Die vorliegende Arbeit behandelt Risikoeinschätzungen sowie wichtige Maßnahmen zur Prophylaxe von Pneumonie, Dekubitus und Kontraktur beim alten Menschen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Begriffsdefinitionen
1.1.1. Altenpflege
1.1.2. Prophylaxen
1.1.3. Pneumonie
1.1.4. Dekubitus
1.1.5. Kontraktur
2. Zielsetzung und Fragestellung
3. Methodik
3.1. Suchprotokoll
3.2. Qualitätsprüfung der Studien und Artikel
4. Darstellung der Ergebnisse
4.1. Pneumonieprophylaxe
4.1.1. Einschätzung des Risikos
4.1.2. Prophylaktische Maßnahmen
4.2. Dekubitusprophylaxe
4.2.1. Einschätzung des Risikos
4.2.2. Prophylaktische Maßnahmen
4.3. Kontrakturprophylaxe
4.3.1. Einschätzung des Risikos
5. Zusammenfassung
6. Diskussion
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, durch eine Literaturanalyse evidenzbasierte prophylaktische Maßnahmen für die Altenpflege zu identifizieren, um den Pflegeproblemen Pneumonie, Dekubitus und Kontraktur gezielt entgegenzuwirken.
- Evidenzbasierte Strategien zur Pneumonieprophylaxe
- Risikoeinschätzung und Lagerungskonzepte bei Dekubitus
- Mobilisation und Bewegungsübungen in der Kontrakturprophylaxe
- Analyse und Bewertung pflegerischer Assessmentinstrumente
- Qualitätsprüfung pflegewissenschaftlicher Studien
Auszug aus dem Buch
4.1.2. Prophylaktische Maßnahmen
„Alle Maßnahmen verfolgen die vier „LISA“ –Ziele: Lungenbelüftung verbessern Infektion vermeiden Sekret verflüssigen, lösen und entleeren Aspiration vermeiden“ (Berning, 2007, S.91) Diese Maßnahmen können jedoch auch, wie Wegener (2003) dies beschreibt, in „aktive“ und „passive“ Maßnahmen unterteilt werden, wobei es sich bei den aktiven Maßnahmen um solche handelt, bei denen der Patient mitarbeitet, die passiven Pflegehandlungen zur Pneumonieprophylaxe werden von der Pflegeperson ausgeführt.
4.1.2.1. Lungenbelüftung verbessern „Die einfachste Pneumonieprophylaxe ist die körperliche Mobilisation“ (Berning, 207, S.91). Auch Wegener (2003) beurteilt die Mobilisation als die effektivste aller Maßnahmen, wobei er zusätzlich darauf verweist, die Patienten möglichst außerhalb des Bettes zu mobiliseren, da das aufrechte Sitzen (z.B. im Lehnstuhl) eine bessere Atemmechanik bewirkt, als das Sitzen im Bett. Für Wegener (2003) gehört die Mobilisation zu den aktiven Maßnahmen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin begründet das Thema aus ihrer praktischen Erfahrung heraus und verdeutlicht die Notwendigkeit fachgerechter Prophylaxen in der Altenpflege zur Erhaltung der Lebensqualität.
2. Zielsetzung und Fragestellung: Das Ziel ist die Identifikation sinnvoller prophylaktischer Maßnahmen gegen Pneumonie, Dekubitus und Kontraktur durch eine Literaturrecherche.
3. Methodik: Beschreibung der durchgeführten Literaturrecherche in verschiedenen Datenbanken im Zeitraum von Dezember 2007 bis Januar 2008 sowie der angewandten Qualitätskriterien.
4. Darstellung der Ergebnisse: Detaillierte Ausarbeitung der Risikoeinschätzungen und spezifischen Maßnahmen für Pneumonie-, Dekubitus- und Kontrakturprophylaxe basierend auf der Fachliteratur.
5. Zusammenfassung: Zentrale Erkenntnisse der Arbeit werden zusammengefasst, wobei insbesondere die Mobilisation und korrekte Lagerung als essenzielle Prophylaxe-Elemente hervorgehoben werden.
6. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund von Ökonomie und Fachexpertise sowie ein Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
Altenpflege, Prophylaxen, Pneumonieprophylaxe, Dekubitusprophylaxe, Kontrakturprophylaxe, Mobilisation, Lagerung, Assessmentinstrumente, Evidenzbasierte Pflege, Pflegequalität, Risikoeinschätzung, Pflegemaßnahmen, Atemübungen, Prävention, Langzeitpflege.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der pflegefachlichen Analyse von Prophylaxen zur Vermeidung von Pneumonie, Dekubitus und Kontraktur bei alten Menschen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die professionelle Risikoeinschätzung mittels Assessmentinstrumenten sowie evidenzbasierte präventive Pflegemaßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Identifizierung und Analyse sinnvoller prophylaktischer Maßnahmen, um die Pflegequalität und Lebensqualität alter Menschen zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Autorin führte eine systematische Literaturrecherche in medizinischen und pflegewissenschaftlichen Datenbanken durch und bewertete die gefundene Literatur anhand von Evidenzstufen.
Was bildet den inhaltlichen Kern des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Bereiche Pneumonie-, Dekubitus- und Kontrakturprophylaxe, jeweils unterteilt in Risikoeinschätzung und praktische Maßnahmen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Prophylaxe, Altenpflege, Mobilisation, Dekubitus, Pneumonie, Kontraktur und Evidenzbasierung.
Welche Rolle spielt die „LISA“-Formel in der Arbeit?
Die „LISA“-Ziele dienen als strukturierender Wegweiser für alle Maßnahmen der Pneumonieprophylaxe: Lungenbelüftung verbessern, Infektion vermeiden, Sekret lösen und Aspiration verhindern.
Wie wird das Kontrakturrisiko laut Arbeit eingeschätzt?
Es gibt derzeit kein allgemeingültiges Assessmentinstrument, jedoch sind Risikofaktoren wie Ruhigstellung, Schmerzschonhaltung, Lähmungen oder Spastiken als kritische Indikatoren bekannt.
Warum wird die Mobilisation als so wichtig erachtet?
Die Mobilisation wird als die effektivste präventive Maßnahme eingestuft, da sie sowohl bei der Pneumonie-, Dekubitus- als auch Kontrakturprophylaxe eine zentrale Rolle zur Erhaltung der Körperfunktionen spielt.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Hautpflege?
In der Diskussion wird festgehalten, dass für viele Hautpflegestrategien bei Dekubitusgefährdung noch keine ausreichende Evidenz vorliegt und Massage als Maßnahme kontrovers diskutiert wird.
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- Bakk. Marina Amann (Author), 2008, Prophylaxen in der Altenpflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134165