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Die Rolle der russisch-orthodoxen Kirche im Verhältnis zum Staat. Ein Vergleich der sowjetischen Zeit mit dem heutigen Russland

Title: Die Rolle der russisch-orthodoxen Kirche im Verhältnis zum Staat. Ein Vergleich der sowjetischen Zeit mit dem heutigen Russland

Academic Paper , 2019 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniela Köhler (Author)

Cultural Studies - East European Studies
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Die Forschungsfrage für diese Hausarbeit lautet: Warum ist die russisch-orthodoxe Kirche heute unabhängig vom russischen Staat? Diese Hausarbeit ist eine Beschreibung über den Wandel der russisch-orthodoxen Kirche von der Sowjetära zur Ära
nach dem Zerfall der Sowjetunion nach 1991. Es geht um den Wandel der Rolle der russisch-orthodoxen Kirche vor allem in der Perstroikaphase unter Gorbatschow, sowie das Verhältnis von Religion und religiösem Extremismus im postsowjetischen Russland unter Boris Jelzin.

Insgesamt sind seit der Christianisierung der Rus unter Fürst Vladimir I. ca. 1000 Jahre vergangen, daher kann sich diese Arbeit nur auf einen kleinen Teil der Kirchengeschichte beschränken und wird lediglich den Zeitraum der letzten 100 Jahre umfassen. Es wird dabei um den Zeitraum nach der Oktoberrevolution bis in die Gegenwart zur Ära Putin gehen.

Das erste Kapitel dieser Hausarbeit bezieht sich auf die erste Phase der Sowjetunion-, bis zum Tod Lenins. Das folgende Kapitel befasst sich mit der Ära des Stalinismus. Dabei wird auch auf die besondere Rolle der russisch-orthodoxen Kirche in der Sowjetunion während des Zweiten Weltkrieges eingegangen. Danach legt diese Hausarbeit die Rolle der Kirche in der Tauwetterperiode dar. Nach der Tauwetterperiode folgt die Breshnew-Doktrin und es wird wieder das Verhältnis von Kirche und Staat analysiert. Das nächste Kapitel richtet sich auf die Phase der sowjetischen Geschichte, und die Rolle der Kirche beinhaltet die Phase von Glasnost und Perestroika, dem Reformprogramm Gorbatschows. Diese Phase ist entscheidend in der Geschichte der Sowjetunion und hat die heutige russische Stellung der russisch-orthodoxen Kirche entscheidend geprägt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die orthodoxe Kirche

3 Die russisch - orthodoxe Kirche in der Sowjetunion

3.1 Die Ära Lenin

3.2 Stalinismus - Die Ära Stalin

3.3 Tauwetter - Die Ära Chruchow

3.4 Die Ära Breschnew

3.5 Perestroika - Die Ära Gorbatschow

4 Die heutige Situation der Orthodoxie

5 Die russisch - orthodoxe Kirche in Russland

5.1 Die Ära Jelzin

5.2 Die Ära Putin

6 Das Moskauer Patriarchiat

7 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der russisch-orthodoxen Kirche und dem Staat, wobei der Fokus auf dem Vergleich zwischen der sowjetischen Ära und dem heutigen Russland liegt. Die zentrale Forschungsfrage hinterfragt dabei, warum die Kirche in der gegenwärtigen russischen Staatsordnung eine besondere, wenn auch komplexe, Unabhängigkeit und Identitätsfunktion einnimmt.

  • Historische Entwicklung des Verhältnisses von Kirche und Staat seit der Oktoberrevolution
  • Transformationen religiöser Freiheit unter verschiedenen sowjetischen Führungspersönlichkeiten
  • Die Rolle der Kirche im postsowjetischen Transformationsprozess unter Jelzin und Putin
  • Umgang mit religiösem Extremismus und die politische Integration der Orthodoxie

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Ära Lenin

Im Jahr 1917 kam es zu einem Reformkonzil. Peter I. griff in das Kirchensystem ein und schaffte das Amt des Patriarchen ab. Der Zar stand somit an der Spitze der Kirche. Für diesen radikalen Bruch erhielt Peter I. die Zustimmung Konstantinopels und der übrigen Patriarchate des Ostens. 1721 bekam das Heilige Synod seine Rechtsform. Diesem petrinischen Staatskirchentum wurde in den Jahren 1917/18 ein Ende gesetzt.

Gleich nach dem Beginn der Machtübernahme der Bolschewiken wurde die Etablierung einer Religion verboten. Staat und Kirche wurden in einem Dekret vom 23. Januar 1918 getrennt. Die Kirche wurde ebenfalls von der Erziehung und Ausbildung abgekoppelt. Ursache dafür waren die Privilegien und der Reichtum der Kirche.

Die Revolution von 1917 und die in der Zeit gebildete bolschewistische Regierung befassten sich, ebenso wie die Zaren, mit der Sektenproblematik. Unter dem Zaren verweigerten die Sektenanhänger den Militärdienst.

Die Kirche wurde unter Lenin sowjetisiert. Im Februar 1917 wurden gewählte Leitungsgremien eingerichtet. Die Geistlichen begannen sich aufgrund unterschiedlicher politischer Einstellungen aufzuteilen. Extreme, aber kleine Gruppen unterstützten die Revolution. Die demokratischen orthodoxen Geistlichen stimmten der Losung „Alle Macht den Räten“ zu. Viele Fragen blieben ungelöst, wie die der Beziehung zwischen Staat und Kirche oder das Verhältnis zu den gesellschaftlichen Strömungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Untersuchungsziel der Hausarbeit, das Verhältnis von Religion und Staat im historischen Wandel von der Sowjetunion bis zur Ära Putins zu analysieren.

2 Die orthodoxe Kirche: Dieses Kapitel erläutert die kulturelle Verankerung der orthodoxen Kirche und ihre enge Verbindung von politischer und sakraler Macht im östlichen Kulturraum.

3 Die russisch - orthodoxe Kirche in der Sowjetunion: Der Abschnitt deckt die verschiedenen Phasen der Unterdrückung, Instrumentalisierung und beginnenden Reformierung der Kirche unter sowjetischer Herrschaft ab.

4 Die heutige Situation der Orthodoxie: Hier wird der globale Kontext der Orthodoxie und ihre organisatorische Struktur als dezentrales System mit 16 nationalen Kirchen beschrieben.

5 Die russisch - orthodoxe Kirche in Russland: Die Autorin analysiert hier die Rückkehr der Kirche in das gesellschaftliche Leben während der Transformationsphase in den 90er Jahren und unter der Präsidentschaft Putins.

6 Das Moskauer Patriarchiat: Fokus dieses Kapitels ist die Rolle von Patriarch Kyrill I. sowie das ambivalente Verhältnis der Kirche zur aktuellen politischen Führung und zu gesellschaftlichen Herausforderungen.

7 Schluss: Das Schlusskapitel resümiert die historische Entwicklung von der vollständigen Unterdrückung zur heutigen, gesellschaftlich relevanten Rolle der russisch-orthodoxen Kirche.

Schlüsselwörter

Russisch-orthodoxe Kirche, Sowjetunion, Staat-Kirche-Verhältnis, Stalinismus, Perestroika, Religionsfreiheit, Wladimir Putin, Patriarchat, Nationalismus, Religiöser Extremismus, Transformationsprozess, Sozialkonzeption, Ideologie, Atheismus, Kirchengeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die historische und gegenwärtige Rolle der russisch-orthodoxen Kirche im Bezug zum russischen Staat, unter besonderer Berücksichtigung der Umbrüche nach 1917 bis in die heutige Zeit.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Wesentliche Themen sind die Sowjetisierung der Kirche vor 1991, die spätere Transformation der Religionspolitik sowie die aktuellen Spannungsfelder zwischen Glaube, Nationalismus und Staatsideologie.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, warum die russisch-orthodoxe Kirche heute als unabhängig vom russischen Staat gilt und welche Faktoren diese besondere Stellung in der Ära Putin geprägt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische und analytische Aufarbeitung, die auf Fachliteratur, kirchengeschichtlichen Dokumenten und politischen Analysen basiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil vertieft?

Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Analyse der sowjetischen Ära (Lenin bis Gorbatschow) und eine Untersuchung der postsowjetischen Situation unter Jelzin und Putin.

Was zeichnet die Definition von Schlüsselbegriffen in der Arbeit aus?

Die Arbeit arbeitet mit festen Begriffen wie Religionsfreiheit, staatlicher Ideologie und Extremismus, um die Komplexität der kirchenpolitischen Lage in Russland greifbar zu machen.

Wie verändert sich die wahrgenommene Rolle der Kirche unter Wladimir Putin?

Unter Putin hat sich die Kirche zu einer zentralen moralischen Stütze des Staates entwickelt, wobei der Patriarch Kyrill I. ein enges Verhältnis zur politischen Führung und konservativen Werten pflegt.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich des Verhältnisses von Kirche und Extremismus?

Die Autorin stellt fest, dass der Staat einerseits die Religionsfreiheit fördert, andererseits im Kampf gegen religiös motivierten Extremismus vor der Herausforderung steht, diese Freiheit rechtlich sinnvoll zu regulieren.

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Details

Title
Die Rolle der russisch-orthodoxen Kirche im Verhältnis zum Staat. Ein Vergleich der sowjetischen Zeit mit dem heutigen Russland
College
Free University of Berlin  (Osteuropainstitut)
Course
The cross is not a religios symbol of christianity
Grade
2,0
Author
Daniela Köhler (Author)
Publication Year
2019
Pages
25
Catalog Number
V1342332
ISBN (PDF)
9783346848109
ISBN (Book)
9783346848116
Language
German
Tags
Religion Russland Extremismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Köhler (Author), 2019, Die Rolle der russisch-orthodoxen Kirche im Verhältnis zum Staat. Ein Vergleich der sowjetischen Zeit mit dem heutigen Russland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1342332
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