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Rational Choice Theorie

Rationales Handeln unter der Maxime der Rationalität

Title: Rational Choice Theorie

Term Paper , 2005 , 15 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Martina Geyer (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Wie schon an der vielfältigen Literatur zu erkennen ist, beschäftigen die Ansätze der Rational Chioce Theorie eine Vielzahl von Wissenschaftlern auf sämtlichen Gebieten.
Im Mittelpunkt dieses Ansatzes steht das soziale Handeln des Individuums, welches durch Modellierung der unterschiedlichsten Situationen erklärt werden soll.
Ein weit verbreitetes Modell, welches auf der Rational Chioce Theorie basiert, ist die Spieltheorie. Diese beschäftigt sich mit der Analyse von Handlungsstrategien unter bestimmten Gegebenheiten. Es gibt eine Vielzahl von Problemen die Spieltheoretisch gelöst werden können, aber das wohl bekannteste ist das Gefangenendilemma.
In der vorliegenden Arbeit wird zunächst der Begriff des zweckrationalen Handelns nach Max Weber bestimmt und im Anschluss werden die Eigenschaften und Merkmale des rationalen Akteurs dargestellt.
Im Weiteren werden kurz die Grundrisse der Handlungstheorie angesprochen, die die Grundlage für die Rational Chioce Theorie bilden.
Anschließend wird die Spieltheorie betrachtet und eine Version derer, das Gefangenendilemma.
Es stellt sich die Frage, ob die Theorie des rationalen Handelns unter dem Gesichtspunkt der Rationalität bemächtigt ist soziale Phänomene zu erklären.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung

2.1 Zweckrationales Handeln nach M. Weber

2.2 Der rationale Akteur

3 Handlungstheorie

4 Rational Chioce Ansatz

5 Spieltheorie

5.1 Koordinationsspiel mit einem Durchlauf

5.2 Koordinationsspiel mit mehreren Durchläufen

6 Gefangenendilemma – Der Sachverhalt

6.1 Gefangenendilemma mit zwei Akteuren

6.2 Gefangenendilemma mit n-Personen

6.3 Interierte Gefangenendilemma

6.3.1 Unbekannte Rundenzahl

6.3.2 Bekannte Rundenzahl

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Rational Choice Theorie und deren Anwendung zur Erklärung sozialen Handelns. Dabei steht die Frage im Zentrum, ob die Theorie des rationalen Handelns unter der Maxime der Rationalität in der Lage ist, komplexe soziale Phänomene und kollektive Entscheidungsprozesse adäquat zu erfassen.

  • Grundlagen des zweckrationalen Handelns nach Max Weber
  • Annahmen und Merkmale des rationalen Akteurs
  • Spieltheoretische Modellierung sozialer Interaktionen
  • Analyse des Gefangenendilemmas als Paradigma für Interessenkonflikte
  • Mechanismen zur Entstehung und Stabilisierung von Normen

Auszug aus dem Buch

6.1 Gefangenendilemma mit zwei Akteuren

Da unter den beiden Akteuren keine Absprache oder irgendeine Art von Kommunikation möglich ist, ergeben sich vier alternative Kombinationen.

I. Beide schweigen. In diesem Fall bekommen beide eine geringe Strafe, da ihnen nur die „kleinen“ Straftaten bewiesen werden können.

II/III. Einer gesteht, der andere schweigt. Dann geht der Geständige straffrei aus und der jeweils andere bekommt die Höchststrafe.

IV. Beide gestehen. In diesem Fall bekommen beide eine mittelschwere Strafe, da sie zwar die schweren Straftaten bewiesen bekommen können aber dennoch für ihre Kooperation „belohnt“ werden.

(vgl. Schneider 2002, S.89)

Anhand der vier Alternativen ist zu erkennen, dass es bei dieser Variante der Spielstrategie nur ein Nash-Gleichgewicht gibt (vgl. Hollis 1995, S.166).

