Im ersten Teil der Hausarbeit wird auf die Grundlagen qualitativer Forschung eingegangen und das Beschreiben in Form des Erlebensprotokolls in der qualitativen Forschung als wissenschaftliche Erhebungsmethode dargestellt und
eingeordnet.
Die qualitativen Ansätze stehen meist gegenüber den quantitativen Ansätzen im Schatten, trotzdem ist die Anwendungsmöglichkeit und Vielfalt der qualitativen Forschung in den letzten Jahren stark gewachsen. Während sich die Psychologie oftmals an den quantitativen Methoden orientiert, hat sich in der Soziologie eher die qualitative Forschung etabliert. Zudem spielen in den praxisbezogenen Fächern, wie zum Beispiel in den Pflegewissenschaften, die qualitative Forschung eine enorm große Rolle. Beide Ansätze unterscheiden sich in Hinblick auf den kompletten Prozess der Konzeption und die Durchführung eines Forschungsprojektes.
Inhaltsverzeichnis
1 Grundlagen der qualitativen Forschung und theoretische Einordnung des Erlebensprotokolls
2 Reflexion der eigenen Erlebensprotokolle im Hinblick auf wissenschaftliche Erhebungsmethoden
Anhang A: Erlebensprotokoll „Laufen beim Telefonieren“
Anhang B: Erlebensprotokoll „Fahrstuhlfahren“
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das „Beschreiben“ als wissenschaftliche Methode im Rahmen der qualitativen Forschung. Dabei steht insbesondere die Anwendung des Erlebensprotokolls im Zentrum, um individuelle Alltagserfahrungen methodisch zu erfassen, zu reflektieren und als wissenschaftlich fundierte Datengrundlage nutzbar zu machen.
- Grundlagen der qualitativen Sozialforschung
- Methodik des Erlebensprotokolls nach der morphologischen Psychologie
- Vergleichende Reflexion eigener Erlebensprotokolle
- Wissenschaftlichkeit von Alltagsbeschreibungen
- Entwicklung und Vertiefung subjektiver Ausdrucksformen in Forschungsprozessen
Auszug aus dem Buch
1 Grundlagen der qualitativen Forschung und theoretische Einordnung des Erlebensprotokolls
Im ersten Teil der Hausarbeit wird auf die Grundlagen qualitativer Forschung eingegangen und das Beschreiben in Form des Erlebensprotokolls in der qualitativen Forschung als wissenschaftliche Erhebungsmethode dargestellt und eingeordnet.
Die qualitativen Ansätze stehen meist gegenüber den quantitativen Ansätzen im Schatten, trotzdem ist die Anwendungsmöglichkeit und Vielfalt der qualitativen Forschung in den letzten Jahren stark gewachsen. Während sich die Psychologie oftmals an den quantitativen Methoden orientiert, hat sich in der Soziologie eher die qualitative Forschung etabliert (Wichmann, 2017). Zudem spielen in den praxisbezogenen Fächern, wie zum Beispiel in den Pflegewissenschaften, die qualitative Forschung eine enorm große Rolle. Beide Ansätze unterscheiden sich in Hinblick auf den kompletten Prozess der Konzeption und die Durchführung eines Forschungsprojektes.
Nichtsdestotrotz basieren beide auf grundlegend verschiedene Denkweisen und Menschenbildern, verfolgen unterschiedliche Ziele und sind an verschiedenen Fragestellungen interessiert. Insgesamt sind qualitative Ansätze im Vergleich zu quantitativen Ansätzen, breiter gestreut und weisen zum Teil sehr unterschiedliche Theorien hinter den vielfältigen Methoden auf.
Methoden der qualitativen Forschung wären zum Beispiel Tiefeninterviews, Gruppendiskussionen und Erlebensprotokolle, wobei in jedem dieser Verfahren das umfassende und anschauliche Beschreiben als Methode genutzt wird.
Auch die Alltagsnähe ist enorm wichtig, denn in der qualitativen Forschung werden Alltagserfahrungen nicht als Störung wahrgenommen, sondern sind Voraussetzung und Förderung für die wissenschaftliche Forschung. Hier besteht ein Zusammenhang zwischen dem Seelischen und den wissenschaftlichen Methoden. Die Forschung wird hier als Entwicklungs-Werk angesehen, denn „[…] Fragen, Antworten, Erklärungen und Begriffe werden in einem zusammenhängenden Gestaltungsprozess herausgebildet“ (Pohl, 2020).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Grundlagen der qualitativen Forschung und theoretische Einordnung des Erlebensprotokolls: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Grundlagen der qualitativen Forschung und stellt das Erlebensprotokoll als ein zentrales Instrument der morphologischen Psychologie vor.
2 Reflexion der eigenen Erlebensprotokolle im Hinblick auf wissenschaftliche Erhebungsmethoden: Hier werden zwei selbst verfasste Erlebensprotokolle verglichen, um die persönliche methodische Entwicklung und die wissenschaftliche Eignung dieser Form der Selbstbeobachtung kritisch zu analysieren.
Schlüsselwörter
Qualitative Forschung, Erlebensprotokoll, Morphologische Psychologie, Wissenschaftliche Methode, Subjektivität, Alltagserfahrung, Selbstreflexion, Phänomenologie, Datengewinnung, Forschungsgegenstand, Tiefenpsychologie, Assoziation, Erlebnis, Empfinden, Objektivität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem „Beschreiben“ als wissenschaftliche Erhebungsmethode und der theoretischen Einordnung des Erlebensprotokolls innerhalb der qualitativen Forschung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die qualitative Methodik, die Anwendung morphologischer Ansätze in der Psychologie, der Stellenwert von Alltagserfahrungen in der Forschung sowie die Reflexion subjektiver Erlebensprotokolle.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das subjektive Beschreiben von Alltagssituationen in Form eines Erlebensprotokolls als valide wissenschaftliche Methode genutzt werden kann, um komplexe menschliche Phänomene zu verstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Methode des Erlebensprotokolls verwendet, welche auf der morphologischen Psychologie basiert und freie Assoziationen sowie die detaillierte Beschreibung des Umgangs mit einem Gegenstand in den Fokus rückt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die qualitative Forschung sowie eine praktische Reflexion und Analyse zweier spezifischer Erlebensprotokolle der Autorin.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie qualitative Forschung, Erlebensprotokoll, morphologische Psychologie, Subjektivität und wissenschaftliche Erhebungsmethode charakterisieren.
Warum spielt die Länge der Protokolle eine Rolle für die Wissenschaftlichkeit?
Die Länge dient hier als Indikator für die Tiefe der Auseinandersetzung; ein längeres Protokoll ermöglicht eine detailliertere und weniger oberflächliche Darstellung der eigenen Gedanken und Gefühle.
Wie unterscheidet sich die Arbeit von quantitativen Ansätzen?
Im Gegensatz zu quantitativen Ansätzen, die auf standardisierte Zahlendaten und Hypothesenprüfung ausgerichtet sind, zielt diese qualitative Arbeit darauf ab, Lebenswelten aus der Sicht des handelnden Menschen in ihrer Ganzheit zu erfassen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Qualitative Forschung. Beschreiben als wissenschaftliche Methode, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1337148