Im Mittelpunkt der Seminararbeit stand die Beantwortung folgender Forschungsfragen: Inwieweit wirken sich Aspekte der Arbeitszufriedenheit auf die Verbleibintention von Auszubildenden aus? Welche Faktoren beeinflussen den Prozess der Absichtsbildung zum Berufswechsel oder -verbleib?
Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein qualitativer Ansatz gewählt. Unter zuvor festgelegten Ein- und Ausschlusskriterien wurde eine zielgerichtete Stichprobe gewählt. Die Datenerhebung erfolgte durch zwei semistrukturierte Experteninterviews. Anhand der qualitativen Inhaltsanalyse wurden die transkribierten Daten mittels deduktiv-induktivem Kategoriensystem ausgewertet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Fragestellung
1.3 Ziel der Arbeit
1.4 Gang der Untersuchung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Begriffserklärung Arbeitszufriedenheit
2.2 Forschungsstand / Rahmenbedingungen
2.2.1 Forschungsstand für die Arbeitszufriedenheit der Berufsgruppe der ZfA
2.2.2 Arbeitsmarktlage ZfA
2.3 Theorie
3 Forschungsdesign/ Methode
4 Auswertung der Ergebnisse
5 Interpretation
5.1 Gütekriterien
6 Student Consulting Project
7 Limitationen
8 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Seminararbeit zielt darauf ab, die subjektiven Einflussfaktoren auf die Arbeitszufriedenheit und die daraus resultierende Verbleibintention von Auszubildenden zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZfA) zu identifizieren und zu analysieren, um so die Beweggründe für einen möglichen Berufswechsel oder -verbleib besser zu verstehen.
- Analyse der Arbeitszufriedenheit bei Auszubildenden zur ZfA
- Untersuchung von Faktoren, die die Entstehung einer Verbleibabsicht beeinflussen
- Anwendung der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg zur Kategorisierung von Zufriedenheit
- Nutzung der Theorie des geplanten Verhaltens zur Erklärung von Absichtsbildungsprozessen
- Identifikation von persönlichen Ressourcen, Barrieren und Arbeitsbedingungen als Einflussgrößen
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
Die essentielle Bedeutung der Personaldeckung in medizinischen Einrichtungen für unsere gesundheitliche Versorgung ist im pflegerischen Bereich spätestens mit der Corona Pandemie deutlich spürbar geworden. Aber auch im ambulanten Sektor herrscht ein Mangel an geeigneten Bewerbern und Nachwuchskräften. So ist auch der Alltag vieler Zahnarztpraxen inzwischen vom Fachkräfteengpass gekennzeichnet. Leistungsmotivierte, kompetente Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource einer Zahnarztpraxis. Um qualitativ hochwertige Patientenversorgung gewährleisten und als Wirtschaftsunternehmen erfolgreich bestehen bleiben zu können, bedarf es eines verlässlichen Praxisteams. Als Folge chronischen Personalmangels können Überlastung des bestehenden Teams, Fluktuation, Kündigung langjähriger Mitarbeiter sowie Abwanderung von Patienten beobachtet werden.
Zunehmend melden Praxisinhaber Schwierigkeiten bei der Deckung ihres Personalbedarfes. Geeignetes Personal zu finden und langfristig in das bestehende Team zu integrieren stellt Führungskräfte und Mitarbeiter vor große Herausforderungen.
Dabei gilt der Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten als beliebter Ausbildungsberuf. In der Liste der am Häufigsten gewählten Berufe von weiblichen Auszubildenden steht er an dritter Stelle. Dennoch wird jede dritte Ausbildung abgebrochen. Einer Umfrage zufolge sind 39% der Auszubildenden unentschlossen, ob sie den Beruf weiter ausüben möchten und weitere 18% streben bereits einen Ausstieg für die Zukunft an.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Fachkräftemangel im deutschen Gesundheitswesen und insbesondere in Zahnarztpraxen, betont die wirtschaftliche Relevanz und stellt das Ziel der Untersuchung dar.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Arbeitszufriedenheit, fasst den Forschungsstand zusammen und führt mit Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie und der Theorie des geplanten Verhaltens die theoretischen Rahmenbedingungen ein.
