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Bilingualer Sachfachunterricht als Inhalts- und Sprachlernen

Title: Bilingualer Sachfachunterricht als Inhalts- und Sprachlernen

Term Paper , 2009 , 15 Pages , Grade: 1

Autor:in: Katharina Keil (Author)

Didactics for the subject English - Pedagogy, Literature Studies
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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Bilingualer Sachfachunterricht als Inhalts-und Sprachlernen“. Die Beziehung zwischen der Sprache und dem zu vermittelnden Inhalt stellt heute eine der Hauptherausforderungen dar. Leider wurde die Debatte von Inhalts- und Sprachlernen in Deutschland bislang kaum breiter rezipiert (vgl. Vollmer, 2008, S. 47). Deshalb ist es meinem Erachten nach sinnvoll und wichtig, sich als zukünftige Englischlehrerin mit dem Sachfach Geographie mit dem Thema grundlegend auseinanderzusetzen.
Zunächst wird ein grober Überblick über die Geschichte und den aktuellen Stand des Bilingualen Sachfachunterrichts gegeben. Anschließend wird der Begriff des bilingualen Sachfachunterrichts bzw. CLIL behandelt und versucht, verschiedene Definitionen gegenüberzustellen. Im weiteren Verlauf der Hausarbeit wird darauf eingegangen, warum Bilingualer Sachfachunterricht gelehrt wird und welche Ziele mit ihm verbunden sind. Das Hauptaugenmerk wird auf das Inhalts- und Sprachlernen gelegt. Dieses wird zwar schon vorher des Öfteren angesprochen, aber noch einmal sehr zentral behandelt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bilingualer Sachfachunterricht: Eine kurze Einführung

3. Zur Begriffsbestimmung

4. Warum Bilingualer Sachfachunterricht? Welche Ziele sind mit BSU verbunden?

5. Bilingualer Unterricht als Inhalts- und Sprachlernen

6. Schluss

7. Literaturverzeichnis

8. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Bilingualer Sachfachunterricht als Inhalts- und Sprachlernen“. Die Beziehung zwischen der Sprache und dem zu vermittelnden Inhalt stellt heute eine der Hauptherausforderungen dar. Leider wurde die Debatte von Inhalts- und Sprachlernen in Deutschland bislang kaum breiter rezipiert (vgl. Vollmer, 2008, S. 47). Deshalb ist es meinem Erachten nach sinnvoll und wichtig, sich als zukünftige Englischlehrerin mit dem Sachfach Geographie mit dem Thema grundlegend auseinanderzusetzen.

Zunächst wird ein grober Überblick über die Geschichte und den aktuellen Stand des Bilingualen Sachfachunterrichts gegeben. Anschließend wird der Begriff des bilingualen Sachfachunterrichts bzw. CLIL behandelt und versucht, verschiedene Definitionen gegenüberzustellen. Im weiteren Verlauf der Hausarbeit wird darauf eingegangen, warum Bilingualer Sachfachunterricht gelehrt wird und welche Ziele mit ihm verbunden sind. Das Hauptaugenmerk wird auf das Inhalts- und Sprachlernen gelegt. Dieses wird zwar schon vorher des Öfteren angesprochen, aber noch einmal sehr zentral behandelt.

2. Bilingualer Sachfachunterricht: Eine kurze Einführung

Bilingualer Sachfachunterricht ist derzeit in aller Munde. Aber schon seit fast 40 Jahren gibt es bilingualen Unterricht in Deutschland. Dieser geht auf den deutsch-französischen Kooperationsvertrag von 1963 zurück, der die Förderung der jeweiligen Partnersprache in Deutschland und Frankreich festlegte. Zunächst gab es nur deutsch-französische Züge, aber im Hinblick auf die fortschreitende Integration Europas wurden schon bald deutsch-englische Züge angeboten (vgl. Wildhage, Otten, 2003, S. 15). Die Entwicklung in den 70er und 80er Jahren ging relativ zögerlich vonstatten, während es ab Mitte der 90er Jahre zu einem regelrechten Boom der Etablierung von bilingualen Zügen in Deutschland kam. Bilingualer Unterricht hat Hochkonjunktur. Die Zahl der anbietenden Schulen steigt ständig. Auch in Gesamtschulen, Real- und Hauptschulen findet bilingualer Unterricht Eingang. Ein Nischendasein bildet er schon länger nicht mehr, allerdings hat er noch nicht den Status eines Regelangebotes an den Schulen erreicht (vgl. Wildhage, Otten, 2003, S. 16).

In der deutschen Variante des bilingualen Unterrichts wird der herkömmliche Fremdsprachen-unterricht fortgeführt. In den Jahrgangsstufen 5 und 6 werden jeweils 2 Stunden zusätzlich unterrichtet, um auf den Sachfachunterricht vorzubereiten. In der Regel beginnt der Bilinguale Sachfachunterricht in Klasse 7.

3. Zur Begriffsbestimmung

Doch zunächst sollte auf die Begriffsbestimmung eingegangen werden. Während in Deutschland sehr oft von „bilingualem Unterricht“ gesprochen wird, verwendet man auf der europäischen Ebene den Begriff „Content and Language Integrated Learning“ (kurz: CLIL), der die Bezugspole dieser Unterrichtsform präziser zum Ausdruck bringt (vgl. Wildhage, Otten, 2003, S. 13). An dieser Stelle muss darauf hingewiesen werden, dass der Begriff „bilingual“ dennoch nicht so klar ist, wie er auf den ersten Blick erscheint. Dies liegt unter anderem daran, dass es vielfältige Realisierungsformen gibt:

Auf organisatorischer Ebene kann zwischen bilingualen Zügen, Zweigen, Bildungsgängen, aber auch flexibleren Formen mit kürzerer Laufzeit wie Modulen oder die Arbeit an Projekten unterschieden werden (vgl. Wildhage, Otten, 2003, S. 14).

