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Die Ptolemäer-Königinnen Arsinoe II. und Berenike II.

Zuhause in einer fremden Welt

Titel: Die Ptolemäer-Königinnen Arsinoe II. und Berenike II.

Seminararbeit , 2007 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stefanie Zabel (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Arsinoe II. und Berenike II. sind zwei der berühmtesten Königinnen von Ägypten, schon allein weil in einer Zeit lebten und regierten, in der die Ptolemäer nach dem Feldzug Alexanders des Großen ihre Macht im ägyptischen Raum einnahmen und festigten: beide Frauen makedonischer Herkunft herrschten in der hellenistischen Zeit der Ptolemäer neben ihren Ehemännern über Ober- und Unterägypten.
Die Aufgabe der Ptolemäer-Königinnen bestand hauptsächlich darin, dass sie, wie die Könige auch, die Legitimität des Königshauses im Land zu beweisen und zu propagieren hatten. An sich ist dieses Verhalten nichts unübliches. Aber sie mussten einen Mittelweg der Ausübung der verschiedenen Kulturen finden, um sowohl über die Ägypter als auch über die Griechen legitim regieren zu können.
Hier also setzt die Analyse des Schaffens der beiden Ptolemäer-Königinnen an.
Als erstes wird Arsinoe II. vorgestellt. Sie herrschte mit ihrem Bruder Ptolemaios II. bis zu ihrem Tod 270 v. Chr. Danach wurde sie, obwohl sie eine ‘Sterbliche’ und eine Makedonin war, von ihrem Ehemann in den ägyptischen und griechischen Götterstand erhoben. Ziel des ersten Teils dieser Arbeit soll die Beantwortung der Frage sein, welche Mittel und Methoden Ptolemaios II. einsetzte um seine Frau, die neue Göttin Arsinoe, zu integrieren.
Direkte Nachfolgerin der Königin Arsinoe II. war Berenike II., welche im nächsten Abschnitt behandelt werden soll. Auch sie wurde vergöttlicht, jedoch begannen ihre kultischen Verehrungen schon zu ihren Lebzeiten. Die Bemühungen um den Aufbau des Kultes um Berenike durch Ptolemaios III., ihrem Ehemann, sollen mit dem Kult von Arsinoe verglichen werden, außerdem wird der ’Mythos um die Locke der Berenike’ vorgestellt.
Im dritten Teil werde ich mich mit zwei wichtigen Mitteln zur Legitimierung bzw. Sicherung einer Herrschaft auseinandersetzen. Kurz wird die ’Tradition’ vorgestellt und es wird der Frage nachgegangen, in wie weit sich die beiden Ptolemäer-Königinnen auf die Tradition der Ägypter sowie der Griechen einließen. Das zweite Mittel, welches trotz der Einhaltung von Traditionen weitaus wichtiger ist, ist das ’Charisma’. Dieses soll anhand antiker Quellen und der Meinung der heutigen Historiker bei Arsinoe II. und Berenike II. untersucht werden. Anlass für diese Untersuchung ist die Geschichte der berühmten Kleopatra VII., denn diese Ptolemäer-Königin wurde durch ihr Charisma und Charme bekannt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Arsinoe II. - ein abenteuerlicher Lebenslauf

2. Berenike II. - In der Abenteuerlichkeit ihres Lebenslaufes und der politischen Bedeutung der Arsinoe kaum nachstehend

Exkurs: Die Locke der Berenike

3. Die Bedeutung von ‘Tradition’ und ‘Charisma’ für die Kulte um Arsinoe und Berenike

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der ptolemäischen Königinnen Arsinoe II. und Berenike II. als Herrscherinnen und Göttinnen. Dabei steht die Frage im Zentrum, durch welche Mittel und Methoden – insbesondere unter Rückgriff auf Traditionen und Charisma – die Legitimation ihrer Herrschaft und die Etablierung ihrer Kulte in Ägypten und der griechischen Welt gelang.

  • Politische Integration und göttliche Legitimation der Königinnen
  • Vergleich der Kultpraktiken und Vergöttlichungsprozesse
  • Bedeutung von Tradition und Charisma für die Herrschaftssicherung
  • Rolle literarischer Zeugnisse bei der Kultbildung
  • Die Legende von der „Locke der Berenike“ als narratives Mittel

Auszug aus dem Buch

Exkurs: Die Locke der Berenike

Zur Zeit des 3. Syrischen Krieges gelobte Berenike II. in einem Tempel der Göttin Arsinoe Aphrodite bei Zephyrium, den Göttern eine Locke zu opfern wenn ihr Mann Ptolemaios III. gesund wiederkehren würde.

Nachdem sie dies tat, verschwand die Locke auf mysteriöse Weise, was den König sehr verärgert haben soll. ‘Zum Glück’ allerdings konnte der Hofastronom und Mathematiker Konon von Samos die Locke der Berenike im Sternenhimmel ausmachen - die Locke bzw. Berenike’s Tat habe den Göttern so sehr gefallen, dass sie das Haar als Sternenbild in den Himmel aufnahmen.

