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Humor in der Sozialen Arbeit. Form, Funktion und Auswirkung

Title: Humor in der Sozialen Arbeit. Form, Funktion und Auswirkung

Term Paper , 2019 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kerstin Wonneberger (Author)

Social Work
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Das Ziel dieser Arbeit darin, den Zusammenhang zwischen Ethik mit seinem Anspruch auf moralisch gutes Handeln und der Tugend Humor herauszuarbeiten. Es soll dargestellt werden, was Humor zu schenken hat, um unser Leben glücklicher und sinnvoller gestalten zu können und inwieweit er uns im Bereich Soziale Arbeit dienlich sein kann.
Durch die Ausstattung mit dem Doppelten Mandat steht der Sozialarbeiter permanent im Spannungsfeld zwischen den Ansprüchen der Gesellschaft und ihrer Adressaten. Eine humorvolle Grundhaltung und humoristische Interventionen können dieser Ausweg sein.

Wer kennt nicht den Ausspruch: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“. (Julius Otto Bierbaum) Was meint nun aber dieses "trotzdem“? Es meint, dass man sich trotz allen Unglücks und aller Widerwärtigkeiten des Lebens den Humor nicht nehmen lassen sollte. Denn Humor ist der Saft des Lebens, „der Festgefahrenes wieder in Fluss bringt.“ Er vermag es, uns neue Perspektiven zu eröffnen und vermindert die Gefahr geistiger und affektiver Erstarrung.

Es ist kein Geheimnis mehr, dass psychische Erkrankungen seit Jahren im Ansteigen begriffen sind. Immer mehr Menschen sind demotiviert, freudlos und frustriert. Sicher gibt es dafür mannigfaltige Gründe – das kann und soll nicht der Inhalt meiner Arbeit sein – aber ist es nicht möglich, dass uns in unserer „Spaßgesellschaft“ der wirkliche Humor abhandengekommen ist? “Spaß zu haben scheint zum zentralen Orientierungsmuster unserer Gesellschaft geworden zu sein.“ Nur lachen kann keiner so richtig. „So könnte man auch die Hypothese wagen, dass diese Inflation von Humor in der Unterhaltungsindustrie als ein Hinweis auf die Zunahme von Problemen bei der Gestaltung menschenwürdiger Beziehungen und Lebensverhältnissen gewertet werden kann.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Humor

2.1 Allgemeines

2.2 Begrifflichkeiten

2.3 Arten von Humor und ihre sozialen Wirkungen

2.4 Humor und seine soziale Rolle

3 Humor und Soziale Arbeit

3.1 Soziale Arbeit und Humor – ein gutes Pärchen oder: warum sich Soziale Arbeit mit Humor beschäftigen sollte

3.1.1 Soziale Arbeit im Spannungsfeld gesellschaftlicher und individueller Ansprüche

3.1.2 Bedeutung, Funktion und Wirkung von Witz und Humor in der Sozialen Arbeit

3.2 Humorvolle Haltung oder humoristische Interventionen - wo liegt der Unterschied?

3.2.1 Humor als eine Haltung

3.2.2 Humor als Intervention

4 Schlussbetrachtung – Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen ethischem Handeln und der Tugend Humor in der Sozialen Arbeit. Zentrale Forschungsfrage ist dabei, wie humoristische Interventionen und eine humorvolle Grundhaltung dazu beitragen können, professionelles Handeln im Spannungsfeld gesellschaftlicher und individueller Ansprüche zu stärken.

  • Grundlagen des Humorbegriffs und dessen soziale Funktionen
  • Abgrenzung von Humor, Ironie und aggressiven Formen wie Zynismus
  • Bedeutung von Humor als Kompetenz für Sozialarbeiter
  • Reflexion ethischer Grenzen beim Humoreinsatz

Auszug aus dem Buch

Soziale Arbeit und Humor – ein gutes Pärchen oder: warum sich Soziale Arbeit mit Humor beschäftigen sollte

