Die kulturelle Diversität in der Pflege ist heute zur Norm geworden. Um die verschiedenen Ansätze der Religions- und Kulturperspektiven in den pflegerischen Handlungen zu berücksichtigen, sind das Wissen und die Auseinandersetzung mit den religiösen und kulturellen Aspekten von großer Bedeutung, weil sich das pflegerische Handeln stets auf diesem Hintergrund vollzieht.
Daher ist es von großer Bedeutung, die Pflegende zu befähigen, in ihrem Pflegehandeln insbesondere das Selbstbestimmungsrecht und die individuelle Situation der zu pflegenden Personen zu berücksichtigen. Darüber hinaus muss eine Pflegekraft in der Lage sein, in ihrem Pflegehandeln das soziale Umfeld von zu pflegenden Personen einzubeziehen, sowie ethnische, interkulturelle, religiöse und andere gruppenspezifische Aspekte sowie ethische Grundfragen zu beachten.
Dieses Buch bildet eine fundierte Wissensgrundlage für die Auseinandersetzung mit religiösen und kulturellen Aspekten der Pflege. Über 700 Verweise und über 120 Abbildungen und Tabellen vertiefen und erklären die Thematik. Ergänzend sind Handlungsempfehlungen für die Pflege von Patienten mit Migrationshintergrund formuliert.
Inhaltsverzeichnis
1. BEGEGNUNG MIT KULTUREN UND RELIGIONEN IN DER PFLEGE
1.1. Judentum als Religion
1.2. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Menschen jüdischen Glaubens
1.2.1. Religiöse Gebote und Rituale
1.2.2. Verständnis von Gesundheit und Krankheit
1.2.3. Menschenbild (Frau, Mann, Ehe, Familie)
1.2.4. Kinder, Kinderlosigkeit, Geburt, Beschneidung
1.2.5. Therapie, Behandlung, Medikamente, Sicherheit und Kommunikation
1.2.6. Umgang mit kranken, sterbenden und gestorbenen Menschen (Besuch, Beistand, Seelsorge, Beerdigung)
1.2.7. Hygiene, rituelle Waschung, Schamempfinden, Körper pflege, Kleidung
1.2.8. Umgang mit Schmerz und Leid
1.2.9. Ernährung
1.2.10. Reanimation
1.2.11. Organtransplantation, Obduktion
1.2.12. Empfängnisverhütung, Schwangerschaftsunterbrechung, künstliche Befruchtung
1.3. Hinduismus als Religion
1.4. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Menschen hinduistischen Glaubens
1.4.1. Religiöse Gebote und Rituale
1.4.2. Verständnis von Gesundheit und Krankheit
1.4.3. Menschenbild (Frau, Mann, Ehe, Familie)
1.4.4. Kinder, Kinderlosigkeit, Geburt, Beschneidung
1.4.5. Therapie, Behandlung, Medikamente, Sicherheit und Kommunikation
1.4.6. Umgang mit kranken, sterbenden und gestorbenen Menschen (Besuch, Beistand, Seelsorge, Beerdigung)
1.4.7. Hygiene, rituelle Waschung, Schamempfinden, Körper pflege, Kleidung
1.4.8. Umgang mit Schmerz und Leid
1.4.9. Ernährung
1.4.10. Organtransplantation, Obduktion
1.4.11. Blut, Bluttransfusion, Blutentnahme
1.4.12. Empfängnisverhütung, Schwangerschaftsunterbrechung, künstliche Befruchtung
1.5. Christentum als Religion
1.5.1. Römisch-Katholische Kirche
1.5.2. Evangelische Kirchen
1.5.3. Orthodoxe Kirche
1.6. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Menschen christlichen Glaubens
1.6.1. Religiöse Gebote und Rituale
1.6.2. Verständnis von Gesundheit und Krankheit
1.6.3. Menschenbild (Frau, Mann, Ehe, Familie)
1.6.4. Kinder, Kinderlosigkeit, Geburt, Beschneidung
