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Didaktisierung von E. T. A. Hoffmanns "Der Sandmann"

Titel: Didaktisierung von E. T. A. Hoffmanns "Der Sandmann"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Linda Steinau (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Novelle Der Sandmann von E. T. A. Hoffmann und versucht, ihre Behandlung und Erarbeitung im Unterricht zu rechtfertigen und zu begründen. Die erste Hälfte der Arbeit bestreitet die Analyse von verschiedenen literarischen Aspekten, die es zu interpretieren gilt. Darauf folgend werden in der zweiten Hälfte diese Themen in Bezug auf die SchülerInnen beleuchtet und unter didaktischen Gesichtspunkten besprochen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I) Einleitung

II) Sachanalyse

2.1. Die Erzählperspektiven

2.2. Außenwelt versus Innenwelt: Der Dualismus zwischen der Welt des Wunderbaren und der realen Alltagswelt

2.3. Der Vater als Vorbild: ohnmächtiges Verhaltensmuster gegenüber Coppelius als Vorlage für Nathanaels Hilflosigkeit gegenüber dunklen Mächten

2.4. Clara als Vertreterin der Vernunft

2.5. Nathanaels „solipsistische Selbstverfallenheit“: Die Puppe als Projektionsfläche

2.6. Das Leitmotiv Auge – Wahrnehmungsorgan und Fenster zur Seele

III) Didaktisierung

3.1. Der Bildungsplan

3.2. Sprache

3.3. Exemplarische Bedeutung

3.4. Didaktisierung

3.5. Gegenwartsbedeutung

3.6. Zukunftsbedeutung

3.7. Lernziele

IV) Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht E. T. A. Hoffmanns Novelle "Der Sandmann" mit dem Ziel, deren Behandlung und Erarbeitung im Deutschunterricht zu rechtfertigen und didaktisch fundiert zu begründen.

  • Analyse der literarischen Aspekte der Novelle (Erzählperspektiven, Leitmotivik).
  • Untersuchung des Dualismus zwischen Realität und Wahnsinn im Werk.
  • Didaktische Einordnung unter Berücksichtigung des Bildungsplans.
  • Förderung der Sprachsensibilität und Interpretationsfähigkeit bei Schülerinnen.
  • Erörterung der Relevanz moderner Themen wie Klonen oder künstliche Intelligenz basierend auf Hoffmanns Motivik.

Auszug aus dem Buch

2.2. Außenwelt versus Innenwelt: Der Dualismus zwischen der Welt des Wunderbaren und der realen Alltagswelt

Das Erscheinen des Wetterglashändlers Coppola hat durch sein Auftreten die Erinnerung Nathanaels an den Advokaten Coppelius, die traumatisierende Figur seiner Kindheit, wieder ins Gedächtnis gerufen und ist somit Auslöser für die weitere Problematik der Novelle. Das Verdrängte dringt mit einem tiefen emotionalen Schwerpunkt zurück ins Bewusstsein und löst eine Depression aus. Diese basiert nicht auf einem reinen Phantom des Ich, sondern zeigt Nathanaels subjektive Modellierung von wahren Erlebnissen. Er stellt seine Subjektivität über die Intersubjektivität.

Coppelius steht mit Nathanaels Vater in Verbindung und kehrt daher des Öfteren bei der Familie ein. Nicht nur bei den Geschwistern hinterlässt Coppelius einen furchterregenden Eindruck, auch die Eltern treten diesem ausgeliefert und machtlos gegenüber. Die Hilflosigkeit der Eltern wird Nathanael später im Umgang mit dunklen Mächten übernehmen. Zur selben Zeit wird die Familie abends von einer Gestalt heimgesucht, bei deren Erscheinen die Kinder mit der Warnung der Mutter, der Sandmann komme, ins Bett geschickt werden. Nathanael kann sich unter der Bezeichnung des Sandmanns kein Bild machen und erkundigt sich daher bei der Amme nach der Märchengestalt. Diese beschreibt den Sandmann als einen Augendieb, der Kindern Sand in die Augen streut, um diese seinen Jungen als Nahrung zu geben. Von nun an verbindet Nathanael den Sandmann mit dem Augenmotiv, welches sich durch die ganze Novelle zieht.

Zusammenfassung der Kapitel

I) Einleitung: Diese Einleitung rechtfertigt die Bedeutung von Literaturunterricht und die Wahl der Novelle "Der Sandmann" als zentrales Werk für die schulische Identitäts- und Identifikationsarbeit.

II) Sachanalyse: Das Kapitel bietet eine tiefgehende Analyse der erzählerischen Mittel, Charaktere wie Nathanael, Clara und Coppelius/Coppola sowie der zentralen Motive wie Augen und Automatenpuppen.

2.1. Die Erzählperspektiven: Analyse der Struktur der Briefe und des Übergangs zur auktorialen und personalen Erzählweise, die Nathanaels psychische Instabilität spiegeln.

2.2. Außenwelt versus Innenwelt: Der Dualismus zwischen der Welt des Wunderbaren und der realen Alltagswelt: Untersuchung der subjektiven Verzerrung von Realität durch Nathanaels Kindheitstrauma und das damit verbundene Augenmotiv.

