Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Suffixbildungen im Spanischen. Als Ausgangspunkt und Korpus dieser Arbeit dienen fünf in der Zeitschrift El País erschienene Artikel, aus denen die Suffigierungen entnommen werden. Die Artikel sind inhaltlich alle dem Diskurs rund um die Coronaviruskrise zuzuordnen. Aufgrund der entstandenen Pandemie ist dieser Diskurs in den letzten eineinhalb Jahren in den Medien immer präsenter geworden. Mit dieser inhaltlichen Eingrenzung lässt sich die Kategorisierung und Klassifizierung der Suffigierungen anschaulich und aussagekräftig gestalten.
Die menschliche Sprache wird von vielen Faktoren, wie beispielsweise dem demografischen Wandel, dem technologischen Fortschritt oder neu aufkommenden Diskursen beeinflusst und kann daher langfristig betrachtet als dynamischer Analysegegenstand behandelt werden. Die Forschung sollte sich demnach ständig an den Status Quo einer Sprachgemeinschaft anpassen. In diesem Zusammenhang kommt der Wortbildung innerhalb der Linguistik eine bedeutende Rolle zu, denn die Wortbildung beschäftigt sich mit der Frage, „[…] wie man von gegebenen Wörtern zu neuen Wörtern kommt.“ Hierzu können eine Reihe von Wortbildungsverfahren genannt werden, von welchen im Rahmen der vorliegenden Arbeit die Suffigierung, welche „[…] die Anfügung eines Suffixes an eine sprachliche Form [meint]“, im Vordergrund steht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Überblick
2.1 Die vier wichtigsten Wortbildungsverfahren im Spanischen
2.2 Die Suffigierung innerhalb der Derivation
3 Empirie
3.1 Korpus – Der Coronavirus-Diskurs
3.2 Methodik/Vorgehensweise
3.3 Analyse – Suffixbildungen im Coronavirus-Diskurs
3.3.1 Suffixe zur Bildung von Substantiven
3.3.2 Suffixe zur Bildung von Verben
3.3.3 Suffixe zur Bildung von Adjektiven
4 Abschließende Betrachtung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die verschiedenen Suffixbildungen im Spanischen unter besonderer Berücksichtigung des Coronavirus-Diskurses als Korpusgrundlage, um die Produktivität dieser Wortbildungsprozesse in aktuellen Diskursen zu analysieren und linguistisch zu klassifizieren.
- Morphologische Analyse spanischer Wortbildungsverfahren
- Fokus auf den Prozess der Derivation mittels Suffigierung
- Kategorisierung von Suffixen (Substantiv-, Verbal-, Adjektivsuffixe)
- Systematische Untersuchung textueller Daten aus der Tageszeitung "El País"
- Ermittlung von Neologismen oder Bedeutungserweiterungen im Kontext der Pandemie
Auszug aus dem Buch
2.1 Die vier wichtigsten Wortbildungsverfahren im Spanischen
Aus der morphologischen Analyse des spanischen Wortschatzes geht eine Vielzahl an unterschiedlichen Wortbildungsverfahren hervor (vgl. Rainer 1993: 64; Schpak-Dolt 2012: 71). Die nachstehende Abbildung 1 soll die vier produktivsten Wortbildungsverfahren im Spanischen veranschaulichen.
Warum gerade die Derivation häufig Gegenstand der Forschung ist, kann damit begründet werden, dass dieses Wortbildungsverfahren unter Sprachwissenschaftler*innen als besonders produktiv angesehen wird (vgl. Schpak-Dolt 2012: 74). Kabatek und Pusch (2011: 88, Herv. i. O.) fassen das Verfahren der Derivation mit den folgenden Worten zusammen:
Ausgangspunkt für jeden Wortbildungsprozess ist (mindestens) ein schon in der Sprache vorhandenes Lexem. Wird dieses durch ein Wortbildungsaffix (sei es ein Präfix, ein Suffix oder – selten – ein Infix, auf jeden Fall aber ein Morphem, das selbst nicht als ungebundenes lexikalisches Morphem auftritt) zu einem neuen Wortschatzelement erweitert, spricht man von Ableitung oder Derivation (derivación).
Wie Abbildung 1 verdeutlicht, unterscheiden sich die Wortbildungsprozesse der Derivation in Präfigierung, Infigierung, Zirkumfigierung und Suffigierung. Diese Prozesse sind dadurch gekennzeichnet, „dass sich ein (freies) Basislexem mit einem oder mehreren Affixen zu einer neuen Einheit des Wortschatzes verbindet.“ (Dietrich/Noll 2012: 119) Das Produkt der Derivation ist das Derivat, und das Basislexem, dem ein Affix hinzugefügt wird, ist die Derivationsbasis (vgl. Kabatek/Pusch 2011: 89).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Forschungsinteresse sowie das Korpus vor und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Theoretischer Überblick: Hier werden die morphologischen Grundlagen und die wichtigsten Wortbildungsverfahren im Spanischen dargestellt, wobei der Schwerpunkt auf der Derivation durch Suffigierung liegt.
3 Empirie: Dieses Kapitel beschreibt das aus Zeitungsartikeln bestehende Korpus und führt die detaillierte linguistische Analyse der identifizierten Suffixbildungen durch.
4 Abschließende Betrachtung und Ausblick: Es werden die Ergebnisse der Analyse zusammengefasst und Potenziale für weiterführende linguistische Untersuchungen im Kontext aktueller Diskurse aufgezeigt.
5 Literaturverzeichnis: Auflistung der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen.
6 Anhang: Sammlung der für die Analyse verwendeten Zeitungsartikel aus dem Coronavirus-Diskurs.
Schlüsselwörter
Sprachwissenschaft, Spanisch, Wortbildung, Derivation, Suffigierung, Morphologie, Lexem, Neologismus, Coronavirus-Diskurs, Korpusanalyse, Wortbildungsaffix, Derivationsbasis, Derivat, Sprachwandel, Journalistik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Prozesse der Wortbildung im Spanischen, spezifisch die Ableitung neuer Wörter durch das Anhängen von Suffixen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die morphologische Analyse, die Derivation und die Anwendung theoretischer Konzepte auf ein aktuelles Korpus.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Produktivität von Suffixen anhand von Wortbildungen im Kontext des spanischen Coronavirus-Diskurses aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine manuelle qualitative Analyse der als Korpus dienenden Zeitungsartikel von "El País" vorgenommen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise und die konkrete Analyse der Suffixe bei Substantiven, Verben und Adjektiven.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Neben grammatikalischen Fachbegriffen wie Derivation und Suffigierung sind Sprachwissenschaft, Spanisch und Korpusanalyse zentral.
Warum wurde der Coronavirus-Diskurs für die Analyse gewählt?
Der Diskurs bietet einen aktuellen und dynamischen sprachlichen Kontext, der die Entstehung neuer Lexeme oder die Umdeutung bestehender Wörter besonders gut sichtbar macht.
Was sind die wichtigsten Erkenntnisse zu den Suffixen?
Es wird bestätigt, dass Suffixe wie -ción, -idad oder -dor eine hohe Produktivität aufweisen und als essenzielle Mechanismen der spanischen Wortbildung fungieren.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Spanische Suffixbildungen am Beispiel des Coronavirus-Diskurses, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1338650