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Gottfried Wilhelm Leibniz und die Theodizee

Title: Gottfried Wilhelm Leibniz und die Theodizee

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christoph Höbel (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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Summary Excerpt Details

Leibniz wird allgemein als einer der letzten Universalgelehrten der Geschichte angesehen. Er war nicht nur auf dem Gebiet der Mathematik ein Genie: sein „Hauptbemühen [...] war, in jeder Religion und Weltanschauung etwas Wahres zu finden und diese Wahrheit in eine große Harmonie einzuordnen“ . Er beschäftigte sich also mit Mathematik, Philosophie, Geschichte und Politik. In der Philosophie wirkte er in der Logik, der Metaphysik, der Erkenntnistheorie und der Theodizee. Wobei man bei diesen Bereichen darauf achten muss, dass die Grenzen fließen: so kommt man, wenn man sich mit der Frage, wie man eine Erkenntnis bekommt, auf die Frage auf Gott. Und diese Frage legt die Frage nach der Rechtfertigung – einen Beweis – nahe.
Dieser Beweis durchzog sein ganzes Schaffen und er arbeitete seit seinen frühen Schriften an einem schlüssigen System, um diesen Beweis auf stablie Grundlagen zu stellen.
Im folgenden wird ein grober Überblick über Leibnizens Philosophie und seine grundlegenden Thesen geliefert, der versucht, einen Bezug zu dem Problem des Gottesbeweises bei Leibniz und seine Antworten auf die Theodizee herzustellen. Hierbei liegt ein besonderes Augenmerk auf den Grundprinzipien von Leibnizens Philosophie und auf den Monaden, seiner wichtigsten philosophischen Theorie. Anschließend werden die Gottesbeweise und Leibnizens Antworten auf die drei Übel der Welt auf dem Hintergrund der vorher untersuchten Bereiche seiner philosophischen Theorie betrachtet.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Grundprinzipien

2.1. Der Satz vom Grund

2.2. Das Prinzip von Identität und Widerspruch

2.3. Absolute und hypothetische Wahrheiten

2.4. Logisches Argumentieren

2.5. Erkenntnis

3. Monaden

3.1. Eigenschaften der Monaden

3.2. Perzeptionen und Apperzeption

3.3. Körper und Monaden

3.4. Prästabilierte Hamonie

4. Gott und die Theodizee

4.1. Die Gottesbeweise

4.2. Die Theodizee – die Rechtfertigung Gottes

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Philosophie von Gottfried Wilhelm Leibniz mit dem primären Ziel, die theoretischen Grundlagen seines Systems mit seiner Theodizee und der Frage nach der Existenz Gottes zu verknüpfen.

  • Grundlegende Prinzipien der Leibnizschen Philosophie
  • Die Monadologie als Substanztheorie
  • Logische Argumentation und Gottesbeweise
  • Das Theodizee-Problem: Rechtfertigung Gottes angesichts des Übels

Auszug aus dem Buch

3.3. Körper und Monaden

Das Fortschreiten von Perzeptionszustand zu Perzeptionszustand erfolgt gemäß einem der Monade innewohnenden Gesetz, jeder neue Perzeptionszustand ist natürlicherweise eine Folge seines vorhergehenden Zustandes, so daß der gegenwärtige mit dem zukünftigen schwanger geht.38

Monaden verändern also ihre Zustände. Dies ist ihr Wesen – die ständige Veränderung. Das ist mit Kraft bei Monaden gemeint: die ständige Tätigkeit, das ständige Wechseln von einem Zustand in den nächsten. Leibniz legte somit die Grundlage für die Wissenschaft der Dynamik und lieferte einen metaphysischen Grund für den Energieerhaltungssatz.39 Energie geht also nicht verloren, sondern sie wird erhalten und ändert die Zustände – durch Dynamik ändern sich die Zustände, was heute als physische Wissenschaft betrieben wird, wird metaphysisch durch die Eigenschaften der Monaden und deren Perzeptionen fundiert.

