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Der St. Veiter Eisenbahner-Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus. Spurensuche in St. Veit an der Glan

Title: Der St. Veiter Eisenbahner-Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus. Spurensuche in St. Veit an der Glan

Seminar Paper , 2019 , 24 Pages , Grade: 1

Autor:in: Katharina Moser (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Im Rahmen dieser Seminararbeit wird der Forschungsfrage "Welche Spuren des Eisenbahner-Widerstands in der Zeit des Nationalsozialismus sind in St. Veit an der Glan zu finden und wann sind diese entstanden?" nachgegangen. Dafür wird zuerst die Methode der Spurensuche dargestellt. Im nächsten Kapitel wird die Geschichte des St. Veiter Eisenbahner-Widerstands historisch wiedergegeben. Anschließend wird im theoretischen Teil auf die Phasen der Erinnerungskultur nach Heidemarie Uhl eingegangen. Der theoretische Teil wird von den Ergebnissen der Spurensuche gefolgt und anschließend werden die Feldforschungsergebnisse mit der Theorie verknüpft. Den Abschluss bildet ein Resümee und Ausblick.

Das Forschungsinteresse hinter dieser Frage ist darin begründet, dass im Zuge des Seminars „Spurensuche als Methode der Feldforschung“ ein Stadtspaziergang durch Klagenfurt am Wörthersee gemacht wurde und dabei das Denkmal vor dem Landesgericht Klagenfurt besichtigt wurde. Aufgrund der Besichtigung dieses Denkmals kam die Autorin zum ersten Mal mit der Tatsache in Berührung, dass es eine Gruppe von St. Veiter Eisenbahnern im Nationalsozialismus gab, die im Widerstand gegen den Nationalsozialismus agiert haben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Methode der Spurensuche

3. Historischer Hintergrund

4. Theoretischer Teil

4.1 Phasen der Erinnerungskultur

5. Empirischer Teil

5.1 Denkmal vor dem Landesgericht Klagenfurt

5.2 Gedenktafel am Bahnhof in St. Veit an der Glan

5.3 Denkmal am Friedhof von St. Veit an der Glan

5.4 Museum St. Veit

6. Auswertung und Forschungsergebnisse

6.1 Die erste Phase der Erinnerungskultur in St. Veit an der Glan im Kontext des St. Veiter Eisenbahner-Widerstands

6.2 Die zweite Phase der Erinnerungskultur in St. Veit an der Glan im Kontext des St. Veiter Eisenbahner-Widerstands

6.3 Die dritte Phase der Erinnerungskultur in St. Veit an der Glan im Kontext des St. Veiter Eisenbahner-Widerstands

7. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der Identifizierung und methodischen Analyse von Spuren des St. Veiter Eisenbahner-Widerstands gegen den Nationalsozialismus in St. Veit an der Glan. Ziel ist es, die physischen Gedenkorte kritisch zu betrachten, ihre zeitliche Entstehung zu kontextualisieren und sie mit den theoretischen Phasen der österreichischen Erinnerungskultur nach Heidemarie Uhl zu verknüpfen, um die Verdrängung oder Wahrnehmung dieses Widerstands zu verstehen.

  • Methodik der Spurensuche in der Feldforschung
  • Historische Aufarbeitung des St. Veiter Eisenbahner-Prozesses
  • Analyse der lokalen Erinnerungskultur anhand baulicher Spuren
  • Vergleich der Theorie nach Heidemarie Uhl mit der lokalen Praxis
  • Reflexion des Geschichtsbewusstseins und der Rolle von Gedenkorten

Auszug aus dem Buch

Die Methode der Spurensuche

Peter Gstettner zufolge ist die Spurensuche ein methodisches Instrument, bei welchem man mit individueller Erfahrung und geschichtlicher Reflexion arbeitet. Durch die Durchführung der Spurensuche wird die individuelle Lebenswelt mit der umliegenden gesellschaftlichen Geschichte zusammengeführt. Dies geschieht durch das Besuchen von geschichtlich belasteten Orten, durch Interviews mit Zeitzeuglnnen und durch Nachforschungen sowie durch die Auseinandersetzung mit anderen Biographien und mit den Perspektiven von Tätern und Opfern. Dabei wird auf eine angemessene Sprache geachtet. Das Ziel hinter dieser Methode ist es, die Erinnerung in Gang zu setzen, einen Reflexionsprozess anzuregen und „Verantwortung für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ zu übernehmen.

Gstettner plädiert dafür, dass über manche historische Abschnitte ein Mantel des Schweigens gehüllt wird und diese dadurch als Schatten über der Gesellschaft hängen. Nicht über diese tabuisierten Zeiten zu sprechen, führt zu einer Mischung aus Zorn und Schuldgefühl und bringt aber auch eine gewisse Neugierde mit sich, durch welche politisches Lernen gefördert werden kann. An diesem Punkt kann die Methode der Spurensuche eingesetzt werden und unterstützend wirken.

Die eigene Subjektivität ist in dieser Forschungsmethode gemäß Gstettner gewünscht und wird bewusst eingesetzt. Das heißt dass auch individuelle Erfahrungen, widersprüchliche Ansichten, Erschütterungen oder Ähnliches ihren Platz in der Forschung finden.

