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Die Nikomachische Ethik des Aristoteles. Beitrag der aristotelischen Ethik zu einem guten Leben

Titel: Die Nikomachische Ethik des Aristoteles. Beitrag der aristotelischen Ethik zu einem guten Leben

Hausarbeit , 2022 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Maren Bröker (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll den Beitrag, den die Philosophie zu einem guten Leben leisten kann, untersuchen. Da dieses Untersuchungsfeld sehr weiträumig ist, wird sie sich auf ausgewählte Aspekte und Inhalte einer bestimmten Ethik, der des griechischen Philosophen Aristoteles, beziehen. Die Nikomachische Ethik ist ein philosophischer Klassiker von einem der herausragendsten und bewegendsten Philosophen im vierten Jahrhundert vor Christus. Die zehn Bücher der aristotelischen Ethik befassen sich mit alledem, was nach Aristoteles ein gutes Leben ausmacht und, wie dies normativ zu erreichen sein soll.

Wie Philosophie und insbesondere das Teilgebiet der Ethik den Menschen zu einem guten, gelungenen und glücklichen Leben verhelfen kann, war und ist eines der konstitutiven Bestandteile der Wissenschaft selbst. Die Philosophie als solches versteht sich als eine Lehre von den grundlegenden Bestimmungen und Strukturen des Lebens, der Welt und des Wissens. Mit der Kernfrage, wie zu leben und zu handeln richtig bzw. gut ist, befasst sich das Teilgebiet der praktischen Philosophie, welche sich durch die Überlegung normativer Grundsätze charakterisiert. Die Kernfragen in den Bereichen Handeln und Lebensperspektiven unterliegen einer großen Frage; was kann oder sollte das Ziel des menschlichen Lebens sein? Im Hedonismus war ein gutes, glückliches Leben an gute Gefühle und das Empfinden von möglichst viel Lust gebunden. Schmerz und bedrückende Gefühle hingegen galt es zu vermeiden. Die Tugendethik der Antike stellte hierzu ein Gegenmodell dar, in der das gute Leben an den Charakter des Menschen und das Ziel, welches er im Leben erreichen wolle, gebunden war.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Nikomachische Ethik

2.1 Grundlagen

2.2 Glück und Glückseligkeit – Eudaimonia

2.3 Tugenden – die goldene Mitte als Handlungsorientierung

2.4 Freundschaften als Anreiz für ein glückliches Leben

2.5 Verschiedene Lebensformen bei Aristoteles

3. Praktische Umsetzung und Kritik an der Ethik

4. Ergebnisse und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Beitrag, den die Philosophie – insbesondere die aristotelische Nikomachische Ethik – zum Verständnis und zur Erreichung eines guten, gelungenen und glücklichen Lebens leisten kann, und hinterfragt dabei kritisch die Anwendbarkeit antiker Konzepte auf die heutige Zeit.

  • Grundlagen der aristotelischen Ethik und das Konzept der Eudaimonia
  • Die Lehre der goldenen Mitte als Handlungsorientierung
  • Differenzierung der Freundschaftsarten bei Aristoteles
  • Vergleich verschiedener Lebensformen (Genuss, Reichtum, Politik und Betrachtung)
  • Kritische Reflexion der aristotelischen Essentialismusthese in der Moderne

Auszug aus dem Buch

2.4 Freundschaften als Anreiz für ein gutes Leben

Neben den Charakterzügen, die jeder Mensch nur für sich pflegen kann und die primär ihm selbst zu einem guten, tugendhaften Leben verhelfen könnten, sei ein glückliches Leben auch mit Freundschaften verbunden. Allgemein charakterisiert Aristoteles Freundschaften in seinem achten Buch der Nikomachischen Ethik mit als das notwendigste im Leben. Im Prinzip seien sie auch eine Tugend. (vgl. Gigon. 2004. S. 281.). Die Tugend der Freundschaft sei, genauer betrachtet, ein gewisses Verhalten, welches dem Menschen, wie andere Tugenden auch, zu guten Taten behelfe. Freundschaften seien in jedem Fall mit einer Art des Liebens verbunden und, je nach Art des Liebenswerten, gäbe es auch drei Arten von Freundschaften.