Berenike bediente sich damit den Überlieferungen aus der ägyptischen wie aus der griechischen Mythologie. Kallimachus beschreibt in der ’Aetia’ “a reference to the constellation called the Crown of Ariadne. Ariadne, daughter of Minos, was abandoend by Theseus in Naxos. Dionysus is said to have loved her, and set up a crown of stars in her memory”.

Aus ägyptischer Sicht ahmte Berenike den Mythos von Isis nach, “denn diese hatte nach einer mythischen Version in der Trauer um Osiris ihrem Gemahl eine Locke in Koptos geweiht, wo ein üppiges Haarbüschel den Fremden als Reliquie gezeigt wurde”. Aus diesen ähnlichen Verhaltensweisen heraus wurde Berenike neben Aphrodite auch häufig als Isis dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die historische Ausgangslage der Ptolemäer-Königinnen und Darlegung der zentralen Fragestellung bezüglich der Mittel zur Herrschaftslegitimation.

1. Arsinoe II. - ein abenteuerlicher Lebenslauf: Analyse der Biografie von Arsinoe II. und der gezielten Maßnahmen, durch die sie nach ihrem Tod als Göttin in das religiöse System integriert wurde.

2. Berenike II. - In der Abenteuerlichkeit ihres Lebenslaufes und der politischen Bedeutung der Arsinoe kaum nachstehend: Untersuchung der Verehrung der Berenike II. und ihrer Einbettung in die dynastische Kontinuität.

Exkurs: Die Locke der Berenike: Darstellung des Mythos um die Locke der Berenike als Instrument zur Popularitätssteigerung und Verbindung griechisch-ägyptischer Mythen.

3. Die Bedeutung von ‘Tradition’ und ‘Charisma’ für die Kulte um Arsinoe und Berenike: Untersuchung der Faktoren Tradition und Charisma basierend auf historischer Theorie, um den Erfolg der Königinnenkulte zu erklären.

4. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Bedeutung beider Königinnen für die Stabilität des ptolemäischen Herrschaftssystems.

Schlüsselwörter

Ptolemäer, Arsinoe II., Berenike II., Ägypten, Herrscherkult, Gottkönigtum, Legitimität, Tradition, Charisma, Isis, Kallimachus, Theokrit, Locke der Berenike, Hellenismus, Ptolemaios II.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung der beiden ptolemäischen Königinnen Arsinoe II. und Berenike II. als Herrscherinnen und als zentralen Figuren im Herrscherkult.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Methoden der religiösen und politischen Legitimierung, der Aufbau von Kulten, die Integration in ägyptische und griechische Traditionen sowie die Nutzung von Charisma.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie die Ptolemäerkönige ihre Gemahlinnen als Göttinnen etablieren konnten und welche Rolle diese Integration für die Festigung der Macht spielte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse antiker Quellen, literarischer Werke (u.a. Kallimachus, Theokrit) sowie auf moderne geschichtswissenschaftliche Konzepte, wie die Theorien von Hans-Joachim Gehrke.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Biografien beider Königinnen, die verschiedenen Strategien ihrer Vergöttlichung und die theoretische Fundierung ihrer Wirkung auf Hof und Volk.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ptolemäer, Herrscherkult, Legitimität, Tradition, Charisma und die Identifikation mit göttlichen Figuren wie Isis oder Aphrodite.

Welche Rolle spielt der Mythos der „Locke der Berenike“?

Der Mythos diente dazu, Berenike II. durch eine romantische Erzählung populär zu machen und die göttliche Anerkennung ihrer Regentschaft zu betonen.

Wie unterscheidet sich die Vergöttlichung von Arsinoe II. von der von Berenike II.?

Arsinoe II. wurde primär postum und sehr gezielt als Göttin integriert, während die massiven Verehrungen für Berenike II. bereits zu ihren Lebzeiten begannen.

Welche Bedeutung hat das „Charisma“ in diesem Kontext?

Charisma wird als wesentlicher Erfolgsfaktor für den Kult um die Königinnen angesehen, der es ermöglichte, über das reine Einhalten von Traditionen hinaus eine persönliche Anhänglichkeit der Untertanen zu erzeugen.

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Details

Titel
Die Ptolemäer-Königinnen Arsinoe II. und Berenike II.
Untertitel
Zuhause in einer fremden Welt
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Institut für Europäische Geschichte)
Veranstaltung
Zuhause in einer fremden Welt - das Reich der Ptolemäer
Note
1,3
Autor
Stefanie Zabel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
14
Katalognummer
V134218
ISBN (eBook)
9783640421640
ISBN (Buch)
9783640421947
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ptolemäer Frauen in der Antike Herrschaft von Frauen Arsinoe II Berenike II Ägypten Geschichte der Ptolemäer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Zabel (Autor:in), 2007, Die Ptolemäer-Königinnen Arsinoe II. und Berenike II. , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134218
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Leseprobe aus  14  Seiten
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