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Jüngere ökonomische Analysen zur Arbeitszufriedenheit

Title: Jüngere ökonomische Analysen zur Arbeitszufriedenheit

Diploma Thesis , 2009 , 79 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Julia Lutzky (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Der Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sind immer stärker von der Qualifikation, der Motivation und dem Engagement ihrer Mitarbeiter abhängig. Eine bedeutende Einflussgröße für alle drei Faktoren ist dabei die Arbeitszufriedenheit. Für Unternehmen stellen Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitszufriedenheit aber auch Investitionen und somit ökonomische Entscheidungen dar. In der Ökonomie ist die Forschung zu diesem Thema allerdings eine Disziplin, da es sich um eine subjektive Einschätzung handelt. Diesen Variablen begegnen Ökonomen traditionell mit Skepsis. Mittlerweile stellen viele Institutionen Daten von Haushaltsbefragungen zur Verfügung. Dabei wird sowohl nach der Zufriedenheit mit der Arbeit im Allgemeinen als auch mit einzelnen Aspekten der Arbeit gefragt. Die Möglichkeit, Forschungsarbeiten auf dieser Datengrundlage durchzuführen, veranlasst auch Ökonomen sich mit dem Thema der Arbeitszufriedenheit wissenschaftlich auseinanderzusetzen.
Die Entwicklung, der erreichte Stand und die bisherigen Ergebnisse dieser ökonomischen Forschungen werden in dieser Arbeit dargestellt. Im Mittelpunkt stehen Auswertungen empirischer und theoretischer Studien und die Reflexion der ökonomischen und unternehmenspraktischen Relevanz der jeweiligen Ergebnisse. Auch werden Hinweise für weitere Forschungsarbeiten gegeben.
In Kapitel 2 ein Überblick über die Entwicklung der Diskussion zur Arbeitszufriedenheitsforschung gegeben. Diese Darstellung verdeutlicht den wachsenden Stellenwert, den die Arbeitszufriedenheitsforschung in der Ökonomie einnimmt. Anschließend werden die wichtigsten Theorien, die sich aus diesen Forschungsarbeiten ergaben, vorgestellt. Die ökonomische Bedeutung, die Arbeitszufriedenheit für Unternehmen hat, wird im Anschluss erläutert. Ergebnisse der Forschungsarbeiten zu den „älteren“, personenbezogenen Determinanten schließen dieses Kapitel ab.
Kapitel 3 beleuchtet die Befunde der jüngeren Diskussion zu den Determinanten der Arbeitszufriedenheit anhand von relevanten Theorien und empirischen Ergebnissen. Im Mittelpunkt stehen dabei arbeitsplatzbezogene Determinanten wie die Gestaltung des Arbeitsplatzes oder die Höhe des Lohnes. Ebenfalls werden die Bedeutung von Gewerkschaften und die Größe des Unternehmens in Bezug zur Arbeitszufriedenheit untersucht. Im darauf folgenden Teilabschnitt wird auf die Grenzen der Arbeitszufriedenheitsforschung hingewiesen. Die Arbeit wird mit einem zusammenfassenden Fazit abgeschlossen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die ältere Diskussion der Arbeitszufriedenheit

2.1. Die Entwicklung der Diskussion zur Arbeitszufriedenheit

2.2. Theorien zur Arbeitszufriedenheit

2.3. Die ökonomische Bedeutung von Arbeitszufriedenheit

2.4. Ältere Determinanten von Arbeitszufriedenheit

3. Die jüngere Diskussion zur Arbeitszufriedenheit

3.1. Determinanten von Arbeitszufriedenheit

3.1.1. Entlohnung und Arbeitszufriedenheit

3.1.2. High-performance workplace systems und Arbeitszufriedenheit

3.1.3. (A)typische Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitszufriedenheit

3.1.4. Arbeitszufriedenheit und die Bedeutung von Gewerkschaften

3.1.5. Arbeitszufriedenheit und die Größe von Unternehmen

3.2. Methodische Probleme und Grenzen bei der Messung von Arbeitszufriedenheit

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den aktuellen Forschungsstand zu Determinanten der Arbeitszufriedenheit aus ökonomischer Perspektive, wobei insbesondere der Wandel von personenbezogenen hin zu arbeitsplatzbezogenen Faktoren analysiert wird, um Handlungsfelder für das unternehmerische Personalmanagement aufzuzeigen.

  • Entwicklung und theoretische Grundlagen der Arbeitszufriedenheitsforschung
  • Ökonomische Bedeutung und Konsequenzen von Arbeitszufriedenheit (Fluktuation, Produktivität)
  • Einfluss von modernen Arbeitsplatzgestaltungen (High-Performance Work Systems)
  • Auswirkungen von atypischen Beschäftigungsverhältnissen und Gewerkschaftsmitgliedschaften
  • Methodische Herausforderungen bei der Messung subjektiver Arbeitszufriedenheit

Auszug aus dem Buch

Die Zwei-Faktoren-Theorie nach HERZBERG et al. (1959)