Die erste sei die sogenannte Nutzenfreundschaft. Freundschaften dieser Art bestünden zwischen Menschen oder Kollektiven, die sich zusammenschließen, weil sie einander nützlich sind. Im Vordergrund dieser Gemeinschaft stünden nicht die Personen mit ihren Persönlichkeitsmerkmalen als solche und nicht das Liebevolle zwischen ihnen, sondern der Gewinn, den die Parteien durch ihr Zusammenschließen voneinander erfahren. „Dies sind also zufällige Freundschaften. Denn der Freund wird da nicht geliebt in dem, was er ist, sondern nur so weit der eine einen Gewinn, der andere Lust verschafft.“ (Gigon. 2004. S. 284.). Freundschaften, die des Nutzen wegen entstehen, seien sehr kurzweilig, denn der Nutzen, der eine Person einer anderen bringen könne, sei nicht für ewig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der praktischen Philosophie und der Tugendethik für die Frage nach einem gelungenen Leben und stellt den Fokus der Arbeit auf Aristoteles dar.

2. Die Nikomachische Ethik: Dieses Kapitel erläutert das aristotelische Modell, von den philosophischen Grundlagen über Tugenden als Mitte bis hin zu den verschiedenen Lebensweisen.

3. Praktische Umsetzung und Kritik an der Ethik: Hier wird geprüft, inwiefern die aristotelische Ethik heute noch lebensnah ist und wo Konflikte zum modernen individualistischen Verständnis entstehen.

4. Ergebnisse und Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung der aristotelischen Philosophie zusammen und betont, dass Reflexion und Denken die Lebensqualität in jedem Fall positiv beeinflussen können.

Schlüsselwörter

Nikomachische Ethik, Aristoteles, Eudaimonia, Glückseligkeit, Tugendethik, Goldene Mitte, Freundschaft, Nutzenfreundschaft, Lustfreundschaft, Tugendfreundschaft, Lebensformen, Politische Gemeinschaft, Vernunft, Praktische Philosophie, Lebensgestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie die antike Ethik des Aristoteles Menschen heute dabei unterstützen kann, ein gutes und glückliches Leben zu führen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Verständnis von Glückseligkeit (Eudaimonia), der Tugendlehre, den verschiedenen Formen der Freundschaft und dem Vergleich unterschiedlicher Lebensstile.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, den Beitrag der aristotelischen Philosophie zu einem gelingenden Leben herauszuarbeiten und zu hinterfragen, ob diese Konzepte in der heutigen Gesellschaft noch praktikabel sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine textanalytische Herangehensweise, bei der sie die „Nikomachische Ethik“ von Aristoteles (in der Übersetzung von Olof Gigon) systematisch auswertet und mit philosophischen Gegenpositionen, etwa von Jean-Paul Sartre, konfrontiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Darstellung der aristotelischen Begriffe wie Glückseligkeit und Tugend, gefolgt von einer Klassifizierung der Freundschaftsarten und einer Analyse der Lebensformen hin zu einer kritischen Reflexion der Anwendbarkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Ausarbeitung?

Typische Begriffe sind Eudaimonia, Tugendhaftigkeit, goldene Mitte, Nutzen- und Tugendfreundschaft, sowie die kritische Gegenüberstellung von essentialistischen und existenzialistischen Weltbildern.

Warum spielt die Unterscheidung von Freundschaftsarten eine so wichtige Rolle für Aristoteles?

Aristoteles sieht Freundschaften als notwendigen Bestandteil eines gelingenden Lebens; die Differenzierung hilft zu verstehen, welche Bindungen oberflächlich (Nutzen/Lust) und welche tiefgreifend (Tugend) sind.

Wie bewertet die Autorin die Anwendbarkeit der antiken Philosophie in der Gegenwart?

Sie kommt zu dem Schluss, dass die aristotelische Ethik zwar eine bereichernde Orientierung bietet, aber in einer stark individualisierten modernen Gesellschaft nicht eins zu eins als verbindlicher Lebensentwurf übernommen werden kann.

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Details

Titel
Die Nikomachische Ethik des Aristoteles. Beitrag der aristotelischen Ethik zu einem guten Leben
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
1,3
Autor
Maren Bröker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
15
Katalognummer
V1338465
ISBN (PDF)
9783346845405
ISBN (Buch)
9783346845412
Sprache
Deutsch
Schlagworte
nikomachische ethik aristoteles beitrag leben
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maren Bröker (Autor:in), 2022, Die Nikomachische Ethik des Aristoteles. Beitrag der aristotelischen Ethik zu einem guten Leben, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1338465
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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