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Das Kino des unzuverlässigen Erzählens. Analyse der Filme "The Game" und "Fight Club" von David Fincher

Title: Das Kino des unzuverlässigen Erzählens. Analyse der Filme "The Game" und "Fight Club" von David Fincher

Term Paper , 2012 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christof Schwab (Author)

Film Science
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Summary Excerpt Details

Die Technik des Unzuverlässigen Erzählens erfreut sich zunehmend größerer Beliebtheit in Filmen, Büchern und Computerspielen. Im Kino gilt dabei folgende Definition: Der Film beinhaltet Szenen, die etwas anderes zeigen als die inhärente Wahrheit der filmischen Realität. Besonders häufig findet Unzuverlässiges Erzählen seine Anwendung in den Genres Thriller und Horror.
Die Arbeit setzt sich mit der These auseinander, dass ein Film von der ersten Szene an, einen Hinweis auf seine so geartete Auflösung beinhalten muss - da insbesondere im Kino jeder Bestandteil des Films eine Spiegelung des Gesamtwerkes ist. Gibt es entsprechende Indizien, die sich bereits zu Beginn eines unzuverlässig erzählten Films erkennen lassen? Welche Hinweise erhalten wir als Zuschauer von den Filmemachern und Filmemacherinnen auf die Erzählweise des Werkes auf das wir uns einlassen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 UNZUVERLÄSSIGES ERZÄHLEN

2.1 BEGRIFFSDEFINITION

2.2 FUNKTIONSWEISE

3 UNTERSUCHUNG DER BEISPIELFILME

3.1 Auswahlkriterien

3.2 Der Vorspann

3.2.1 Der Vorspann von THE GAME

3.2.2 Der Vorspann von FIGHT CLUB

3.3 Das erste Bild

3.3.1 Das erste Bild von THE GAME

3.3.2 Das erste Bild von FIGHT CLUB

3.4 Der Erzähler

3.4.1 Der Erzähler in FIGHT CLUB

3.5 Der Titel

3.5.1 Der Titel von THE GAME

3.6 Individuelle Indizien

3.6.1 Individuelle Indizien in FIGHT CLUB

4 VERGLEICH MIT ANDEREN FILMEN DES UNZUVERLÄSSIGEN ERZÄHLENS

5 SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des "unzuverlässigen Erzählens" im Medium Film und geht der Forschungsfrage nach, mit welchen dramaturgischen Mitteln Regisseure den Zuschauer systematisch auf Täuschung vorbereiten, ohne die Spannung zu beeinträchtigen. Im Zentrum steht dabei die Annahme, dass Filme dieser Gattung den Zuschauer keineswegs im Unklaren lassen, sondern durch subtile Indizien frühzeitig auf das Spiel mit der Wahrnehmung konditionieren.

  • Analyse filmischer Vorbereitungsstrategien in den Filmen von David Fincher.
  • Untersuchung von strukturellen Mustern wie Vorspann, Titelwahl und ersten Bildern.
  • Dekonstruktion des unzuverlässigen Erzählers als bewusste Inszenierungstechnik.
  • Vergleichende Analyse mit Werken wie RASHÔMON, INCEPTION und THE SIXTH SENSE.
  • Nachweis der These einer "unbemerkten Verlässlichkeit" als Qualitätsmerkmal dieser Erzählform.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Der Vorspann von THE GAME

Der Vorspann von David Finchers THE GAME aus dem Jahre 1997 scheint zunächst sehr simple und einfach zu sein. In weißen Buchstaben glänzt der Name des Filmstudios „POLYGRAM FILMED ENTERTAIMENT“ auf schwarzem Hintergrund6. Doch das Ganze steht nur zwei knappe Sekunde, bevor der Film uns zum ersten Mal enthüllt, dass er uns getäuscht hat. Auf dem schwarzen Hintergrund, der zunächst flach erschien, tauchen plötzlich zahlreiche Reflektionen auf. Im ersten Moment sind die weißen, länglichen Formen schwer einzuordnen und erst als sie sich mit einem deutlich hörbaren Geräusch voneinander lösen, erkennt man die Puzzleteile eindeutig. Der gesamte Bildinhalt löst sich als solches Puzzle auf, das gerade zerspringt und dessen Teile dem Zuschauer entgegen fliegen.7 Darunter ist eine zweite Texttafel – wieder weiß auf schwarzen Grund – zu sehen (diesmal der Name der Produktionsfirma PROPAGANDA FILMS). Im selben Muster wie zuvor entpuppt sich auch diese Tafel als Puzzle und legt eine dritte Schicht frei, die den Filmtitel zeigt. Ein drittes und letztes Mal wird das altbewährte Muster gezeigt – die Täuschung unserer Wahrnehmung wird deutlich, denn es handelt sich erneut um ein Puzzlespiel, das wir zu erkennen nicht im Stande waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung etabliert die Bedeutung des Set-ups als Versprechen zwischen Regisseur und Zuschauer und stellt die These auf, dass unzuverlässig erzählte Filme das Publikum durch subtile Vorbereitung nicht täuschen, sondern auf das narrative Spiel einstimmen.

