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Mythos und Mythologie in Thomas Manns „Der Tod in Venedig“

Title: Mythos und Mythologie in Thomas Manns „Der Tod in Venedig“

Bachelor Thesis , 2023 , 32 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Lina Lentge (Author)

German Studies - Modern German Literature
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In der vorliegenden Bachelorarbeit wird die mythologische Erzählweise Thomas Manns versucht zu rekonstruieren. Die Arbeit betrachtet dafür zunächst die Biographien des Autors, Thomas Mann, und des Protagonisten, Gustav von Aschenbach. Nachfolgend werden die zwei nächsten Grundpfeiler des mythologischen Erzählens Manns analysiert: die Tiefenpsychologie und die Philosophie. Letztlich wird mit den antiken mythologischen Bezügen das Konstrukt des mythologischen Erzählens vervollständigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Versuchung und Verführung in „Der Tod in Venedig“

2.1. Autobiographische Bezüge und Inspirationen aus Manns Leben

2.2. Leidenschaft und Selbstzügelung bei Aschenbach

2.3. Tod Aschenbachs

3. Psychologie und Philosophie in „Der Tod in Venedig“

3.1. Philosophische Berührungspunkte

3.2. Tiefenpsychologische Ansätze

4. Bezüge zur antiken Mythologie und der allgemeinen Symbolik

4.1. Apokalypse, Verfall und Untergang in „Der Tod in Venedig“

4.2. Symbole und Todesboten

4.3. Exkurs: Verfilmung der Mann’schen Novelle

4.4. Mythologisches Erzählen Manns

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Thomas Mann in seiner Novelle „Der Tod in Venedig“ autobiographische Erfahrungen, tiefenpsychologische Theorien von Sigmund Freud sowie Konzepte der griechischen Mythologie und Philosophie verarbeitet, um den Zerfall und Untergang seines Protagonisten künstlerisch darzustellen.

  • Analyse der biographischen Parallelen zwischen Thomas Mann und Gustav von Aschenbach
  • Untersuchung des Einflusses der Philosophien von Schopenhauer und Nietzsche
  • Deutung der psychologischen Mechanismen der Verdrängung und Libido
  • Interpretation der mythologischen Symbolik und Todesmotive

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Wer die Schönheit anschaut mit Augen, ist dem Tode schon anheimgegeben, wird für keinen Dienst auf Erden taugen, und doch wird er vor dem Tode leben, wer die Schönheit angeschaut mit Augen! Ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe, denn ein Tor nur kann auf Erden hoffen, zu genügen einem solchen Triebe: Wen der Pfeil des Schönen je getroffen, ewig währt für ihn der Schmerz der Liebe! Ach, er möchte wie ein Quell versiechen, jedem Hauch der Luft ein Gift entsaugen und den Tod aus jeder Blume riechen: Wer die Schönheit angeschaut mit Augen, ach, er möchte wie ein Quell versiechen!“

Die, von August Graf von Platen beschriebene triebhafte Liebe und ihre Schattenseite ist ein elementarer Gegenstand der Novelle ,Der Tod in Venedig´ von Thomas Mann. Der Autor schuf mit dem Protagonisten Gustav von Aschenbach das Abbild eines Künstlers, welcher verzweifelt auf der Suche nach Erkenntnis damit beginnt, sein Inneres zu verdrängen. Dieses Verdrängen der inneren Gefühle und Triebe ist es letztlich was ihn umbringt. Die von Aschenbach entwickelten Verdrängungstechniken sind das Grundthema der Novelle. Die von Thomas Mann beschriebenen Verdrängungstechniken, basieren auf dem psychoanalytischen Konzept der Wiederkehr des Verdrängten von Sigmund Freud. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Bezüge aus der eigenen Biographie, der Symbolik und der antiken Mythologie für Thomas Mann notwendig waren, um die Theorien Freuds in eine im literarischen Kreise hoch angesehene Novelle zu verarbeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Novelle ein, beleuchtet die Künstlerexistenz von Gustav von Aschenbach und stellt die Forschungsfrage nach den biographischen, mythologischen und psychoanalytischen Bezügen.

2. Versuchung und Verführung in „Der Tod in Venedig“: Dieses Kapitel arbeitet die Parallelen zwischen Thomas Manns eigenem Leben und seinem Protagonisten heraus und analysiert Aschenbachs Kampf gegen seine aufkommenden Leidenschaften.

3. Psychologie und Philosophie in „Der Tod in Venedig“: Hier wird der Einfluss von Nietzsche und Schopenhauer sowie die Bedeutung von Freuds Psychoanalyse für das Verständnis von Aschenbachs Charakter dargelegt.

4. Bezüge zur antiken Mythologie und der allgemeinen Symbolik: Dieser Teil dekonstruiert die vielfältigen Todesmotive, die Verwendung der antiken Mythologie und die symbolische Ebene des gesamten Werkes.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die Verknüpfung von Psychologie und Mythologie als das fundamentale Bauprinzip von Manns Novelle.

Schlüsselwörter

Thomas Mann, Der Tod in Venedig, Gustav von Aschenbach, Psychoanalyse, Sigmund Freud, Friedrich Nietzsche, Arthur Schopenhauer, antike Mythologie, Homoerotik, Verdrängung, Symbolik, Todesboten, Dekadenzliteratur, Ästhetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die thematische Vielschichtigkeit von Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“ im Hinblick auf deren Entstehungsgeschichte, psychologische Subtexte und mythologische Symbolik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Untergang des Künstlers, das Spannungsfeld zwischen Rationalität und unterdrückten Trieben, der Einfluss der Philosophie auf das literarische Schaffen sowie die Rolle von Krankheit und Tod.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Thomas Mann wissenschaftliche Theorien Freuds und philosophische Ansätze Nietzsches sowie Schopenhauers produktiv in eine literarische Novelle integriert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die durch die Heranziehung von Sekundärliteratur und psychoanalytischen sowie philosophischen Interpretationsmodellen gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung autobiographischer Bezüge, die Analyse philosophisch-psychologischer Hintergründe sowie die detaillierte Ausarbeitung der griechisch-mythologischen Symbolik und Todesmotive innerhalb der Novelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie Psychoanalyse, Verdrängung, griechische Mythologie, Homoerotik und Dekadenz maßgeblich charakterisieren den inhaltlichen Fokus dieser Arbeit.

Wie wirkt sich Aschenbachs Rationalität auf sein Ende aus?

Aschenbach versucht zeitlebens, seine Triebe durch eine asketische Lebensweise zu rationalisieren. Dieser erzwungene Verdrängungsmechanismus führt schließlich zu einem unkontrollierten Ausbruch, der seinen psychischen und körperlichen Untergang besiegelt.

Warum fungiert Tadzio als zentrale mythische Figur?

Tadzio verkörpert für Aschenbach sowohl die antike Vorstellung von vollkommener Schönheit als auch die dionysischen, zerstörerischen Mächte, die den Künstler letztlich in den Wahnsinn und in den Tod führen.

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Details

Title
Mythos und Mythologie in Thomas Manns „Der Tod in Venedig“
College
Technical University of Braunschweig
Grade
1,7
Author
Lina Lentge (Author)
Publication Year
2023
Pages
32
Catalog Number
V1340990
ISBN (PDF)
9783346846631
ISBN (Book)
9783346846648
Language
German
Tags
Thomas Mann Bachelorarbeit germanistik mythos mythologie literaturwissenschaft tod in Venedig
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lina Lentge (Author), 2023, Mythos und Mythologie in Thomas Manns „Der Tod in Venedig“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1340990
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