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Grundzüge der Netzwerktheorie

Title: Grundzüge der Netzwerktheorie

Term Paper , 2009 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Antje Reichert (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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„Netzwerke“ sind in aller Munde und beschreiben Verbindungen zwischen Personen, Organisationen, Computern u.ä. Im Rahmen dieser Arbeit werden Netzwerke aus soziologischer Perspektive betrachtet:
- Dabei ist der erste Schritt der Einsatz der soziologischen Netzwerkanalyse als statistisches Instrumentarium (Jansen, 2006, S. 11).
- Der zweite Schritt ist die Interpretation der erhobenen Daten über soziale Netzwerke durch die Verwendung / Generierung von Netzwerktheorien. Dabei werden jeweils unterschiedliche Sichtweisen der Beziehungsstrukturen zwischen den Akteuren miteinander in Verbindung gebracht (Stegbauer, 2008, S. 12).
Entsprechend dieser Chronologie erfolgt der Aufbau der Arbeit in vier Schritten:
Im folgenden Kapitel werden einschlägige Definitionen des Begriffes der „sozialen Netzwerke“ beschrieben. Dabei spielen soziale Beziehungen jeweils eine wesentliche Rolle, daher erfolgt auch eine Charakterisierung ihrer Dimensionen. Aufgrund der Vielzahl der vorhandenen Definitionen für soziale Netzwerke werden zusätzlich auch deren Merkmale beschrieben, die im Rahmen empirischer Untersuchungen erhoben werden. Ergänzend zu diesen Hintergrundinformationen wird in Kapitel 3 ein Überblick über die historische Entwicklung gegeben. Dabei werden - ausgehend von Gestalttheorie und Strukturfunktionalismus - die wesentlichen Meilensteine bis hin zur heute bekannten Netzwerkanalyse genannt.
Aufbauend auf den Grundlagen der vorangegangenen Abschnitte werden in Kapitel 4 verschiedene Perspektiven der Netzwerktheorie erörtert. Dabei wird zuerst auf die Mikroebene eingegangen. Diese interpretiert die Netzwerktheorie als strukturalistische Hanldungstheorie, bei welcher soziale Netzwerke jeweils Einfluss auf das soziale Handeln der Individuen haben. Dieser Ansatz wird an einer empirischen Studie belegt. Den Gegenpol bildet dazu Kapitel 4.2. Hier wird die Netzwerktheorie aus der Makroebene interpretiert. Die Netzwerktheorie ist damit eine konstruktivistische Gesellschaftstheorie. Um eine Verknüpfung zur Praxis herzustellen, wird auch dieser Ansatz im Anschluss an die theoretischen Ausführungen durch eine empirische Studie verdeutlicht. Im Ausblick wird schließlich anhand von kurzfristig anstehenden Fachtagungen zu den Themen Netzwerkanalyse und Netzwerktheorie ein Überblick über den aktuellen Stand der Forschung im deutschsprachigen Raum gegeben. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Soziale Beziehungen als Grundlage sozialer Netzwerke

3 Ursprünge der soziologischen Netzwerkanalyse

4 Ebenen der Netzwerktheorien

4.1 Netzwerktheorie als strukturalistische Handlungstheorie

4.2 Netzwerktheorie als konstruktivistische Gesellschaftstheorie

5 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die Grundzüge der Netzwerktheorie und die soziologische Netzwerkanalyse. Dabei wird untersucht, wie soziale Beziehungen als Basis für Netzwerke fungieren, welche historischen Ursprünge das Fachgebiet prägten und wie Netzwerktheorien auf unterschiedlichen Ebenen — als strukturalistische Handlungstheorie oder konstruktivistische Gesellschaftstheorie — für die empirische Forschung nutzbar gemacht werden können.

  • Soziale Beziehungen und ihre Dimensionen (expressiv, instrumentell, korrupt)
  • Historische Entwicklung von der Gestalttheorie zum modernen Strukturfunktionalismus
  • Methodische Ansätze der soziologischen Netzwerkanalyse
  • Strukturalistische vs. konstruktivistische Perspektiven in der Netzwerktheorie
  • Empirische Anwendungsbeispiele sozialer Netzwerkanalysen

Auszug aus dem Buch

4.1 Netzwerktheorie als strukturalistische Handlungstheorie

Die aus der Netzwerkanalyse gewonnenen Daten bilden die Grundlage für die Interpretation im Rahmen empirischer Analysen. In diesem Rahmen werden Netzwerktheorien generiert oder bestehende Theorien genutzt. Diese zwei entgegengesetzten Wege in der Wissenschaft werden nachfolgend beschrieben:

Im Rahmen der strukturalistischen Vorgehensweise werden eigenständige Netzwerktheorien aus den generierten Daten der Netzwerkanalyse abgeleitet. Die konstruktivistische Vorgehensweise hingegen greift auf bestehende Interaktionstheorien zurück, um die generierten Daten theoretisch zu belegen. Beide Perspektiven werden nachfolgend im Detail erläutert - zunächst wird auf die Ableitung eigenständiger Netzwerktheorien eingegangen. Als Grundlage formulierte Barry Wellman 1988 fünf Prinzipien der strukturalistischen Netzwerktheorie (Gray, 2008, S. 133):

⇒ “Structured social relationships are a more powerful source of sociological explanation than personal attributes of system members.”

