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Komparative Analyse zur Finanzpolitik der Wohlfahrtsstaaten Deutschland und Schweden

Title: Komparative Analyse zur Finanzpolitik der Wohlfahrtsstaaten Deutschland und Schweden

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 20 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Melanie Baschin (Author)

Politics - Region: Western Europe
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This work pointed out the fiscal policy of the two distinctive welfare states Germany and Sweden in a comparative way. The empirical outcome of the indicators dataset concedes Sweden a more efficient ability to a crisis response both in the decade 1990-2000 and in the period of 2000-2006. The main cause for Germany’s deficit was the governments’ inability in the nineties of the last century to raise the general taxes to the debit of a solid budget.
But differently from Sweden Germany had to manage and reduce financial deficits as a result of the reunification of the two German republics in 1990. Nevertheless the conservative governments made mistakes when they pursued an inflexible policy course.
After the two global recessions around 1990 and 2000 Sweden’s fiscal policy had react by an anti cyclic way which is the classic way to come out of a macroeconomic crisis. Germany had burdened the social security’s budget with a rising of the social contribution instead of going the anti cyclic way too.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitendes

2. Begriffsklärung und Definition des Untersuchungsgegenstandes

2.1.Die drei Typen der Wohlfahrt nach Esping-Andersen

2.2.Der konservative Wohlfahrtsstaat Deutschland

2.3.Der sozialdemokratische Wohlfahrtsstaat Schweden

3. Aufgaben und Ziele staatlicher Finanzpolitik

3.1.Zur Finanzpolitik in Deutschland und Schweden 1990-2000

3.1.1.Deutschland

3.1.2.Schweden

3.2.Messergebnisse nach Wintermann

4. Entwicklung finanzpolitischer Indikatoren 2000-2006

4.1.Auswertung

5. Zusammenfassung/ Abstract

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend die Finanzpolitik von Deutschland und Schweden im Zeitraum 2000-2006, um zu prüfen, ob die schwedische Finanzpolitik im Vergleich zur deutschen effektiver auf globale Konjunkturkrisen reagiert. Basierend auf dem Ansatz von Wintermann wird analysiert, inwieweit unterschiedliche wohlfahrtsstaatliche Pfade und politische Flexibilität die makroökonomische Performance beeinflussen.

  • Vergleichende Analyse der Wohlfahrtsstaatstypen (konservativ vs. sozialdemokratisch)
  • Empirische Untersuchung finanzpolitischer Indikatoren (Haushaltssaldo, Schuldenstand, Inflation)
  • Bewertung von Krisenreaktionsmechanismen und politischer Handlungsflexibilität
  • Analyse der Auswirkungen der Wiedervereinigung auf die deutsche Finanzpolitik
  • Evaluation des Einflusses von institutionellen Rahmenbedingungen auf die Haushaltsführung

Auszug aus dem Buch

2.1. Die drei Typen der Wohlfahrt nach Esping-Andersen

Die allgemeine Definition des Wohlfahrtsstaates wird hier ergänzt durch Esping-Andersens differenzierte Typisierung wohlfahrtsstaatlicher Regime, nach der Deutschland als konservativer und Schweden als sozialdemokratischer Wohlfahrtsstaat einzustufen sind. In seinem Werk The three worlds of welfare capitalism unterscheidet Esping-Andersen drei Typen von Wohlfahrtsstaaten, welche die jeweiligen unterschiedlichen politökonomischen Systeme der Staaten widerspiegeln. Als wesentliches operationales Differenzierungskriterium führt Esping-Andersen den Grad der „Dekommodifizierung“ ein, d.h. der relativen Unabhängigkeit von den Zwängen und Risiken kapitalistischer Märkte, insbesondere des Arbeitsmarktes. Der universalistische, sozialdemokratische Wohlfahrtstyp weist demnach eine hohe Unabhängigkeit vom Markt auf.

Soziale Bürgerrechte bilden die Anspruchsgrundlage und es wird Versorgung auf höchstem Niveau angestrebt, allerdings verbunden mit hohen Sozialausgaben. Durch den hier stärksten Grad der Dekommodifizierung soll ein relativ hohes Maß an sozialer Gleichheit erzeugt werden, zugleich sind die Bemühungen um eine aktive Politik der Vollbeschäftigung am stärksten ausgeprägt. Dieser Typus wird vor allem in Norwegen, Schweden und Dänemark realisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitendes: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach der Effektivität der schwedischen gegenüber der deutschen Finanzpolitik und führt in das methodische Vorgehen sowie die zugrunde liegenden Hypothesen ein.

2. Begriffsklärung und Definition des Untersuchungsgegenstandes: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Wohlfahrtsstaat und Finanzpolitik und nimmt eine theoretische Einordnung beider Länder in die Typologie von Esping-Andersen vor.

2.1.Die drei Typen der Wohlfahrt nach Esping-Andersen: Es werden die verschiedenen Wohlfahrtsregime erläutert, wobei Schweden als sozialdemokratisch und Deutschland als konservativ-korporatistisch klassifiziert werden.

