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Finanzmärkte, Finanzintermediäre und systemische Krisen

Title: Finanzmärkte, Finanzintermediäre und systemische Krisen

Term Paper , 2009 , 22 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Holger Meyndt (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Franklin Allen und Douglas Gale haben 2007 ihr Buch „Understanding Financial Crisis“ veröffentlicht. Meine Arbeit wird sich insbesondere dem im fünften Kapitel dargestellten
Modell der „Financial Fragility“ widmen. Dieses basiert auf deren Forschungen aus 2004, und beschreibt die Interaktion zwischen Banken als Finanzintermediären und den Asset Märkten. In diesem Zusammenspiel wird die zentrale Rolle der
Liquidität bei der Preisfindung der Märkte deutlich werden.
Ziel meiner Arbeit ist es aufzuzeigen, wie in dem Modell bereits kleine Einflüsse große volkswirtschaftliche Wirkung bei der Allokation der möglichen Gleichgewichte entfalten
und die vorgenannte Fragilität des Finanzsystems aufzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Modell der finanziellen Fragilität von Allen und Gale

2.1 Einordnung in theoretische Ansätze

2.2 Das Grundmodell

2.2.1 Anlagemarkt

2.2.2 Banken

2.2.3 Konsum

2.2.4 Unsicherheit

2.3 Gleichgewichte

2.3.1 Fundamentales Gleichgewicht ohne aggregierte Unsicherheit

2.3.2 Fundamentales Gleichgewicht mit aggregierter Unsicherheit

2.3.3 Sunspot Gleichgewicht

2.4 Erweiterungen

2.4.1 Idiosynkratische Liquiditätsschocks

2.4.2 Gleichgewicht ohne Bankrott

2.5 Modellkritik

3. Historische Bank Runs und Empirische Evidenz

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Modell der „Financial Fragility“ von Allen und Gale, um die systemischen Zusammenhänge zwischen Finanzintermediären, Liquidität und der Entstehung von Finanzkrisen zu analysieren. Ziel ist es, den Einfluss kleiner Marktschocks auf die Stabilität des Finanzsystems theoretisch zu durchdringen und die praktische Relevanz sowie die Grenzen des Modells kritisch zu bewerten.

  • Theoretische Fundierung der finanziellen Fragilität in Bankensystemen.
  • Analyse des Zusammenspiels von kurz- und langfristigen Anlageentscheidungen.
  • Untersuchung verschiedener Gleichgewichte unter Berücksichtigung von Unsicherheit.
  • Empirischer Abgleich mit historischen Bankkrisen und realen Marktbeispielen.
  • Kritische Reflexion der Modellannahmen im Kontext der modernen Finanzmärkte.

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Fundamentales Gleichgewicht mit aggregierter Unsicherheit

Durch Implementierung der intrinsischen aggregierten Unsicherheit ε > 0, kann es nun zu extrem hohen Volatilitäten kommen.

Der Grund für diese enormen Auswirkungen eines kleinen Schocks, findet sich in der in t=0 bereits feststehenden Wahl der Portfolien der Banken. Durch deren Entscheidungen über die Höhe ihrer kurz- und langfristigen Vermögenswerte ist das aggregierte Liquiditätsangebot in der kurzen Frist, also in t=1 fix. In Abhängigkeit des Preisniveaus entspricht dieses den Investitionen in die kurzfristige Anlage.

Ss(Ps) = γ (8)

Angenommen der einzige Bedarf nach Liquidität in t=1 ist der Konsum der Typ 1-Anleger, dann stellt sich die Nachfrage in Abhängigkeit des Preises wie folgt dar:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Modell der „Financial Fragility“ von Allen und Gale ein und skizziert den methodischen Ansatz sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Das Modell der finanziellen Fragilität von Allen und Gale: Dieses Kapitel stellt das theoretische Kernmodell dar, erläutert die Annahmen zu Banken, Konsumenten und Unsicherheit und analysiert die verschiedenen Gleichgewichtszustände.

3. Historische Bank Runs und Empirische Evidenz: Hier werden historische Finanzkrisen und empirische Studien herangezogen, um das Modell mit realen Wirtschaftsereignissen zu validieren.

4. Resümee: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die praktische Relevanz des Modells und reflektiert die Schwachstellen sowie möglichen Erweiterungen.

Schlüsselwörter

Finanzkrisen, Bankbetriebslehre, Finanzintermediäre, Liquidität, Financial Fragility, Bank Runs, Gleichgewicht, Preisvolatilität, Systemische Risiken, Sunspot Theorie, Asset Märkte, Konsumentenverhalten, Insolvenzrisiko, Markteffizienz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Ursachen von Finanzkrisen und analysiert, wie Banken als Intermediäre auf Liquiditätsschocks reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Modellierung finanzieller Fragilität, der Rolle von Liquidität im Bankensektor und der Unterscheidung zwischen fundamentalen und durch externe Faktoren beeinflussten Krisen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kleine Störungen im Modell von Allen und Gale große volkswirtschaftliche Auswirkungen entfalten und ob das Modell zur Erklärung realer Finanzkrisen beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine modelltheoretische Analyse des „Financial Fragility“-Modells, kombiniert mit einer historischen und empirischen Evidenzprüfung durch Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Modellbausteine, der Anlagemarkt, das Konsumentenverhalten, verschiedene Gleichgewichtsarten und die Modellkritik detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Finanzintermediäre, Liquidität, systemische Krisen, Bank Runs, Preisvolatilität und das Allen-Gale-Modell.

Wie erklärt das Modell den Unterschied zwischen sicheren und riskanten Banken?

Das Modell unterscheidet Banken anhand ihrer Anlagestrategie: Sichere Banken halten ausreichend kurzfristige, liquide Mittel, während riskante Banken mehr langfristige Anlagen halten, um höhere Erträge zu erzielen, was sie anfälliger für Bank Runs macht.

Welche Rolle spielen „Sunspots“ in diesem Modell?

Sunspots repräsentieren extrinsische Unsicherheit oder externe Schocks, die zwar keine direkte fundamentale Ursache haben, aber durch die Erwartungsbildung der Marktteilnehmer dennoch Krisen auslösen können.

Wie wurde der Hedgefonds LTCM im Kontext der Arbeit bewertet?

LTCM dient als reales Fallbeispiel, um zu verdeutlichen, wie ein hoher Verschuldungsgrad und plötzlicher Liquiditätsabzug selbst bei vergleichsweise kleinen Akteuren systemische Risiken heraufbeschwören können.

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Details

Title
Finanzmärkte, Finanzintermediäre und systemische Krisen
College
University of Cologne  (Seminar für ABWL und Bankbetriebslehre)
Course
Hauptseminar
Grade
2,7
Author
Holger Meyndt (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V134189
ISBN (eBook)
9783640420926
ISBN (Book)
9783640421107
Language
German
Tags
Finanzkrise Allen Gale Finanzintermediäre Liquidität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Holger Meyndt (Author), 2009, Finanzmärkte, Finanzintermediäre und systemische Krisen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134189
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