Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Gesundheit - Ernährungswissenschaft

Das metabolische Phänomen "Metabolically Healthy Obesity". Betrachtung des gesunden Übergewichts

Titel: Das metabolische Phänomen "Metabolically Healthy Obesity". Betrachtung des gesunden Übergewichts

Bachelorarbeit , 2015 , 51 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Max Junk (Autor:in)

Gesundheit - Ernährungswissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der Arbeit ist es, mittels einer umfangreichen wissenschaftlichen Literaturrecherche das gegenwärtige wissenschaftliche Verständnis des Begriffs "Metabolically Healthy Obesity" darzustellen. Darüber hinaus soll aufgezeigt werden, welche physiologischen Gegebenheiten eine Erklärung für das Phänomen liefern, dass Übergewicht und Adipositas nicht zwangsläufig mit einer Entgleisung im Stoffwechsel verbunden sein müssen, und was Menschen mit "gesundem Übergewicht" von jenen mit "krankem" Übergewicht unterscheidet. Abschließend soll weiterhin eine Aussage über die langfristige Gesundheitsprognose der sogenannten gesunden Übergewichtigen getroffen werden.

Mangelnde körperliche Aktivität im Alltag bei gleichzeitiger Fehl- und Überernährung ist seit Jahren ein weltweit wachsendes Phänomen⁠. Aktuelle Kennzahlen zeigen, dass in Deutschland derzeit mehr übergewichtige als normalgewichtige Menschen leben⁠. Weltweit betrachtet liegen, trotz allgegenwärtiger Hungerkrisen in den Entwicklungsländern, schätzungsweise über ein Drittel der Weltbevölkerung im übergewichtigen Bereich⁠. Übergewicht gilt seit langem als ein bedeutsamer Risikofaktor für gesundheitliche Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes mellitus und kardiovakuläre Erkrankungen, welche letztlich mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko einhergehen. Gleichzeitig gibt es allerdings seit einigen Jahren zunehmend auch Hinweise darauf, dass Menschen trotz vorhandenem Übergewicht oder vorhandener Adipositas metabolisch gesund sein können. Dieses "Phänomen" wird als sogenannte "Metabolically Healthy Obesity" beziehungsweise "Metabollicaly Healthy Overweight" (im Weiteren in beiden Fällen als MHO bezeichnet) betitelt. Demnach zeigen je nach Studiendesign zwischen 6% bis hin zu 75% - durchschnittlich jedoch bis zu 30% der in vorliegenden Studien untersuchten Adipösen keine metabolischen Auffälligkeiten mit entsprechenden Risiken für das Entstehen eines Typ-2-Diabetes mellitus und kardiovaskulären Erkrankungen⁠. Während sich der wissenschaftliche Diskurs teilweise noch um die grundsätzliche Existenzfrage des Konzeptes MHO dreht und um eine exakte Abgrenzung und Definition bemüht ist, findet die "Metabollicaly Healthy Obesity" auch immer wieder Eingang in populäre Massenmedien. Schwierig bei dieser Form der Berichterstattung ist allerdings oft die Tatsache, dass die Artikel durch Verweise auf bestimmte Studien wie beispielsweise die Untersuchung von Flegal et al. unter gewissen Umständen als "gesund dank Übergewicht" verstanden werden können.

Vor diesen aktuellen Hintergründen soll das Thema "Metabolisch gesundes Übergewicht" im Rahmen dieser Arbeit - speziell im Hinblick auf den Aspekt "gesund trotz Übergewicht"- genauer untersucht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG

2 ZIELSETZUNG

3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND

3.1 Physiologische Bedeutung des Fettgewebes

3.2 Definition und Diagnose von Übergewicht/ Adipositas

3.3 Prävalenz von Übergewicht/Adipositas

3.4 Ursachen von Übergewicht/Adipositas

3.5 Gesundheitliche Konsequenzen und prognostizierte Risiken von Übergewicht/ Adipositas

4 METHODIK

5 ERGEBNISSE

5.1 Definition „Metabolically Healthy Obesity“

5.2 Physiologische Gegebenheiten bei „gesundem Übergewicht“/„gesunder Adipositas“

5.3 Unterschiede zwischen metabolisch gesunden und kranken Übergewichtigen/ Adipösen

5.4 Gesundheitliche Langzeitprognose bei „gesundem“ Übergewicht/ gesunder Adipositas

6 DISKUSSION

6.1 Kritische Betrachtung der eigenen Vorgehensweise

6.2 Kritische Betrachtung der Ergebnisse

6.3 Interpretation der Ergebnisse

6.4 Offene Forschungsfragen

7 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, mittels einer umfassenden wissenschaftlichen Literaturrecherche das aktuelle wissenschaftliche Verständnis des Begriffs „Metabolically Healthy Obesity“ (MHO) darzustellen und physiologische Erklärungen für das Phänomen zu finden, bei dem Übergewicht nicht zwingend mit einer Stoffwechselentgleisung einhergeht.

  • Physiologische Grundlagen und Bedeutung des Fettgewebes als Organ.
  • Differenziertes Verständnis von Übergewicht und Adipositas inkl. Diagnosekriterien.
  • Analyse physiologischer Unterschiede zwischen metabolisch gesunden (MHO) und kranken (MUO) Adipösen.
  • Bewertung der langfristigen Gesundheitsprognose von Personen mit metabolisch gesundem Übergewicht.
  • Kritische Diskussion der globalen Studienlage und aktueller Forschungsdefizite.

Auszug aus dem Buch

3.1 Physiologische Bedeutung des Fettgewebes

Fettgewebe entwickelte sich als evolutionäre Antwort auf die Unabhängigkeit von konstanter Nahrungsaufnahme – es handelt sich um hoch spezialisiertes Gewebe, dessen Hauptaufgabe es ist überschüssige Nahrungsenergie in Form von Triglyzeriden zu speichern (Lipogenese) und bei Energiebedarf seitens des Organismus zur Energiebereitstellung wieder freizusetzen (Lipolyse). Lipolyse und Lipogenese fungieren daher auch als der wichtigste Puffer für den Fettsäuregehalt im Blut. Weißes Fettgewebe beinhaltet nur eine große Fettvakuole innerhalb der jeweils von kollagenen Gewebe zusammengehaltenen Fettzellen (Adipozyten) und wird daher auch als univakuläres Fettgewebe bezeichnet.

Die Anlage von Fettdepots beginnt bei Wirbeltieren bereits im Uterus. (Weißes) Fettgewebe besteht zu 90% aus reifen Adipozyten, die restlichen 10% setzen sich aus Bindegewebe (Faszien), Blutgefäßen, Nerven(-enden) und Fettvorläuferzellen (Steatoblasten) zusammen. Die Anzahl an Adipozyten beim Menschen nimmt während des Wachstums bis zum genetisch festgelegten individuellen Maximum im 20. Lebensjahr zu und bleibt anschließend weitestgehend konstant. Wenngleich auch die Fettvorläuferzellen (Steatoblasten) generell über die Fähigkeit des Mengenwachstums (Hyperblasie) verfügen, geschieht eine Fettgewebsvermehrung primär durch Dickenwachstum (Hypertrophie) der Adipozyten.

Sobald die Hypertrophiekapazität der Adipozyten zum Beispiel durch eine fortgeschrittene Adipositas erschöpft ist beginnt der Organismus auch zunehmend Fett in anderen Organen und Gewebearten wie der Muskulatur, der Leber oder dem Herzen einzulagern. Neben der Speicherung und Freisetzung von Nahrungsenergie übernimmt das Fettgewebe weiterhin die Funktion einer Wärmeisolierung des Körperinneren, sowie der Polsterung und Stabilisierung von Organen. Man spricht hier auch von „Baufett“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in das Phänomen des metabolisch gesunden Übergewichts vor dem Hintergrund weltweit steigender Adipositasraten.

