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Tiergestützte Pädagogik in Förderschulen. Die Wirkung des Co-Pädagogen Hund auf die sozial-emotionale Entwicklung

Titel: Tiergestützte Pädagogik in Förderschulen. Die Wirkung des Co-Pädagogen Hund auf die sozial-emotionale Entwicklung

Hausarbeit , 2021 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Verena von Ganski (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Anliegen dieser Hausarbeit ist es, den Einsatz von Hunden in der Förderschule und die Wirkung unter besonderer Berücksichtigung des bindungstheoretischen Ansatzes auf die sozial-emotionale Entwicklung darzustellen.

Hunde sind seit 35.000 Jahren beliebte Lebenspartner des Menschen. Sie halfen damals beim Jagen, warnten mit ihrem Verhalten vor Gefahren und waren auch durch viele esoterische Projektionen mehr als ein Nutztier für den Menschen. Heute haben Hunde mehr Aufgaben als dem Menschen ein Partner zu sein, so werden sie als Assistenzhunde für Behinderte ausgebildet oder helfen, als Spürhunde Drogen, Sprengstoff oder Vermisste zu finden. Die Anzahl der Kooperationsbereiche zwischen Hunden und Menschen wächst in den letzten Jahren immer mehr.

Seit 1970 haben die wissenschaftlichen Disziplinen den Wert der Mensch-Tier-Beziehung erkannt und erforschen diesen. Die heilende Wirkung der Mensch-Tier-Beziehung geht von der Grundannahme aus, dass eine lang bestehende Verbundenheit besteht und auch heute noch eine gemeinsame Kommunikationsebene ermöglicht.

Diese Arbeit wird zunächst die Begriffe soziale und emotionale Kompetenz definieren und einen kurzen Abriss über ihre Entwicklung geben. Anschließend werden verschiedene Modelle der Mensch-Tier-Beziehung vorgestellt. Im nächsten Kapitel wird die Arbeit mit Tieren genauer beleuchtet und es wird eine Abgrenzung zwischen den Begriffen tiergestützten Therapie, tiergestützten Aktivität und tiergestützten Pädagogik vorgenommen. Im Anschluss daran wird der Einsatz des Hundes in der Förderschule näher betrachtet.

Im darauffolgenden Kapitel wird die Wirkung des Hundes auf die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern anhand verschiedener Studien erläutert, woraus Rückschlüsse auf die möglichen Effekte in Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung gezogen werden. Zum Schluss wird im Fazit ein Resümee über die bisherigen Erkenntnisse der Arbeit gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Intention und Aufbau

2 Grundlagen der emotionalen und sozialen Entwicklung

2.1 Definition und Entwicklung emotionaler Kompetenzen

3 Modelle der Mensch- Tier- Beziehung

3.1 Du- Evidenz

3.2 Bindung und Bindungstheorie

3.3 Mensch- Hund- Beziehung

4 Arbeit mit Tieren

4.1 Tiergestützte Aktivität (TG A)

4.2 Tiergestützte Therapie (TG T)

4.3 Tiergestützte Pädagogik (TG P)

5. Konkreter Einsatz des Hundes in der Schule

6. Wirkungen des Co- Pädagogen Hund

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Beitrag von Hunden als Co-Pädagogen zur Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung von Kindern, insbesondere im Kontext von Förderschulen, unter Anwendung bindungstheoretischer Ansätze.

  • Grundlagen der emotionalen und sozialen Entwicklung bei Kindern
  • Modelle zur wissenschaftlichen Erklärung der Mensch-Tier-Beziehung
  • Systematische Abgrenzung der tiergestützten Aktivitäten, Therapie und Pädagogik
  • Einsatzmöglichkeiten und Wirkweisen von Schulhunden in der Unterrichtspraxis
  • Bedeutung der Bindungstheorie für tiergestützte Interventionen

Auszug aus dem Buch

3.3 Mensch- Hund- Beziehung

Das folgende Kapitel gibt mithilfe verschiedener Erklärungsansätze einen Einblick in die Beziehung zwischen Mensch und Hund.

Wahrscheinlich ist der Hund das erste vom Menschen domestizierte Tier und hat sich im Laufe der Jahre an das Verhalten und die Bedürfnisse des Menschen angepasst. Heute gehört er zu den beliebtesten Haustieren und es werden zunehmend mehr Rassen, welche auf die Vorlieben der Menschen ausgerichtet sind (Allergiker- Hunde) gezüchtet.

Der Fund eines Unterkieferknochens eines Haushundes, welcher auf das Jahr 12000-1000 v.Chr. zurückzuführen ist, belegt dass der Hund damals auch schon als Haustier gehalten wurde.

