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Selbstreguliertes Lernen im Schulunterricht

Title: Selbstreguliertes Lernen im Schulunterricht

Term Paper , 2009 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Claudia Gaylor (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Selbstreguliertes Lernen ist seit der kognitiven Wende in den 70er Jahren ein viel diskutiertes, analysiertes und weit gefächertes Lernphänomen, das viele Bereiche des Lebens betrifft. In der Erwachsenenbildung ist es die Grundlage für lebenslanges, eigenständiges Lernen und Erweiterung des eigenen
Wissensstandes. Auch im Studium ist es unerlässlich, Lernstrategien zu kennen und sie effektiv anwenden zu können.
Seit den Untersuchungen der PISA-Studie hat die Methode des selbstregulierten Lernens auch im Schulunterricht an Bedeutung zugenommen. Die Notwendigkeit, das Lernen möglichst früh zu erlernen und zu beherrschen, zeigt sich unter anderem in den Lehrplänen der Bundesländer. So ist eine grundlegende Anforderung der gymnasialen Oberstufe in Thüringen die Fähigkeit der „Verknüpfung und Reflexion von Methoden und Strategien" (Thüringer Kultusministerium 2008, S. 5) im Schulunterricht. In Sachsen-Anhalt gibt es für die Schuljahrgänge 5 bis 6 den Kurs Lernmethoden, in dem neben Methoden zur Informationsbeschaffung auch Lernplanung und Möglichkeiten zur Gestaltung des Lernumfeldes gelehrt werden (vgl. LISA 2003). Der Schule kommt somit eine der wichtigsten Aufgaben zu: Die Vermittlung und Festigung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es ermöglichen, sich ein Leben lang selbst weiterzubilden und sich in der Welt des schnellen Fortschritts und des Wissens mit geringer Halbwertszeit eigenständig zu aktualisieren.
Auf Grundlage der Erläuterung und Untergliederung der Begriffe "selbstreguliertes Lernen" und "Lernstrategie" sollen in dieser Arbeit grundlegende Aspekte geklärt werden, die Voraussetzung des selbstregulierten Lernens sind. Außerdem werden einige praktische Methoden im Schulunterricht vorgestellt, die das Lernen lehren

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Begriffserklärungen

1. Selbstreguliertes Lernen

2. Lernstrategien

2.2.1 Kognitive Strategien

2.2.2 Metakognitive Strategien

2.2.3 Motivations- und Emotionsstrategien

2.2.4 Weitere in der Literatur genannte Strategien

3. Selbstregulierung versus Fremdsteuerung im Schulunterricht

4. Die Rolle der Schule beim selbstregulierten Lernen

5. Methoden zur Umsetzung im Schulunterricht

1. Lernen mit dem Portfolio

2. Reziprokes Lernen zur Steigerung der Lesekompetenz

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des selbstregulierten Lernens im modernen Schulunterricht, mit dem Ziel, die theoretischen Grundlagen dieses Lernphänomens zu erläutern und praktische Methoden aufzuzeigen, durch die Lehrkräfte ihre Schüler bei der Entwicklung notwendiger Lernkompetenzen gezielt unterstützen können.

  • Theoretische Definition und Einordnung von selbstreguliertem Lernen
  • Klassifikation relevanter Lernstrategien (kognitiv, metakognitiv, motivational)
  • Spannungsfeld zwischen schülerorientierter Selbstregulierung und notwendiger Fremdsteuerung
  • Die Rolle der Schule bei der Vermittlung lebenslanger Lernkompetenzen
  • Praxisorientierte Methoden zur Förderung: Portfolioarbeit und reziprokes Lernen

Auszug aus dem Buch

5.1 Lernen mit dem Portfolio

Das Portfolio, übertragen aus dem architektonisch- künstlerischen Bereich, ist eine strukturierte Sammelmappe, in der der Schüler seinen individuellen Lernweg dokumentiert. Dazu zählt beispielsweise ein mitwachsendes Inhaltsverzeichnis, welches den Lernfortschritt zeigt. Auch Fehler, Irrwege und Sackgassen, wie beispielsweise Fehlinterpretationen eines Textes oder das falsche Lösen einer Aufgabe, bleiben in dem Portfolio sichtbar, um sie später mit in die Reflexion einzubeziehen. Paulson definiert ein Portfolio folgendermaßen:

„Ein Portfolio ist eine zielgerichtete und planmäßige Sammlung von Unterlagen, die die persönlichen Anstrengungen, Weiterentwicklungen und Leistungen des Lernenden in einem oder mehreren Bereichen des Lernens aufzeigt und reflektiert. In einem Portfolioprozess wird der Lernende an der Entscheidung über die Inhalte, der Festlegung der Bewertungskriterien und an der Bewertung der Qualität seiner eigenen Arbeit beteiligt“ (zit. nach Kriebel/Pfeifer, 2007, S. 35).