1.6.5. Therapie, Behandlung, Medikamente, Sicherheit und Kommunikation
1.6.6. Umgang mit kranken, sterbenden und gestorbenen Menschen (Besuch, Beistand, Seelsorge, Beerdigung)
1.6.7. Hygiene, rituelle Waschung, Schamempfinden, Körper pflege, Kleidung
1.6.8. Umgang mit Schmerz und Leid
1.6.9. Reanimation
1.6.10. Organtransplantation, Obduktion
1.6.11. Blut, Bluttransfusion, Blutentnahme
1.6.12. Empfängnisverhütung, Schwangerschaftsunterbrechung, künstliche Befruchtung
1.6.13. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Menschen aus der Orthodoxen Kirche
1.6.13.1. Religiöse Gebote und Rituale
1.6.13.2. Verständnis von Gesundheit und Krankheit
1.6.13.3. Kinder, Kinderlosigkeit, Geburt, Beschneidung
1.6.13.4. Umgang mit kranken, sterbenden und gestorbenen Menschen (Besuch, Beistand, Seelsorge, Beerdigung)
1.6.13.5. Ernährung
1.6.14. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Menschen aus der Altkatholischen Kirche
1.6.14.1. Religiöse Gebote und Rituale
1.6.14.2. Ernährung
1.7. Islam als Religion
1.8. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Menschen islamischen Glaubens
1.8.1. Religiöse Gebote und Rituale
1.8.2. Verständnis von Gesundheit und Krankheit
1.8.3. Menschenbild (Frau, Mann, Ehe, Familie)
1.8.4. Kinder, Kinderlosigkeit, Geburt, Beschneidung
1.8.5. Therapie, Behandlung, Medikamente, Sicherheit und Kommunikation
1.8.6. Umgang mit kranken, sterbenden und gestorbenen Menschen (Besuch, Beistand, Seelsorge, Beerdigung)
1.8.7. Hygiene, rituelle Waschung, Schamempfinden, Körper pflege, Kleidung
1.8.8. Umgang mit Schmerz und Leid
1.8.9. Ernährung
1.8.10. Reanimation
1.8.11. Organtransplantation, Obduktion
1.8.12. Blut, Bluttransfusion, Blutentnahme
1.8.13. Empfängnisverhütung, Schwangerschaftsunterbrechung, künstliche Befruchtung
1.9. Buddhismus als Religion
1.10. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Menschen buddhistischen Glaubens
1.10.1. Religiöse Gebote und Rituale
1.10.2. Verständnis von Gesundheit und Krankheit
1.10.3. Menschenbild (Frau, Mann, Ehe, Familie)
1.10.4. Therapie, Behandlung, Medikamente, Sicherheit und Kommunikation
1.10.5. Umgang mit kranken, sterbenden und gestorbenen Menschen (Besuch, Beistand, Seelsorge, Beerdigung)
1.10.6. Hygiene, rituelle Waschung, Schamempfinden, Körper pflege, Kleidung
1.10.7. Umgang mit Schmerz und Leid
1.10.8. Ernährung
1.10.9. Organtransplantation, Obduktion
1.10.10. Empfängnisverhütung, Schwangerschaftsunterbrechung, künstliche Befruchtung
1.11. Synkretismus und Entstehung von neuen oder anderen Weltanschauungen
1.11.1. Konfuzianismus
1.11.2. Daoismus (Taoismus)
1.11.3. Lamaismus
1.11.3.1. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Menschen aus dem chinesischen Kulturkreis (Konfuzianismus, Daoismus, Lamaismus und teilweise Buddhismus)
1.11.3.1.1. Religiöse Gebote und Rituale
1.11.3.1.2. Therapie, Behandlung, Medikamente, Sicherheit und Kommunikation
1.11.3.1.3. Hygiene, rituelle Waschung, Schamempfinden, Körper pflege, Kleidung
1.11.3.1.4. Ernährung
1.11.4. Shintoismus
1.11.4.1. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Shintoisten