Spurensuche als Methode ist auf den Prozess ausgerichtet und auf das Erfahrungslernen angewiesen. Zu Beginn muss man sich darüber klar werden, was gesucht und gefunden werden soll. Im Forschungsprozess werden folgende methodische Leitlinien berücksichtigt:

- als ForscherIn werden alle Sinne und geduldige Übung benötigt,

- man erforscht einen Punkt nach dem anderen und gelangt dadurch in die (eigene) Vergangenheit,

- man muss eine offene Haltung einnehmen und bereit sein, neue Wege zu gehen,

- es entstehen Beziehungen zu Menschen, die mit den Spuren in Verbindung stehen,

- die eigene Spurensuche führt dazu, dass wiederum neue Spuren gelegt werden,

- Spuren die gesucht und gefunden werden sind immer kontextabhängig zu betrachten, da sie gesellschaftlich, kulturell, und individuell geprägt sind,

- der Vorgang, Spuren zu interpretieren kann nie beendet werden; er wird lediglich durch geschichtliches und kulturelles Wissen erleichtert,

- der Prozess der Spurensuche ruft Gefühle hervor, die Einfluss auf die Deutung der Geschichte haben können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Forschungsfrage und Motivation der Autorin zur Untersuchung des Widerstands der St. Veiter Eisenbahner.

2. Die Methode der Spurensuche: Beschreibung des methodischen Ansatzes nach Peter Gstettner für die Feldforschung.

3. Historischer Hintergrund: Historische Rekonstruktion der Ereignisse rund um den St. Veiter Eisenbahner-Prozess und die beteiligten Widerstandskämpfer.

4. Theoretischer Teil: Einführung in das Forschungsfeld des Gedächtnisses und die Phasen der Erinnerungskultur nach Heidemarie Uhl.

5. Empirischer Teil: Beschreibung der Feldforschung an spezifischen Orten wie Denkmälern und dem Museum St. Veit.

6. Auswertung und Forschungsergebnisse: Verknüpfung der empirischen Befunde mit den theoretischen Modellen zur Erinnerungskultur.

7. Resümee und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Reflexion der persönlichen Auseinandersetzung mit der Thematik.

Schlüsselwörter

St. Veiter Eisenbahner, Nationalsozialismus, Widerstand, Spurensuche, Erinnerungskultur, Heidemarie Uhl, Gedenkorte, Feldforschung, Landesgericht Klagenfurt, NS-Justiz, Opfer, Historische Reflexion, Stadtgeschichte, St. Veit an der Glan, Mahnmal

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Identifizierung und wissenschaftlichen Aufarbeitung sichtbarer Spuren des Widerstands von St. Veiter Eisenbahnern gegen das NS-Regime in der Stadt St. Veit an der Glan.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Arbeit verbindet methodische Feldforschung mit historischer Aufarbeitung und der Theorie der österreichischen Erinnerungskultur nach Heidemarie Uhl.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Spuren des spezifischen Widerstands heute noch existieren und wann diese im Kontext der österreichischen Erinnerungsphasen entstanden sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die „Spurensuche als Methode der Feldforschung“ nach Peter Gstettner, die das Besuchen historisch belasteter Orte mit reflexiver Aufarbeitung kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Dort werden die historischen Hintergründe des Eisenbahner-Widerstands beleuchtet sowie verschiedene Denkmäler und das Museum St. Veit als Gedächtnisorte analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Begriffe wie Widerstandskampf, Erinnerungskultur, NS-Justiz, Spurensuche und kollektives Gedächtnis stehen im Zentrum.

Wie unterscheidet sich die Erinnerung in St. Veit von der Theorie?

Während die Theorie nach Uhl von einer Verdrängungsphase zwischen 1949 und 1985 spricht, wurden in St. Veit gerade in dieser Zeit aktiv Gedenkmäler zum Widerstand errichtet.

Welche Rolle spielt das Museum St. Veit?

Es fungiert als zentraler Ort der Wissensvermittlung und hat durch das Bereitstellen neu aufgetauchter Unterlagen die historische Debatte und Rehabilitierung der Opfer maßgeblich unterstützt.

Welche Bedeutung hat das Zitat von Bertolt Brecht?

Es dient als moralischer roter Faden der Arbeit und unterstreicht die Pflicht zum Widerstand gegen Unrecht, sowohl in der NS-Zeit als auch als Inspiration für die heutige Zeit.

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Details

Title
Der St. Veiter Eisenbahner-Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus. Spurensuche in St. Veit an der Glan
College
Klagenfurt University
Grade
1
Author
Katharina Moser (Author)
Publication Year
2019
Pages
24
Catalog Number
V1336744
ISBN (PDF)
9783346844347
ISBN (Book)
9783346844354
Language
German
Tags
veiter eisenbahner-widerstand zeit nationalsozialismus spurensuche veit glan
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Moser (Author), 2019, Der St. Veiter Eisenbahner-Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus. Spurensuche in St. Veit an der Glan, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1336744
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