Die „Zwei-Faktoren-Theorie“ nach HERZBERG et al. (1959) ist das Ergebnis einer Befragung von 203 Ingenieuren, die nach Ereignissen befragt wurden, die zu Arbeitszufriedenheit geführt hatten. Daraus wurden zwei Faktoren abgeleitet, die jeweils für Arbeitszufriedenheit bzw. –unzufriedenheit verantwortlich sind. HERZBERG et al. unterscheiden Arbeitszufriedenheit und Arbeitsunzufriedenheit als zwei unterschiedliche Phänomene. Für die Entstehung von Zufriedenheit sind intrinsische Faktoren, also Faktoren, die in der Arbeit selbst zu finden sind, ausschlaggebend. Zu diesen Faktoren zählen die erbrachte Leistung, Anerkennung für die Arbeit, die Art der Tätigkeit, die Verantwortung, die man mit der Arbeit übernimmt, sowie die Möglichkeit zum Aufstieg. Für die Entstehung von Arbeitsunzufriedenheit sind diese Faktoren hingegen nicht verantwortlich, ihre Abwesenheit hat lediglich eine neutrale Wirkung. HERZBERG et al. sprechen hier von „Motivatoren“.

Für das Entstehen von Unzufriedenheit sind extrinsische Faktoren, also Faktoren, die außerhalb der Tätigkeit liegen, verantwortlich. Diese Faktoren werden als „Hygiene-Faktoren“ bezeichnete. Zu ihnen zählen die Unternehmenspolitik, ggf. die Überwachung bei der Arbeit, die Beziehung zu Vorgesetzten und anderen Mitarbeitern, das Arbeitsentgelt, der Status, der mit der Arbeit einhergeht, die Arbeitssicherheit und die persönliche Lebenssituation. Die Hygiene-Faktoren können Arbeitsunzufriedenheit beseitigen, aber sind nicht ursächlich für Zufriedenheit. Folgt man diesem Ansatz, so entsteht Arbeitszufriedenheit allein durch die Motivatoren. Soll Arbeitsunzufriedenheit verringert werden, so müssen die Rahmenbedingungen (Hygiene-Faktoren) in der Organisation angepasst werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Relevanz der Arbeitszufriedenheit für den Unternehmenserfolg und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2. Die ältere Diskussion der Arbeitszufriedenheit: Dieses Kapitel behandelt historische Forschungsschwerpunkte, zentrale psychologische Theorien und die frühe ökonomische Bewertung von Zufriedenheit als Einflussfaktor für Leistung und Fluktuation.

3. Die jüngere Diskussion zur Arbeitszufriedenheit: Der Fokus liegt hier auf modernen arbeitsplatzbezogenen Determinanten, wie Entlohnung, Unternehmensorganisation, Beschäftigungsformen und Gewerkschaftseinfluss, ergänzt durch eine methodische Reflexion.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer aktiven, mitarbeiterorientierten Arbeitsgestaltung zur Steigerung der unternehmerischen Produktivität.

Schlüsselwörter

Arbeitszufriedenheit, Humankapital, High Performance Work Systems, Atypische Beschäftigung, Arbeitsmarktökonomie, Motivation, Unternehmenserfolg, Fluktuation, Absentismus, Entlohnung, Gewerkschaften, Arbeitsplatzgestaltung, Zürcher Modell, Two-Factor-Theory, Prospect-Theory

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert ökonomische Studien zur Arbeitszufriedenheit, um deren Einfluss auf den Unternehmenserfolg zu beleuchten und Handlungsempfehlungen für das Personalmanagement abzuleiten.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die zentralen Felder umfassen historische Theorien, die Rolle von Entlohnung, moderne Arbeitsplatzstrukturen (HPWS), atypische Beschäftigungsverhältnisse sowie die Bedeutung von Gewerkschaften.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, welche Determinanten die Arbeitszufriedenheit beeinflussen und wie Unternehmen durch gezielte Maßnahmen eine produktivitätssteigernde Arbeitsumgebung schaffen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung empirischer ökonomischer Studien, unter Einbeziehung quantitativer Modelle aus dem Personalbereich.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Betrachtung theoretischer Ansätze und eine moderne Analyse spezifischer Einflussgrößen wie Lohnsysteme, Arbeitsplatzorganisation und Flexibilisierung.

Wodurch lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Sie zeichnet sich durch die Verknüpfung klassischer personalwirtschaftlicher Ansätze mit neueren empirischen Befunden zu Arbeitsmarktflexibilität und psychologischen Arbeitsplatzfaktoren aus.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Messung von Zufriedenheit?

Die Arbeit betont, dass subjektive Angaben zwar methodisch anspruchsvoll sind, aber eine wichtige Informationsquelle darstellen, sofern sie in einem Kontext verlässlicher Daten, wie Panelbefragungen, erhoben werden.

Warum wird die „Gender-Job-Satisfaction-Paradox“ in der Arbeit thematisiert?

Dieses Paradox dient als Beispiel dafür, wie unterschiedliche Erwartungshaltungen von Arbeitnehmern (basierend auf früheren Erfahrungen) die berichtete Zufriedenheit trotz objektiv ungleicher Arbeitsbedingungen beeinflussen.

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Details

Title
Jüngere ökonomische Analysen zur Arbeitszufriedenheit
College
University of Freiburg
Grade
2,0
Author
Julia Lutzky (Author)
Publication Year
2009
Pages
79
Catalog Number
V134121
ISBN (eBook)
9783640416837
ISBN (Book)
9783640411351
Language
German
Tags
Arbeitszufriedenheit Ökonomische Analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Lutzky (Author), 2009, Jüngere ökonomische Analysen zur Arbeitszufriedenheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134121
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