1.11.4.1.1. Hygiene, rituelle Waschung, Schamempfinden, Körper pflege, Kleidung
1.11.4.1.2. Umgang mit kranken, sterbenden und gestor benen Menschen (Besuch, Beistand, Seelsorge, Beerdigung)
1.11.4.1.3. Organtransplantation, Obduktion
1.11.5. Sikhismus
1.11.5.1. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Sikhisten
1.11.5.1.1. Therapie, Behandlung, Medikamente, Sicherheit und Kommunikation
1.11.5.1.2. Ernährung
1.11.6. Animismus
1.11.6.1. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Animisten
1.11.6.1.1. Verständnis von Gesundheit und Krankheit
1.11.7. Neuapostolische Kirche
1.11.7.1. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Mitgliedern der Neuapostolischen Kirche
1.11.7.1.1. Umgang mit kranken, sterbenden und gestor benen Menschen (Besuch, Beistand, Seelsorge, Beerdigung)
1.11.8. Siebenten-Tags-Adventisten
1.11.8.1. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Adventisten
1.11.8.1.1. Religiöse Gebote und Rituale
1.11.8.1.2. Therapie, Behandlung, Medikamente, Sicherheit und Kommunikation
1.11.8.1.3. Hygiene, rituelle Waschung, Schamempfinden, Körper pflege, Kleidung
1.11.8.1.4. Ernährung
1.11.9. Mormonentum
1.11.9.1. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Mormonen
1.11.9.1.1. Religiöse Gebote und Rituale
1.11.9.1.2. Verständnis von Gesundheit und Krankheit
1.11.9.1.3. Therapie, Behandlung, Medikamente, Sicherheit und Kommunikation
1.11.9.1.4. Umgang mit kranken, sterbenden und gestor benen Menschen (Besuch, Beistand, Seelsorge, Beerdigung)
1.11.9.1.5. Hygiene, rituelle Waschung, Schamempfinden, Körper pflege, Kleidung
1.11.9.1.6. Ernährung
1.11.9.1.7. Blut, Bluttransfusion, Blutentnahme
1.11.10. Zeugen Jehovas
1.11.10.1. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Zeugen Jehovas
1.11.10.1.1. Religiöse Gebote und Rituale
1.11.10.1.2. Verständnis von Gesundheit und Krankheit
1.11.10.1.3. Kinder, Kinderlosigkeit, Geburt, Beschneidung
1.11.10.1.4. Therapie, Behandlung, Medikamente, Sicherheit und Kommunikation
1.11.10.1.5. Umgang mit kranken, sterbenden und gestor benen Menschen (Besuch, Beistand, Seelsorge, Beerdigung)
1.11.10.1.6. Hygiene, rituelle Waschung, Schamempfinden, Körper pflege, Kleidung
1.11.10.1.7. Ernährung
1.11.10.1.8. Reanimation
1.11.10.1.9. Organtransplantation, Obduktion
1.11.10.1.10. Blut, Bluttransfusion, Blutentnahme
1.11.10.1.11. Empfängnisverhütung, Schwangerschaftsunterbrechung, künstliche Befruchtung
1.11.11. Quäkertum: Religiöse Gesellschaft der Freunde
1.11.11.1. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Quäkern
1.11.11.1.1. Religiöse Gebote und Rituale
1.11.11.1.2. Ernährung
1.11.12. Rastafari
1.11.12.1. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Rastafaris
1.11.12.1.1. Religiöse Gebote und Rituale
1.11.12.1.2. Verständnis von Gesundheit und Krankheit
1.11.12.1.3. Therapie, Behandlung, Medikamente, Sicherheit und Kommunikation
1.11.12.1.4. Umgang mit kranken, sterbenden und gestorbenen Menschen (Besuch, Beistand, Seelsorge, Beerdigung)
1.11.12.1.5. Hygiene, rituelle Waschung, Schamempfinden, Körper pflege, Kleidung
1.11.12.1.6. Ernährung
1.11.13. Bahaitum