„Die soziale Arbeit bewegt sich in einem Spannungsverhältnis, welches in der Ambivalenz des „doppelten Mandats“ begründet ist. Diese Bezeichnung beschreibt die beiden Funktionen Sozialer Arbeit.“ Auf der einen Seite soll Soziale Arbeit sich an den Rechtsansprüchen, Interessen und Bedürfnissen ihrer Adressaten orientieren, andererseits hat sie Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft zu erfüllen. Herbert Effinger beschreibt dieses Spannungsverhältnis treffend in einem Vergleich: „Sozialarbeiter und Sozialpädagoginnen kann man als Seiltänzer zwischen den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten schwieriger Lebenslagen bezeichnen. Ständig bewegen sie sich zwischen den Abgründen gesellschaftlicher und individueller Widersprüche, Verwerfungen, Konflikte, Macht und Ohnmacht.“

Als „Seiltänzer“ ist es besonders wichtig, das Gleichgewicht zu halten. Effinger meint dazu, dass es eine der schwierigsten professionellen Herausforderungen sei, sowohl äußere als auch innere Grenzen nicht zu überschreiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Humor als Lebenselixier und Bewältigungsstrategie in einer leistungsorientierten Gesellschaft, wobei das Ziel der Arbeit als Verknüpfung von Ethik und Humor definiert wird.

2 Humor: Dieses Kapitel definiert Humor als Tugend und untersucht dessen vielschichtige Dimensionen, von der allgemeinen Begriffsbestimmung bis hin zur Abgrenzung zwischen verbindenden humorvollen Formen und destruktiven Mitteln wie Sarkasmus.

3 Humor und Soziale Arbeit: Hier wird der professionelle Einsatz von Humor analysiert, wobei besonders die Bedeutung einer humorvollen Grundhaltung sowie gezielter Interventionsmethoden zur Bewältigung des "doppelten Mandats" im Fokus stehen.

4 Schlussbetrachtung – Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Humor bei professionellem Umgang eine essenzielle Kompetenz für die Soziale Arbeit darstellt, jedoch eine ethische Reflexion erfordert, um Missbrauch und Ausgrenzung zu vermeiden.

Schlüsselwörter

Humor, Soziale Arbeit, Ethik, Tugend, Intervention, Seiltänzer, Spannungsfeld, Doppelmandat, Ressourcenorientierung, Kommunikation, Selbstreflexion, Humorvolle Haltung, Empowerment, Menschenwürde, Soziale Rolle.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen dieser Hausarbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Humor als ethisch fundierte Tugend und professionelle Interventionsform die Arbeit von Sozialarbeitern unterstützen kann.

Welche Themenfelder werden abgedeckt?

Es werden die philosophischen Grundlagen des Humors, seine soziale Rolle, die spezifischen Herausforderungen im Berufsfeld Soziale Arbeit sowie praktische Interventionstechniken behandelt.

Was ist die Kernforschungsfrage?

Wie können humorvolle Interventionen und eine entsprechende Grundhaltung dazu beitragen, im Spannungsfeld gesellschaftlicher und individueller Ansprüche gute Soziale Arbeit zu leisten?

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung anhand von Fachliteratur und ethischen Kodizes, um den Zusammenhang zwischen moralischem Handeln und Humor herzuleiten.

Welche Inhalte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Humortheorie und die spezifische Anwendung auf die Soziale Arbeit, inklusive einer Differenzierung zwischen Haltung und gezielter Technik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie das "doppelte Mandat", Humor als "Seiltanz", Ressourcenorientierung und ethische Reflexivität.

Warum wird Humor in der Arbeit als eine Form des "Seiltanzes" bezeichnet?

Weil Sozialarbeiter ständig zwischen den widersprüchlichen Erwartungen von Gesellschaft und Klienten balancieren müssen und Humor hier als stabilisierendes Element dient.

Welche Grenze zieht die Autorin zwischen Humor und Zynismus?

Während Humor als Brücke und verbindendes Element gesehen wird, wird Zynismus aufgrund seiner aggressiven und distanzierenden Wirkung als professionell kontraproduktiv abgelehnt.

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Details

Title
Humor in der Sozialen Arbeit. Form, Funktion und Auswirkung
Grade
1,3
Author
Kerstin Wonneberger (Author)
Publication Year
2019
Pages
18
Catalog Number
V1340851
ISBN (PDF)
9783346846921
ISBN (Book)
9783346846938
Language
German
Tags
humor sozialen arbeit form funktion auswirkung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kerstin Wonneberger (Author), 2019, Humor in der Sozialen Arbeit. Form, Funktion und Auswirkung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1340851
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