energieversorgung für Deutschland, S. 22.

60 Vgl. Europäisches Parlament/ Europäischer Rat: Richtlinie 2001/77/EG zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen im Elektrizitätsbinnenmarkt. In: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften, L 283, S. 37.

61 Vgl. Espey: Internationaler Vergleich energiepolitischer Instrumente zur Förderung von regenerativen Energien in ausgewählten Industrieländern, S. 1.

62 Vgl. Heinloth, Klaus: Die Energiefrage – Bedarf und Potentiale, Nutzung, Risiken und Kosten, S. 132.

63 Vgl. Scheer, Energieautonomie, S. 9.

64 Vgl. Nitsch/ Fischedick/ Allnoch/ Baumert/ Langniß/ Nast/ Staiß/ Staude, Klimaschutz durch Nutzung erneuerbarer Energien, S. 64.

65 Vgl. Hentrich, Steffen/ Wiemers, Jürgen/ Ragnitz, Joachim: „Beschäftigungseffekte durch den Ausbau erneuerbarer Energien“. In: Institut für Wirtschaftsforschung Halle (Hg.), Sonderheft 1/2004, Halle (Saale), 2004, S. 7.

66 Vgl. Langniß, Governance Structures for Promoting Renewable Energy Sources, S. 15.

67 Vgl. Reiche, Danyel: Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien in Deutschland – Möglichkeiten und Grenzen einer Vorreiterpolitik, Frankfurt a.M., Peter Lang, 2004, S. 211.

68 Vgl. Auer, Josef: Hoffnungsträger erneuerbare Energien, S. 3.

69 Vgl. Pflüger, Erneuerbare Energien – Status und Potentiale, S. 36.

70 Vgl. Hennike/ Müller: Weltmacht Energie – Herausforderung für Demokratie und Wohlstand, S. 174.

71 Vgl. Bogeschdorfer, Andreas: „Synergieeffekte: Erneuerbare Energien, Lebensräume und Artenschutz “. In: Solarzeitalter 2/2007, 19. Jahrgang, S. 12.

72 Vgl. Scheer, Energieautonomie, S. 30.

73 Vgl. BMU: Umwelt – Innovation – Beschäftigung; Schwerpunkte der deutschen Ratspräsidentschaft, Berlin, 2006, S. 8.

74 Vgl. Gust, Dieter: „Auswirkungen der neuen Energiepolitik in der Bundesrepublik Deutschland auf die raumplanerischen Steuerungsansätze “. In: Gust, Dieter (Hg.): Wandel der Stromversorgung und räumliche Politik, Hannover, Akademie für Raumforschung und Landesplanung, 2007, S. 218.

75 Vgl. BMU: Erneuerbare Energien – Innovationen für die Zukunft, Berlin, 2006, S. 33.

76 Vgl. DLR/ ifeu/ Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie: Ökologisch optimierter Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland. Forschungsvorhaben im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Stuttgart, Heidelberg, Wuppertal, 2004, S. 230.

77 Vgl. Espey: Internationaler Vergleich energiepolitischer Instrumente zur Förderung von regenerativen Energien in ausgewählten Industrieländern, S. 13.

78 Vgl. Nitsch/ Fischedick/ Allnoch/ Baumert/ Langniß/ Nast/ Staiß/ Staude, Klimaschutz durch Nutzung erneuerbarer Energien, S. 211.

79 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft: Grenzen und Chancen einer dauerhaften und durchhaltbaren Entwicklung im Energiesektor (Kurzfassung), S. 1.

80 Vgl. Deutsches nationales Komitee des Weltenergierates: Energie für Deutschland 2006: Anforderungen an ein konsistentes energiepolitisches Konzept, Essen, 2006, S. 11.

81 Vgl. Laumanns, Ulrich: „Determinanten der Energiepolitik“. In: Reiche, Danyel (Hg.): Grundlagen der Energiepolitik. Frankfurt a.M., Peter Lang, 2005, S. 283.

