Die Schule wird bereits seit einigen Jahren mit technologischen Neuerungen konfrontiert. Dazu zählen beispielsweise mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets. Um eine zeitgemäße Bildung zu ermöglichen, kommen diese Technologien immer öfter im Unterricht zum Einsatz. Nun muss evaluiert werden, welche Vor- und Nachteile dies birgt.
Diese Arbeit behandelt Digitalisierung an Schulen mit Blick auf das sogenannte mLearning. Es wird die Frage gestellt, inwiefern die Nutzung mobiler Endgeräte positive Effekte und Chancen in der schulischen Praxis konstituiert. Dabei werden Begrifflichkeiten wie zeitgemäßer Unterricht, zukunftsorientierte Bildung und Aktualität in den Fokus gerückt. Doch auch die Umsetzungsmöglichkeiten und eventuelle negative Effekte werden für eine Analyse berücksichtigt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 mLearning
2.2 Bildungswissenschaftliche Begründung
2.3 Schlüsselbegriff Digitalisierung
2.4 Gesellschaftlicher Diskurs
2.5 Medienkompetenz
2.6 Ergebnisse bisheriger Studien
3 Exemplarische Unterrichtseinheit
3.1 Allgemeine Nutzung mobiler Endgeräte
3.2 Kurzbeschreibung der Unterrichtseinheit
3.3 Ziele der Unterrichtseinheit
3.4 Tabellarische Übersicht
3.5 Beschreibung des Einsatzes mobiler Endgeräte
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit untersucht, inwiefern die Nutzung mobiler Endgeräte im schulischen Kontext positive Effekte erzielen kann und welche Chancen sich daraus für eine zeitgemäße Bildung ergeben, wobei insbesondere die Herausforderungen der Digitalisierung an Schulen beleuchtet werden.
- Integration von mLearning in den modernen Deutschunterricht
- Bedeutung von Medienkompetenz und deren Förderung
- Analyse von Anforderungen an eine zukunftsorientierte Bildungskonzeption
- Einsatzmöglichkeiten mobiler Endgeräte zur Dokumentation und Reflexion
- Abgrenzung von Sprache der Nähe und Sprache der Distanz durch digitale Medien
Auszug aus dem Buch
2.1 mLearning
Der Begriff M-Learning oder mLearning steht für mobiles Lernen und wird sowohl parallel als auch unterkategorisch zu E-Learning verstanden. Nach KUHLMANN und SAUTER ist es folgendermaßen definiert: „Mobile Learning ist das Lernen über drahtlose Geräte, wie Mobiltelefone, tragbare Minicomputer (PDA) oder Laptops. [...] Mobile Learning ist keine eigenständige Lernkonzeption. In Kompetenzentwicklungsprozessen können mobile Geräte eine ergänzende Rolle übernehmen [...].“(Kuhlmann, A. & Sauter, W., 2008, 160).
Mobile Endgeräte dienen hierbei als Lernmedium und können somit Schulbücher, Hefte, ausgedruckte Arbeitsblätter usw. bisweilen ablösen. Dank einiger Lernapplikationen kann mobiles Lernen auch als eigene Unterrichtsmethodik fungieren. Die von KUHLMANN und SAUTER beschriebene Definition von 2008 lässt sich daher in einem Punkt korrigieren: In vereinzelten Lehrbeispielen stellt mLearning bereits eine eigenständige Lernkonzeption dar.
Eine Unterkategorie von mLearning ist das sog. mIBL (mobile inquiry-based learning). Es findet hauptsächlich in naturwissenschaftlichen Fächern, in denen zuvor bereits forschendes Lernen als kooperative Lehrmethodik genutzt wurde, Anwendung. Im deutschsprachigen Raum trägt mIBL häufig den Namen FELS (Forschend-Entdeckendes Lernen mit dem Smartphone) (Müller, J., Magdans, U. & Borowski, A., 2018).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die technologische Herausforderung moderner Schulen dar und führt in die Fragestellung ein, wie mobile Endgeräte das Lernen und die Didaktik verändern können.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel definiert essentielle Begriffe wie mLearning und mIBL, beleuchtet bildungswissenschaftliche Begründungen, den Digitalisierungsprozess und die Bedeutung der Medienkompetenz.
3 Exemplarische Unterrichtseinheit: Hier wird ein konkretes Konzept für eine Unterrichtseinheit im Fach Deutsch vorgestellt, welches die Arbeit mit privaten mobilen Endgeräten zur Analyse sprachlicher Varietäten nutzt.
4 Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont, dass eine Einbettung mobiler Geräte in ein integratives Unterrichtskonzept eine zeitgemäße Schulentwicklung unterstützt.
Schlüsselwörter
mLearning, Digitalisierung, Medienkompetenz, Mobile Endgeräte, Forschendes Lernen, Unterrichtsgestaltung, Sprachbetrachtung, Smartphone, Bildungstechnologie, Konstruktivismus, mIBL, Digitale Infrastruktur, Medienpädagogik, Schulalltag, Lernkonzeption
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Digitalisierung im Schulunterricht, insbesondere mit dem Einsatz mobiler Endgeräte (Smartphones/Tablets) zur Gestaltung eines modernen und zeitgemäßen Lernprozesses.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des mobilen Lernens (mLearning), die bildungswissenschaftliche Legitimation der Digitalisierung und die praktische Umsetzung im Fach Deutsch.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern konstituiert die Nutzung mobiler Endgeräte positive Effekte und Chancen in der schulischen Praxis?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine theoretische Basis durch Literaturrecherche und Studienanalyse, um darauf aufbauend eine exemplarische Unterrichtskonzeption zu entwickeln.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsdefinitionen und eine angewandte exemplarische Unterrichtseinheit zur Analyse von geschriebener Sprache im Vergleich zu Chatnachrichten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind mLearning, Medienkompetenz, Digitalisierung, mIBL und der konstruktivistische Ansatz.
Wie unterscheidet sich mIBL von herkömmlichen Lernmethoden?
mIBL (mobile inquiry-based learning) setzt mobile Geräte ein, um forschendes Lernen zu unterstützen, wobei es laut Studien insbesondere bei schülergeleitetem Unterricht und in Naturwissenschaften besonders effektiv ist.
Welche Rolle spielt die Privatsphäre bei der Nutzung privater Geräte im Unterricht?
Die Arbeit betont, dass Datenschutzrisiken und der Schutz persönlicher Daten bei der Nutzung privater Smartphones (z.B. E-Mail, Messenger) im Unterricht zwingend thematisiert und unterrichtet werden müssen.
Warum ist das Fach Deutsch für die vorgestellte Unterrichtseinheit gewählt worden?
Das Fach Deutsch eignet sich besonders gut, da hier die Reflexion über Sprache und die Analyse von Textsorten (Chat, E-Mail, publizierte Texte) zentrale Kompetenzbereiche darstellen, die durch mobile Geräte abgebildet werden können.
- Arbeit zitieren
- Kevin Voß (Autor:in), 2022, Zeitgemäße Bildung. Ein Blick auf die mobile Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1337602