2.3. Der Vater als Vorbild: ohnmächtiges Verhaltensmuster gegenüber Coppelius als Vorlage für Nathanaels Hilflosigkeit gegenüber dunklen Mächten: Analyse der Vaterfigur als passives Vorbild, das Nathanaels Unfähigkeit zur Lebensbewältigung begründet.

2.4. Clara als Vertreterin der Vernunft: Darstellung von Claras Rolle als rationaler Gegenpol zu Nathanaels emotionalen Übersteigerungen und Phantasien.

2.5. Nathanaels „solipsistische Selbstverfallenheit“: Die Puppe als Projektionsfläche: Erläuterung, wie Nathanael sein eigenes Ich in die mechanische Puppe Olimpia projiziert, um Anerkennung zu erzwingen.

2.6. Das Leitmotiv Auge – Wahrnehmungsorgan und Fenster zur Seele: Untersuchung der multiplen Funktion des Augenmotivs als Symbol für Wahrnehmung, Wahnsinn und Identitätsverlust.

III) Didaktisierung: Didaktische Reflexion über die Eignung der Novelle zur Förderung von Urteilskraft und emotionaler Bildung im Rahmen des Bildungsplans.

3.1. Der Bildungsplan: Einordnung der literarischen Arbeit in das Ziel der ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung und Vermittlung von Sozialkompetenz.

3.2. Sprache: Didaktische Analyse der sprachlichen Besonderheiten wie Gedankenstriche und Wortwiederholungen zur Darstellung von Emotionen.

3.3. Exemplarische Bedeutung: Möglichkeiten, die Novelle als Zugang zur Epoche der Romantik und zur literarischen Gattungslehre zu nutzen.

3.4. Didaktisierung: Zusammenfassende didaktische Konzepte zur Vermittlung der Erzählstruktur, Symbolik und des Themas Realität versus Phantasie.

3.5. Gegenwartsbedeutung: Reflexion über die Relevanz der Novelle für heutige Schüler zur Identitätsfindung und kritischen Selbstwahrnehmung.

3.6. Zukunftsbedeutung: Diskussion zukünftiger Fragen wie der ethischen Akzeptanz von künstlichen Wesen (Automaten/Klonen) basierend auf dem Text.

3.7. Lernziele: Auflistung der zu erwerbenden Kompetenzen, von literarischem Fachwissen bis zur moralischen Charakterbildung.

IV) Schluss: Abschließendes Resümee über den Nutzen der Novelle im Unterricht und die Anregung zu weiteren fachübergreifenden Diskussionen.

Schlüsselwörter

E. T. A. Hoffmann, Der Sandmann, Novelle, Romantik, Nathanael, Augenmotiv, Olimpia, didaktische Analyse, Identitätsfindung, Wahnsinn, Realitätsverlust, Deutschunterricht, Schullektüre, Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Aufbereitung der Novelle "Der Sandmann" von E. T. A. Hoffmann für den Deutschunterricht der gymnasialen Oberstufe.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Novelle?

Im Fokus stehen das psychologische Profil Nathanaels, das Spannungsfeld zwischen Realität und Wahn, das Augenmotiv sowie die Frage nach technischer Künstlichkeit versus menschlichem Leben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Eignung der Novelle für den Unterricht zu rechtfertigen, indem sowohl ihre literarische Komplexität analysiert als auch ihr pädagogischer Mehrwert für die Schüler aufgezeigt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Textanalyse in Kombination mit didaktischen Methoden zur Unterrichtsplanung.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Sachanalyse der Novelle und einen didaktischen Teil, in dem die Einbindung in den Bildungsplan und konkrete Lernziele definiert werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind literarische Identitätsfindung, psychologische Symbolik, didaktische Novellenanalyse und das Spannungsverhältnis zwischen Subjektivität und Objektivität.

Wie interpretiert der Autor das Augenmotiv?

Das Auge wird als Leitmotiv gedeutet, das nicht nur als physisches Organ fungiert, sondern als Wahrnehmungsorgan, das Nathanaels verzerrte Sichtweise und seinen Verlust des Realitätsbezugs verdeutlicht.

Warum wird Clara als "Vertreterin der Vernunft" bezeichnet?

Clara wird als Gegenentwurf zu Nathanaels irrationalen Ängsten und Phantasiewelten dargestellt; sie verkörpert Rationalität und eine bodenständige Haltung gegenüber dem Wunderbaren.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Didaktisierung von E. T. A. Hoffmanns "Der Sandmann"
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Veranstaltung
Fachdidaktik Deutsch
Note
1,7
Autor
Linda Steinau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
24
Katalognummer
V1337441
ISBN (PDF)
9783346831248
ISBN (Buch)
9783346831255
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fachdidaktik Deutsch E.T.A. Hoffmann Der Sandmann
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Linda Steinau (Autor:in), 2011, Didaktisierung von E. T. A. Hoffmanns "Der Sandmann", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1337441
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Leseprobe aus  24  Seiten
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