82 Vgl. Kemfert, Claudia: Ein Zehn-Punkte-Plan für eine nachhaltige Energiepolitik in Deutschland. In: Gaia Nr. 16/1 2007, Jg. 16, S. 16.

83 Vgl. Laumanns, Determinanten der Energiepolitik, S. 279.

84 Vgl. Kommission der Europäischen Gemeinschaften : Der Anteil erneuerbarer Energien in der EU, S. 8.

85 Vgl. Espey, Internationaler Vergleich energiepolitischer Instrumente zur Förderung von regenerativen Energien in ausgewählten Industrieländern, S. 20.

86 Vgl. Matthes, Felix Christian: „Klimawandel und Klimaschutz“. In. Bundeszentrale für politische Bildung (Hg.): Umweltpolitik. Informationen zur politischen Bildung Nr. 287/2005, S. 25.

87 Vgl. Espey, Internationaler Vergleich energiepolitischer Instrumente zur Förderung von regenerativen Energien in ausgewählten Industrieländern, S. 19.

88 Vgl. Kommission der Europäischen Gemeinschaften: Eine europäische Strategie für nachhaltige, wettbewerbsfähige und sichere Energie, KOM(2006) 105, Brüssel, 2006, S. 10.

89 Vgl. Steinvorth, Daniel: Deutsch-französische Energiepolitik im europäischen Kontext, In: Friedrich-Ebert-Stiftung (Hg.), Frankreich-Info Nr. 3, 2005, S. 3.

90 Vgl. Von Weizsäcker, Carl Christian: „Der teure Heiligenschein erneuerbarer Energien“. In: Zeitschrift für Internationale Politik: Energie und Klima, Nr.8, Jg. 59, Bielefeld, Bertelsmann, 2004, S. 11.

91 Vgl. Espey: Internationaler Vergleich energiepolitischer Instrumente zur Förderung von regenerativen Energien in ausgewählten Industrieländern, S. 74f.

92 Vgl. Peters, Susanne: Building up the Potential for Future Resource Conflicts: The Shortcomings of Western Response Strategies to New Energy Vulnerabilities, EUI Working Paper No. 2003/9, Badia Fiesolana, European University Insitute, 2003, S. 27.

93 Vgl. Langniß, Governance Structures for Promoting Renewable Energy Sources, S. 40.

94 Vgl. Espey, Internationaler Vergleich energiepolitischer Instrumente zur Förderung von regenerativen Energien in ausgewählten Industrieländern S. 78.

95 Vgl. EEA: Energy and environment in the European Union, Report No. 8/2006, Kopenhagen, 2006, S. 37.

96 Vgl. Espey, Internationaler Vergleich energiepolitischer Instrumente zur Förderung von regenerativen Energien in ausgewählten Industrieländern, S. 26.

97 Vgl. Langniß, Governance Structures for Promoting Renewable Energy Sources, S. 48.

98 Vgl. Nitsch/ Fischedick/ Allnoch/ Baumert/ Langniß/ Nast/ Staiß/ Staude, Klimaschutz durch Nutzung erneuerbarer Energien, S. 81.

99 Vgl. Espey, Internationaler Vergleich energiepolitischer Instrumente zur Förderung von regenerativen Energien in ausgewählten Industrieländern, S.75.

100 Vgl. ebd., S. 89.

101 Vgl. Altner/ Dürr/ Michelsen, Gerd: Zukünftige Energiepolitik, Phase II, S. 41.

102 Vgl. Jänicke, Martin/ Kunig, Philip/ Stitzel, Michael: Lern- und Arbeitsbuch Umweltpolitik, Bonn, Dietz, 1999, S. 108.

103 Vgl. Monjon/ Vieillefosse, „L´énergie au XXIe siècle : un défi environnemental majeur, S. 72.

104 Vgl. Nitsch/ Fischedick/ Allnoch/ Baumert/ Langniß/ Nast/ Staiß/ Staude, Klimaschutz durch Nutzung erneuerbarer Energien, S. 212.