Jeder Monade – mit Ausnahme von Gott – kommt ein Körper zu, eine Art Manifestation der Monade in der phänomalen Welt (phänomenal im Sinne von wahrnehmbar). So umgibt sich eine Zentralmonade mit unendlich vielen weiteren Monaden, die dann den Körper ergeben.40 Vielleicht so, wie ein DNS-Strang: in der Zentralmonade sind die Grundinformationen gespeichert, nach denen der Körper mit Hilfe untergeordneter Monaden gebaut werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert Leibniz als Universalgelehrten und führt in die zentrale Fragestellung der Rechtfertigung Gottes innerhalb seines philosophischen Systems ein.

2. Die Grundprinzipien: Dieses Kapitel erläutert die logischen Fundamente wie den Satz vom Grund sowie das Prinzip der Identität und des Widerspruchs, die als Basis für Gottes Existenz dienen.

3. Monaden: Hier wird die Substanztheorie der Monadologie dargelegt, einschließlich der Eigenschaften der Monaden, der Wahrnehmungsstufen und der prästabilierten Harmonie.

4. Gott und die Theodizee: Das Kapitel behandelt die Gottesbeweise und diskutiert die Rechtfertigung Gottes angesichts der verschiedenen Arten von Übel in der Welt.

5. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, wie Leibniz die Erkenntnistheorie, Logik und Metaphysik zu einem schlüssigen System verwebt, das die Idee Gottes ins Zentrum stellt.

Schlüsselwörter

Leibniz, Philosophie, Monadologie, Theodizee, Gott, Gottesbeweise, Satz vom Grund, Identitätsprinzip, Substanz, Perzeption, Apperzeption, prästabilierte Harmonie, Universalgelehrter, Metaphysik, Logik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem philosophischen System von Gottfried Wilhelm Leibniz und untersucht, wie seine logischen und metaphysischen Lehren zur Begründung der Existenz Gottes und zur Lösung des Theodizee-Problems beitragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Grundprinzipien der Logik, die Theorie der Monaden (Substanzlehre), die Gottesbeweise und die Auseinandersetzung mit dem Bösen in der Welt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, einen Überblick über Leibnizens Philosophie zu geben und aufzuzeigen, wie seine Thesen zur prästabilierten Harmonie und zu den Monaden eine Antwort auf die Frage nach der Rechtfertigung Gottes bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische Analyse philosophischer Quellen und Standardwerke, um Leibnizens Argumentationsstruktur und seine zentralen Thesen zu erschließen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der logischen Grundprinzipien, die detaillierte Darstellung der Monadologie als Substanztheorie sowie die Anwendung dieser Theorien auf die Gottesbeweise und die Theodizee.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Leibniz, Monadologie, Theodizee, Gott, prästabilierte Harmonie, Substanz, Perzeption und das Prinzip vom zureichenden Grund.

Warum betrachtet Leibniz Gott als Ausnahme bei der Ausstattung mit einem Körper?

Da Gott vollkommen ist, dürfte er keinen Körper besitzen, da eine körperliche Bindung eine Veränderung seines inneren Zustands erzwingen würde, was der göttlichen Vollkommenheit widersprechen würde.

Wie löst Leibniz das Problem der "Fensterlosigkeit" der Monaden?

Die Fensterlosigkeit wird durch die Vermittlung Gottes gelöst, der durch die prästabilierte Harmonie sicherstellt, dass die Abfolge der Perzeptionen in allen Monaden synchron zueinander verläuft.

Wie unterscheidet Leibniz die drei Arten des Übels?

Leibniz unterscheidet zwischen dem metaphysischen Übel (Unvollkommenheit des Geschaffenen), dem physischen Übel (Schmerz und Leid, oft mit heilsamer Funktion) und dem moralischen Übel (Sünde, bedingt durch menschliche Freiheit).

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Details

Title
Gottfried Wilhelm Leibniz und die Theodizee
College
University of Trier  (Fachbereich I Philosophie)
Course
Die gemeinsame Entwicklung von Philosophie und Mathematik von Cusanus bis Leibniz
Grade
1,7
Author
Christoph Höbel (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V133946
ISBN (eBook)
9783640405244
ISBN (Book)
9783640405565
Language
German
Tags
Philosophie des Mittelalters Philosophie der frühen Neuzeit Monaden Theodizee
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Höbel (Author), 2007, Gottfried Wilhelm Leibniz und die Theodizee, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133946
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