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Marx’ Theorie der Entfremdung. Gesellschaftstheorie und historisch-materialistische Dialektik

Título: Marx’ Theorie der Entfremdung. Gesellschaftstheorie und historisch-materialistische Dialektik

Presentación (Redacción) , 2019 , 9 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Christopher Kaschade (Autor)

Ciencias sociales (General)
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Zum besseren Verständnis der Theorie der Entfremdung nach Marx ist es hilfreich, die tragenden Elemente der Gesellschaftstheorie von Marx und Engels zu verstehen. Diese Arbeit beginnt daher mit einer Ausführung zu den Einflüssen und Quellen der Gesellschaftstheorie von Marx und Engels und hebt die zeithistorischen Umstände hervor. Im nächsten Kapitel widmet sich der Autor dann der Konzeptualisierung und Analyse gesellschaftlicher Ordnung nach Marx und Engels. Dabei werden zentrale Begriffe und Konzepte wie die Methode der historisch-materialistischen Dialektik erläutert. Daraufhin erfolgt die Ausarbeitung von Marx' Theorie der Entfremdung. Abschließend beinhaltet die Arbeit eine kritische Reflektion und den Versuch einer Debatte, inwiefern das Konzept der Entfremdung Erklärungsangebote für Phänomene der postfordistischen Arbeitswelt der Spätmoderne liefern kann.

Marx und Engels können als Mitbegründer der modernen Soziologie angesehen werden. Vor allem Marx liefert im Rahmen seiner Werke eine umfassende Gesellschaftstheorie, die sich als makro-soziologische Großtheorie klassifizieren lässt. Marx ist primär für seine Analyse und Kritik der kapitalistischen Produktionsweise bekannt, der er eine zwangsläufige und vielschichtige Entfremdung des Menschen zuschrieb. Diese Referatsausarbeitung konzentriert sich auf Marx' Theorie der Entfremdung. Das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit gilt der Frage, inwiefern Marx' Konzept der Entfremdung auf Phänomene unserer aktuellen gesellschaftlichen Ordnung anwendbar ist und ob es Erklärungsangebote hierzu leisten kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Entstehungszusammenhang

2.2 Die Konzeption von Gesellschaft nach Marx und Engels

2.3 Marx Theorie der Entfremdung

3. Schlussbetrachtung und Kritik

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Entfremdung nach Karl Marx, um dessen Anwendbarkeit und Erklärungsgehalt in Bezug auf aktuelle gesellschaftliche Phänomene in der post-fordistischen Arbeitswelt kritisch zu prüfen.

  • Entstehungsgeschichte der Gesellschaftstheorie von Marx und Engels
  • Grundlagen der historisch-materialistischen Dialektik
  • Dimensionen der entfremdeten Arbeit nach den Ökonomisch-philosophischen Manuskripten
  • Analyse der Übertragbarkeit entfremdungstheoretischer Ansätze auf moderne Arbeitswelten

Auszug aus dem Buch

2.3 Marx Theorie der Entfremdung

Wie eingangs erwähnt, diagnostiziert Marx der kapitalistischen Produktionsweise eine mehrförmige Entfremdung des Menschen, die sich in einer Entfremdung „von sich selbst, von seinen Mitmenschen und von der Natur“ (Rosa et al. 2013: 47) ausdrückt. Es lässt sich nachverfolgen, dass Marx den Begriff aus der politischen Ökonomie heraus entwickelte (vgl. Fay 1986: 180). Wie Adam Smith in seinem Werk Wohlstand der Nationen sieht auch Marx die Arbeit als Quelle und Maßstab des Wertes von Gütern (vgl. ebd.) und argumentiert weiter, dass der Mensch sich „durch die Arbeit, d. h. durch die stoffliche oder geistige Auseinandersetzung mit der Natur [...] im Produkt seiner Tätigkeit zum Ausdruck“ (Rosa et al. 2013: 47) bringt. Diese Form der Externalisierung des Selbst ist nach Marx in der kapitalistischen Produktionsweise besonders gestört, da „Arbeit“ hierbei eine „unfreie, unmenschliche, ungesellschaftliche, vom Privateigentum bedingte und das Privateigentum schaffende Tätigkeit“ (vgl. Marx 1845) ist. Er beschreibt diese Art der Arbeit als etwas, dass nicht zum Wesen des Menschen gehört, da man sich dabei „nicht bejaht, sondern verneint, nicht wohl, sondern unglücklich fühlt, keine freie physische und geistige Energie entwickelt, sondern seine Physis abkasteit und seinen Geist ruiniert“ (Marx 1844). Arbeit erfüllt somit nicht mehr den Selbstzweck zur Befriedigung eines eigenen Bedürfnisses, sondern verkommt zu einem Mittel zum Zweck, um seine Bedürfnisse außer ihr zu befriedigen (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert Marx’ Gesellschaftstheorie als Ausgangspunkt für die Untersuchung und führt in die Fragestellung nach der Relevanz des Entfremdungskonzepts für die moderne Gesellschaft ein.

2. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert zunächst die historischen und theoretischen Einflüsse auf Marx und Engels, definiert das Verständnis von Gesellschaft durch die historisch-materialistische Dialektik und expliziert anschließend das spezifische Konzept der Entfremdung.

2.1 Entstehungszusammenhang: Dieses Kapitel identifiziert die wesentlichen Quellen wie den französischen Sozialismus, Hegels Dialektik und die englische Nationalökonomie sowie den Kontext der industriellen Revolution als prägende Faktoren.

2.2 Die Konzeption von Gesellschaft nach Marx und Engels: Hier wird der methodologische Holismus sowie die Anwendung der historisch-materialistischen Dialektik als strukturgebende Analysemethode zur Untersuchung von Klassengegensätzen und Produktionsverhältnissen dargestellt.

2.3 Marx Theorie der Entfremdung: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Dimensionen der Entfremdung von sich selbst, der Natur und den Mitmenschen, die durch die kapitalistische Arbeitsweise induziert werden.

3. Schlussbetrachtung und Kritik: Die Schlussbetrachtung reflektiert die Übertragbarkeit der Marx’schen Analyse auf den Postfordismus und diskutiert Prozesse der Subjektivierung der Arbeit sowie heutige Anforderungen an das Individuum.

Schlüsselwörter

Marx, Engels, Entfremdung, Kapitalismus, Arbeit, historisch-materialistische Dialektik, Produktionsverhältnisse, Klassengegensätze, Selbstentfremdung, Postfordismus, Arbeitnehmer, Wirtschaft, Gesellschaftstheorie, Subjektivierung, Arbeitswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Ausarbeitung befasst sich mit Karl Marx’ Theorie der Entfremdung im Kontext seiner Gesellschaftsanalyse und reflektiert deren Eignung zur Betrachtung heutiger Arbeitswelten.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?

Die Arbeit thematisiert die historischen Quellen der Theorie, die Methode der historisch-materialistischen Dialektik, die systemische Einordnung der Arbeit im Kapitalismus sowie die daraus resultierende Entfremdung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Marx Entfremdung begründet und inwiefern dieses theoretische Konstrukt heute noch Erklärungen für moderne soziologische Phänomene bieten kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer Literaturanalyse der klassischen Werke von Marx und Engels sowie aktueller soziologischer Anschlussforschung basiert.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der philosophisch-historischen Voraussetzungen, die grundlegende Gesellschaftssicht durch die Dialektik sowie die detaillierte Darstellung des Entfremdungsbegriffs.

Welche Schlüsselwörter kennzeichnen die Arbeit?

Besonders prägende Begriffe sind Entfremdung, Kapitalismus, historisch-materialistische Dialektik, Arbeit und Postfordismus.

Wie unterscheidet sich die Arbeitssituation im Postfordismus laut Text von früheren Epochen?

Der Text hebt hervor, dass im Postfordismus die Grenzen zwischen Privatem und Beruflichem verschwimmen und das Individuum zu einem „Unternehmer seiner selbst“ wird.

Was bedeutet Selbstentfremdung nach Marx?

Selbstentfremdung bezeichnet den Zustand, in dem Arbeit nicht mehr der Selbstverwirklichung dient, sondern als fremdbestimmte Tätigkeit zur reinen Mittel-zum-Zweck-Erfüllung verkommt.

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Detalles

Título
Marx’ Theorie der Entfremdung. Gesellschaftstheorie und historisch-materialistische Dialektik
Universidad
Free University of Berlin
Curso
Krasser sozialer Wandel - Soziologische Theorien für Sozial- und Kulturwissenschaftler*innen
Calificación
1,3
Autor
Christopher Kaschade (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
9
No. de catálogo
V1337990
ISBN (PDF)
9783346842459
Idioma
Alemán
Etiqueta
Marx Engels Marxismus soziologische Theorie Gesellschaftstheorie Entfremdung Selbstentfremdung Kapitalismus historisch-materialistische Dialektik Post-Fordismus Arbeitswelt Subjektivierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christopher Kaschade (Autor), 2019, Marx’ Theorie der Entfremdung. Gesellschaftstheorie und historisch-materialistische Dialektik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1337990
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