Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

Die UN-Dekade


Hausarbeit, 2009

15 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entstehung und Entwicklung

3 Nachhaltige Entwicklung
3.1 Bildung für Nachhaltige Entwicklung

4 Die Ziele des nationalen Aktionsplans
4.1 Weiterentwicklung und Bündelung sowie Transfer guter Praxis in die Breite
4.2 Vernetzung der Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung
4.3 Verbesserung der öffentlichen Wahrnehmung von Bildung für nachhaltige Entwicklung
4.4 Verstärkung internationaler Kooperationen

5 Resümee und Ausblick

6 Abkürzungsverzeichnis

7 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

In der nachfolgenden Ausarbeitung wird die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung von 2005 bis 2014“ vorgestellt.

Zu Beginn wird die Entstehungsgeschichte kurz skizziert und es wird ein Überblick gegeben über entscheidende Entwicklungsprozesse des Leitgedankens nachhaltiger Entwicklung. Darauf aufbauend wird erläutert, was unter einer nachhaltigen Entwicklung verstanden wird und inwiefern Bildung den Schlüssel zur Realisierung des Leitgedankens bereitstellt. Im Anschluss daran werde ich den nationalen Aktionsplan für Deutschland vorstellen und die Teilziele formulieren. Abschließend ziehe ich ein kurzes Resümee und wage darüber hinaus einen Ausblick in Bezug auf die Umsetzung des Konzeptes.

2 Entstehung und Entwicklung

Im Jahre 1992 einigten sich 180 Regierungen auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro darauf, entscheidende Veränderungen in der Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik herbeizuführen. Aus diesem Grund wurde die Agenda 21 verabschiedet, ein Aktionsprogramm, das eine nachhaltige Entwicklung forcieren soll. Zur internationalen Beobachtung und Steuerung des Aktionsprogramms wurde 1993 die CSD (Commission on Sustainable Development) gegründet, ein Unterorgan des Wirtschafts- und Sozialrates (ECOSOC) (vgl. BMBF 2002, S.5). Die Agenda 21 beinhaltet konkrete Maßnahmen und Vorhaben, die auf lokaler Ebene, im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten von Regionen und Kommunen, umgesetzt werden sollen. Dieser Konferenz ging ein 1987 erarbeitetes Konzept der Brundtland-Kommis-sion voraus, in dem deutlich wurde, dass eine Fortführung der damaligen Lebens- und Wirtschaftsweise zu enormen Problemen auf sozialer, ökologischer und ökonomischer Ebene führen würde (vgl. Nationaler Aktionsplan 2008, S.5). Infolgedessen wurde deutlich, dass das bestehende industriewirtschaftliche Mo-dell als überholt galt und nicht zukunftsorientiert war. Es war ein Gebot der Stunde, soziale, ökologische und ökonomische Aspekte ausgewogen zu vereinen und unter globaler Berücksichtigung und in Hinblick auf nachfolgende Gene-rationen umzusetzen (vgl. Nationaler Aktionsplan 2008, S. 6). Das folgende Schaubild soll das Zusammenwirken der einzelnen Komponenten verdeutlichen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Dreieck der Nachhaltigkeit. Entnommen aus: http://www.sigrunlange.de/downloads/ Dreieck_nachhaltigkeit.gif

Zehn Jahre nach der Weltkonferenz in Rio wurde dieser Grundgedanke der Nach-haltigkeit auf dem Weltgipfel in Johannesburg nochmals betont. Im Dezember 2002 wurde diesbezüglich für die Jahre 2005-2014 die UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgerufen (vgl. Nationaler Aktionsplan 2008, S. 9). Eine weitere Weltkonferenz fand in diesem Jahr vom 31.März bis 2.April in Bonn statt. Die bisherigen Erkenntnisse und geplanten Vorhaben wurden mit der „Bonner Erklärung“ verabschiedet, auf deren Inhalt abschließend kurz eingegangen wird.