⇒ “Norms emerge from location in structured systems of social relationships.”

⇒ “Social structures determine the operation of dyadic relationships.”

⇒ “The world is composed of networks, not groups.”

⇒ “Structural methods supplement and supplant individualistic methods.”

Die Basis der strukturalistischen Vorgehensweise bildet jeweils die Mikroebene der beteiligten Individuen. Das Ziel stellt die Generierung einer strukturalistischen Handlungstheorie dar, in welcher erläutert wird, welchen Einfluss das jeweilige Netzwerk auf das soziale Handeln des Individuums hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Netzwerken in der modernen Welt dar und erläutert den Aufbau der Hausarbeit in vier systematischen Schritten.

2 Soziale Beziehungen als Grundlage sozialer Netzwerke: Das Kapitel definiert soziale Netzwerke anhand verschiedener wissenschaftlicher Ansätze und analysiert die Dimensionen sozialer Beziehungen sowie deren zentrale Merkmale.

3 Ursprünge der soziologischen Netzwerkanalyse: Hier wird der historische Abriss von der Gestalttheorie und dem Strukturfunktionalismus bis hin zur modernen Netzwerkanalyse nachgezeichnet.

4 Ebenen der Netzwerktheorien: Dieses Kapitel vergleicht die zwei zentralen theoretischen Zugänge: die strukturalistische Handlungstheorie auf Mikroebene und die konstruktivistische Gesellschaftstheorie auf Makroebene.

4.1 Netzwerktheorie als strukturalistische Handlungstheorie: Dieser Abschnitt erläutert die Ableitung eigenständiger Theorien aus empirischen Daten und präsentiert fünf Prinzipien der strukturalistischen Netzwerktheorie.

4.2 Netzwerktheorie als konstruktivistische Gesellschaftstheorie: Dieser Teil beleuchtet, wie bestehende soziologische Theorien genutzt werden, um soziale Strukturen und deren Veränderungsprozesse zu interpretieren.

5 Ausblick: Der Ausblick widmet sich dem aktuellen Forschungsstand im deutschsprachigen Raum und gibt einen Überblick über anstehende fachliche Debatten und Tagungen.

Schlüsselwörter

Netzwerktheorie, Soziale Netzwerkanalyse, Strukturfunktionalismus, Soziale Beziehungen, Sozialkapital, Handlungstheorie, Konstruktivismus, Netzwerke, Mikroebene, Makroebene, Interaktion, Systemtheorie, Empirische Sozialforschung, Grafentheorie, Soziometrie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in die Grundzüge der Netzwerktheorie und erläutert deren theoretische und methodische Fundamente innerhalb der Soziologie.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Definition sozialer Beziehungen, die Historie der Netzwerkanalyse sowie die Unterscheidung zwischen mikro- und makrotheoretischen Perspektiven.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Lesern die methodischen und theoretischen Ansätze der Netzwerktheorie verständlich zu machen und die Verknüpfung zur empirischen Forschung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, die historische Herleitung soziologischer Konzepte sowie die Diskussion empirischer Studien, um die theoretischen Modelle zu verdeutlichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung sozialer Beziehungen als Grundlage, die historischen Ursprünge und die Differenzierung in strukturalistische und konstruktivistische Netzwerktheorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Soziale Netzwerke, Netzwerktheorie, Sozialkapital, Handlungstheorie und soziologische Analyse.

Was besagt das Sozialkapital-Konzept nach James Coleman?

Coleman definiert Sozialkapital über seine Funktion: Es besteht aus Aspekten sozialer Strukturen, die bestimmte Handlungen von Individuen erleichtern, die ohne diese Bindungen nicht möglich wären.

Wie unterscheidet sich die strukturalistische von der konstruktivistischen Perspektive?

Die strukturalistische Vorgehensweise leitet Theorien direkt aus den Daten ab (Mikroebene), während der konstruktivistische Ansatz bestehende Theorien nutzt, um soziale Tatbestände und deren Wandel auf Makroebene zu erklären.

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Details

Title
Grundzüge der Netzwerktheorie
College
University of Hagen  (Institut für Soziologie)
Course
Qualifizierungs-Paket 1: Grundbegriffe und soziologisches Denken
Grade
1,0
Author
Antje Reichert (Author)
Publication Year
2009
Pages
24
Catalog Number
V133960
ISBN (eBook)
9783640405954
ISBN (Book)
9783640406036
Language
German
Tags
Soziologie Netzwerktheorie Netzwerkanalyse soziale Beziehungen historische Entwicklung strukturalistische Handlungstheorie konstruktivistische Gesellschaftstheorie Soziogramm
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antje Reichert (Author), 2009, Grundzüge der Netzwerktheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/133960
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