2.2.Der konservative Wohlfahrtsstaat Deutschland: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung und die strukturellen Merkmale des deutschen Sozialversicherungsmodells sowie dessen Herausforderungen durch die Wiedervereinigung.

2.3.Der sozialdemokratische Wohlfahrtsstaat Schweden: Der Abschnitt analysiert das schwedische Modell des Volksheims, seine historische Integration verschiedener politischer Kräfte und die Rolle des starken Staates.

3. Aufgaben und Ziele staatlicher Finanzpolitik: Hier werden die allgemeinen Funktionen und Ziele staatlicher Finanzpolitik als Teil der Wirtschaftspolitik sowie das Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen dargelegt.

3.1.Zur Finanzpolitik in Deutschland und Schweden 1990-2000: Der Abschnitt vergleicht die Krisenbewältigung beider Länder im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts unter Einbeziehung von Wintermanns Ergebnissen.

3.1.1.Deutschland: Es wird die finanzpolitische Situation Deutschlands nach der Wiedervereinigung und die daraus resultierenden Belastungen für die Sozialversicherungshaushalte erörtert.

3.1.2.Schweden: Dieses Kapitel zeigt die finanzpolitische Wende Schwedens in den 1990er Jahren mit Fokus auf Rentenreform, Geldpolitik und Regelbindungen der Finanzpolitik auf.

3.2.Messergebnisse nach Wintermann: Hier werden die Indikatorenwerte zusammengefasst, die auf eine deutlich bessere Krisenreaktion Schwedens im Vergleich zu Deutschland hindeuten.

4. Entwicklung finanzpolitischer Indikatoren 2000-2006: Dieser Teil präsentiert die empirischen Daten für den Untersuchungszeitraum, darunter Haushaltssalden, Schuldenstände und Steuerquoten.

4.1.Auswertung: Das Kapitel interpretiert die erhobenen Daten und bestätigt die höhere Anpassungsfähigkeit der schwedischen Finanzpolitik gegenüber der deutschen Stagnation.

5. Zusammenfassung/ Abstract: Die Schlussfolgerung verifiziert die Arbeitshypothese und betont den restriktiveren Politik-Mix in Deutschland als Ursache für die schwächere Performance im Vergleich zum schwedischen Modell.

Schlüsselwörter

Wohlfahrtsstaat, Finanzpolitik, Deutschland, Schweden, Esping-Andersen, Krisenreaktion, Haushaltssaldo, Sozialversicherung, Makroökonomie, Konjunkturkrise, Fiskalpolitik, Wiedervereinigung, Indikatorenvergleich, Reformpolitik, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die finanzpolitische Strategie und Krisenbewältigung der Wohlfahrtsstaaten Deutschland und Schweden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Wohlfahrtsstaatstypologien, die Finanzierung staatlicher Haushalte, makroökonomische Indikatoren und die Auswirkungen politischer Entscheidungen in Krisenzeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die schwedische Finanzpolitik nach der Konjunkturkrise 2000/2001 effektiver war als die deutsche, um die Hypothese einer expansiveren und angemesseneren schwedischen Krisenreaktion zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein komparativer Ansatz im Rahmen eines "most-similar-system-design" genutzt, der auf einer empirischen Analyse makroökonomischer Indikatoren basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Wohlfahrtstypen, die historische Analyse der Finanzpolitik beider Länder in den 90er Jahren und die empirische Auswertung der Indikatoren zwischen 2000 und 2006.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Wohlfahrtsstaat und der Finanzpolitik sind Begriffe wie Krisenreaktion, Fiskalpolitik und Indikatorenvergleich zentral für die Arbeit.

Warum wird Deutschland als "konservativer Wohlfahrtsstaat" bezeichnet?

Auf Basis von Esping-Andersens Typologie zeichnet sich Deutschland durch ein stark sozialversicherungszentriertes Modell aus, bei dem Leistungen an den Beschäftigungsstatus und Status gebunden sind.

Welchen Einfluss hatte die deutsche Wiedervereinigung auf die Finanzpolitik?

Die Wiedervereinigung führte zu einer massiven Belastung der deutschen Sozialkassen, was eine restriktive Finanzpolitik und einen Anstieg der Verschuldung zur Folge hatte.

Wie unterscheidet sich die schwedische Krisenbewältigung von der deutschen?

Schweden agierte laut der Analyse programmatisch flexibler und antizyklisch, während Deutschland durch ein Festhalten an starren politischen Mustern und die Belastung durch Wiedervereinigungskosten weniger Spielraum hatte.

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Details

Title
Komparative Analyse zur Finanzpolitik der Wohlfahrtsstaaten Deutschland und Schweden
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Hauptseminar: Der Wohlfahrtsstaat im Ostseeraum
Grade
2,3
Author
Melanie Baschin (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V134204
ISBN (eBook)
9783640417070
ISBN (Book)
9783640412495
Language
German
Tags
Komparative Analyse Finanzpolitik Wohlfahrtsstaaten Deutschland Schweden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Baschin (Author), 2007, Komparative Analyse zur Finanzpolitik der Wohlfahrtsstaaten Deutschland und Schweden , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134204
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