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Medienökologie und Kommunikationsökologie. Einführung, Reflexion und Ausblick

Title: Medienökologie und Kommunikationsökologie. Einführung, Reflexion und Ausblick

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lilie Basel (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Um die medienökologische Perspektive zu extrahieren, werden in der folgenden Arbeit zunächst die Begriffe Medium und Ökologie in der medienökologischen Denk- und Forschungsweise verortet und mit ihren biologischen Pendants verglichen. Im nachfolgenden Teil wird die Verschmelzung der beiden – die Medienökologie – anhand ihrer essenziellen Perspektiven vorgestellt. Eine exemplarische Auseinandersetzung in Bezug auf die Verwendung der Medienökologie in der Empirie sowie Kurzeinschätzungen innerhalb der Abschnitte runden den ersten Teil ab. Der zweite Teil befasst sich – vor dem Hintergrundwissen des ersten Bereiches – mit der Entwicklung der Medienökologie in den Vereinigten Staaten und in Deutschland. Er verortet die bereits vorgestellten medienökologischen Gedanken und bietet einen Rahmen zur Kontextualisierung. Auch verwandte oder ähnliche Konzepte werden hier gebündelt angesprochen. Die Analyse wird durch eine Beurteilung der Medienökologie für die wissenschaftliche Auseinandersetzung sowie ein Fazit abgerundet.

Welche Fragen ergeben sich also für die Arbeit? Da sie keinen eigenen empirischen Anteil enthält, sollen auch keine expliziten Forschungsfragen formuliert werden. Statt dessen stelle ich Leitfragen auf, die sich durch die Arbeit ziehen und durch entsprechende Reflexionen beantwortet oder hinterfragt werden.

Was ist Medienökologie? Aus welchen Teilen besteht der Begriff? Welche Grundannahmen liegen ihm zu Grunde? Welche Ziele können mit der Medienökologie verfolgt werden? Welche Entwicklungen und Ursachen sind mit dem medienökologischen Gedanken verbunden? Welche wissenschaftlichen Disziplinen liegen ihr nahe? Welche Weiterentwicklungen oder Synonyme hat sie erfahren? Inwieweit eignet sich das Konzept für die Erforschung kommunikativ-medialer
Zusammenhänge?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fragestellungen

3 Was bedeutet „Medienökologie“?

3.1 Begriffsgrundlage

3.1.1 Medium

3.1.2 Ökologie

3.2 Zusammenführung Medienökologie

3.2.1 Allgemeine Definition(en)

3.2.2 Grundannahmen

3.2.3 Ziele der Medienökologie

3.2.4 Empirische Anknüpfungspunkte

3.3 Ursprünge der Medienökologie

3.3.1 Entwicklung der Medienökologie in den USA

3.3.2 Ausgewählte Vertreter

3.3.2 Entwicklung der Medienökologie in Deutschland

3.3.3 Weitere Konzepte

3.4 Beurteilung als wissenschaftliche Kategorie

3.4.1 Theorie oder Konzept

3.4.2 Eigene Beurteilung

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen analytischen Überblick über das Konzept der Medienökologie, indem sie dessen begriffliche Grundlagen, historische Ursprünge sowie empirische Anknüpfungspunkte beleuchtet und das Konzept kritisch als wissenschaftliche Kategorie reflektiert.

  • Grundbegriffe der Medienökologie (Medium und Ökologie)
  • Geschichte und Entwicklung in den USA und Deutschland
  • Methoden und Ansätze der ökologischen Medientheorie
  • Interdisziplinäre Einordnung und kritische Evaluation

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Medium

Um sich der Medienökologie zu nähern, ist zunächst zu klären, was „Medium“ eigentlich bedeutet. Das Wort „Medium“ kommt aus dem Lateinischen und entspricht seiner Wortbedeutung nach den Begriffen „die Mitte“, „das Mittlere“ oder auch „Zentrum“. Es beschreibt also etwas in der Mitte Liegendes, einen Mittler, ein Hilfsmittel oder einen Übertragungsgegenstand (zum Begriff Medium: vgl. Mock, 2006). Sowohl in der Alltagssprache als auch in der Theorie kann der Begriff auf Kommunikationsmittel bezogen werden (vgl. Schanze 2002, S. 197f.). Die gängige kommunikationswissenschaftliche und medientheoretische Perspektive geht vor allem von Medien als Massenmedien oder Massenkommunikationsmittel aus (vgl. u. a. Mock, 2006, S. 187). Weiterhin kann zum Beispiel zwischen materiellen Medien (Luft), kommunikativen Medien (Zeichensysteme, Bilder), technischen Medien (Hilfsmittel zur Übertragung einer Botschaft) und auch institutionellen Medien (Medienbetriebe) unterschieden werden (vgl. Bentele & Beck, 1994). Die Bezeichnung „Neue Medien“ steht im Allgemeinen für die Weiterentwicklung der Medien- und Informationstechnologien, beispielsweise eingeleitet durch elektronische Textübermittlungsmedien (Videotext) oder Satellitenübertragung (vgl. Kepplinger, 1982, zit. n. Mayer, 1984, S. 7).