Auf nationaler Ebene wird die UN-Dekade von der deutschen UNESCO-Kommission (DUK) umgesetzt. In Folge dessen wurden die BLK-Modellprogramme „21 – Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ (1999-2004) und „Transfer-21“ (2004-2008) entwickelt, um Schulen und anderen Bildungseinrichtungen eine Orientierungshilfe bei der Umsetzung des Programms zu geben. Darüber hinaus wurde 2003 mit der „Hamburger Erklärung“ ein Dokument verabschiedet, das die zentralen Ziele der Dekade beinhaltet. Zusätzlich wurde am 1.Juli 2004 vom deutschen Bundestag beschlossen, einen nationalen Aktionsplan zu erstellen (vgl. Nationaler Aktionsplan 2008, S. 9). Des Weiteren hat ein Großteil der Bundesländer einen eigenen Landesaktionsplan verfasst. Ausstehende Aktionspläne sollen spätestens Ende 2009 vorliegen. Diese Dokumente sowie das von der UNESCO vorgelegte „International Implementation Scheme“ und die „UNECE-Strategie über Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sind wichtige Referenzen für die nationale Umsetzung der UN-Dekade (vgl. Nationaler Aktionsplan 2008, S.9). Die Millenniumserklärung der Vereinten Nationen stellt einen weiteren interna-tionalen Anknüpfungspunkt dar zur Verwirklichung einer nachhaltigen Ent-wicklung. Insbesondere zur Etablierung des Gedankens der Nachhaltigkeit in der Schule wurden 2007 die Dokumente zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule“ und der „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Ent-wicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“ veröffentlicht (vgl. Nationaler Aktionsplan 2008, S. 10). Entwicklungen und Trends der UN-Dekade sind in den Berichten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 2005 und 2009 dargestellt.

3 Nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung bedeutet im Wesentlichen, dass Menschen bewusst und zukunftsorientiert handeln, um einerseits die eigene Lebensqualität zu sichern und anderseits die Entwicklung und Wahlmöglichkeiten zukünftiger Generation nicht einzuschränken (vgl. BMBF 2002, S. 5). Die wesentlichen Merkmale einer nachhaltigen Entwicklung sind die Prinzipien der Generationenverantwortung, der Integration sozialer, ökonomischer und ökologischer Aspekte sowie der Partizipation an Entscheidungsprozessen (vgl. BMBF 2002, S. 5). Darüber hinaus soll Gerechtigkeit herrschen zwischen den Nationen, Kulturen und Welt-religionen. Dieser Gedanke spiegelt die globale Verantwortung wider, der sich jeder bewusst werden muss, vor allem in Verbindung mit dem verant-wortungsvollen und gerechten Umgang mit unseren Ressourcen (vgl. Nationaler Aktionsplan 2008, S. 5). Damit diese Leitideen realisiert werden können, muss jeder einzelne Mensch die Möglichkeit haben an politischen Entschei-dungsprozessen beteiligt zu sein. Des Weiteren muss jedem Menschen die Option gegeben werden an Bildung teilhaben zu können. Die letzten beiden genannten Punkte gelten als Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung und klingen für uns trivial, stellen jedoch Schwellen- und insbesondere Entwicklungsländer vor große Probleme. Für diese Länder steht die Sicherung des Grundbedarfs im Vordergrund, wie z.B. der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Im Jahre 2008 verfügten etwa 884 Millionen Menschen über keinen adäquaten Wasserzugang (vgl. Tagungsdokumentation 2008, S. 6). Allein dieser Umstand verdeutlicht die unterschiedlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Akteure und belegt die Notwendigkeit des aktiven Handelns. Unter der Prämisse der globalen Verantwortung müssen die Länder zusammenarbeiten und den Entwick-lungsländern müssen entsprechende Hilfestellungen gewährleistet werden (vgl. Bonner Erklärung 2009, S.1).

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
Untertitel
Die UN-Dekade
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Veranstaltung
Seminar: Internationale politische Strategien im Bildungsbereich
Note
1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V134290
ISBN (eBook)
9783640418671
ISBN (Buch)
9783640418824
Dateigröße
498 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildung, Entwicklung, UN-Dekade
Arbeit zitieren
Michael Rieken (Autor), 2009, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/134290

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