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Das erneute Entfachen des Bergkarabachkonflikts. Territorialkonflikte, Religionen und der Zerfall des Kommunismus im postsowjetischen Raum

Titel: Das erneute Entfachen des Bergkarabachkonflikts. Territorialkonflikte, Religionen und der Zerfall des Kommunismus im postsowjetischen Raum

Masterarbeit , 2023 , 65 Seiten

Autor:in: Daniela Köhler (Autor:in)

Geschichte Europas - Europa ab kaltem Krieg
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit geht es primär um den Bergkarabach-Konflikt, sowie um den Zerfall der Sowjetunion. Dabei wird insbesondere auf die Rolle der Geheimdienste, wie dem sowjetischen KGB eingegangen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Privatisierung in der Sowjetunion und das Reformprogramm Glasnost und Perestroika in der Sowjetunion. Speziell wird außerdem auf die Rolle von externen Akteuren eingegangen, wie der USA, Russlands und der Türkei.

Die beiden Forschungsfragen lauten: Warum kam es am Ende der Sowjetunion / in der Zeit der Perestroika zu einem erneuten Entfachen des Bergkarabach-Konflikts? Welche Rolle spielen die externen Akteure im Bergkarabach-Konflikt?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Theoretischer Hintergrund

1.3 Forschungsstand

1.4 Methoden Fragestellungen und Hypothesen

2 Die Kaukasusregion in der Sowjetunion

2.1 Sprachen, Religionen und administrative Struktur

2.2 Die sowjetische Nationalitätenpolitik

2.3 Perestroika in der Sowjetunion, Gorbatschows Außenpolitik, die Privatisierung, Religionsfreiheit sowie die Reaktionen des CIA und KGB

2.3.1 Der sowjetisch-afghanische Krieg und Gorbatschows Außenpolitik

2.3.2 Die Privatisierung

2.3.3 Die neue Religionsfreiheit

3 Der Bergkarabach-Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan

3.1 Der bewaffnete Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan (1988-1992)

3.2 Der KGB und der Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan

4 Weitere Faktoren im Bergkarabach-Konflikt

4.1 Der Einfluss der sozioökonomischen Krise

4.2 Die Religionen in Armenien, Aserbaidschan und Bergkarabach

4.3 Die externen Akteure

4.3.1 Die USA im Bergkarabach-Konflikt

4.3.2 Russland im Bergkarabach-Konflikt

4.3.3 Die Türkei im Bergkarabach-Konflikt

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Ursachen und den Anlass des erneuten Aufflammens des Bergkarabach-Konflikts im Kontext der Perestroika und des Zerfalls der Sowjetunion. Dabei wird insbesondere untersucht, inwiefern Geheimdiensteliten und externe Akteure das Entstehen des Konflikts beeinflusst haben.

  • Rolle der Geheimdienste (CIA und KGB) im postsowjetischen Konfliktgeschehen
  • Interessen geopolitischer Akteure wie Russland, der Türkei und der USA
  • Der Zusammenhang von Perestroika, Privatisierung und regionalen Nationalkonflikten
  • Religiöse Identitätsbildung in Armenien, Aserbaidschan und Bergkarabach
  • Auswirkungen der sozioökonomischen Krise der späten Sowjetära

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Im Zuge der Perestroika in der Sowjetunion nahmen die regionalen Konflikte im ehemaligen Ostblock zu. Regional gesehen vollzogen sich diese Konflikte vor allem in Jugoslawien, dem Baltikum und im Kaukasus, einer Region, in der so viele Sprachen gesprochen werden, dass diese Region Berg der Sprachen genannt wird. Einer dieser Konflikte ist der Bergkarabach-Konflikt, ein Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan (vgl. Aslanyan 2018: 23). Einer der Konfliktpartner ist Armenien, „das älteste christliche Land der Welt“ (Hansen 2013:13), welches eine leidvolle Geschichte hinter sich hat. Diese besteht aus Fremdherrschaft sowie Verfolgungen und Ermordungen (vgl. ebd.). Ab 1988 wuchs der armenische Kampf um Bergkarabach zu einem Aufstand gegen die Nationalitätenpolitik Moskaus und endete in einem Systemwechsel (vgl. Hansen 2020: 80, 81).