Einen erweiterten Fokus auf das Medium legt die medienökologische Perspektive. Hier ist das Medium, anders als bei der rein kommunikationswissenschaftlichen Sichtweise, als Substanz (Technologie) anzusehen, in der eine Kultur wächst (vgl. MediaEcologyAssoc, 2007). Das Medium bezeichnet somit kein bloßes Werkzeug, keine eindeutige Einheit, sondern eine nährende variable Grundlage. Ihren Ursprung hat die Metapher „Medium als Nährboden“ in der biologischen Verwendung des Begriffs Medium, wie es zum Beispiel für die Untersuchung von Bakterienkulturen verwendet wird (Abb. 1). Diese Parallele zur Biologie ist eine treffende Verbildlichung und Ausgangspunkt für weitere ökologische Erörterungen (vgl. Postman, 2000).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Hausarbeit ab und erläutert die Zielsetzung, einen analytischen und mit eigenen Gedanken untermauerten Überblick über die Medienökologie zu verschaffen.

2 Fragestellungen: In diesem Kapitel werden die Leitfragen definiert, die das Erkenntnisinteresse der Arbeit bestimmen, da auf einen eigenen empirischen Teil verzichtet wird.

3 Was bedeutet „Medienökologie“?: Das umfangreichste Kapitel erarbeitet die begrifflichen Grundlagen, führt verschiedene Definitionen sowie eine Vergleichsanalyse zur biologischen Ökologie durch und ordnet die historischen Ursprünge und Vertreter ein.

4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und regt an, technische und wirtschaftliche Aspekte stärker in eine künftige naturwissenschaftlich orientierte Medientheorie zu integrieren.

Schlüsselwörter

Medienökologie, Medium, Ökologie, Kommunikationswissenschaft, Medientheorie, Medienumwelt, Technologiefolgenabschätzung, Mediendeterminismus, Neil Postman, Marshall McLuhan, Interdisziplinarität, Systemtheorie, Medienevolution, Kommunikationsökologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Medienökologie als wissenschaftlichem Konzept, das Medien nicht nur als Sender von Botschaften, sondern als lebendige, nährende Umwelten betrachtet.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die begriffliche Herleitung von Medium und Ökologie, die historische Entwicklung der Medienökologie in den USA und Deutschland sowie die Evaluation ihrer Anwendung als wissenschaftliche Kategorie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen analytischen Überblick zu geben, der sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die kritische Reflexion des medienökologischen Ansatzes innerhalb der Kommunikationswissenschaft ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung durch Literaturanalyse und vergleichende Einordnung, da sie keinen eigenen empirischen Erhebungsanteil enthält.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, die Verschmelzung der Disziplinen, die historische Einbettung durch wichtige Vertreter wie Postman und McLuhan sowie eine kritische Beurteilung des methodischen Mehrwerts des Konzepts.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Medienökologie, Systemtheorie, Medienumwelt, Interdisziplinarität und der Vergleich zwischen technischer und biologischer Ökologie.

Wie unterscheidet sich die medienökologische Perspektive vom klassischen Medienbegriff?

Klassische Forschung sieht Medien als Werkzeuge zur Inhaltsübertragung; die Medienökologie hingegen betrachtet das Medium als prägende technologische Substanz, die das soziale Miteinander und die Kultur maßgeblich mitgestaltet.

Welche Rolle spielen die wirtschaftlichen Aspekte, die im Fazit erwähnt werden?

Der Autor argumentiert, dass Medien immer auch ökonomische Produkte sind und ökonomische Interessen hinter den technologischen Entwicklungen unberücksichtigt bleiben, wenn man sich rein auf philosophische Aspekte konzentriert.

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Details

Title
Medienökologie und Kommunikationsökologie. Einführung, Reflexion und Ausblick
College
University of Erfurt  (Kommunikationswissenschaft)
Course
Internationale Kommunikation und politische Kommunikation im internationalen Vergleich
Grade
1,0
Author
Lilie Basel (Author)
Publication Year
2011
Pages
28
Catalog Number
V1337456
ISBN (PDF)
9783346841537
ISBN (Book)
9783346841544
Language
German
Tags
Grundlagen Kommunikationswissenschaft Kommunikationsforschung McLuhan Medium Netzwerkgesellschaft Informationsgesellschaft Kultur Inhalt Medienwirkungsforschung Medienökologie Kommunikationsökologie Bedeutung von Medien Medientheorie Medienentwicklung Joachim Höflich Watzlawick Neil Postman Harold Innis Elizabeth Eisenstein Kommunikations- und Medienethik Medienwandel Mediumstheorie Cultural Studies Mediologie Oralität-Literalität-Studien Diskurs interdisziplinär
Product Safety
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Quote paper
Lilie Basel (Author), 2011, Medienökologie und Kommunikationsökologie. Einführung, Reflexion und Ausblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1337456
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