Fall I hat den höchsten Kollektivnutzen. Allerdings wird hier bekannter Weise von einem rationalen Akteur ausgegangen, der nur seinen eigenen Nutzen maximieren will. So entscheidet sich jeder rationale Akteur für die Strategie „gestehen“, da er für sich selbst den höchsten Nutzen erreichen will und das ist hier Straffreiheit. Das hat wiederum zur Folge, dass sie für beide ein schlechteres Endergebnis erzielen, als wenn sie beide schweigen würden. Zu beachten ist auch die Situation, wenn die Gefangenen die Möglichkeit zur Absprache haben. Die Voraussetzungen der Nutzenmaximierung bleibt bei den Akteuren erhalten, daher würde sich an dem Resultat nichts ändern. Selbst wenn die Akteure nicht sicher sein könnten, dass der andere Spieler ein rationaler Akteur ist, wissen sie es doch von sich selbst und somit ist jegliche Vereinbarung nichtig. Die einzige Möglichkeit beiden zum Schweigen zu bringen ist die Existenz einer Norm, deren Widersetzung sanktioniert wird. Diese Sanktionen müssen so gravierend sein, dass es für beide Akteure rational ist zu schweigen und sie sich darauf verlassen können, dass dies auch für den anderen gilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Rational Choice Theorie ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Erklärbarkeit sozialer Phänomene durch rationale Handlungsmodelle.

2 Begriffsbestimmung: Hier werden der zweckrationale Handlungsbegriff nach Max Weber sowie die theoretischen Annahmen über den rationalen Akteur definiert.

3 Handlungstheorie: Dieses Kapitel verortet den Rational Choice Ansatz innerhalb der allgemeinen Handlungstheorien und deren Bedeutung für die Gesellschaftstheorie.

4 Rational Chioce Ansatz: Es wird die Verbindung zwischen individuellem Handeln, Nutzenmaximierung und ökonomischen Prinzipien innerhalb des Ansatzes erläutert.

5 Spieltheorie: Dieses Kapitel erklärt die Spieltheorie als Modell zur Analyse strategischer Handlungsentscheidungen unter Berücksichtigung von Koordinationseffekten.

6 Gefangenendilemma – Der Sachverhalt: Das Kapitel analysiert das Gefangenendilemma in verschiedenen Konstellationen als Beispiel für Interessenkonflikte und die Notwendigkeit von Sanktionen.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Rational Choice Ansätze einen wertvollen Beitrag zur Analyse sozialen Handelns leisten, trotz der Kritik an der Annahme eines ideal-rationalen Akteurs.

Schlüsselwörter

Rational Choice Theorie, zweckrationales Handeln, Max Weber, Nutzenmaximierung, rationaler Akteur, Spieltheorie, Gefangenendilemma, Nash-Gleichgewicht, soziale Normen, Sanktionen, Trittbrettfahrer, Handlungstheorie, strategische Interaktion, SEU-Theorie, Kollektivnutzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Rational Choice Theorie und hinterfragt, inwieweit das Modell des rationalen, nutzenmaximierenden Individuums soziale Phänomene und Handlungen erklären kann.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit bearbeitet?

Zentrale Themen sind der zweckrationale Handlungsbegriff, die Merkmale des rationalen Akteurs, die Spieltheorie sowie die Herausforderungen bei der Stabilisierung von Normen durch Sanktionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit der Rational Choice Theorie, um zu prüfen, ob die Annahme strikter Rationalität ausreicht, um menschliches Verhalten in verschiedenen sozialen Kontexten abzubilden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, ergänzt durch spieltheoretische Modelle (z.B. Koordinationsspiele, Gefangenendilemma), um komplexe Entscheidungsprozesse mathematisch und soziologisch zu veranschaulichen.

Was ist der inhaltliche Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsbestimmung (Weber), die theoretische Einordnung (Handlungstheorie), die Einführung in die Spieltheorie und eine detaillierte Betrachtung des Gefangenendilemmas.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Nutzenmaximierung, rationaler Akteur, Nash-Gleichgewicht, Sanktionsmechanismen und soziale Normen kennzeichnen.

Wie löst das Modell des rationalen Akteurs das Problem des "Trittbrettfahrers"?

Das Modell verdeutlicht, dass Trittbrettfahrer nur durch gezielte, inkrementelle Sanktionen von ihrem Verhalten abgehalten werden können, da individueller Nutzen bei fehlender Sanktionierung oft gegen eine Normverletzung spricht.

Welche Rolle spielt die bekannte Rundenzahl beim interierten Gefangenendilemma?

Bei bekannter Rundenzahl führt die rationale Erwartung des Betrugs in der letzten Runde zu einer Kettenreaktion, bei der rational handelnde Akteure bereits ab der ersten Runde vom kooperativen Verhalten abweichen.

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Details

Title
Rational Choice Theorie
Subtitle
Rationales Handeln unter der Maxime der Rationalität
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Soziologie)
Course
Theorien der allgemeinen Soziologie
Grade
2,5
Author
Martina Geyer (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V133876
ISBN (eBook)
9783640408719
ISBN (Book)
9783640409273
Language
German
Tags
Rational Choice Theorie Rationales Handeln Maxime Rationalität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Geyer (Author), 2005, Rational Choice Theorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133876
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