Frömming stellt fest, dass das Ähnliche Sozialverhalten und der Wunsch nach einem Spielgefährten für die Kinder ein mögliches Motiv für die Domestikation gewesen sein könnte (vgl. Frömming 2006, S. 34-35). Julius et al. vertreten die Meinung, dass Menschen und Tiere die gleichen grundlegenden Mechanismen miteinander teilen und auch die neuroanatomische Struktur, die für das soziale Verhalten von Bedeutung ist, sich stark ähnelt und es keine spezifische Theorie braucht, um Mensch-Tier- Beziehungen zu erklären. Daraus folgt für sie, dass die psychologischen Modelle der zwischenmenschlichen Beziehungen und des Beziehungsaufbaus auch ohne Weiteres auf die Beziehungen zwischen Mensch und Tier anwendbar sind (vgl. Julius 2014, S. 106).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Intention und Aufbau: Einleitung in die Thematik der tiergestützten Pädagogik, Vorstellung der Forschungsgegenstände und methodischer Abriss der Arbeit.

2 Grundlagen der emotionalen und sozialen Entwicklung: Definition und Erläuterung der Entwicklung emotionaler Kompetenzen sowie deren Bedeutung für das Kindesalter.

3 Modelle der Mensch- Tier- Beziehung: Wissenschaftliche Einordnung der Bindungstheorie und Übertragung der Modelle auf die Beziehung zwischen Mensch und Hund.

4 Arbeit mit Tieren: Differenzierung zwischen den Bereichen tiergestützte Aktivität, Therapie und Pädagogik unter Berücksichtigung methodischer Unterschiede.

5. Konkreter Einsatz des Hundes in der Schule: Darstellung der Formen des pädagogischen Hundeeinsatzes und der Kriterien für einen erfolgreichen Schulhundeinsatz.

6. Wirkungen des Co- Pädagogen Hund: Analyse der Effekte von Hunden auf das Sozialverhalten, die Stressregulation und die emotionale Kompetenz von Schülern.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Tiergestützte Pädagogik, Schulhund, Bindungstheorie, Sozial-emotionale Entwicklung, Mensch-Tier-Beziehung, Soziale Kompetenz, Stressregulation, Empathie, Tiergestützte Intervention, Förderschule, Co-Pädagoge, Verhaltensauffälligkeiten, Inklusion, Bindungstypen, Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Anliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Hunde als Co-Pädagogen an Förderschulen eingesetzt werden können, um die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern zu unterstützen.

Welche spezifischen Themenfelder werden schwerpunktmäßig behandelt?

Die Arbeit fokussiert auf Bindungstheorien, die Abgrenzung tiergestützter Methoden, die praktische Arbeit mit Schulhunden und deren positive psychologische sowie physiologische Auswirkungen auf Schüler.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Es soll verdeutlicht werden, welche Effekte der Einsatz von Hunden auf Kinder mit Förderbedarf im Bereich der sozialen und emotionalen Entwicklung hat, unter besonderer Berücksichtigung der Bindungstheorie.

Welche methodische Vorgehensweise liegt dieser Hausarbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Analyse etablierter Erklärungsansätze aus der Psychologie und der Auswertung verschiedener Fallstudien zur tiergestützten Intervention.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen über Emotionen und Bindung, eine begriffliche Einordnung der tiergestützten Arbeit sowie eine detaillierte Analyse der schulischen Einsatzmöglichkeiten und Wirkweisen von Hunden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit beschreiben?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Tiergestützte Pädagogik, Schulhund, Bindungstheorie, Sozial-emotionale Entwicklung und Stressregulation.

Wie unterscheidet sich die "Du-Evidenz" von klassischen Bindungskonzepten?

Die Du-Evidenz beschreibt das Bewusstsein, dem Tier als einem eigenständigen Gegenüber zu begegnen, und bildet laut der Autorin eine Voraussetzung dafür, Empathie auch für andere Individuen zu entwickeln.

Warum spielt das Neuropeptid Oxytocin in der Mensch-Hund-Beziehung eine Schlüsselrolle?

Oxytocin wird als "Bindungshormon" bei Blickkontakt und Körperkontakt zwischen Mensch und Hund ausgeschüttet und unterstützt aktiv Bindungsaufbau sowie Stressabbau.

Inwieweit kann ein Hund als "sozialer Katalysator" wirken?

Der Hund unterstützt Kinder dabei, Ängste abzubauen und sich gegenüber ihrer Umwelt zu öffnen, was besonders bei Kindern, die Schwierigkeiten in der Kommunikation mit Menschen haben, den Einstieg in soziale Interaktionen erleichtert.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich des zukünftigen Forschungsbedarfs?

Obwohl positive Effekte belegt sind, weist die Autorin darauf hin, dass insbesondere in der Sonderpädagogik noch weiterer Forschungsbedarf besteht, um die bisherigen Erkenntnisse wissenschaftlich zu untermauern.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tiergestützte Pädagogik in Förderschulen. Die Wirkung des Co-Pädagogen Hund auf die sozial-emotionale Entwicklung
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Zentrale
Note
1,0
Autor
Verena von Ganski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
24
Katalognummer
V1341740
ISBN (PDF)
9783346843333
ISBN (Buch)
9783346843340
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tiergestützte Pädagogik Förderschule Sonderpädagogik Hund Tiergestützte Intervention Emotional-soziale Entwicklung Bindungstheorie Tiergestützte Förderung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Verena von Ganski (Autor:in), 2021, Tiergestützte Pädagogik in Förderschulen. Die Wirkung des Co-Pädagogen Hund auf die sozial-emotionale Entwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1341740
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Leseprobe aus  24  Seiten
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