Was macht Menschen zufrieden, glücklich, gesund und erfolgreich? Welche Rolle spielen persönliche Ziele dabei? Welchen gesellschaftlichen und individuellen Nutzen hat das persönliche Wohlbefinden?
Die vorliegende Hausarbeit gibt einen Überblick über die Zusammenhänge zwischen Zielen und Wohlbefinden.
Zunächst werden die vorherrschenden Definitionen und Theorien von Wohlbefinden einerseits sowie Zielen, Zielsetzung und Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zielverfolgung andererseits vorgestellt. Anschließend wird der Zusammenhang zwischen beiden Konstrukten behandelt. Die Abhängigkeit des Wohlbefindens von der Art der gesetzten Ziele, von den Strategien zur Zielerreichung und dem Umfang der möglichen Unterstützung wird dargestellt.
Die bisher gewonnenen Erkenntnisse werden im Fazit zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung
1. Einleitung
2. Wohlbefinden
3. Ziele
4. Ziele und Wohlbefinden
5. Soziale Unterstützung
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen persönlichen Zielen und dem subjektiven Wohlbefinden (SWB) von Menschen, um zu ergründen, inwieweit zielgerichtetes Handeln zur Lebenszufriedenheit beiträgt.
- Definitionen und Theorien von Wohlbefinden und Zielen
- Die Bedeutung von Zielsetzung und Zielverfolgung für die psychische Gesundheit
- Einflussfaktoren wie Zielkonkretisierung, Kongruenz und Selbstbestimmung
- Die Rolle sozialer Unterstützung bei der Erreichung persönlicher Ziele
Auszug aus dem Buch
3. Ziele
"Die Fähigkeit sich eigene Ziele zu setzen, ermöglicht es Menschen, ihr Verhalten an Zuständen und Ereignissen auszurichten, die in der Zukunft liegen, aber durch eigenes Handeln herbeigeführt werden können" (Dragel & Brunstein, 2005, S.277).
Jedes Ziel hat drei psychologische Aspekte: (1) die kognitive Repräsentation des antizipierten Zustandes, (2) die Anreize, die mit Zuständen verknüpft motivierend wirken und (3) die emotionale Besetzung, wobei Annäherung an den antizipierten Zustand positiv und Rückschläge negativ erlebt werden (Dragel & Brunstein, 2005). Weiterhin dienen Ziele zur Bewertung des Handlungsergebnisses als Erfolg oder Misserfolg (Kleinbeck, 2006).
Nach Brunnstein und Maier (1996) sind persönliche Ziele "Anliegen, Projekte und Bestrebungen, die eine Person in ihrem Alltag verfolgt und in unterschiedlichen Lebensbereichen erreichen oder vermeiden möchte" (S.146). Bedeutsame Ziele werden längerfristig verfolgt und determinieren eine Person und ihre Lebenssituation (ebd.). Die Ziele eines Menschen beeinflussen seine emotionalen Erfahrungen, Erinnerungen und affektive Reaktionen (ebd.).
Persönlichkeitspsychologische Ansätze betrachten selbstgesetzte, individuell bedeutungsvolle und längerfristige Ziele sogar als Charakteristika von Menschen (Brunnstein & Maier, 1996).
Zusammenfassung der Kapitel
Zusammenfassung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die Zusammenhänge zwischen persönlichen Zielen und dem Wohlbefinden sowie die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zielverfolgung.
1. Einleitung: Es wird die Relevanz der Erforschung des Zusammenhangs zwischen Zielen und Wohlbefinden sowie der historische Kontext erläutert.
2. Wohlbefinden: Dieses Kapitel definiert subjektives Wohlbefinden (SWB) als State-Trait-Modell und beleuchtet dessen kognitive sowie affektive Komponenten und beeinflussende Variablen.
3. Ziele: Hier werden psychologische Aspekte von Zielen sowie vier zentrale persönlichkeitspsychologische Zielkonzepte (Current Concerns, Personal Projects, Life Tasks, Personal Strivings) vorgestellt.
4. Ziele und Wohlbefinden: Das Kapitel behandelt die Bedingungen, unter denen Ziele das Wohlbefinden steigern, wie etwa Selbstbestimmtheit, Zielkongruenz und die Wahl der Strategie.
5. Soziale Unterstützung: Es wird analysiert, wie soziale Unterstützung als Ressource bei der Zielerreichung dient und welche Rolle das soziale Umfeld bei der Zielbildung spielt.
6. Fazit: Die Erkenntnisse werden zusammengefasst und die Bedeutung selbstbestimmter, erreichbarer Ziele für ein langfristig hohes Wohlbefinden unterstrichen.
Schlüsselwörter
Subjektives Wohlbefinden, SWB, persönliche Ziele, Zielverfolgung, Zielsetzung, Lebenszufriedenheit, Persönlichkeitspsychologie, Handlungsplanung, soziale Unterstützung, Selbstbestimmung, Motivationspsychologie, Zielkongruenz, State-Trait-Modell, Zielbindung, Lebensqualität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Verfolgung persönlicher Ziele und dem individuellen Wohlbefinden eines Menschen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themen umfassen die Definition von Wohlbefinden, die Psychologie der Zielsetzung, den Einfluss von Zielkategorien auf die Zufriedenheit und die Bedeutung des sozialen Umfelds.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie bedeutsame, selbstgesetzte Ziele die Lebenszufriedenheit beeinflussen und welche Faktoren den Erfolg bei der Zielverfolgung bestimmen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich führender persönlichkeitspsychologischer Ansätze und Theorien zum Thema Ziele und Wohlbefinden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?
Im Hauptteil werden zunächst das Konzept des subjektiven Wohlbefindens sowie verschiedene Zielkonzepte definiert, bevor deren Wechselwirkungen analysiert und die Rolle sozialer Unterstützung dargelegt wird.
Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?
Wichtige Begriffe sind subjektives Wohlbefinden, Zielverfolgung, Selbstbestimmung, Zielkongruenz und die Rolle von Motiven im Lebensverlauf.
Welche Rolle spielt die Selbstbestimmtheit bei persönlichen Zielen?
Selbstbestimmte Ziele, die im Einklang mit eigenen Werten und Bedürfnissen stehen, tragen maßgeblich zur Lebensqualität bei, während fremdbestimmte Ziele die Autonomie untergraben können.
Wie verändert sich die Strategie der Zielverfolgung im Laufe des Lebens?
Mit zunehmendem Alter findet häufig ein Wechsel von der hartnäckigen Zielverfolgung (Assimilation) hin zur flexiblen Anpassung (Akkomodation) statt, was für ein erfolgreiches Altern essentiell ist.
Warum ist soziale Unterstützung beim Erreichen von Zielen ambivalent?
Obwohl soziale Unterstützung eine Ressource ist, kann sie belastend wirken, wenn soziale Beziehungen strategisch zu stark instrumentalisiert werden, was zu sozialen Kosten oder Beziehungsstörungen führen kann.
- Quote paper
- Katrin Bauer (Author), 2007, Ziele und Wohlbefinden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134105