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Transsexualität und Selbstdarstellung. Interpretation einer Kontaktanzeige einer transsexuellen Person mit Hilfe der objektiven Hermeneutik

Título: Transsexualität und Selbstdarstellung. Interpretation einer Kontaktanzeige einer transsexuellen Person mit Hilfe der objektiven Hermeneutik

Trabajo Escrito , 2020 , 31 Páginas

Autor:in: Nora Gilles (Autor)

Estudios de género
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie sich das gesellschaftliche, heteronormative Geschlechterrollenbild und die damit einhergehende Reproduktion der Zweigeschlechtlichkeit auf die Darstellung der eigenen sexuellen Identität einer transsexuellen Person bei einer bewusst konzipierten Selbstdarstellung abbildet.

Seit Beginn meines Studiums habe ich ein außerordentliches Interesse an der Beschäftigung mit Randgruppen der Gesellschaft entwickelt, die häufig Ausgrenzungserfahrungen erleben müssen. Zu diesen Gruppen gehören auch Menschen, die ihr äußeres Geschlecht im Laufe ihres Lebens gewechselt haben. Valentina Sampaio beschreibt in einem Interview, vor welche Herausforderungen ihre Transsexualität sie im Laufe ihres Lebens gestellt hat: "Es bedeutet […], sich der Ablehnung durch die Familie, traumatisierendem Mobbing in der Schule und sehr be-grenzten, würdigen beruflichen Möglichkeiten zu stellen.“ Die Frage, die ich mir im Laufe dieser Arbeit stellen werde, ist, wie sich ein solches Gefühl der "Entbehrlichkeit“ und eine solche Erschwerung der Lebensumstände durch die Gesellschaft auf die betroffenen Personen auswirkt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkungen zur Fallrekonstruktion

1.1. Forschungsinteresse und Fallbestimmung – Wie bin ich zu dem…. Thema gelangt?

1.2. Die Methode der objektiven Hermeneutik

1.3. Begründung der Auswahl der Textgattung

1.4. Interaktionseinbettung

1.5. Strukturprobleme einer Kontaktanzeige mit Bindungswunsch

2. Interpretation

3. Fallstrukturhypothese

4. Bewertung der Qualität der Anzeige

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht mittels der Methode der objektiven Hermeneutik die Selbstdarstellung einer transsexuellen Person in einer Online-Kontaktanzeige, um herauszuarbeiten, wie sich gesellschaftliche Vorurteile und heteronormative Strukturen auf die Identitätswahrnehmung und den Kommunikationsstil der Autorin auswirken.

  • Methodische Anwendung der objektiven Hermeneutik auf Textquellen
  • Einfluss heteronormativer Geschlechterbilder auf die Selbstdarstellung
  • Analyse von Kommunikationsstrukturen in Kontaktanzeigen
  • Untersuchung von Erklärungsnot und Diskriminierungserfahrungen
  • Diskurs über Transsexualität zwischen Aufklärungswunsch und Abgrenzung

Auszug aus dem Buch

1.2. Die Methode der objektiven Hermeneutik

In den 1970er Jahren wurde die Methode der objektiven Hermeneutik zur Analyse von Texten von Ulrich Oevermann entwickelt (vgl. Flick, 2005, S.24). Sie dient der „Erschließung sinnstrukturierter Gebilde“ (Franzmann, 2016, S. 1). Im Folgenden soll diese Methodik anhand von Wernets Grundsätzen erläutert werden:

„Die Objektive Hermeneutik ist ein Verfahren der Textinterpretation mit dem Anspruch, die Geltung der Interpretation an intersubjektive Überprüfbarkeit zu binden.“ (Wernet, 2009, S.11). „Intersubjektiv“ beschreibt nach dem Duden das gemeinsame Bewusstsein mehrerer Personen. Die objektive Hermeneutik nutzt also die Intersubjektivität, um ihre Aussagen empirisch überprüfbar zu machen und so sinnhafte Aussagen über die Welt treffen zu können.

„Die Objektive Hermeneutik geht davon aus, dass sich die sinnstrukturierte Welt durch Sprache konstituiert und in Texten materialisiert“ (ebd., S.11). Laut Wernet gibt es nur einen unmittelbaren Zugang zur sozialen Lebenswelt, wenn Texte analysiert und interpretiert werden. Diese Analyse und Interpretation stützt sich auf gute Protokolle und Protokolle bieten somit als Abschrift der Wirklichkeit die Möglichkeit eben diese zu erforschen (vgl., ebd., S. 11ff.). Diese Protokolle spielen jedoch bei der Analyse einer Kontaktanzeige, wie sie im Falle dieser Arbeit vorliegt, keine so relevante Rolle.