3 Forschungsdesign/ Methode: Hier wird die Methodik der qualitativen Forschung beschrieben, die auf semistrukturierten Experteninterviews basiert, um die subjektiven Beweggründe der Auszubildenden tiefgreifend zu untersuchen.
4 Auswertung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Interviews werden in fünf Kategorien unterteilt, welche von Erwartungen über Zufriedenheit bis hin zu den konkreten Faktoren der Verbleibintention reichen.
5 Interpretation: In diesem Kapitel werden die Studienergebnisse anhand der gewählten Theorien eingeordnet, um die essenziellen Zusammenhänge zwischen Arbeitszufriedenheit und der Verbleibabsicht zu verdeutlichen.
6 Student Consulting Project: Das Kapitel reflektiert den persönlichen Erkenntnisgewinn der Autorin und benennt Möglichkeiten für den Praxistransfer im Team- und Generationenmanagement.
7 Limitationen: Hier werden die Einschränkungen der Untersuchung begründet, insbesondere die Schwierigkeit der Durchführung der geplanten Interviews aufgrund familiärer Belastungen während der Pandemie.
8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Kernpunkte und gibt Empfehlungen zur Stärkung der Ausbildungssituation und der Bindung von Fachkräften ab.
Schlüsselwörter
Arbeitszufriedenheit, Verbleibintention, Auszubildende, Zahnmedizinische Fachangestellte, Fachkräftemangel, Motivation, Zwei-Faktoren-Theorie, Theorie des geplanten Verhaltens, Arbeitsbedingungen, Ausbildung, Berufsverbleib, Qualitative Inhaltsanalyse, Praxismanagement, Arbeitsklima, Burnout-Prävention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Faktoren der Arbeitszufriedenheit von Auszubildenden zur Zahnmedizinischen Fachangestellten und deren Einfluss auf die Absicht, im erlernten Beruf zu bleiben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Arbeitszufriedenheit, dem Prozess der Absichtsbildung zum Berufsverbleib sowie den Auswirkungen von Stress, Anerkennung und persönlichen Zukunftsplänen im Kontext einer medizinischen Fachausbildung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu eruieren, inwieweit Arbeitszufriedenheit die Verbleibintention beeinflusst und welche subjektiven Faktoren den Prozess der Entscheidung für oder gegen den erlernten Beruf steuern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde ein qualitativer Ansatz gewählt, bei dem semistrukturierte Experteninterviews durchgeführt und mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung mittels Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie, die Beschreibung des Forschungsdesigns, die Darstellung der Interviewergebnisse und deren Interpretation im Hinblick auf Motivations- und Hygienefaktoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Arbeitszufriedenheit, Verbleibintention, ZfA, Fachkräftemangel, Motivation, Arbeitsbedingungen und Ausbildung.
Warum spielt die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg eine zentrale Rolle?
Sie dient als theoretische Basis, um identifizierte Aspekte klar in Motivatoren, die Zufriedenheit erzeugen, und Hygienefaktoren, deren Fehlen Unzufriedenheit auslöst, zu strukturieren.
Welchen Einfluss haben persönliche Bewältigungsstrategien auf das Ergebnis?
Die Autorin stellte fest, dass individuelle Strategien wie Distanzierung oder Akzeptanz maßgeblich dazu beitragen können, dass sich der Empfindungsstatus von Unzufriedenheit in Richtung Zufriedenheit verschiebt.
- Quote paper
- Sibylle Lowag (Author), 2022, Arbeitszufriedenheit und Verbleibintention von Auszubildenden zur Zahnmedizinischen Fachangestellten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1340225