105 Vgl. ebd., S. 211.

106 Vgl. Langniß, Governance Structures for Promoting Renewable Energy Sources, S. 16.

107 Vgl. Espey, Internationaler Vergleich energiepolitischer Instrumente zur Förderung von regenerativen Energien in ausgewählten Industrieländern, S. 273.

108 Vgl. ebd., S. 91.

109 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft: Grenzen und Chancen einer dauerhaften und durchhaltbaren Entwicklung im Energiesektor (Kurzfassung), S. 17.

110 Vgl. Espey, Internationaler Vergleich energiepolitischer Instrumente zur Förderung von regenerativen Energien in ausgewählten Industrieländern, S. 275.

111 Vgl. Scheer, Energieautonomie, S. 20.

112 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie/BMU: Energieversorgung für Deutschland, S. 20.

113 Vgl. Wüstenhagen, Rolf: Ökostrom – von der Nische zum Massenmarkt, Zürich, vdf, 2000, S. 271.

114 Vgl. Altner/ Dürr/ Michelsen: Zukünftige Energiepolitik, Phase II,S. 40.

115 Vgl. Hentrich/ Wiemers/ Ragnitz: „Beschäftigungseffekte durch den Ausbau erneuerbarer Energien“, S. 9.

116 Vgl. Nitsch/ Fischedick/ Allnoch/ Baumert/ Langniß/ Nast/ Staiß/ Staude, Klimaschutz durch Nutzung erneuerbarer Energien, S. 246.

117 Vgl. ebd., S. 217.

118 BMU: Leitstudie 2007 „Ausbaustrategie Erneuerbare Energien“ – Aktualisierung und Neubewertung bis zu den Jahren 2020 und 2030 mit Ausblick bis 2050, Berlin, 2007, S. 45.

119 Vgl. Kommission der Europäischen Gemeinschaften: Mobilisieren von öffentlichem und privatem Kapital für den weltweiten Zugang zu klimafreundlichen, erschwinglichen und sicheren Energiedienstleistungen: Der Globale Dachfonds für Energieeffizienz und erneuerbare Energien, KOM(2006) 583, Brüssel, 2006, S. 4.

120 Vgl. Espey, Internationaler Vergleich energiepolitischer Instrumente zur Förderung von regenerativen Energien in ausgewählten Industrieländern, S. 49ff.

121 Vgl. WBGU: Welt im Wandel: Energiewende zur Nachhaltigkeit, Berlin, 2003, S. 159.

122 Vgl. Holzer, Verena Leila: Europäische und deutsche Energiepolitik – eine volkswirtschaftliche Analyse der umweltpolitischen Instrumente, Baden-Baden, Nomos, 2007, S. 52.

123 Vgl. Auer, Josef: Hoffnungsträger erneuerbare Energien, S. 7.

124 Vgl. Nitsch/ Fischedick/ Allnoch/ Baumert/ Langniß/ Nast/ Staiß/ Staude, Klimaschutz durch Nutzung erneuerbarer Energien, S. 273.

125 Vgl. Langraf, Béatrice/ Kellner, Thiemo: „Windenergie in Europa: Was bringen Gesetzgebung und Fördermaßnahmen?“. In: Gerhard Schneider (Hg.): Energiepolitik zwischen Nachhaltigkeit und Liberalisierung, Chur/Zürich, Rüegger; S. 68.

126 Vgl. Morris, Zukunftsenergien, S. 6.

Ende der Leseprobe aus 169 Seiten

Details

Titel
Auswahl und Wirkungsweise energiepolitischer Instrumente zur Förderung erneuerbarer Energien
Untertitel
Eine vergleichende Analyse zwischen Deutschland und Frankreich
Hochschule
Universität des Saarlandes
Note
1,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
169
Katalognummer
V133629
ISBN (eBook)
9783640401123
ISBN (Buch)
9783640400751
Dateigröße
1093 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Auswahl, Wirkungsweise, Instrumente, Förderung, Energien, Eine, Analyse, Deutschland, Frankreich
Arbeit zitieren
Christine Müller (Autor), 2007, Auswahl und Wirkungsweise energiepolitischer Instrumente zur Förderung erneuerbarer Energien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133629

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