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Geschlecht und Geschlechtlichkeit bei Jacques Derrida

Titel: Geschlecht und Geschlechtlichkeit bei Jacques Derrida

Seminararbeit , 2021 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Uwe Rottensteiner (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In vorliegender kurzer Seminararbeit über Jaques Derrida und Geschlecht/Geschlechtlichkeit werden ein prägnanter Überblick über Biographisches von Derrida, die Verortung seiner Werke, sowie die wichtigsten Grundbegriffe bei Derrida angeführt, weiters wird versucht, einen Zusammenhang zwischen Derrida und Geschlecht/Geschlechtlichkeit herzustellen. Abschließend wird der Einfluss von Derridas Schaffen im Hinblick auf die poststrukturalistische, feministische Theoriebildung dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung und Verortung

1. Biographie

2. Einführung in Derridas Werke

3. Grundbegriffe bei Derrida

3.1. Grammatologie

3.2. Dekonstruktion

3.3. Différance

4. Bezüge zu Geschlechtlichkeit/Geschlechtsdifferenz in Derridas Werken

5. Dekonstruktion im feministischen Argumentationskontext

5.1. Französischer poststrukturalistischer Feminismus

5.2. Nordamerikanischer dekonstruktiver Feminismus

5.2.1. Beispiel postkolonialer Feminismus: Gayatri Chakravorty Spivak

5.3. Gender Studies: Dekonstruktion bei Judith Butler

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit dem Leben und den zentralen philosophischen Theorien von Jacques Derrida und untersucht diese insbesondere im Hinblick auf Fragen der Geschlechtlichkeit und Geschlechtsdifferenz sowie deren Rezeption im feministischen Diskurs.

  • Biografische Einordnung des Lebens von Jacques Derrida
  • Einführung in die Dekonstruktion und den Begriff der Différance
  • Analyse des Phallogozentrismus bei Derrida
  • Interdisziplinärer Bezug zu Gender Studies und feministischer Kritik
  • Diskussion der Bedeutung von Sprache, Schrift und Machtstrukturen

Auszug aus dem Buch

3.2. Dekonstruktion

Zuallererst sei angemerkt, dass die einzig mögliche „Definition“ der Dekonstruktion ist, dass sie sich nicht definieren lässt. In „Positionen“ spricht Derrida zumindest von einer „Strategie“, die als Dekonstruktion verstanden werden könne (vgl. Babka 2003, S.9).

Beim Begriff der Dekonstruktion handelt es sich um ein Kunstwort, welches aus den beiden Worten „Destruktion“ und „Konstruktion“ zusammensetzt. Hier wird auch ersichtlich, dass es mit Hilfe der Dekonstruktion darum geht, etwas zu zerstören, um es sodann neu zusammenzusetzen. Dem entsprechend werden Texte mit dem Lektüreverfahren der Dekonstruktion zerlegt bzw. „destruktiv zerstört“, um dann „neu“ gelesen werden. Das „Neu gelesen“-werden, zielt darauf ab, versteckte Strukturen und Bedeutungen zu entdecken und daraus konstruktiv einen neuen Sinngehalt zu bergen (vgl. König 2017, S.8; S.33).

Hierbei geht es letztendlich nicht darum, neuen Sinn zu behaupten, sondern vielmehr erfüllt sich der Zweck der Dekonstruktion in ihrer Prozesshaftigkeit, sprich im Akt des Fragens selbst (vgl. Schwanebeck 2013b).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung und Verortung: Die Arbeit führt in den Poststrukturalismus ein und verortet Derrida als einen der bedeutendsten Vertreter dieser Strömung, wobei die grundlegende Skepsis gegenüber dem klassischen Sinnbegriff dargelegt wird.

1. Biographie: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Derridas von seiner Kindheit in Algerien über seine akademische Laufbahn in Frankreich bis hin zu seinem politischen Engagement und seinem Tod nach.

2. Einführung in Derridas Werke: Es wird ein Überblick über die drei Schaffensphasen Derridas gegeben, von den frühen Texten zur Dekonstruktion hin zur Spätphase, die sich stärker politischen Themen widmet.

3. Grundbegriffe bei Derrida: Hier werden die zentralen theoretischen Konzepte wie Grammatologie, Dekonstruktion und Différance erläutert, die als Basis für das Verständnis seines gesamten Denkens dienen.

4. Bezüge zu Geschlechtlichkeit/Geschlechtsdifferenz in Derridas Werken: Das Kapitel analysiert, wie Derrida mit Begriffen wie dem „Phallogozentrismus“ das Verständnis von Geschlecht und Weiblichkeit kritisch hinterfragt.

5. Dekonstruktion im feministischen Argumentationskontext: Es wird untersucht, wie Derridas Ansätze in den französischen und nordamerikanischen Feminismus sowie in die Gender Studies (insbesondere bei Judith Butler) einfließen.

6. Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass Derridas Bruch mit dem Logozentrismus entscheidende Grundlagen für die Infragestellung konstruierter Geschlechtsidentitäten innerhalb der feministischen Theoriebildung schuf.

Schlüsselwörter

Jacques Derrida, Dekonstruktion, Poststrukturalismus, Philosophie, Différance, Grammatologie, Phallogozentrismus, Gender Studies, Feministischer Diskurs, Judith Butler, Gayatri Chakravorty Spivak, Identität, Sprache, Macht, Differenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die philosophischen Konzepte von Jacques Derrida, insbesondere die Dekonstruktion, und prüft deren Relevanz für feministische Debatten und Fragen der Geschlechterdifferenz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben der Einführung in das Denken von Derrida liegen die Schwerpunkte auf der Sprachphilosophie, der Dekonstruktion des Logozentrismus und der Anwendung dieser Methoden auf feministische Fragestellungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Verbindung zwischen Derridas dekonstruktivem Ansatz und der feministischen Theoretisierung von Geschlechtsidentitäten aufzuzeigen und kritisch zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und führt eine fachwissenschaftliche Aufarbeitung der Primärtexte Derridas sowie einschlägiger Sekundärliteratur durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Derridas Begriffe, eine Analyse seiner Bezüge zu Geschlechterfragen und eine detaillierte Untersuchung der Rezeption in feministischen Forschungskontexten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Dekonstruktion, Poststrukturalismus, Phallogozentrismus, Différance und feministische Theorie.

Was bedeutet "Différance" bei Derrida?

Différance ist ein von Derrida geprägtes Kunstwort, das zugleich „sich unterscheiden“ und „aufschieben“ bedeutet; es beschreibt, dass Bedeutung im sprachlichen System nie vollständig präsent ist, sondern stets auf andere Zeichen verweist.

Warum spielt Judith Butler eine Rolle in dieser Arbeit?

Judith Butler übernimmt Konzepte der Dekonstruktion und Iterabilität von Derrida, um ihre eigene Theoriebildung zur Performativität von Geschlecht zu untermauern, was sie zu einer zentralen Figur der Rezeption macht.

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Details

Titel
Geschlecht und Geschlechtlichkeit bei Jacques Derrida
Note
1,0
Autor
Uwe Rottensteiner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
21
Katalognummer
V1339985
ISBN (PDF)
9783346842107
ISBN (Buch)
9783346842114
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Poststrukturalismus Grammatologie Logozentrismus Dekonstruktion Differance Phallogozentrismus chora poststrukturalistische feministische Theoriebildung Geschlechterdifferenz Gayatri Chakravorty Spivak Judith Butler Iterabilität Performativität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Uwe Rottensteiner (Autor:in), 2021, Geschlecht und Geschlechtlichkeit bei Jacques Derrida, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1339985
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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