In der Studienarbeit wird zunächst im theoretischen Teil der Sportkonsum in Deutschland näher betrachtet, woraufhin ein kleiner Einblick in den Profifußball mittels der Entwicklung der Zuschauerzahlen und der Vermarktungsaktivitäten folgt. Im Praxisteil werden vier Hypothesen vorgestellt und anschließend ausgewertet.
Der Sportmarkt kennzeichnet sich durch extreme Heterogenität, daher ist es notwendig, ihn möglichst differenziert zu strukturieren. Daher spricht man im Sport von der sogenannten dualen Struktur des Sportmarkts – Nachfrage äußert sich in einem aktiven wie auch passiven Konsum. Aus dem Wunsch nach aktivem Konsum entsteht der Markt für bewegungsaktiven Sportkonsum (Sportlermarkt).
Der Markt für passiven Konsum (Zuschauermarkt) entsteht aus der Nachfrage nach passiver Partizipation an den physischen Aktivitäten Dritter. Er untergliedert sich weiter in: Zuschauer vor Ort, die als Ausgangsbasis für die Zuschauer via Medium zu sehen sind, denn um eine Sportart medial zu vermarkten ist es im Vorfeld notwendig, bereits das Publikum vor Ort aktiviert zu haben. Jedoch gibt es ohne Leistung keine Fans, das heißt der Sportlermarkt ist wiederum Ausgangsbasis für den Zuschauermarkt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Sportkonsum in Deutschland
2.1 Der Sportmarkt
2.2 Das Produkt Sport
2.3 Der Sportkonsument
2.4 Sportkonsum vor dem TV
2.5 Sportkonsum im Stadion
3 Profifußball in Deutschland – ein alltagskulturelles Phänomen
3.1 Die Entwicklung der Zuschauerzahlen
3.2 Vermarktung des Profifußballs
4 Praxisteil
4.1 Vorstellung der Hypothesen
4.1.1 Erste Hypothese
4.1.2 Zweite Hypothese
4.1.3 Dritte Hypothese
4.1.4 Vierte Hypothese
4.2 Datenerhebung und Auswertung
4.3 Ergebnisse
4.3.1 Erste Hypothese
4.3.2 Zweite Hypothese
4.3.3 Dritte Hypothese
4.3.4 Vierte Hypothese
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den passiven Fußballkonsum in Deutschland. Das primäre Ziel ist es, den theoretischen Rahmen des Sportmarktes mit einer empirischen Erhebung zu verknüpfen, um Zusammenhänge zwischen soziodemografischen Faktoren der Konsumenten und deren spezifischem Konsumverhalten (z.B. Stadionbesuche, TV-Nutzung, Ausgaben) statistisch zu analysieren.
- Struktur und Charakteristika des modernen Sportmarktes
- Die ökonomische Bedeutung des Profifußballs in Deutschland
- Methodische Durchführung einer statistischen Befragung zur Konsumanalyse
- Prüfung von Hypothesen zu Konsumausgaben und Mediennutzungsverhalten
- Identifikation von Faktoren, die das Zuschauerinteresse beeinflussen
Auszug aus dem Buch
2.3 Der Sportkonsument
Schubert zeigte im vorangegangenen Punkt auf, dass es je nach Verlauf des sportlichen Geschehens unterschiedliche Ergebnisse in der Wahrnehmung der kompletten sportlichen Veranstaltung für den Rezipienten gibt. Hermanns und Riedmüller versuchten 2008 die Motive für die Teilnahme am aktiven beziehungsweise passiven Sportmarkt zu definieren. Dabei stellte sich heraus, dass Zuschauer und Teilnehmer völlig unterschiedliche Motive haben und, dass sich auch die Motive für die Rezeption von Sportinhalten live und via Medium teils unterscheiden (vgl. Hermanns/Riedmüller 2008, S. 42).
Motive für die Teilnahme nach Hermanns/Riedmüller 2008, S. 45:
x Wohlbefinden/Entspannung
x Gesundheitserhaltung/Prävention
x Erlebnis/Abwechslung
x Interaktion/Kommunikation
x Selbstverwirklichung
x Leistungsorientierung
x Monetäre Erträge
Die Gewichtung der einzelnen Motive ist abhängig vom Alter und Leistungsniveau. Im Breitensport sowie im jungen Alter spielt das Motiv „Monetäre Erträge“ sicherlich kaum bis gar keine Rolle.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung statistischer Methoden im Sportmanagement dar und erläutert die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit zur Analyse des passiven Fußballkonsums.
2 Sportkonsum in Deutschland: Dieses Kapitel liefert einen theoretischen Überblick über den komplexen Sportmarkt, die verschiedenen Sportkonsumformen sowie die psychologischen Motive der Sportkonsumenten.
3 Profifußball in Deutschland – ein alltagskulturelles Phänomen: Hier wird die Entwicklung des Profifußballs zum medial vermarkteten Showsport beleuchtet und die Bedeutung von Zuschauerzahlen für die wirtschaftliche Vermarktung herausgearbeitet.
4 Praxisteil: Der Praxisteil beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der Datenerhebung über einen Fragebogen und präsentiert die statistische Auswertung der vier aufgestellten Hypothesen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Studie zusammen, reflektiert kritisch über die gewählte Stichprobengröße und bewertet die wirtschaftliche Relevanz des Sektors.
Schlüsselwörter
Sportkonsum, Profifußball, Sportmarkt, Statistische Analyse, Zuschauerzahlen, Hypothesenprüfung, passiver Konsum, Vermarktung, Sportmanagement, Konsumentenmotive, TV-Sehdauer, SPSS, empirische Studie, Stadionbesuche, Sportmarketing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem passiven Sportkonsum in Deutschland, wobei der Fokus insbesondere auf dem Phänomen Profifußball und dessen wirtschaftlicher sowie gesellschaftlicher Rolle liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themenfelder umfassen die Struktur des Sportmarktes, die Charakterisierung von Sportkonsumenten sowie die Analyse von Zuschauerverhalten, Vermarktungsmechanismen und Konsumgewohnheiten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die statistische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen verschiedenen Variablen des Sportkonsums (wie etwa Alter, Stadionbesuchshäufigkeit, TV-Konsum und Trikotbesitz) anhand einer empirischen Befragung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine quantitative statistische Auswertung durchgeführt, basierend auf einem über Online-Links verteilten Fragebogen, mit einer anschließenden Analyse mittels der Statistiksoftware SPSS.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Nach theoretischen Grundlagen zu Marktstrukturen und Konsummotiven folgt der Praxisteil, in dem vier spezifische Hypothesen aufgestellt, mittels Korrelationsanalysen und Kreuztabellen geprüft und diskutiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Sportkonsum, Profifußball, Sportmarkt, empirische Analyse, SPSS, Vermarktung und Konsumentenmotive.
Welches Ergebnis hatte die Analyse der vierten Hypothese zum Trikotbesitz?
Die Analyse bestätigte die vierte Hypothese: Es konnte gezeigt werden, dass mehr als die Hälfte der Befragten (78 von 115 Personen) tatsächlich kein Trikot besitzen.
Welche Limitationen nennt der Autor im Fazit?
Der Autor führt kritisch an, dass die Grundgesamtheit der Umfrage von 130 Personen für eine repräsentative Aussage zu gering war und empfiehlt für zukünftige Studien eine größere Teilnehmerzahl im Bereich von 400 bis 500 Personen.
- Arbeit zitieren
- Thomas Biller (Autor:in), 2018, Sportkonsum in Deutschland. Eine statistische Auswertung anhand der Sportart Fußball, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1340175