Weiterhin gibt es große Unterschiede bezüglich der angebotenen Fächer, der Sprachenwahl und den Schulformen.

Überdies verleitet der Begriff „bilingual“ auch zu der Annahme, dass im Unterricht zwei Sprachen gesprochen werden. Tatsächlich ist dies aber kaum der Fall, denn hauptsächlich wird in deutschen Klassenzimmern die Fremdsprache verwendet. Immerhin aber enthält der Begriff die angestrebte Zielkompetenz: Zweisprachigkeit.

Breidbach und Abendroth-Timmer verstehen unter dem Begriff des Bilingualen Sachfachunterrichts allgemein „die Vermehrung der Begegnung mit einer Fremdsprache und die Erschließung fremdsprachiger Handlungsfelder durch Einbeziehung einer Fremdsprache in den Unterricht nicht-fremdsprachlicher Schulfächer“ (Abendroth-Timmer, Breidbach, 2000, S. 133).

Eine akzeptable Definition von CLIL liefern auch Marsh/Langé:

„Content and language integrated learning (CLIL) is a generic term and refers to any educational situation in which an additional language and therefore not the most widely used language of the environment is used for the teaching and learning of subjects other than the language itself” (Marsh/Langé, 2000, iii).

Wolff definiert CLIL folgendermaßen:

„Compared to other content-based approaches the specific novelty of this approach is that classroom is not so much taken from everyday life or the general content of the target language culture but rather from content subjects, from academic/scientific disciplines or from the profession” (Wolff, 2007, S. 15f.).

Vom Begriff des bilingualen Sachfachunterrichts muss der immersive Sachfachunterricht abgegrenzt werden. Im reinen Immersionsunterricht wird nur die Fremdsprache benutzt, während im bilingualen Sachfachunterricht die Muttersprache eine Unterstützung darstellen soll.

Um den Fremdsprachenunterricht vom bilingual unterrichteten Fachunterricht abzugrenzen, wird vielfach von Sachfachunterricht gesprochen. Im Gegensatz zum Englischunterricht werden im Sachfach die Themen, die im Lehrplan dieses Faches vorkommen, unterrichtet, allerdings in der Fremdsprache. Wichtig ist hierbei, dass die Priorität in den Inhalten des Sachfaches liegt, nicht in der Sprache. Die Sprache oder etwaige Fehler des Schülers werden nicht oder nur positiv bewertet:

Die englischsprachige Ausdrucksfähigkeit wird „ggf. im positiven Sinne in die Beurteilung und Bewertung der englischen Sprachkompetenz im Fach Englisch einbezogen“ (Rahmenvorgaben, 1999, S. 23. In: Breidbach, Abendroth, 2000, S. 134)

Die Themen, die im bilingual unterrichteten Sachfach durchgenommen werden, leiten sich, wie bereits weiter oben erwähnt, aus dem Lehrplan des jeweiligen Sachfaches ab. Teilweise werden diese durch Handreichungen, Empfehlungen und Materialbeispiele ergänzt. In einigen Bundesländern wie dem Saarland und Rheinland-Pfalz wurden für die Sekundarstufen 1 und 2 für die bilingual unterrichteten Fächer Geschichte und Geographie Lehrplanentwürfe in enger Anlehnung an die geltenden Lehrpläne entworfen. (vgl. Finkbeiner, 2002, S. 16).

[...]

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen bilingualem Sachfachunterricht und CLIL?

Während in Deutschland meist von „bilingualem Unterricht“ gesprochen wird, nutzt man europaweit den Begriff CLIL (Content and Language Integrated Learning), der die Integration von Inhalt und Sprache präziser beschreibt.

Seit wann gibt es bilingualen Unterricht in Deutschland?

Bilingualer Unterricht existiert seit fast 40 Jahren und geht auf den deutsch-französischen Kooperationsvertrag von 1963 zurück.

Welche Ziele verfolgt der bilinguale Unterricht (BSU)?

Ziele sind die Vermehrung der Begegnung mit der Fremdsprache, die Erschließung fremdsprachiger Handlungsfelder und das Erreichen einer höheren Zielkompetenz in beiden Sprachen.

Wie unterscheidet sich BSU vom immersiven Unterricht?

Im reinen Immersionsunterricht wird ausschließlich die Fremdsprache genutzt, während im BSU die Muttersprache unterstützend eingesetzt werden kann.

Worauf liegt die Priorität im bilingualen Sachfachunterricht?

Die Priorität liegt auf den Inhalten des Sachfaches (z.B. Geographie). Sprachliche Fehler werden meist nicht oder nur positiv bewertet, solange die inhaltliche Vermittlung gelingt.

Ab welcher Jahrgangsstufe beginnt der BSU in der Regel?

In Deutschland beginnt der bilinguale Sachfachunterricht meist in Klasse 7, nachdem in den Klassen 5 und 6 vorbereitender Zusatzunterricht stattfand.

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Details

Title
Bilingualer Sachfachunterricht als Inhalts- und Sprachlernen
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für-England und Amerikastudien)
Course
Content and Language Integrated Learning (CLIL) – another way of teaching English?
Grade
1
Author
Katharina Keil (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V133663
ISBN (eBook)
9783640406180
ISBN (Book)
9783640406326
Language
German
Tags
CLIL Content and Language Integrated Learning Sprachlernen Inhaltslernen Interkulturelle Kompetenz Bilingualer Sachfachunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Keil (Author), 2009, Bilingualer Sachfachunterricht als Inhalts- und Sprachlernen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133663
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