1.11.13.1. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Menschen des Bahai-Glaubens - Tod aus der Sicht der Baha’i-Religion
1.11.14. Atheismus
1.11.14.1. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Atheisten
2. KULTURELLE UND RELIGIÖSE KONTEXTE IN DER PFLEGE
2.1. Biographiearbeit
2.1.1. Ausländer / der Fremde
2.1.2. Migration
2.2. Religion - Religiosität - Spiritualität
2.2.1. Interreligiosität
2.3. Kultur
2.3.1. Kulturschock und Integration
2.3.2. Multikulturalismus - multikulturelle Gesellschaft
2.3.3. Transkulturalität
3. KOMPETENZEN IN DER KULTURELL UND RELIGIONSSENSIBLEN PFLEGE
3.1. Kultursensibilität
3.1.1. Heimat und Heimatlosigkeit – Erfahrungen des modernen Menschen
3.2. Interreligiöse und interkulturelle Kompetenz
3.3. Interkulturelles Lernen
3.4. Religion als Ressource - Coping
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der vorliegenden Publikation ist es, das Verständnis für eine Vielzahl von Kulturen und Religionen im Pflegealltag zu fördern, um die Kommunikation zwischen Patient und Pflegepersonal zu verbessern. Durch eine vertiefte Einsicht in religiöse Bräuche und Überzeugungen soll eine kultursensible Pflege ermöglicht werden, die den Patienten in seiner Ganzheitlichkeit anerkennt, Missverständnisse minimiert und somit zu einer effizienteren und akzeptierenden Behandlungsform führt.
- Grundlagenwissen zu den fünf Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus) und weiteren Weltanschauungen.
- Praktische Handlungsempfehlungen für die Pflege von Menschen unterschiedlicher religiöser und kultureller Herkunft.
- Analyse kultureller und religiöser Kontexte wie Biographiearbeit, Migration und Kulturschock.
- Vermittlung interkultureller und interreligiöser Kompetenzen für das Pflegepersonal.
- Einsatz von Religion als Ressource im Rahmen von medizinischen und pflegerischen Bewältigungsstrategien (Coping).
Auszug aus dem Buch
1.2. Handlungsempfehlungen für die Pflege von Menschen jüdischen Glaubens
Im Judentum sind drei Grundprinzipien vorherrschend, nämlich:
• das Tötungsverbot,
• die Betrachtung des menschlichen Lebens als »Leihgabe«,
• der unendlicher Wert des menschlichen Lebens.
Das jüdische Religionsgesetz, der Tanach, ein von Gott gegebenes Gesetz, ist für den gläubigen Juden ebenso wichtig wie der Talmud, der die 613 Gebote und Verbote umfasst. Beide begleiten den jüdischen Menschen durch sein Leben und stehen dabei im vollkommenen Einklang mit dem menschlichen Verstand.
Der Schabbat ist religiös der Höhepunkt der jüdischen Woche und wird gefeiert.
Jegliche Arbeit am Schabbat ist untersagt. Dazu zählen alle Tätigkeiten zu denen ein Werkzeug benötigt wird, auch Alltagstätigkeiten wie Kochen, Schreiben, Auto oder andere Verkehrsmittel nutzen. Im strengen Judentum auch die Nutzung von bestimmten Energiequellen wie z.B. Strom, so dass evtl. Fernsehgerät, Telefon, Klingelruf nicht genutzt werden. Es ist auch verboten am Sabbat etwas zu kaufen, zu verkaufen oder mit Geld in Berührung zu kommen.
Am Schabbat dienen die angezündeten Kerzen als einzige Lichtquelle.
Schabbat wird mit einem speziellen Brot und Wein zelebriert.