2 UNZUVERLÄSSIGES ERZÄHLEN: Dieses Kapitel definiert den theoretischen Rahmen des unzuverlässigen Erzählens unter Rückgriff auf Wayne C. Booth und erläutert, wie durch das Aufbrechen von Vertrauenskonventionen die Wahrnehmung des Rezipienten gezielt manipuliert wird.

3 UNTERSUCHUNG DER BEISPIELFILME: Anhand einer detaillierten Analyse von David Finchers Werken werden spezifische filmische Indizien wie Vorspann, Bildkomposition und Erzählweise untersucht, die als "Foreshadowing" für die spätere Auflösung dienen.

4 VERGLEICH MIT ANDEREN FILMEN DES UNZUVERLÄSSIGEN ERZÄHLENS: Der Vergleich weitet den Fokus auf Filme wie RASHÔMON, INCEPTION und THE SIXTH SENSE aus, um zu zeigen, dass unterschiedliche Regisseure ähnliche Mechanismen nutzen, um den Zuschauer trotz Täuschung zufriedenstellend zu führen.

5 SCHLUSS: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und identifiziert drei zentrale Übergruppen der Vorbereitung, die den unzuverlässigen Film als präzise und konsequent erzählte Kunstform ausweisen.

Schlüsselwörter

Filmanalyse, Unzuverlässiges Erzählen, David Fincher, Foreshadowing, Drehbuchdramaturgie, THE GAME, FIGHT CLUB, INCEPTION, RASHÔMON, THE SIXTH SENSE, Narration, Zuschauerführung, Täuschung, Metanarrative, Filmtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Filme, die eine unzuverlässige Erzählweise verwenden, den Zuschauer durch dramaturgische Mittel darauf vorbereiten, dass die gezeigte Realität nicht der Wahrheit entspricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Vorbereitungsstrategien von Filmen, die Macht des Erzählers, die Bedeutung des "Set-ups" im Drehbuch sowie die Analyse spezifischer filmischer Stilelemente wie Vorspanngestaltung und Bildsprache.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu belegen, dass unzuverlässig erzählte Filme den Zuschauer nicht durch bloße Täuschung frustrieren, sondern ihn durch subtile Indizien frühzeitig "einstimmen", um am Ende zwar überrascht, aber nicht enttäuscht zu sein.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die qualitative Filmanalyse. Dabei werden die ersten 15 Minuten ausgewählter Filme (insbesondere von David Fincher) detailliert untersucht und mit anderen Genre-Klassikern verglichen, um Muster der Zuschauer-Vorbereitung offenzulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, gefolgt von einer praktischen Untersuchung der Filme "The Game" und "Fight Club", sowie einem vergleichenden Abschnitt, in dem die gewonnenen Erkenntnisse auf weitere Filme angewendet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Unzuverlässiges Erzählen", "Foreshadowing", "Metaebene" und "Filmische Täuschung" beschrieben.

Wie nutzt der Vorspann eines Films das unzuverlässige Erzählen?

Der Vorspann fungiert als subtiles Vorbereitungsinstrument. Regisseure wie Fincher nutzen hier Metaphern (z. B. Puzzles in "The Game"), die den Zuschauer unterbewusst darauf trainieren, dem Gezeigten nicht blind zu vertrauen.

Welchen Einfluss hat die Erzähler-Perspektive in "Fight Club"?

Der Erzähler in "Fight Club" stuft sich durch seine eigene Unsicherheit ("No, wait! Back up.") und die Interaktion mit dem Publikum selbst als unzuverlässig ein, was den Zuschauer dazu zwingt, die Chronologie und die verlässliche Wahrnehmung kritisch zu hinterfragen.

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Details

Title
Das Kino des unzuverlässigen Erzählens. Analyse der Filme "The Game" und "Fight Club" von David Fincher
College
Film Academy Baden-Wuerttemberg in Ludwigsburg
Grade
1,0
Author
Christof Schwab (Author)
Publication Year
2012
Pages
29
Catalog Number
V1337423
ISBN (PDF)
9783346841155
ISBN (Book)
9783346841162
Language
German
Tags
Film Unzuverlässiges Erzählen Kino Filmanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christof Schwab (Author), 2012, Das Kino des unzuverlässigen Erzählens. Analyse der Filme "The Game" und "Fight Club" von David Fincher, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1337423
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