„Die Verbindlichkeit der Textinterpretation gründet sich auf die Regelgeleitetheit sozialen Handelns“ (ebd., S.11). Die „Regelgeleitetheit sozialen Handelns“ beschreibt dabei die Ansicht, dass jedes soziale Handeln von Menschen sich auf bestimmte Regeln stützt. Dieses Konzept geht dabei davon aus, dass die Möglichkeit zur sozialen Handlung oder zur sozialen Praxis diesen Regeln und den dadurch vorgeschriebenen Möglichkeiten unterliegt. Die Interpretation mit der objektiven Hermeneutik erfolgt mit dem Wissen um eben diese Regeln (vgl., ebd., S.11).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkungen zur Fallrekonstruktion: Einführung in das Forschungsinteresse, die methodischen Grundlagen der objektiven Hermeneutik sowie die Spezifika der untersuchten Kontaktanzeige.

2. Interpretation: Detaillierte Analyse der Kontaktanzeige unter Anwendung der Sequenzialität und wörtlichen Interpretation zur Offenlegung latenter Sinnstrukturen.

3. Fallstrukturhypothese: Synthese der Ergebnisse mit der Hypothese, dass gesellschaftliche Ausgrenzung zu einer reduzierten Selbstdefinition führt.

4. Bewertung der Qualität der Anzeige: Evaluation, inwieweit die Anzeige die identifizierten Strukturprobleme der Partnersuche erfolgreich bewältigt.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Reflexion über den negativen Einfluss gesellschaftlicher Wissensdefizite auf die Selbstdarstellung von Transsexuellen.

Schlüsselwörter

Objektive Hermeneutik, Transsexualität, Kontaktanzeige, Selbstdarstellung, Heteronormativität, Fallstruktur, Identität, Diskriminierung, Geschlechterrolle, Textanalyse, Bindungswunsch, Intersubjektivität, Gender, Sozialpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert eine Kontaktanzeige einer transsexuellen Person, um mittels der objektiven Hermeneutik Rückschlüsse auf die Auswirkungen gesellschaftlicher Heteronormativität auf die individuelle Selbstdarstellung zu ziehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind Transsexualität, die Methode der objektiven Hermeneutik, soziale Ausgrenzung und die Bewältigung von Strukturproblemen innerhalb von Online-Partnerbörsen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie sich gesellschaftliche, heteronormative Bilder und die Reproduktion der Zweigeschlechtlichkeit auf die bewusste Selbstdarstellung einer transsexuellen Person in einer Kontaktanzeige auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die objektive Hermeneutik nach Ulrich Oevermann, um tiefere, meist latente Sinnstrukturen des Textes durch systematische Textinterpretation freizulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische methodische Vorbereitung, eine detaillierte schrittweise Interpretation der Kontaktanzeige sowie eine anschließende Hypothesenbildung zur Fallstruktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Objektive Hermeneutik, Transsexualität, Selbstdarstellung, Heteronormativität und Fallstruktur geprägt.

Warum wird die Transsexualität der Autorin so früh und betont thematisiert?

Die Interpretation deutet darauf hin, dass die Autorin die Transsexualität als zentralen, besonders hervorzuhebenden Fakt ihrer Selbstdarstellung sieht, möglicherweise bedingt durch eine gesellschaftliche Erklärungsnot.

Welchen Zweck erfüllt der aggressive oder konfrontative Ton im zweiten Absatz?

Dieser Ton wird als Reaktion auf eine defizitäre gesellschaftliche Aufklärung interpretiert, wobei die Autorin ihre Frustration darüber ausdrückt, dass sie sich ständig für ihre Identität erklären oder rechtfertigen muss.

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Detalles

Título
Transsexualität und Selbstdarstellung. Interpretation einer Kontaktanzeige einer transsexuellen Person mit Hilfe der objektiven Hermeneutik
Autor
Nora Gilles (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
31
No. de catálogo
V1338644
ISBN (PDF)
9783346839503
ISBN (Libro)
9783346839510
Idioma
Alemán
Etiqueta
transsexualität selbstdarstellung interpretation kontaktanzeige person hilfe hermeneutik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nora Gilles (Autor), 2020, Transsexualität und Selbstdarstellung. Interpretation einer Kontaktanzeige einer transsexuellen Person mit Hilfe der objektiven Hermeneutik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1338644
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