Die Perestroika führte in den Sowjetrepubliken zu einem größeren Freiheitsdrang und es entfaltete sich eine Eigendynamik. So wurden auf einmal die Forderungen der Armenischen Kommunistischen Partei wieder lauter. Es bestand daher die Möglichkeit zu einem politischen Protest. Bereits 1987 kam es in den Straßen Armeniens zu Demonstrationen. Drei Delegationen aus Bergkarabach reichten daraufhin ihre Petitionen beim Obersten Sowjet ein. Durch die immer weiter zunehmende Schwäche der UdSSR konnte der Bergkarabach-Konflikt erneut ausbrechen (vgl. ebd.: 74).

Die Emanzipationsbestrebungen der nichtrussischen Völker wurden durch die Reformpolitik Gorbatschows wieder bestärkt. Die Nationalitätenkonflikte lösten den Beginn des sowjetischen Desintegrationsprozesses aus (vgl. Willershausen 2020: 43). Dadurch entstand aus Protest des aserbaidschanischen KGBs gegen die neue Politik Gorbatschows im Jahr 1987 mit dem Rücktritt Heydar Alievs der eigentliche Berg-Karabach-Konflikt (vgl. national leader 2022: 48).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beleuchtung der historischen und politischen Hintergründe sowie der Forschungsfragen und Zielsetzung der Arbeit zur Entstehung des Bergkarabach-Konflikts.

2 Die Kaukasusregion in der Sowjetunion: Untersuchung der sprachlichen, religiösen und administrativen Strukturen sowie der sowjetischen Nationalitätenpolitik und der Perestroika-Ära.

3 Der Bergkarabach-Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan: Analyse des konkreten bewaffneten Konflikts zwischen 1988 und 1992 unter besonderer Berücksichtigung geheimdienstlicher Aktivitäten.

4 Weitere Faktoren im Bergkarabach-Konflikt: Erläuterung der sozioökonomischen Kriseneinflüsse, der Rolle der Religion und der Interessen externer Akteure wie USA, Russland und Türkei.

5 Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Beantwortung der aufgestellten Forschungsfragen zum Zerfall der Sowjetunion und zum Bergkarabach-Konflikt.

Schlüsselwörter

Bergkarabach-Konflikt, Sowjetunion, Perestroika, Armenien, Aserbaidschan, Geheimdienste, CIA, KGB, Geopolitik, Nationalitätenkonflikte, Religion, Privatisierung, Heydar Alijew, Gorbatschow, Südkaukasus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Ursachen des Bergkarabach-Konflikts im Kontext der späten Sowjetunion, wobei ein Fokus auf politischen Reformprozessen und externen Einflüssen liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt die Reformpolitik Gorbatschows, die Rolle der Religion im Kaukasus, geheimdienstliche Operationen und geopolitische Interessen der USA, Russlands und der Türkei ab.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu ergründen, warum es unter der Perestroika zu einem erneuten Aufflammen des Bergkarabach-Konflikts kam und welche Rolle dabei Geheimdiensteliten und externe Akteure spielten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Studie auf Basis von Sekundärquellen, darunter Dissertationen und Aufsätze, um die komplexen Kausalzusammenhänge aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Verlauf des Konflikts, die Rolle des KGB, die ökonomischen Auswirkungen der Privatisierung sowie die geopolitischen Strategien der Weltmächte in der Region.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind Bergkarabach-Konflikt, Perestroika, sowjetischer Zerfall, Geopolitik, Geheimdienstinfiltration und konfessionelle Konfliktlinien.

Welche Rolle spielt der KGB bei der Entstehung des Konflikts?

Die Arbeit argumentiert, dass der Konflikt durch den aserbaidschanischen KGB gezielt als Reaktion auf Gorbatschows Reformpolitik und zur Verhinderung des Zerfalls der Sowjetunion instrumentalisiert wurde.

Wie bewertet die Autorin den Einfluss der USA auf das Konfliktgeschehen?

Die USA werden als ein Hauptakteur gesehen, der aus eigenen sicherheitspolitischen und energetischen Interessen (Erdöl sowie Eindämmung Russlands) Einfluss auf die Region nahm.

Ende der Leseprobe aus 65 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das erneute Entfachen des Bergkarabachkonflikts. Territorialkonflikte, Religionen und der Zerfall des Kommunismus im postsowjetischen Raum
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Osteuropainstitut)
Autor
Daniela Köhler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
65
Katalognummer
V1340524
ISBN (PDF)
9783346856432
ISBN (Buch)
9783346856449
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Religion Krieg Geheimdienste
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniela Köhler (Autor:in), 2023, Das erneute Entfachen des Bergkarabachkonflikts. Territorialkonflikte, Religionen und der Zerfall des Kommunismus im postsowjetischen Raum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1340524
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Leseprobe aus  65  Seiten
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