Die Teilnahme an jüdischen Festen und Schabbat sowie der Besuch von Synagogen soll ermöglicht werden.
Die Feiertage (außer Schabbat) sind beweglich. Sie beginnen immer mit Sonnenuntergang und enden nach Sonnenuntergang des jeweiligen Festtags. Hier in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit:
Schabbat: Ruhetag. Er beginnt an jedem Freitagabend bei Eintritt der Dunkelheit und endet am Samstagabend nach Eintritt der Dunkelheit.
Jom Kippur: (September oder Oktober) der s.g. Versöhnungstag und gleichzeitig der wichtigste Tag des Jahres im Judentum bezüglich Umkehr, Reue und Versöhnung. Strenger Ruhe- und Fastentag, an dem auf Wasser und Nahrung verzichtet wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. BEGEGNUNG MIT KULTUREN UND RELIGIONEN IN DER PFLEGE: Dieses umfangreiche Kapitel vermittelt religiöse Grundlagen und spezifische Handlungsempfehlungen für die Pflege von Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Weltanschauungen.
2. KULTURELLE UND RELIGIÖSE KONTEXTE IN DER PFLEGE: Hier wird der theoretische Rahmen durch Biographiearbeit, die Differenzierung von Religion und Spiritualität sowie die Konzepte von Kultur und Migration aufgespannt.
3. KOMPETENZEN IN DER KULTURELL UND RELIGIONSSENSIBLEN PFLEGE: Dieses Kapitel widmet sich der Entwicklung notwendiger Kompetenzen wie Interkulturalität, der Fähigkeit zum interreligiösen Dialog und der Nutzung von Religion als Ressource zur Bewältigung (Coping) von Krankheitskrisen.
Schlüsselwörter
Kultursensible Pflege, Religionssensibilität, Weltreligionen, Interkulturelle Kompetenz, Interreligiöser Dialog, Ethik in der Pflege, Biographiearbeit, Sterbebegleitung, Organspende, Coping, Migration, Transkulturalität, Ritualgestaltung, Judentum, Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Religion und Kultur für eine professionelle, personenzentrierte Pflege und bietet konkrete Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Neben einer Einführung in die großen Weltreligionen und deren pflegerelevanten Riten behandelt die Arbeit transkulturelle Pflegekonzepte, biographische Aspekte sowie die Rolle von Religion als Coping-Strategie.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, Pflegekräften mehr Verständnis und Einsicht für religiöse und kulturelle Hintergründe zu vermitteln, um die Kommunikation zwischen Patienten und dem Personal zu optimieren und Behandlungserfolge zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Analyse lebensweltlicher und religiöser Strukturen sowie der Auswertung pflegewissenschaftlicher und soziologischer Konzepte zur interkulturellen Kompetenz.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Zusammenfassung der wichtigsten Weltreligionen inklusive spezifischer Bedürfnisse im Kontext von Krankheit, Sterben, Ernährung und Hygiene sowie eine theoretische Auseinandersetzung mit Identität und interkulturellem Lernen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kultursensibilität, interreligiöse Kompetenz, Transkulturalität, biographieorientierte Pflege, Coping sowie die kulturspezifischen Riten der verschiedenen Religionen charakterisiert.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Religion und Kultur für die Pflege wichtig?
Die Unterscheidung ist laut dem Autor unerlässlich, um interreligiöse Lernprozesse zu verstehen und pflegerelevante Aspekte jenseits pauschaler Klischees gezielt anwenden zu können.
Wie soll eine Pflegekraft mit "fremden" religiösen Praktiken umgehen?
Die Faustregel besteht darin, dass die persönlichen Einstellungen des Patienten als Individuum erkundet und berücksichtigt werden sollen, anstatt bloße Pauschalannahmen anzuwenden.
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- Bronislaw Gembala (Autor:in), 2023, Religions- und kultursensible Pflege, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1342099