Diese Portfolio beschäftigt sich mit der Rolle des Geschlechts in der Prävention von Rechtsextremismus. Grundlage und Startpunkt bildet hier der Text von Theodor W. Adorno „Erziehung nach Ausschwitz“ (1971). Fortführend geht der Autor näher auf das Thema Geschlecht in Verbindung mit Rechtsextremismus ein und reflektiert andere im Seminar behandelte Inhalte. Auf Grundlage der Ideologie einer sogenannten Volksgemeinschaft, erläutert der Autor die notwendige geschlechtersensible Perspektive und diskutiert, wie durch entsprechende geschlechtsunabhängige Angebote ebendiese Volksgemeinschaft ausgehebelt werden kann. Im Anschluss daran geht das Portfolio genauer auf die Rolle rechtsextremer Frauen innerhalb der Szene ein und erklärt, warum diese zwingend als ein fester Bestandteil der Szene, mit einhergehendem Gefährdungspotenzial, gesehen werden sollten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Erziehung nach Auschwitz - Theodor W. Adorno
3 Rechtsextremismus und Geschlecht
4 Fazit der Veranstaltung
5 Arbeitsbericht Unit 11.2 - Grundlagen und Techniken der Gesprächsführung
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die kritische Auseinandersetzung mit den Themen Rechtsextremismus und Geschlecht, eingebettet in den theoretischen Kontext der Erziehung nach Auschwitz von Theodor W. Adorno, sowie die Reflexion der im Seminar erlernten methodischen Kompetenzen.
- Erziehung nach Auschwitz und die Bedeutung für die heutige Pädagogik
- Analyse von Geschlechterrollen innerhalb der rechtsextremen Szene
- Darstellung von Rechtsextremismus als fortbestehendes gesellschaftliches Problem
- Reflexion über systemtherapeutische Methoden in der Gesprächsführung
- Verbindung von theoretischem Wissen mit der praktischen Arbeit in der Sozialpädagogik
Auszug aus dem Buch
Erziehung nach Auschwitz
„Die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeder anderen voran, dass ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen.“ (Adorno 1971: 88). Wie bereits in der Einleitung erwähnt, habe ich mich dazu entschlossen, das Portfolio mit dem Text „Erziehung nach Auschwitz“ von Theodor W. Adorno zu beginnen und einzuleiten. Bereits vor dem Modul 11 bin ich im Privaten auf den Text gestoßen, wodurch er mir nicht gänzlich neu war. Innerhalb des Seminares bekamen wir die Aufgabe Referate zu vorgegebenen Texten vorzubereiten und diese der Gesamtgruppe zu präsentieren. Obwohl ich den Text einige Jahre zuvor bereits gelesen habe, entschied ich mich dazu diesen erneut und vertieft zu bearbeiten, da ich ihn aufgrund seiner Komplexität beim ersten Lesen nicht vollständig verstand. Aufgrund von Platzgründen werde ich nur oberflächlich auf den Inhalt des Textes eingehen können und nicht alle Aspekte herausarbeiten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung bereitet den theoretischen Rahmen und die persönliche Motivation für die Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismusprävention dar.
2 Erziehung nach Auschwitz - Theodor W. Adorno: Dieses Kapitel erläutert Theodor W. Adornos Forderung nach einer Erziehung zur Autonomie und Reflexion als fundamentale Prävention gegen ein erneutes Auschwitz.
3 Rechtsextremismus und Geschlecht: Hier wird die Rolle der Geschlechterrollen und die Konstruktion von Männlichkeit/Weiblichkeit innerhalb rechtsextremer Ideologien kritisch analysiert.
4 Fazit der Veranstaltung: Dieses Kapitel zieht ein positives Resümee über den Lernfortschritt hinsichtlich des theoretischen Wissens und der Anwendung methodischer Ansätze.
5 Arbeitsbericht Unit 11.2 - Grundlagen und Techniken der Gesprächsführung: Der Bericht reflektiert die im Rahmen des Seminars erprobten Techniken der Gesprächsführung, wie z.B. zirkuläre Fragen oder Ich-Botschaften.
Schlüsselwörter
Rechtsextremismusprävention, Erziehung nach Auschwitz, Theodor W. Adorno, Geschlechterrollen, Männlichkeitskonstruktion, Sozialarbeit, Gesprächsführung, Zirkuläre Fragen, Antisemitismus, Volksgemeinschaft, Autonomie, Reflexion, Pädagogik, Vorurteile, Diskriminierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit fokussiert sich auf die kritische Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus aus pädagogischer Sicht, wobei insbesondere die Rolle von Geschlechterverhältnissen betrachtet wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind der Einfluss rechtsextremer Ideologien auf Geschlechterrollen, die Bedeutung einer reflexiven Erziehung nach Adorno sowie die praktische Anwendung moderner Gesprächsmethoden in der Sozialen Arbeit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, durch die Reflexion seminaristischer Inhalte ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, wie rechtsextreme Muster in der Gesellschaft und in individuellen Einstellungen wirksam sind und wie pädagogisch darauf reagiert werden kann.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf Literaturanalyse, die Reflexion seminaristischer Vorträge und Gruppenarbeiten sowie die methodische Auswertung praktischer Übungen aus den Bereichen Gesprächsführung und Ideologieerkennung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Auseinandersetzung mit Adorno, die Analyse von Geschlechterkonstruktionen in der rechten Szene und die praktische Reflexion von Gesprächstechniken wie zirkulärer Fragestellung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rechtsextremismusprävention, Identität, Geschlechterrollen, Autonomie und professionelles pädagogisches Handeln charakterisiert.
Inwiefern spielt der Text von Theodor W. Adorno eine Rolle für die Rechtsextremismusprävention?
Adornos Text bildet das theoretische Fundament. Er betont, dass die wichtigste Grundlage gegen Rechtsextremismus die Erziehung zum kritischen Denken und zur Autonomie ist, um Blindheit gegenüber autoritären Strukturen zu verhindern.
Welche Rolle nehmen Frauen in der rechtsextremen Ideologie laut der Arbeit ein?
Obwohl Frauen oft unterschätzt werden, zeigt die Analyse, dass sie durch traditionelle Rollenzuschreibungen (z.B. Bewahrerin der Volksgemeinschaft) fest in die rechtsextreme Szene integriert sind und diese Strukturen maßgeblich stützen.
- Arbeit zitieren
- Luca Fiederer (Autor:in), 2021, Prävention von Rechtsextremismus. Betrachtung des Geschlechteraspekts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1338029