Sie Selbstregulierung des eigenen Lernens ist somit Voraussetzung, Weg und Ziel eines Portfolioprozesses. Der Lehrer überlässt dem Schüler den Großteil der Aufgabenbewältigung. Ihm steht hauptsächlich eine beratende und unterstützende Position zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel verortet das selbstregulierte Lernen im Bildungskontext und betont dessen wachsende Bedeutung für die lebenslange Lernfähigkeit von Schülern.

2. Begriffserklärungen: Hier werden zentrale Begriffe wie selbstreguliertes Lernen sowie verschiedene Lernstrategien (kognitiv, metakognitiv, motivational) definiert und differenziert.

3. Selbstregulierung versus Fremdsteuerung im Schulunterricht: Das Kapitel analysiert das Spannungsfeld zwischen der notwendigen Eigeninitiative der Schüler und der steuernden Rolle der Lehrenden im Unterrichtsprozess.

4. Die Rolle der Schule beim selbstregulierten Lernen: Hier wird verdeutlicht, dass die Schule eine zentrale Verantwortung für die Vermittlung und Begleitung von Lernstrategien während der Entwicklungsphase von Kindern trägt.

5. Methoden zur Umsetzung im Schulunterricht: Dieses Kapitel stellt zwei konkrete methodische Ansätze – das Lernen mit dem Portfolio und das reziproke Lernen – als praktische Werkzeuge zur Förderung vor.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Resümee, dass selbstreguliertes Lernen durch gezielte methodische Anleitung im Unterricht gefördert werden kann und eine notwendige Umgestaltung der Lehrerbildung erfordert.

Schlüsselwörter

Selbstreguliertes Lernen, Lernstrategien, Schule, kognitive Strategien, metakognitive Strategien, Portfolio, reziprokes Lernen, Lesekompetenz, Fremdsteuerung, Eigeninitiative, Kompetenzvermittlung, schülerorientierter Unterricht, Lebenslanges Lernen, Motivationsstrategien, Methodenkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des selbstregulierten Lernens im schulischen Kontext und untersucht, wie dieses Phänomen durch den Einsatz spezifischer Lernstrategien gefördert werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die theoretische Definition des Lernens, die Einordnung verschiedener Lernstrategien, das Rollenverhältnis zwischen Lehrer und Schüler sowie die methodische Umsetzung in der Unterrichtspraxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch praktische Lehrmethoden wie Portfolioarbeit oder reziprokes Lernen die Kompetenz ihrer Schüler zum selbstständigen, lebenslangen Lernen stärken können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die verschiedene theoretische Ansätze und empirische Studien zur pädagogischen Psychologie und Bildungsforschung zusammenführt und auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung, die theoretische Auseinandersetzung mit der Steuerung von Lernprozessen und die Vorstellung konkreter Anwendungsbeispiele für den Schulunterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Selbstregulierung, Lernstrategien, Portfolioarbeit, reziprokes Lernen, Kompetenzvermittlung und schülerorientierter Unterricht definieren.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von rein theoretischen Abhandlungen über das Lernen?

Die Arbeit bietet einen direkten Transfer in die Unterrichtspraxis, indem sie spezifische Methoden wie das Portfolio oder das reziproke Lernen anhand von Fachliteratur praxisnah beleuchtet.

Warum wird im Dokument explizit auf die Pisa-Studien verwiesen?

Die PISA-Ergebnisse dienen als Beleg dafür, dass Unterschiede im Lernerfolg von Schülern maßgeblich auf ihr verfügbares Wissen über effektive Lernstrategien zurückzuführen sind.

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Details

Title
Selbstreguliertes Lernen im Schulunterricht
College
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung)
Course
Aufmerksamkeit, Lernen und Gedächtnis
Grade
1,0
Author
Claudia Gaylor (Author)
Publication Year
2009
Pages
14
Catalog Number
V133903
ISBN (eBook)
9783640416073
ISBN (Book)
9783640412273
Language
German
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Gaylor (Author), 2009, Selbstreguliertes Lernen im Schulunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133903
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