2 ZIELSETZUNG: Definition der Forschungsziele bezüglich der physiologischen Grundlagen und der Langzeitprognose bei MHO.

3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Detaillierte Betrachtung der Funktion des Fettgewebes, Diagnosekriterien für Adipositas sowie Ursachen und Risiken.

4 METHODIK: Darstellung des gewählten narrativen Review-Ansatzes zur Analyse der aktuellen wissenschaftlichen Studienlage.

5 ERGEBNISSE: Zusammenstellung und Vergleich verschiedener Kriterien für die MHO-Definition sowie Analyse physiologischer Studienbefunde.

6 DISKUSSION: Kritische Auseinandersetzung mit der Studienlage, den Grenzen der Definitionen und der Signifikanz der vorliegenden Ergebnisse.

7 ZUSAMMENFASSUNG: Abschließende Synthese der Erkenntnisse über MHO und Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Metabolically Healthy Obesity, MHO, Metabolisch gesundes Übergewicht, Adipositas, Fettgewebe, Adipozyten, Insulinresistenz, Stoffwechsel, Viszeralfett, Stoffwechselentgleisung, Metabolisch ungünstige Adipositas, MUO, Prävalenz, Langzeitprognose, Physiologische Gegebenheiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Phänomen, dass Menschen trotz Übergewichts oder Adipositas metabolisch gesund sein können, also keine klassischen Begleiterkrankungen aufweisen.

Was sind die zentralen Themenfelder dieser Publikation?

Die Themen umfassen die physiologische Funktion des Fettgewebes, die aktuelle Definition von MHO, die Unterschiede zu stoffwechsel-kranken Adipösen und die langfristige gesundheitliche Entwicklung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, das aktuelle wissenschaftliche Verständnis von MHO zu bündeln und aufzuzeigen, warum manche Individuen trotz erhöhter Fettmasse keine Stoffwechselstörungen entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Erstellung gewählt?

Die Autorin oder der Autor nutzt die Methode eines narrativen Reviews, um eine breite Übersicht über den aktuellen Forschungsstand zu geben und verschiedene Studien miteinander in Beziehung zu setzen.

Was wird im umfangreichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Fettgewebes, die Darstellung und den Vergleich verschiedener MHO-Definitionskriterien der Fachwelt sowie die Analyse spezifischer Studienergebnisse zu physiologischen Parametern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die inhaltliche Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Metabolically Healthy Obesity (MHO), Adipozyten, Insulinresistenz, Viszeralfett und metabolisch ungünstige Adipositas (MUO).

Was ist ein wesentliches Ergebnis bei der Betrachtung des Leberfettanteils?

Studien deuten darauf hin, dass MHO-Subjekte hinsichtlich des Leberfettanteils oft günstigere Werte aufweisen als MUO-Subjekte, was ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal der beiden Phänotypen darstellt.

Warum ist die Vergleichbarkeit existierender MHO-Studien so schwierig?

Die Schwierigkeit liegt in den sehr unterschiedlichen Definitionskriterien (z. B. BMI-Grenzwerte, Blutdruckparameter), die in verschiedenen Forschungsarbeiten genutzt werden.

Ende der Leseprobe aus 51 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das metabolische Phänomen "Metabolically Healthy Obesity". Betrachtung des gesunden Übergewichts
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
2,0
Autor
Max Junk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
51
Katalognummer
V1337383
ISBN (PDF)
9783346845429
ISBN (Buch)
9783346845436
Sprache
Deutsch
Schlagworte
MHO Übergewicht gesundes Übergewicht BMI Adipositas
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Max Junk (Autor:in), 2015, Das metabolische Phänomen "Metabolically Healthy Obesity". Betrachtung des gesunden Übergewichts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1337383
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  51  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum