Laut des Gesamtverbandes der Werbeartikel-Wirtschaft e.V. (GWW) wird der Konsument mit ca. 4500 Werbekontakten am Tag konfrontiert. Er ist einfach nicht in der Lage diese Werbeflut aufzunehmen. Die klassische Werbung ist eine Welle, die den Verbraucher überrollt und sogar nervt und stört. Dieses hat zur Folge, dass die Botschaft gar nicht ankommt. Wenn die Werbung nicht kreativ, lustig oder schockierend ist, wird diese einfach ignoriert, die Werbebroschüren in der Zeitung werden überblättert oder der Werbespot wird abgeschaltet. Insofern bedeutet ein großes Werbeetat nicht automatisch eine erfolgreiche Werbekampagne, auch wird das Kaufbedürfnis des Kunden dadurch nicht unbedingt steigen.
Da keine aktuell gültige Definition des Begriffs „Guerilla-Marketing“ (GM) vorhandnen ist, ist es sinnvoll das Wort Guerilla alleine zu betrachten. Der Ausdruck Guerilla kommt aus dem Spanischen und bedeutet übersetzt "Kleinkrieg". Es ist eine irreguläre Kriegsführung durch Überfälle, Sabotagen und ähnlich durchgeführte Gewalthandlungen. Nach der klassischen Definition wird damit der Kampf irregulärer Verbände gegen eine Fremd- oder Gewaltherrschaft bezeichnet. Entscheidende Erfolgsfaktoren und Taktiken eines Guerrilleros sind unter anderem hinterhaltige Sabotage und Überraschungsangriffe.
“Guerilla = A member of a small independently acting group taking part in irregular fighting”. [...]
Inhaltsverzeichnis
A. EINFÜHRUNG
I. Problemstellung
II. Definition
1. Guerilla-Marketing und ihre Entwicklung
2. Kleine und mittelständische Unternehmen
B. STRATEGISCHE INSTRUMENTE UND HAUPTPRINZIPIEN DES GUERILLA-MARKETING
I. Hauptprinzipien des Guerilla-Marketing
II. Das Guerilla-Marketing Konzept
1. Zielsetzung
2. Aufbau und Entwicklung
3. Budgetierung
III. Wichtige Instrumente des Guerilla-Marketing
1. Offline- oder Out-Of-Home-Marketing
aa) Sensations-Marketing
ab) Ambient-Marketing
ac) Ambush-Marketing
2. Online- und Mobile-Marketing
aa) Virales-Marketing
ab) Buzz-Marketing
ac) Blog- und Chat-Marketing
ad) Mobile-Marketing
3. Guerilla-Marketing im Marketing-Mix
V. Gefahren und Risiken
C. SCHLUSSBETRACHTUNG
D. LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Einsatz von Guerilla-Marketing als strategische Alternative für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), um trotz begrenzter Budgets durch kreative und unkonventionelle Maßnahmen hohe Aufmerksamkeit zu erzeugen und sich gegenüber großen Wettbewerbern zu behaupten.
- Grundlagen des Guerilla-Marketing und dessen historische Entwicklung
- Strukturierung und Planung von Guerilla-Marketing-Konzepten für KMU
- Analyse der wichtigsten Instrumente im Offline-, Online- und Mobile-Bereich
- Integration von Guerilla-Marketing in den klassischen Marketing-Mix
- Diskussion von Risiken, rechtlichen Rahmenbedingungen und ethischen Grenzen
Auszug aus dem Buch
1. Guerilla-Marketing und ihre Entwicklung
Da keine aktuell gültige Definition des Begriffs „Guerilla-Marketing“ (GM) vorhandnen ist, ist es sinnvoll das Wort Guerilla alleine zu betrachten. Der Ausdruck Guerilla kommt aus dem Spanischen und bedeutet übersetzt "Kleinkrieg". Es ist eine irreguläre Kriegsführung durch Überfälle, Sabotagen und ähnlich durchgeführte Gewalthandlungen. Nach der klassischen Definition wird damit der Kampf irregulärer Verbände gegen eine Fremd- oder Gewaltherrschaft bezeichnet. Entscheidende Erfolgsfaktoren und Taktiken eines Guerrilleros sind unter anderem hinterhaltige Sabotage und Überraschungsangriffe.
“Guerilla = A member of a small independently acting group taking part in irregular fighting”.
Die Guerilla-Taktiken wurden erstmals nach der ungewöhnlichen, überraschenden und dynamischen Kriegsführung, welche unter anderem auch Che Guevara angewandt hatte, von den Marketing-Experten wahrgenommen. Das Guerilla-Marketing gibt es seit ca. 1960. Der Begriff wurde in den USA entwickelt und Anfangs nur von kleinen oder mittelständischen Unternehmen angewandt. Das GM kann in zwei Aspekte unterteilt werden. Zum einen steht der Angriff an erster Stelle. Der Wettbewerber soll strapaziert und möglichst geschwächt werden. Zum anderen ist es eine Alternative für kleine und mittelständische Unternehmen mit Einfallsreichtum strategische Vorteile zu erzielen.
Zusammenfassung der Kapitel
A. EINFÜHRUNG: Die Arbeit thematisiert die Herausforderung der modernen Werbeflut und definiert Guerilla-Marketing als notwendige, kreative Antwort für KMU.
B. STRATEGISCHE INSTRUMENTE UND HAUPTPRINZIPIEN DES GUERILLA-MARKETING: Dieser Hauptteil beleuchtet die strategischen Grundlagen, die konzeptionelle Planung und die differenzierte Anwendung verschiedener Offline- und Online-Instrumente.
C. SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Fazit unterstreicht, dass Guerilla-Marketing künftig als unverzichtbares Instrument dient, um sich im veränderten Marktumfeld und bei technologischem Wachstum gegenüber konventionellen Methoden zu behaupten.
D. LITERATURVERZEICHNIS: Ein systematisches Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur, Zeitschriften und Internetquellen.
Schlüsselwörter
Guerilla-Marketing, KMU, Marketing-Mix, Ambient-Marketing, Virales-Marketing, Buzz-Marketing, Ambush-Marketing, Sensations-Marketing, Zielgruppenbestimmung, Wettbewerbsvorteile, Budgetierung, Kommunikationspolitik, Werbewirkung, Mobile-Marketing, Unternehmensstrategie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit analysiert das Konzept des Guerilla-Marketing und dessen Eignung als effiziente Marketingstrategie für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die Entwicklung von Guerilla-Marketing, die strategische Planung, die Abgrenzung von klassischen Werbeformen und die konkrete Anwendung in verschiedenen Kanälen wie Internet oder Außenwerbung.
Welches Hauptziel verfolgt der Autor mit dieser Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie KMU mit begrenzten Budgets durch Kreativität und Überraschungseffekte eine maximale Werbewirkung erzielen können.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Ableitung strategischer Empfehlungen für KMU, unterstützt durch ein Praxisbeispiel.
Welche Inhalte deckt der Hauptteil ab?
Der Hauptteil behandelt die Prinzipien des Guerilla-Marketing, die operative Zielsetzung, Budgetierung und detaillierte Instrumente wie Virales-Marketing, Ambient-Marketing und Guerilla-Einsätze im Marketing-Mix.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Guerilla-Marketing, KMU, Strategische Instrumente, Aufmerksamkeit, Marketing-Mix, Virales-Marketing und Budgeteffizienz.
Warum ist das Guerilla-Marketing für KMU besonders relevant?
Da KMU meist über geringere Werbebudgets verfügen als große Konzerne, bietet Guerilla-Marketing durch "Brain statt Budget" eine Möglichkeit, Wettbewerbsvorteile zu generieren.
Welche Gefahren werden im Zusammenhang mit Guerilla-Marketing genannt?
Die Arbeit weist auf Risiken wie rechtliche Probleme bei Wildplakatierung, drohende Imageverluste durch Verärgerung der Zielgruppe oder negative öffentliche Reaktionen hin.
- Quote paper
- Maxim Ott (Author), 2008, Konzepte des Guerilla-Marketing für KMU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134238